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Knochenleim

29.06.2013, 01:54
Ich habe vor kurzem ein Beitrag über Knochenleim gesehen...

Eigenschaften von Knochenleim
wenn der Knochenleim warm ist ist er flüssig und wenn er kalt ist ist er hart....
wenn der Knochenleim wieder warm gemacht wird er wieder flüssig .....
sehr vorteilhaft wie ich finde...

nun meine Frage???
hat schon jemand Erfahrung mit diesem Leim gemacht..???
oder hat jemand Tipps dazu???
ich persönlich habe nur Erfahrung mit normalen Holzleim gemacht...

Danke
lg troppy
 
Knochenleim, Leim Knochenleim, Leim
Bewerten: Bewertung 2 Bewertungen
24 Antworten
Pedder  
Ich habe schon einmal mit Knochenleim gearbeitet und obwohl er eine Menge Vorzüge hat, ist es mir einfach zu zeitaufwendig, damit zu arbeiten. Wenn ich Holzleim benötige, möchte ich ihn sofort verarbeiten können und nicht erst einen Tag später.

Gebrauchsanweisung:

Die Knochenkügelchen schüttest Du in ein Glas, füllst dann bis zur Oberkante der Kugeln Wasser nach und läßt das Ganze dann mindestens 12 Stunden stehen. Danach das Glas in einen Topf mit heißem Wasser stellen und erhitzen. Gelegentlich umrühren, was für ein Aufwand.

Nachteil:

Bei der Verarbeitung mußt Du darauf achten, dass Du sehr schnell arbeitest. Bei der Abkühlung wird er zäh und läßt sich nicht mehr vernünftig bearbeiten. Es gibt allerdings den Trick, die zu verleimenden Teile ebenfalls zu erhitzen, dann hat man genügend Zeit für die Verarbeitung, aber wie soll ich eine 2 Quadratmeter große Platte erhitzen, wenn ich sie verleimen will.

Vorteil:

rDer Leim hat allerding auch einen ganz großen Vorteil. Habe ich Murks gebaut und möchte die Verleimung wieder rückgängig machen, muß ich die Teile nur wieder erhitzen und der Leim wird wieder flüssig. Die verleimten Teile lassen sich so wieder lösen.

Ein weiterer Vorteil ist die Tatsache, dass die Kugeln unbegrenzt haltbar sind.

LG von Pedder

 

Woody  
Tolle Frage! Jetzt weiß ich endlich, was ich in der Werkstatt für seltsame Kügelchen aufbewahrt habe (noch vom Opa, war Bildhauer). Außer Holzleim steht nämlich nichts drauf.

Danke Pedder für die Erklärung, häng mir dann gleich einen Zettel mit der Beschreibung dazu.

 

Janinez  
Mein verst. Mann hat auch viel mit Knochenleim gearbeitet und da sind auch noch Reste da, aber ich find normalen Holzleim viel besser

 

Es hat mich schon ein paar mal gejuckt damit zu spielen, aber die Notwendigkeit alles immer schön auf Temperatur zu halten, fand ich sehr lästig. Spätestens im Winter gibt meine Werkstatt nicht mal näherungsweise die Temperaturen für Knochenleim her.

 

Mein seliger Vater hat nur mit Knochenleim gearbeitet, damals gab es nichts anderes, sogar das Gelände meiner Modelleisenbahn bestand aus einem alten Betttuch das in Knochenleim getränkt war. Das war eine sehr heiße und übel riechende Angelegenheit mit dem Vorteil, fast kein Gewicht! Für mich ist Knochenleim ein Material für geruchsresistente Heim-/Handwerker.

 

O ja, die Alte Zeiten. Hat aber gut gehalten.

 

Ekaat  
Na ja, gut gehalten... In feuchter Umgebung löste sich das Verleimte langsam in Wohlgefallen auf. Den gab's übrigens in Platten (etwa so groß, wie eine Tafel Schokolade) »Plattenleimi« und in 1-2mm großen Kügelchen »Perlleim«. Selbst damit gearbeitet habe ich nie - meine Zeit fing mit Keimfix (einn Kaltleim) an.

 

Bine  
Also ich hatte mich auch für den Knochenleim interessiert weil er einfach günstiger ist , aber wenn ich den Leim immer wieder erwärmen muss und das bei den Stromkosten kommt es letztlich hinterher auf das selbe raus .

Da war doch noch ein anderer Vorteil von Knochenleim ... *grübbel* hmm was war das nochmal ? Das er auch Farbe annimmt oder .. ach Siebgehirn , ich weiß es nicht mehr

 

Woody  
Ich hab ein bisschen recherchiert, meinst du vielleicht das Bine:

Die Kügelchen muss man wie gesagt in Wasser auflösen und dann erwärmen- Dies sollte man in hitzebeständigen Gefäßen machen, nicht aber Eisengefäße, denn Eisen färbt den Leim schwarz und macht ihn unbrauchbar.

Quelle

 

Nachdem ich das alles gelesen habe, habe ich nicht das gerinste Bedürftnis mit dem Leim zu arbeiten

 

Meines Wissens wird diese Art von Leim noch heute in den Museumswerkstätten verwendet.

 

hallo bine,
früher stand ein Ofen in der Werkstatt und darauf das Wasserbad mit Knochenleim. Eine Heizung tut es aber auch, zumindest um ihn etwas warm zu halten.

 

Ekaat  
Wenn's nicht so umständlich wäre und so lange Preßzeiten erforderte, wäre das eine passable Alternative zum Kaltleim: Knochenleim, oder auch Tischlerleim kann lange gelagert werden. Und Eintrocknen macht nichts, dann wird er wieder aufgewärmt, aufgewärmt, aufgewärmt! ♪♫♫♪♪

 

Bine  
Nee das wars nicht ... war das weil man ihn problemlos überstreichen konnte oder verhaue ich mich da gerade ? *grübbel* Finde die Seite auch nicht mehr

 

Ekaat  
Zitat von Bine
Nee das wars nicht ... war das weil man ihn problemlos überstreichen konnte oder verhaue ich mich da gerade ? *grübbel* Finde die Seite auch nicht mehr
Auf dem Tischlerleim hielten alle Nitro und Kunstharzlacke. Wie es mit Wasserverdünnbaren aussieht, weiß ich nicht - damals gab es die noch nicht.

 

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