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Klimageräte

20.06.2013, 11:05
Hallo zusammen.

Jetzt ist der Sommer doch noch gekommen und das Haus hat sich extrem aufgeheizt.
So sehr, dass man die Nacht mehr oder weniger kaum Schlaf findet.

Nun habe ich mir überlegt ein Klimagerät zu kaufen.
Allerdings habe ich gehört, dass diese Geräte mehr oder weniger Keimschleudern sein sollen, was ich meiner Familie und mir natürlich nicht antun möchte.

Kennt sich jemand damit aus?
Hat jemand schon Erfahrung mit solchen Geräten?
Anforderungen:
Das Gerät soll abends eine Stunde in dem entsprechenden Schlafraum gestellt werden und dort ca. 5 Grad runter kühlen (weiß nicht, ob das in der Zeit machbar ist)
Ich möchte das Gerät in verschiedenen Zimmern verwenden ...Mobilität muß also vorausgesetzt sein...
Eine Festinstallation von außen möchte ich nicht so gerne, da das auch wahrscheinlich meinen finanziellen Rahmen sprengt...

Vielen Dank im Voraus.
 
Klimaanlage, Klimagerät Klimaanlage, Klimagerät
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15 Antworten
Das Problem hab ich auch,hab so ein mobiles Klimagerät mal getestet,wenns funktionieren soll muss ein Abluftschlauch au dem Raum rausführen sonst bringts nicht viel,hab den 100 mm Schlauch erst durch die Tür nach draussen gelegt,war nicht Optimal,unten Warme Luft raus die Oben wieder reinkommt.Fenster genauso.
Endweder einen Mauerdurchbruch oder eine Kernbohrung oder irgendwie Abdichten.

 

Wenn sie regelmäßig gewartet und gereinigt werden sind es keine Keimschleudern.

Aber mobile Geräte kannst vergessen. Die bringen nichts. Warum? Weil ein mobiles Gerät die warme Luft durch einen Schlauch nach draussen bläßt, aber somit natürlich wieder Luft in den Raum muss. Und diese Luft wird natürlich ebenfalls von aussen angezogen. Und die ist natürlich auch warm.
Wenn eine Klimaanlage was bringen soll, muss es ein Splitgerät sein. D.h. Kühlaggregat sitzt außerhalb und der Wärmetauscher wird innen montiert. Somit ist es eine Umluftkühlung.

 

Ob es Geräte gibt, die die geforderte Leistung (5 Grad in einer Stunde) bringen, kann ich dir nicht sagen.

Was die meisten Käufer mobiler Geräte gerne vergessen, ist dass die "Hitze" irgendwo hin muss. Am Gerät entsteht durch die Kühlung Abwärme und die muss irgendwo hin. Die Schmalspurlösung ist dann einen Schlauch anzuschliessen, den man aus dem gekippten Fenster hängt. Das Ergebnis ist dann, dass man links warme Luft rauspustet und rechts warme Luft von außen nachströmt. Das ist nicht unbedingt effektiv.

Bevor du das Gerät anschaffst, überleg dir also wie du die Abwärme los wirst. Man kann das mit Öffnungen im Mauerwerk machen wie bei Dunstabzugshauben oder auch mit Öffnungen in modifizierten Fenstern. Beide Varianten verursachen zusätzliche Kosten. Es gibt auch schlauchlose Geräte, bloss lässt deren Leistung dann häufig erheblich zu wünschen übrig.

Bitte prüfe auch wie dein Gerät mit dem entstehenden Kondenswasser umgeht. Hier kann falsche Bedienung tatsächlich zum entstehen der "Keimschleuder" führen.

Für Bruchteile der Kosten eines Klimageräts gibt es Kombinationen aus Deckenventilator und Licht. Die kann man oft als Ersatz für die vorhandene Deckenbeleuchtung einbauen. Die senken zwar nicht die Temperatur, aber die leichte Luftbewegung auf niedriger Stufe macht das Leben leichter.

 

Auch auf die Gefahr hin das die Elektro-Fachkräfte mich "Erschlagen"
So gehts auch.
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Hi,

nachdem ich unterm Dach hause und es dort im Sommer gerne mal 35° C und mehr bekommt, habe ich mir vorletztes Jahr auch ein mobiles Klimagerät besorgt. Das Gerät hat einen Abluftschluch den ich durchs gekippte Fenster nach außen führe. Damit die warme Luft nicht gleich wieder nachkommt, habe ich mir für etwa 10,- Euro eine Abdeckung fürs Fenster dazu gekauft. Die wird ähnlich wie ein Fliegengitter am Fenster befestigt. Das Gerät kühlt um etwa 5-6 °C nach unten, benötigt dafür rund 2-3 h. Mehr ist dann allerdings nicht mehr drin. Bei den temperaturen der lezten Tage war das ein tropfen auf den heißen Stein, mehr aber auch nicht.

Inzwischen bereue ich fast schon, mir nicht ein sehr viel leistungsstärkeres Gerät gekauft zu haben (das 2-3 fache des Raumvolumens) bzw. direkt ein Klima-Splitgerät. Hinzu kommt natürlich auch, dass so ein Klimagerät doch ziemlich viel Strom verbraucht. Ich hab meins mal durchgemessen und bin - trotz sehr hoher Energieeffizienzklasse A++ auf rund 1000W gekommen. Bei "normalen" Sommertemeperaturen von 27, 28 oder auch mal 30° ist es den Strom aber auf jeden Fall wert.

Noch kurz zu den Keimen: Ich reinige das Gerät zu Anfang und Ende jeder Saison mit Desinfektionsmittel wie es in der Anleitung beschrieben ist. Das Kondenswasser wird bei meinem Klimagerät gesammelt und muss - je nach Einsatzdauer - etwa ein mal die Woche geleert werden.

 

Woody  
Mobile Klimageräte sind aus den oben angeführten Gründen zu vergessen. Hab selbst einige getestet und nun seit 2 Jahren doch ein Splitgerät zumindestens in einem Raum (Büro) installiert. Zur Not kann ich dort auch schlafen.

Die Problematik der Abführung der Heißluft (und das ist wirklich extrem heiß) beim Mobilen hab ich so gelöst, dass ich den Abflußdingsbums durch den Kamin geleitet habe. Loch war ja noch da, nur kein Ofen mehr. Das war so ziemlich die effektivste Methode. Aber wie xatru schon sagte, mehr wie 2-3Grad Abkühlung ist nicht drin.

Splitgeräte sind gar nicht mehr so teuer, mit 500,-- bist schon dabei, ist sogar zur Selbstmontage möglich, da das Kühlmittel schon eingefüllt ist. Vorteil beim Splitgerät, man kann damit auch sehr gut heizen.

 

Ehrlich gesagt taugen nur die Splitt-Geräte wirklich was. Alles andere halte ich für unwirksam.

Wie haben im Büro (mobile) Kondensklimageräte, die laufen bei so einer Hitze den ganzen Tag. Sie sind laut, extrem pflegebedürftig und das Wasser muss jeden Tag gewechselt werden. Hinzu kommen noch diverse chemischen Mittel die mit eingefüllt werden müssen.

Und dann kühlen diese Geräte nicht wirklich runter, man könnte sie eher als komfortablen Ventilator bezeichnen, die - würde man direkt davor sitzen - etwas kalte Luft hinüberblasen.

Wenn du dir ein mobiles Gerät anschafft, um damit eben flexibel mehrere Räume zu kühlen, müsstest du auch abwarten bis ein Raum runtegekühlt ist, um dann das Gerät in einen anderen Raum zu stellen währenddessen der zuvor gekühlte Raum wieder munter aber stetig warm wird.

Letztendlich ist es eine Frage des Nutzen-Kosten-Vergleiches. Ein günstigeres mobiles Gerät, dass am Ende nur Unzufriedenheit mit sich bringt ist rausgeschmissenes Geld. Dann doch lieber etwas mehr Geld ausgeben, aber vollendet (im Sinne einer kühlen Entscheidung) den gewünschten Effekt erreichen

 

Zitat von HOPPEL321
Auch auf die Gefahr hin das die Elektro-Fachkräfte mich "Erschlagen"
So gehts auch.

Ach, ein Feuchtigkeitswedler? Den braucht hier niemand... Bei uns ist die Luft seit Tagen derart schwül, ich hab neulich am Zebrastreifen Fische über die Strasse laufen sehen...

 

Zitat von HOPPEL321
Auch auf die Gefahr hin das die Elektro-Fachkräfte mich "Erschlagen"
So gehts auch.
Das ist so 'ne Art Wäschetrockner, richtig? ;-)

Ich halte nichts von Klimageräten (außer im Auto). Die paar Tage, an denen es wirklich heiß ist, kann man auch durchstehen. Außerdem brauchst du Platz um das Ding 350 Tage im Jahr (bei Nichtgebrauch) einzulagern. Stromkosten mal ganz außen vor gelassen. Wir haben nachts gelüftet und morgens alle Schotten (inkl. Rollläden auf der Südseite) dicht gemacht. War super kühl im Haus.

 

Woody  
Zitat von Mopsente
Wir haben nachts gelüftet und morgens alle Schotten (inkl. Rollläden auf der Südseite) dicht gemacht. War super kühl im Haus.
nur wenn es nachts nur um 2-3Grad "abkühlt" hilft das Fensteraufreißen auch nichts mehr. Bei uns seit gut einer Woche konstante Raumtemp. von über 28Grad, draußen mindestens 35Grad, nachts grad mal 29......

ich beoabachte berufsbedingt das Wetter auch über die Jahre hinweg und die Sommer werden immer heißer und die Winter länger und kälter. Zwischenjahreszeiten, wie Frühling und Herbst gibt es kaum mehr und wenn nur mehr wenige Tage

 

Vielen lieben Dank für eure Antworten bisher.

Den Aspekt bzw. die Tatsache, dass die warme Abluft nach draußen muß habe ich bisher überhaupt nicht bedacht. Klar durch ein offenes Fenster kommt die Wärme wieder rein. Total Kontraproduktiv.

@gschafft / @woodworkerin / @xatru1980 :Was ist denn ein Splitgerät? Hast du vielleicht ein Link für mich mit einem konkreten Beispiel?

 

Z.b:
http://www.steinershopping.at/einhel...FU0V3godbVMAiw

ich habe ein mobiles Gerät (seit meine Tochter auf die welt kam, es es a...... heiß war), und ich leite die heiße Luft einfach in mein Arbeitszimmer, wenn ich die gewünschte raumtemp. habe, mache ich dann einfach die Türe zu, und in dem Raum der heißen Luft (ich erspare mir Kommentare mit Parlament), lasse ich über die nach das fenster offen, somit ists dort auch wieder kühler; jedoch wirkt die kalte raumluft nur kurz, da ja die mauern schon aufgeheizt sind,....

 

Vielleicht sollte man an die Sache anderes herangehen und versuchen, die Wärme gar nicht erst ins Haus zu lassen. So soll man ja, sofern möglich, bei den Fenstern auf der jeweils der Sonne zugewandten Seite die Rolläden runter lassen.

In meiner letzten Wohnung hatte ich mir nach einem heißen Sommer überlegt, mangels Rolläden, einfach die Fenster von außen mit weißen Bettlaken zu verhängen. Das sieht zwar doof aus, aber ich könnte mir vorstellen, dass es funktioniert. Leider bin ich nie dazu gekommen, es auszuprobieren, da der folgende Sommer eher kühl war und anschließend das Dach sehr gut gedämmt wurde, so dass es danach eigentlich immer ganz angenehm war.

Mittlerweile habe ich ein gebrauchtes Haus gekauft und stehe bei den Dachfenstern wieder vor dem Problem. Dafür gibt's aber seitens des bekannten Fensterherstellers entsprechende Hitzeschutzmarkisen, die ich wohl anschaffen werde. Die liegen auch von außen auf dem Fenster.

 

Zitat von Harry2300
Vielen lieben Dank für eure Antworten bisher.

Den Aspekt bzw. die Tatsache, dass die warme Abluft nach draußen muß habe ich bisher überhaupt nicht bedacht. Klar durch ein offenes Fenster kommt die Wärme wieder rein. Total Kontraproduktiv.

@gschafft / @woodworkerin / @xatru1980 :Was ist denn ein Splitgerät? Hast du vielleicht ein Link für mich mit einem konkreten Beispiel?
Bei Splitgeräten hast du außen am Gebäude einen Wärmetauscher und im Inneren lediglich ein Kühlgerät mit Verdampfer.

 

Ich möchte mal kurz ausholen, denn einige Dingen sind nur halbwahr
Wie funktioniert ein Klimagerät?
Genau wie ein Kühlschrank. Durch einen Kompressor wird das Kühlmittel verdichtet und dabei erhitzt es sich (wie eine Luftpumpe) und an einer anderen Stelle kann es sich wieder ausdehnen und kühlt dabei ab (wie eine Druckluftdose beim Abblasen). Das ganze passiert in einem geschlossenen Kreislaufsystem. Man hat also eine kalte und eine warme Komponente. Das Ziel ist es nun die Wärme an die Außenluft abzugeben und die Kälte an die Raumluft.
Da durch Verluste mehr Wärme als Kälte generiert wird, ist das der entscheidende Punkt des Wirkungsgrades. Deshalb bringt es nichts einfach einen offenen Kühlschrank in einen geschlossenen Raum zu stellen

Bei einem Splitgerät sitzt das Kühlelement im Raum, das Heizelement wird draußen montiert. 2 Kältemittelleitungen (Zu- und Ablauf) werden durch das Mauerwerk geführt. Kondenswasser wird entweder auch nach draußen geleitet, ans Abwasser angeschlossen oder muss regelmäßig geleert werden.
Dies hat definitiv den höchsten Wirkungsgrad, da die Raumluft immer wieder durch den Kühler zirkuliert und keine Luft mit draußen getauscht wird.
Hier gibt es verschiedene Systeme. Die Einen regeln die Kühlung durch An- und Abschalten, was durch ständiges Anlaufen und Stoppen nicht genial für die mechanischen Komponenten ist und auch immer vollen Lärm oder absolute Stille bedeutet. Andere Systeme laufen permanent und regeln die Leistung des Kompressors durch einen Inverter -> immer Geräusche aber unterschiedlich laut. Diese sind meist auch wesentlich teurer. Die Abluftblöcke sehen nicht gerade schön aus, verändern die Fassade und können Nachbarn ganz schön nerven. Die Verlegung der Leitungen kann selber gemacht werden, nur das eigentliche Anschließen muss durch einen Fachbetrieb erfolgen (Umweltschutz und Gewährleistung). An einen Wärmetauscher können mehrere Kühlelemente angeschlossen werden. Wie beim Auto kann über die Anschlüsse Kältemittel entweichen und muss daher regelmäßig von einem Fachbetrieb geprüft und ggf nachgefüllt werden.

Bei einem sog. Monoblockgerät sitzen Heiz- und Kühlelement in einem Gehäuse. Die Raumluft wird um das Kühlelement geführt und dabei gekühlt. Die Wärme des Heizelements muss nach draußen abgeführt werden. Dazu wird Raumluft um das Element geblasen und dann durch den Abluftschlauch geleitet. Kondenswasser wird meist über das Heizelement gepumpt um dies zu verdampfen und mit der Luft abzuführen. Überschüssiges Kondenswasser wird je nach Gerät abgepumpt oder muss abgelassen werden. Dadurch wird im Raum ein "Vakuum" aufgebaut, die Luft muss nachströmen. Der Wirkungsgrad hängt nun davon ab, woher diese Luft kommt. Dichtet man den Auslass nicht richtig ab, saugt man die extrem heiße Abluft direkt wieder rein und hat nichts gewonnen. Kommt die Frischluft aus einem schattigen Zimmer hat man einen mittleren Wirkungsgrad, kommt sie aus dem kühlem Keller steigert sich der Wirkungsgrad. Den Abluftschlauch also nur aus dem geöffneten Fenster zu hängen macht wenig bis gar keinen Sinn. Das einzige Sinnvolle ist eine Mauerdurchführung. Diese muss dann im Winter natürlich isoliert und verschlossen werden.

Splitgerät:
+ hoher Wirkungsgrad
+ leise bis lautlos im Innenraum
+ ein Wärmetauscher kann mehrere Kühlelemente betreiben
- Wärmetauscher hässlich und laut (Fassade, Nachbarn?)
- erhöhter Installationsaufwand
- teurer
- Wartungsarbeiten mit Folgekosten

Monoblock:
+ günstig in der Anschaffung
+ wartungsfrei
+ mobil (1 Gerät für mehrere Räume)
- nur ein Raum kann gleichzeitig gekühlt werden
- laut im zu kühlenden Raum
o Wirkungsgrad und Installationsaufwand variabel, je nach Ausführung


Ich persönlich habe mich für den Monoblock mit Mauerdurchführung entschieden, da:
- ich nur das Büro im Hochsommer kühlen brauche (Server, 3 Monitore, mehrere Rechner und daher schnell bis zu 40°).
- ich zur Miete wohne (Erlaubniss für den Durchbruch vom Vermieter)
- der Wärmetauscher die Fassade verschandelt hätte
- der Durchbruch 2 Std. Arbeitsaufwand war und beim Auszug schnell geschlossen und verputzt ist.
- Das Gerät im Frühjahr, Herbst und Winter im Keller parkt.

Just my 2 cents
Fritz

 

Geändert von ElseKling (26.06.2013 um 12:08 Uhr) , Grund: Rechtschreibfehler eliminiert
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