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Kleiner Motor für Spielzeuge

18.01.2012, 08:28
Irgendwann...nicht jetzt.... möchte ich für meinen Sohn mal was bauen wo ein Aufzug eingebaut ist, also eine Art Haus, Krankenhaus, Feuerwache...wünscht er sich halt für seine Feuerwehreinsätze mit Playmobil.

Nun hab ich grad bei E-Ba... Uhrwerke bestellt für die Uhren die ich zu seinem Geburtstag mit seinen Gästen bauen will, der hat auch kleine Motoren.

Auf was muß ich da achten? Was braucht man alles um zum Beispiel einen Aufzug zu bauen? sicher auch einen Schalter zum an- und ausschalten des Motors. Kann so ein Motor auch in zwei richtungen laufen? (sorry für die blöden fragen, aber mit sowas hab ich einfach keinerlei erfahrung)

was ist ein langsamläufer, was ein gleichstrommotor, ein ein getriebemotor? also wo genau liegt der unterschied? wieviel volt sollte der haben?

jaaa, ihr müßt bei mir bei dem thema bei null anfangen
 
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52 Antworten
Servus!

Für einen Aufzug brauchst Du erstmal entweder einen sog. Langsamläufer oder einen Motor mit vorgeschaltetem Getriebe.

In der von Dir beschriebenen Anwendung kommen sowieso nur Gleichstrommotoren in Frage. Diese können in beide Richtungen laufen.

Als Schalter brauchst Du einen Umschalter, der den Stromfluss umkehrt, damit der Aufzug auch wieder runterfährt...

Die Wahl der Voltage ist abhängig von der von Dir bevorzugten Versorgung. Willst Du mit Batterie oder Trafo betreiben?

Bei Batteriebetrieb gibt es einerseits die Möglichkeit eines Batteriepacks (z.B. mehrere Mignon in einer Box) oder Du entscheidest Dich für 4,5V Block bzw. 9V Block.

Der Batteriepack hat den Vorteil, das hierbei leichter - und billiger - Akkus verwendet werden können.

Soviel für's Erste...

mfg Dieter

 

Wie Kneippianer schon sagte: Ein Gleichstrom-Getriebemotor ist der Antrieb der Wahl. Getriebemotoren haben allerdings auch in kleinen Dimensionen mitunter viel Kraft, so das Endschalter vielleicht anzuraten sind. In diesem Foren-Beitrag findest du einen Schaltplan für einen Gleichstrommotor mit Drehrichtungsumkehr und Endschaltern: http://www.roboternetz.de/community/...ll=1#post61636

 

Stimmt, die Endabschalter hab ich vor lauter Wald ganz vergessen!

Sonst wird aus dem Lift in oberster Stellung schnell ein Karusell...

mfg Dieter

 

Das riecht ja quasi nach dem Einsatz des IXO, den man einfach als Motor nimmt.


Mal kurz durchgesponnen: Man nimmt einen viereckigen Aufzug in einem viereckigen Schacht. Der Aufzug ist einmal von oben nach unten komplett durchbohrt. In dieser Bohrung ist eine Rampamuffe eingeschraubt. Durch diese führt eine Gewindestange durch den kompletten Aufzugschacht. Oben auf der Gewindestange ist dann entweder ein Sechskant befestigt, der genau in die Aufnahme des IXO passt oder die Gewindestange ist oben geschlitzt, so dass man mit dem Schlitzschraubenbit des IXO arbeiten kann.


In Betrieb sieht das dann so aus, dass man durch den IXO die Gewindestange dreht und der daran über die Rampamuffe befestigte Fahrstuhl versucht, sich mitzudrehen. Das klappt aber nicht, da er durch den Aufzugschacht daran gehindert wird. Statt dessen wird er sich nun je nach Drehrichtung der Gewindestange nach oben oder unten bewegen. Ist das obere oder untere Ende des Schachts erreicht (beide jeweils so verschlossen, dass der Aufzug nicht durchpasst), wird das Drehmoment für den IXO zu groß und man hat quasi auch die Endabschaltung.

 

Zitat von Tobi74
Das riecht ja quasi nach dem Einsatz des IXO, den man einfach als Motor nimmt.


Mal kurz durchgesponnen: Man nimmt einen viereckigen Aufzug in einem viereckigen Schacht. Der Aufzug ist einmal von oben nach unten komplett durchbohrt. In dieser Bohrung ist eine Rampamuffe eingeschraubt. Durch diese führt eine Gewindestange durch den kompletten Aufzugschacht. Oben auf der Gewindestange ist dann entweder ein Sechskant befestigt, der genau in die Aufnahme des IXO passt oder die Gewindestange ist oben geschlitzt, so dass man mit dem Schlitzschraubenbit des IXO arbeiten kann.


In Betrieb sieht das dann so aus, dass man durch den IXO die Gewindestange dreht und der daran über die Rampamuffe befestigte Fahrstuhl versucht, sich mitzudrehen. Das klappt aber nicht, da er durch den Aufzugschacht daran gehindert wird. Statt dessen wird er sich nun je nach Drehrichtung der Gewindestange nach oben oder unten bewegen. Ist das obere oder untere Ende des Schachts erreicht (beide jeweils so verschlossen, dass der Aufzug nicht durchpasst), wird das Drehmoment für den IXO zu groß und man hat quasi auch die Endabschaltung.

Die Idee ist schon nicht schlecht nur würde ich da lieber zwei führungen nehmen und an die lose führung am unteren und oberen halt einen Anschlag anbriengen, dafür würde sogar eine Billigkopie des IXO ausreichen den kann man dann auch schlachten und nur die notwendigen Bauteile verwenden.

 

Geändert von campo7 (18.01.2012 um 12:05 Uhr)
Also ich würde das lieber mit einer kleinen Handkurbel und Maurerschnur lösen, ganz einfach wegen des weit geringeren Aufwandes.
(Keine Batterien/Leitungen/Getriebemotoren/Schaltern/Sicherheitsschaltern ect.)

Mir schwebt bei dem Gedanken an kleinere Geschwister immer im Kopf umher, das
da eine Hand verletzt werden könnte.

Die Vorschläge mit Gewindestangen halte ich fast schon für fahrlässig.
Wer´s nicht versteht, möge seine eine Hand in den Schraubstock zwischen die Backen
stecken und dann mit nur einem Finger der anderen Hand zudrehen.
Da kommt dann schnell ein Verständnis für Kräfte durch Untersetzung.

Und der Schraubstock hat eine Gewindesteigung von ca.5-6mm.
Der Gewindestab ca. 1mm-1,25mm also deutlich weiter untersetzt und daher höhere
Kräfte.

Aus diesem Grund empfehle ich auch keine Bezugsquelle von Getriebemotoren.
Rein der Sicherheit wegen.

 

@Bastelfuchs: Mit den Gewindestangen hast du vollkommen Recht! Ist zwar eine geile, witzige Idee, aber schlicht zu gefährlich!
Einen 3V Getriebemotor sehe ich da entspannter...

Ich habe im Puppenbauernhof zum Heuboden einen Lastenaufzug gemacht, der mit einer Handkurbel und einem starren Gummiband angetrieben wird.

 

Ich würde auch einen kleinen 3 Volt Getriebemotor empfehlen.

Von einer Gewindestange würde ich ebenfalls abraten, da dabei schon Kräfte wirken können, die Kinderfinger nicht vertragen.

Wenn man den Aufzug mit einem Seil raufzieht kann man das Seil (Faden) immer noch so auslegen, dass lieber der Faden abreißt, bevor es Verletzungen gibt.

Ich würde die oben erwähnte Schaltung noch mit einem separaten Taster versehen. Dann muss man immer die Taste drücken, damit sich was bewegt. Den kann man bei Problemen schnell loslassen und der Aufzug bleibt stehen. Nur mit dem Wechselschalter alleine (laut Schaltplan) hält dieser nur ganz oben oder ganz unten.

 

Zitat von Eichler71
Ich würde auch einen kleinen 3 Volt Getriebemotor empfehlen.

Von einer Gewindestange würde ich ebenfalls abraten, da dabei schon Kräfte wirken können, die Kinderfinger nicht vertragen.

Wenn man den Aufzug mit einem Seil raufzieht kann man das Seil (Faden) immer noch so auslegen, dass lieber der Faden abreißt, bevor es Verletzungen gibt.

Ich würde die oben erwähnte Schaltung noch mit einem separaten Taster versehen. Dann muss man immer die Taste drücken, damit sich was bewegt. Den kann man bei Problemen schnell loslassen und der Aufzug bleibt stehen. Nur mit dem Wechselschalter alleine (laut Schaltplan) hält dieser nur ganz oben oder ganz unten.



Stimmt... aber noch eleganter zu lösen mit einem AN-AUS-AN-Taster.

 

Zitat von Eichler71
Wenn man den Aufzug mit einem Seil raufzieht kann man das Seil (Faden) immer noch so auslegen, dass lieber der Faden abreißt, bevor es Verletzungen gibt.

Ich würde die oben erwähnte Schaltung noch mit einem separaten Taster versehen. Dann muss man immer die Taste drücken, damit sich was bewegt. Den kann man bei Problemen schnell loslassen und der Aufzug bleibt stehen. Nur mit dem Wechselschalter alleine (laut Schaltplan) hält dieser nur ganz oben oder ganz unten.
Absatz 1:
Um die Schnurdicke empirisch zu ermitteln würde ich vorschlagen ein ca. 2,5mm
Kunststoffschnur erstmal an Deinen Fingern anzuwenden. Deine sind ja auch dicker und stabiler als zarte Kinderfinger. Mal sehn nach welchem Deiner gebrochenen Finger Du aufgiebst.

Absatz 2:
Logisch per Taster und alles ist OK.
Schwesterchen steckt Hand in den Aufzug. Brüderchen fährt nach oben.
Schwesterchen Schreit. ... 2sec Reaktionszeit. Schwesterchen schreit noch lauter.
Brüderchen erkennt die Sachlage und lässt erstmal los. Hecktik breitet sich aus.
Versehentlich fährt Brüderchen noch mal nach oben. ...

Was meinst Du warum man bei El.Fensterhebern Auto eine entsprechende Schaltung
bei Blockade einbaut. Gab schon schlimme Fälle vorher.
Weitere Bsp. Bustür, Schiebetüren im Zug, Aufzugtür ect.

Erinnere mich an einen Fall einer Safari, bei der ein Elefant den Rüssel durchs offene
Fenster gesteckt hat. (Wollte sich sein Futter holen.)
Die Dame hatte dann muffensausen gehabt und die Scheibe zugedreht.
Rüssel eingeklemmt -> Elefant stinkig -> Tür rausgerissen.

 

Wenn man das ganze jetzt noch mit einer Überwachung der Stomaufnahme und tastern mit Haltefunktion ausrüstet fehlt nur noch eine Microwelle und eine Kaffeemaschine.
Bin der meinung das das für einen Laien in Elektronik doch zu kompliziert wird.
Dann doch lieber mit Handkurbel und Nähgarn.

 

Zitat von Kneippianer
...  Als Schalter brauchst Du einen Umschalter, der den Stromfluss umkehrt, damit der Aufzug auch wieder runterfährt...
Wenn du auf den verzichtest, kannst du auch 'nen Paternoster bauen ;-)

 

na ihr macht mir ja hoffnungen
ich mein, ist ja alles gut und schön...aber ich dachte, es gibt sooo viel spielzeug das mit motoren funktioniert, und sei es ne eisenbahn....da dachte ich nicht an soooo große probleme.....

 

Mach es so wie Kneippianer oben schon beschrieben hat. Das Seil machst du mit einem Magnet an der Kabine fest. Hand dazwischen, Magnet fällt ab - nix geht kaputt .
Nur trotzdem die Endschalter nciht vergessen.
- Batteriepack mit 9V Block (damit man etwwas länger Freude hat als bei 1,5 oder 3V)
- Taster An-AUS-AN

Aufbau:
- 1. Leitung Batterie + (plus) -> Schalter AUF -> Endschalter oberer Anschlag -> Motor -> Batterie - (minus)
- 2. Leitung Batterie + -> Schalter AB -> Endschalter unterer Anschlag -> Motor -> Batterie -

Ich würde es so lösen.
Getriebemotor läuft langer und entwickelt mehr Kraft. Wird aber nicht so viel sein dass es gefährlich wird.
Ohne Getriebe kommen deine Kids mit An- und Abschalten gar nicht nach

Falls ein Denkfehler drin sein sollte bitte verbessern

 

Zitat von Gismo
Aufbau:
- 1. Leitung Batterie + (plus) -> Schalter AUF -> Endschalter oberer Anschlag -> Motor -> Batterie - (minus)
- 2. Leitung Batterie + -> Schalter AB -> Endschalter unterer Anschlag -> Motor -> Batterie -

Ich würde es so lösen.
Falls ein Denkfehler drin sein sollte bitte verbessern
Und wie änderst Du die Polarität am Gleichstrommotor, damit er in die Gegenrichtung dreht ?

 

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