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Klangschale aus Messing reparieren - Löten ?

29.08.2010, 17:59
Meine Frau hatte in der Schule lange Zeit eine große Klangschale aus Messing
sieh LINK---->http://klangschalen-center.de/
Einer ihrer Schüler ließ das schöne "Gerät" während eines Streits auf den Fußboden fallen. Nun hat die Schale an der Seite und am Boden je einen ganz feinen "Haarriss" und der lang anhaltende und melodische Klang war einmal. Da Garantie schon lange überschritten lohnt auch keine Reklamation,-also entweder auf den Schrott, oder reparieren...
Löten käme schon Infrage, aber mit welchem Lötmaterial ?
Mit Radiolot,-wegen der Optik schon mal überhaupt nicht,-ich meine aber dass es Messinglot gibt. Auch ist mir bekannt, dass die Schale selbstverständlich "vorgeheizt" werden muss ( Herdplatte Ceranfeld ) dann mit einem Gas-Lötkolben usw. usw. anschließend fein abschleifen und polieren...
Oder gibt es eine bessere Lösung,-denn ein Neukauf lohnt sich nicht ( Preis !!! )
 
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4 Antworten
Hallo TEAL_C,

ich bin leider auch kein Experte auf dem Gebiet der Klangschalen, aber ich habe gelesen, dass man eine defekte Schale mit Silberlot wieder löten kann, ohne das sich am Klang etwas verändert. Allerdings musst Du schauen, wie Du schon selbst geschrieben hast, dass Du die Schale auch großflächig erwärmst, da sich sonst weitere Risse aufgrund der Ausdehnung bilden. Dann das Lot in den Riss laufen lassen, polieren und fertig.

VG Jan

 

JA,- so ungefähr hatte ich mir das auch gedacht.....allerdings hatte ich die etwas "verschmutzte" Schale mal in der Spülmaschine gehabt und bei 70 Grad mehrmals gespült...und siehe da,-unten am Boden ist noch ein zusätzlicher Haarriss entdeckt worden, also doch der Putzfrau an der Schule heruntergefallen.....denn ein Kind aus der Klasse meiner Frau hatte dies nach dem Unterricht gehört,als es ein Buch aus der Klasse vergessen hatte, -aber die Putzfrau hatte es nicht gemeldet...aber das ist ein anderes Thema,-jedenfalls ist die Garantie schon lange um und es bleibt also nur noch eine Reparatur,-denn neue Klangschalen haben einen stolzen Preis.....
Danke also erst mal. Bei Zeit und Gelegenheit werde ich mir die Schale mal vornehmen......

 

Hallo Teal_C

da ist die "Spannung" raus, Schalen werden "getrieben" nennt man Material strecken.
erst die Schale heiß machen und dann evtl. mit Messinglot löten, aber ob es was bringt kann ich nicht sagen ...
hab mal gegoogelt ....würde an Deiner Stelle den Mann mal eine email schreiben oder anrufen
http://www.kult-ur-sprung.de/klangschalen.htm

LG Muldi

 

Ekaat  
Hast also einen Sprung in der Schüssel. Ich würde folgendermaßen vorgehen: Da der Klang wichtig ist, ist es geboten, nicht mit Fremdmaterial daran zu gehen. Sollte die Schale aus MS63 (am gebräuchlichsten für Blech) getrieben/geformt worden sein, geht Weichlot schon mal gar nicht. Dünnen Messingdraht und einen Schweißbrenner; damit den Riß zuschweißen, anschließend verputzen und polieren. Zur Sicherheit am Ende des Risses ein Loch Ø1,5mm bohren, damit der Riß nicht weiter kann. Falls der Klang nach dem Schweißen nicht befriedigend ist (weiches Messing schwingt nicht gut) kann man zum Schluß die Naht dengeln, es bildet sich eine Kaltverfestigung, die der Festigkeit des Schalenrestes nahekommt. Das Dengeln hat auch den Vorteil, daß man es so lange machen kann, bis sie der alte Klang wieder einstellt. Aber einen an der Bahn abgerundeten Hammer nehmen, max. 100-150g.

 

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