Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Kinderlampe: Gefahr für Leib und Leben

17.09.2012, 09:03
sandro  
Als meine Tochter mir sagte, ihre Nachtlampe geht nicht mehr, hab ich mir das natürlich gleich angesehen. Und ich war dem Herzinfakt plötzlich sehr nahe. Ich kann es immer noch nicht fassen was da an der Wand hing.
Über die Zugentlastung der Lampe hatte ich mich schon beim Kauf gewundert, aber gedacht, das geht gerade noch so. Die Fassung konnte man auseinander drehen, so hat man dann schnell direkten zugriff auf die Kontakte.
Die Mechanik die ein aufdrehen verhindern soll, greift leider nicht, da die Fassung durch einen Metallhalter gesteckt ist. Bei gelockerter Fassung konnte man diese problemlos drehen, beim Versuch der Tochter das Leuchtmittel reinzudrehen hat sie dabei den Anschluß aus der Lampe reißen können.
Da war auch schon der nächste Fehler. Die Adern hatten keine Aderendhülen und waren so unter die Klemmen gesteckt. Kein wunder dass das nicht hält.

Jetzt habe ich die Lamper erst mal verkehrsicher gemacht, Hülsen auf die Adern und die Fassung eingeklebt, zur verbesserung der Zugentlastung noch einen "Knoten" in die Leitung gemacht. Jetzt kann man sie gefahrlos betreiben. Die Lampe haben wir in einem Marken Onlineshop bestellt, leider weiß ich nicht mehr in welchem. Sonst würde ich mich auch noch mal dort hin wenden.
Ich doch froh das wir einen FI-Schutzschalter im Haus haben. Das der Funktioniert hat meine Frau mal testen dürfen...
Klicken Sie auf die Grafik für eine größere Ansicht

Name:	2012-09-16_17-01-42_226.jpg
Hits:	0
Größe:	60,8 KB
ID:	14094  
 
Kinderlampe, Sicherheit Kinderlampe, Sicherheit
Bewerten: Bewertung 0 Bewertungen
25 Antworten
Auhauaha, da hast Du bzw. Deine Tochter ja noch mal Glück gehabt...

So richtig Professionell sieht mir die sonstige Verarbeitung auch nicht aus...

mfg Dieter

 

sandro  
Deswegen habe ich die für meinen Sohn dann auch selber gebaut: McQueen Lampe

 

...da hast Du absolut Recht...

Bei den selbst gebauten Dingen weiss man, woran man ist...

Ps. habe die Mc Queen Lampe jetzt erst gesehen...

 

hast du gut erkannt, das das so nicht zu lassen ist und gut abhilfe geschaffen.
das ist das mit den produkten.
irgendwo auf der welt billig hergestellt werden und dann bei uns vertrieben.

 

Für mich ist nicht verständlich, warum so etwas möglich ist. Klar wird im Rahmen der Globalisierung auf "Teufel komm raus" gespart - am Material ebenso, wie an der Überprüfung von Waren.

Helfen könnte da eigentlich nur ein verschärftes Gesetz über die Produkthaftung der Hersteller - aber was nutzt das, wenn bereits der "Schadensfall" eingetreten ist? Menschenleben in Gefahr zu bringen, um den Gewinn zu maximieren, finde ich sehr übel.

Persönlich würde ich mir wünschen, das die Gewerbeaufsicht erheblich personell aufgestockt wird. Zudem sollten die Importeure endlich mal dazu verdonnert werden, glaubwürdige Gutachten über die Produktsicherheit beibringen zu müssen. Schade, das die Politik sich hier nicht ausreichend in der Verantwortung sieht!

 

Etwas Derartiges sieht man leider immer wieder. Da nützen keine schönen CE, VDE, GS oder sonstige tollen Zeichen. Man müsste die Geräte noch im Laden öffnen um sicher zu gehen.

 

@ Schupo01 - Politiker interessiert das nicht - es geht ja um den kleinen Mann
@ kindergetümmel - Ce, VDE usw. kann ja jeder auf sein Gerät draufmachen, Papier bzw. Plastik ist geduldig.
- wie im Laden öffnen, wenn er es online kauft?

 

Leider, obwohl ich sowas nicht glauben kann / möchte, bin ich entsetzt wie schlampig und unprofessionell manche Artikel hergestellt werden

 

Zitat von Geronimo
- wie im Laden öffnen, wenn er es online kauft?
War ja mehr symbolisch gemeint

 

@ kindergetümmel - man sollte beim erhalt des Pakets alles auf Herz und Nieren überprüfen und dann Notfalls zurückschicken mit der Begründung - entspricht nicht deutschen Sicherheitsstandarts

 

sandro  
Durch das öffnen der Gehäuses verliert man die Garantie.

 

das stimmt so nicht ganz. Ich darf jederzeit ein Gehäuse öffnen. Ist mein Gerät. Ich darf auch versuchen, es selbst zu reparieren. Ich darf nur nichts (mehr) kaputtmachen. Die versuchen einem immer klarzumachen, das beim öffnen des Gehäuses die Garantie erlischt. Gibt Richterurteile darüber.

 

Es gibt z.B. Geräte, wie Dreifachtischsteckdosen, an denen der PE gar nicht angeklemmt war. Die Gehäuse waren ohne Schrauben. Ein Öffnen ohne Zerstörung also gar nicht möglich.

 

Darum machen sie auch sowas (z.B. zunieten) , das man garnicht nachschauen kann. Alles Verbrecher.

 

Das ist ganz böser Pfusch, keine Frage – aber was hat das bitte mit dem Herstellungsort zu tun. Pfusch kann man überall auf der Welt produzieren, Qualität ebenso – und die Hersteller in den Schwellenländern liefern meist ziemlich genau die Qualität, die ihnen ihr Kunde im Westen direkt oder indirekt (über den zu erreichenden Preis) vorgibt.

Tut doch bitte nicht so, als könnten deutsche Industrie und deutsches Handwerk gar nicht anders, als Qualität zu produzieren. Da habe ich schon zuviel Pfusch "made in Germany" gesehen, von der Elektroinstallation ("Meisterbetrieb"), in der eine gelb-grüne Ader als geschalteter Außenleiter missbraucht wurde, bis hin zu konstruktivem Pfusch in Industrieprodukten, bei denen offensichtlich jeder einsparbare Cent wegoptimiert wurde.

Oh, und wenn etwas vernietet statt verschraubt ist, müssen nicht unbedingt "Verbrecher" am Werk gewesen sein, die den armen Heimwerker an der Inspektion der Verbindungen hindern wollten. Vielleicht (und viel wahrscheinlicher) waren die Nieten nur ein paar Centbruchteile billiger als die Schrauben...

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht