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Kinderbett bauen (Holzwahl und Verbindung Kopf/Seitenteil)

04.10.2012, 11:37
Hallo Zusammen,

ich habe vor in naher Zukunft ein neues Bett für meinen Zwerg zu bauen.

Ich kann mich dabei noch nicht so entscheiden was die Verbindung zwischen Kopf- und Seitenteil angeht.

Es gibt da ja einfache Bettbeschläge zum Stecken bzw. einhängen. Reichen die denn aus?

Ist die Wahl an 18 mm Leimholzplatten ausreichend?

Danke für eure Tipps.
 
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12 Antworten
Beschläge in der Art halten bei uns ein Hochbett zusammen, von daher: ja, das müsste halten. Auch 18mm Leimholz sollte für die meisten Kinderbetten ausreichend sein. Endgültig kann man das aber frühestens sagen, wenn Du uns mehr über Konstruktion, Belastung, Holzqualität verrätst.

 

Grundsätzlich halten diese, ob das Leimholz ausreichend ist hängt halt wirklich von der gesamtkonstruktion ab. Aber 18mm ist auch nicht das schwächste. Also Grundsätzlich ein guter Ansatz.

 

Ok danke.

Zur Konstruktion. Meine Freundin wünscht sich eine Art "Bauernbett". (So nennt sie es)

Heisst in den vier Ecken sind Fosten. Kopf und Seitenteil soll jeweil Bretter sein, diese werden mit geschwungen Kanten zugesägt. Zusätzliche kommen noch einige "Zierfräsungen".

 

Bei dem Kopfteil kann man ja auch mit einem dickeren Brett arbeiten da hier einmal beim Aufsetzten mehr last aufliegt und die Fräsungen dann vielleicht auch besser gestaltet werden könnn.
Für die seitenteile denke ich 18er ausreichend.
Mehr hab ich auch nicht bei mir.

 

ist zwar schon lange her, wo mein Kind noch klein war und im Bettchen rumgetobt hat...
also wenn der Bub sehr lebhaft ist, sollte das Material nicht unter 24 mm dick sein...!
einmal um ein Ausleiern, was letztlich Knarzgeräusche erzeugt, zu vermeiden !...
wichtigste Argument für dickere Bretter...hier sollten möglichst große Rundungen
an allen Kanten angefräst werden...egal wo die Einstiegseite ist..bloss nichts eckig lassen !
Zur Stabilität trägt auch ein geschlossener Boden ( Sperrholz z.B.) mit bei...auf diesen
Leisten ( ca.48x48 = 50er) auf den langen Seiten mit den Seitenteilen verbinden..
( Leimen-Schrauben )...und darauf ein Lattenrost ( Fertigteil ) auflegen ! danach richtet sich
auch das lichte Maß ( + 5 bis 8 mm Zugabe ) für das Bett und die Matratze !... Luftlöcher unten bohren !
Unterhalb gleich einen Schub einplanen....Spielzeug muss ja auch irgendwo hin !
Es gibt auch viele Anregungen..z.B. Piraten-Kajütte usw......
Gruss von Hazett

 

Geändert von Hazett (05.10.2012 um 16:47 Uhr)
Unser Kajütenbett mit 900 mm Schubladentiefe habe ich aus 26mm dicken Küchenarbeitsplatten aus Birken(Stab-)leimholz gerfertigt. Vier Platten, zwei Reihen Schubladen beidseitig über die gesamte Länge, jeweils 20 cm hoch. Verbindungsteile(Bettseiten) 20 cm hoch, mit 10-er Holzdübel mit dem Bettkasten, den die Schubladen umgeben, fest verleimt.

Die 18 mm Leimholzplatten in Buche sollten schon eine ordentliche Breite(eingebaut= Höhe) haben.
FiTa ist in der Stärke nicht unbedingt empfehlenswert.

 

dausien  
Wenn von innen ein Kantholz als Auflage für den Lattenrost durchgängig (über die ganze Länge) verleimt und verschraubt wird, entsteht ein stabiler Winkel, daher reichen die 18mm Leimholzplatten. Ich würde allerdings schauen das ich Leimholz mit durchgehenden Lamellen bekomme - sieht nicht nur besser aus sondern ist auch stabiler.

 

in der größenordnung eines kindes müßte das 18er leimholz ausreichend sein. und wie dausien geschriebenhat innen ein kantholz anbringen als auflage für den lattenrost.

 

Wir haben die Hochbetten von den Jungs auch aus Latten und Kanthölzern "geschnitzt" und normal verschraubt.
Eine durchgängige Liegefläche find ich nicht so prickelnd, weil die Matratze dann ja mal so gar überhaupt nicht mehr belüftet wird.
Je nach Kindesalter geht da ja auch schon noch was in selbige hinein und wenn das wacker vor sich hingammeln kann, riecht die Matratze innerhalb kürzester Zeit wie Laternenpfahl ganz weit unten.
"Erwachsenenbetten" haben ja auch meistens nur einen Lattenrost und keine vollflächige Auflagefläche, was ja auch Sinn macht.
Sorry wenn ich das jetzt mal eher aus der hygienisch-gesundheitlichen Sicht beleuchte, statt aus der handwerklichen.

 

*öhm* irgendwie fühl ich mich bei den Leisten- und Bretterstärken grad an die Odyssee erinnert

Penelope ist sich nicht sicher, ob der Mann, der gerade die Freier getötet hat und behauptet, Odysseus zu sein, lügt oder die Wahrheit spricht; zu lange war sie von ihm getrennt. Deshalb stellt sie ihn auf die Probe, indem sie ihren Mägden befiehlt, sein Bett aus dem Zimmer, in dem es sich befindet, zu tragen. Odysseus reagiert mit Wut und schmerzlicher Überraschung, weil er glauben muss, dass Hand an sein Bett gelegt wurde. Hat er es doch aus dem Stumpf eines Baumes geschnitzt, den er gefällt und dann darüber sein Haus errichtet hat. Das Bett wurzelt fest in der Erde und ist von seinem Ort nicht fortzubewegen, was ein Fremder nicht wissen kann.
Das soll doch ein Kinderbett werden oder? Da müssten doch die 18 mm dicke ausreichen - oder?

 

wenn es etwas rustikal, bäuerlich sein soll dann schau mal unter www.fachzeichnung.de , dann unter "Verschiedenes".

Das was Du dort findest, ist zwar nur ein Puppenbett, sieht aber nett aus und lässt sich leicht nachbauen. Es gibt ein Bild vom fertigen Teil und einen Bauplan mit Maßen als PDF. Man muss nur die Maße hochrechnen auf die gewünschte Größe. Ich hab das grad als Puppenbett in Arbeit, musste allerdings auch größer bauen, weil die Puppe zu groß ist.

 

Vielen Lieben Dank für die vielen hilfreichen Tips.

Hab mit dessen hilfe den Bauplan im Kopf schon fast fertig.

@baschtler: Schöner Link und das Puppenbett sieht auch so aus wie ich es mit vorstelle.

 

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