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Keller dämmen mit WDVS - und viele irritierende Gedanken

20.09.2014, 23:57
Geändert von DerTobi (20.09.2014 um 23:59 Uhr) , Grund: Bild (Grundriss ungefähr)
(Oh-oh-oh, hoffentlich das richtige Sub-Forum erwischt)


Moin zusammen, ich mal wieder!
Wir haben hier unserem Haus (BJ 1965, Hanglage) eine unterkellerte Garage, deren Keller an den Wohnraum angrenzt (mit Tür).
Der Keller ist zum Großteil außenliegend und mit Erdreich umgeben (siehe Bild; sorry, ich kann leider nicht so schön zeichnen wie 'Hazett').

Als wir vor ca. einem Jahr eingezogen sind, roch alles noch ganz normal. Dann ließ sich aber das Holzfenster zum Schacht nicht mehr schließen und stand fortan quasi "auf Kipp".
Seitdem machte sich zunehmend ein Schimmelgeruch breit, also musste ich reagieren.
Der gesamte Raum (Decke zu 2/3) war mit Styropor und Rigips beplankt. Das Fenster wurde nur mit einer Silikonfuge an der Rigipsplatte befestigt... kein PU-Schaum zum Mauerwerk oder so.

Habe alle Rigips-Elemente herausgerissen um mir die Mauer mal anzusehen. Bin aber vermutlich nur auf den Zementputz gestoßen.
An den Fugen und Fugenkreuzen lassen sich an der großen Außenwand rechts einige Salzansammlungen sehen.
Wirklichen Schimmel konnte ich aber nicht feststellen.
Ich habe einige Bekannte gefragt (einige nicht vor Ort!), was nun zu tun wäre bzw. sinnvoll sei.
Innendämmung scheidete natürlich aus, aber ansonsten reichten die Antworten von: "auf jeden Fall ausschachten, Bitumenanstrich, WDVS-Dämmung" über "dieses Verfahren nur, wenn Wohnraum gewünscht ist" bis hin zu "für'n Keller reicht ein wenig neuer Zementputz innen und gutes Lüften".

Da ich mir die Möglichkeit einer Nutzung als Wohnraum nicht verbauen wollte, dachte ich über ausschachten/schwarz/WDVS nach.
Jetzt habe ich allerdings einige Horrorbilder und -videos gesehen und bin total verunsichert.
(Siehe hier zu z.B. google: "EIFS damage", "WDVS schäden" oder insb. YouTube "Konrad Fischer Schimmelpilz")


In meinem Fall wäre die Dämmung unterirdisch, aber ein verschimmeltes Mauerwerk möchte ich definitv vermeiden..verständlich.
Von innen sieht die Mauer bis auf das Salz ganz OK aus (Fotos gerne auf Anfrage)... von außen: Keine Ahnung. Dazu müsste ich ausschachten und mich vorher mit den neuen Nachbarn arrangieren.
Zum Material der Mauer kann ich leider nur wenig Angaben machen: In der damaligen Baubeschreibung des Hauses steht für die Wände: "Breite: 24 cm", "Beton 225", "Kalksandstein - KSV 100 oder gleichw." bzw. "Fundament Beton B80".
Habe mich an dem Rechner von "u-wert.net" versucht, bin aber schon an der Auswahl der Materialien gescheitert; sonst hätte ich gerne genauere Daten geliefert.

Soweit erstmal die Infos von mir.. jetzt meine Fragen; weitere Infos werde ich auf Anfrage gerne versuchen zu beschaffen:
1. Wird der "Keller" jemals als Wohnraum nutzbar sein?
2. Was muss ich dafür tun? Dämmung notwendig? Innen, außen?
3. Was ist an diesen Aussagen zum "bösem, schimmeligen WDVS" dran, und was kann man besser machen?

Hoffe auf Eure rege Hilfe, dieses Haus bürdet mir doch Einiges auf..
LG, DerTobi
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4 Antworten
Hallo Tobi,
Deine Angaben zur Situation sind für mich nicht genau genug, um da nen Tip loslassen zu können. Ich kenne Häuser aus der Zeit und hab auch schon deren Sanierung geplant und die in der Durchführung geleitet. Ich rate Dir dringend, eine ortsansässige Architektin oder einen Architekten hinzuzuziehen. Es gibt da ne ganze Menge möglicher Probleme, die man als Laie nicht erkennt. Allein: was für ein Putz ist verarbeitet? Kalkputz oder Zementputz?

Lass Dir da von kompetenter Seite - nicht weit weg - helfen. Es wird sich rentieren.

 

Hallo baldwin!
Danke für Deine Antwort und Sorry für meine (krankheitsbedingt) späte Reaktion.

Ja, ich denke, der Gang zum Architekten wird mir wohl nicht erspart bleiben.
Bin gespannt, was das Ergebnis sein wird. Seit die Rigipsplatten raus sind, riecht es jedenfalls schon besser.

Kann vielleicht noch jemand etwas zu diesen WDVS-Problemen grundsätzlich sagen? Ich höre und lese von WDVS sooft als Non-Plus-Ultra, wenn es um z.B. Fassadendämmung geht und nun lese ich von Fällen, wo es dadurch nur viel schlimmer wurde.. und das, obwohl es anscheinend fachgerecht angebracht wurde.
Ist zwar erstmal nicht so wichtig, aber mich würde es einfach mal interessieren..

 

Geändert von DerTobi (24.09.2014 um 20:35 Uhr)
hier ist der Zeichner vom Dienst....... nur nach der Beschreibung zu beurteilen,
ist wie bereits empfohlen, ein Fachmann vor Ort notwendig !
Probleme sind, weil schon Salzausblühungen da sind, eine beschädigte Außenisolierung !
Hier wird der Architekt ( oder Poliermeister ) Dir auch das Rundum-Aufbuddeln empfehlen... vorher an einigen Stellen etwas tiefer runter Anschauen ....
und eine zusätzliche Sperrschicht ( auch event. mit Schaumplatten ) vorschlagen !
Drainage sollte unbedingt vorhanden sein.....!
Innen eine Iso-Schicht draufzumachen, ist hier der Hauptfehler, weil es ein Mauerwerk ist,
die Wände müssen atmen können... Fenster nur für kurze Zeit groß Öffnen, gekippt
bringt ( dauernd ) auf die kalten Wände zuviel Feuchte eine !
Gruss.....

 

Hallo.

Sind die Probleme mit der Feuchtigkeit noch da?

Wenn ja, melde Dich doch mal. Vielleicht kann ich Dir weiterhelfen.

 

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