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Keller (Beton): Flüssigkunststoff

08.07.2013, 22:53
Hallo,

hoffe Ihr könnt mir weiterhelfen. Ich möchte in meinem Keller Flüssigkunststoff auftragen. Der Keller ist Beton, ein Neubau (Bezug diesen Sommer, Errichtung des Kellers im letzten Winter).

Muss ich den Keller zuerst entfeuchten bzw. "atmen" lassen bevor ich den Flüssigkunststoff auftrage? Kann der Beton ansonsten unter der Kunststoffschicht schimmeln?

Danke im Voraus für Eure Hilfe!
 
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6 Antworten
Bautrockner werden dir erklären, dass Beton bist zu 800 Tage zum Austrocknen braucht. So lange willst du vermutlich nicht warten wollen. Mit dem Flüssigkunststoff versiegelst du den Boden aber in einer Art und Weise, die die vollständige Austrockung stark erschwert. Fliesen sind da schon geschickter, weil sie über die Fugen immer noch einen Austausch zulassen. Für Fliesen sind unter normalen Umständen 2-5% Restfeuchte vorgesehen (meist nach PI*Auge 6 Monaten). Bei einer Komplettversiegelung solltest du noch darunter liegen. Kannst du die Restfeuchte messen?

 

Geändert von Fernton (09.07.2013 um 08:48 Uhr) , Grund: % Wert ergänzt
hm, klingt einleuchtend - wie kann denn die Restfeuchte gemessen werden?

 

Mit einem Messgerät das speziell für Baufeuchte ist.

Die Teile kosten aber und die Werte sind von vielen Faktoren abhängig, das man doch wieder mit Tabellen hantieren müsste.

Also ein einfaches Messgerät und etwas Erfahrungswerte vom Betonbauer sollten langen, das Ganze zumindest in Relation zu setzen.
Aber wie Fernton schon gesagt hat, mit Komplettversiegelung im Keller wäre ich vorsichtig und würde diese erst ende des zweiten Jahres nach der Erstellung der Bodenplatte machen.

 

Statt Flüssigkunststoff würde ich dir eine Beschichtung mit Methacryl-Siegel empfehlen.
Die Verarbeitungsrichtlinien und den maximalen Feuchtigkeitsgehalts des Betons (4%) kannst Du im Technischen Merkblatt nachlesen.

 

Moin Kellerheinz.
Parkettleger besitzen in der Regel ein CM Gerät zur Baufeuchtemessung.
Eine Probe wird hierbei mit einer Calziumkarbitkapsel in einer Stahlflasche eingefüllt und mit innenliegenden Stahlkugeln geschüttelt. am Manometer läßt sich dann ein Wert ablesen mit dem aus einer Tabelle der Feuchtgehalt errechnet wird.
Wenn du da mal freundlich nachfragst macht er dir bestimmt zwei drei Messungen, ist nur ein Zeitaufwand von 20 - 30 Minuten.

Zur Beschichtung würde ich etwas nehmen, was dampfoffen ist. Da bedeutet, das Feuchtigkeit ausdampfen kann, aber nichts eindringen kann. Diese Fußbodenbeschichtungen gibt es von verschiedenen Herstellern, mittlerweilen sogar auf wässriger Basis. Finde im Moment nicht die Unterlagen über das Material, welches ich schon verwendet habe. Geordert habe ich es im Malerfachhandel, ich glaube von Thomsit.
Mit der Kunststoffversiegelung wäre ich hier auch vorsichtig - Gründe siehe oben.

 

Oder einfach mal bei Triflex anfragen,hab da mal gearbeitet,ich kann nur grad keine Datenblätter finden.
Über Kontakt anfragen.

 

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