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Kappsäge mit Auszug - in welche Richtung arbeiten?

14.01.2016, 16:08
Hallo zusammen,

bin von einer einfachen Kapp- und Gehrungssäge auf eine mit Auszug (Einhell Kappsäge TH-SM 2131 Dual) umgestiegen, die ich günstig gebraucht erworben habe.

Wenn man den Auszug nutzt, dann soll man laut Anleitung (erscheint mir aber auch vom Workflow her logisch) quasi von vorne (Bedienerseite) nach hinten (Maschinenseite) arbeiten. Der Schltten wird also gedrückt, nicht gezogen.

Auf der anderen Seite spricht man aber bei dieser Art von Säge mit Ausszug doch auch von einer Zugsäge, was für das ziehen des Schlittens sprechen würde - ich bin verwirrt


Bei einem ersten einfachen Test mit Fichten-Leimholz ist dabei die hintere Kante (Maschinenseite, als die Stelle, die zuletzt erreicht wird) etwas ausgefranst.

Nun frage ich mich, ob etwas dagegen spricht, in die andere Richtung zu arbeiten (mal unabhängig von der ausgefransten Kante)!?

Gruß
Stefan
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4 Antworten
Woody  
Ich glaube das Zug bezieht sich darauf, dass man das Sägeblatt zuerst zu sich ziehen muss um dann den Schnitt durch Bewegung in die Ursprungslage auszuführen.

Was gegen deine vorgeschlagene Sägerichtung spricht ist einfach die Drehrichtung des Sägeblattes. Normalerweise bin ich der Typ zu sagen, probiers einfach mal aus, in diesem Fall aber - mach es bitte nicht. Das Werkstück würde dir nur so entgegenfliegen, weil es durch das rotierende Sägeblatt hochgeschleudert werden würde, wenn du von hinten anfängst zu sägen.

Gegen das ausreißen am letzten Stück des Schnittes hilft ein Opferholz zwischen Werkstück und Anschlag zu legen.

 

An das entgegenfliegen hatte ich noch garnicht gedacht, da das Werkstück fixiert war - aber der Einwurf ist natürlich völlig korrekt.

 

kjs
Wenn Du hinten eintauchst und dann nach vorne ziehst kann das Blatt hochsteigen. Es wandert praktisch auf den Zähnen im Werkstück hoch. Das kann ganz schön unangenehm werden. Hochfliegen wird das Werkstück nicht da das Sägeblatt ja nach hinten drückt aber dein Sägeblatt fliegt hoch! Der klassische Kick-Back den Alle bei der TKS befürchten und bei der KZS redet keiner darüber und da gibt es keinen Spaltkeil. bei der KZS ist der aber um Klassen heftiger und häufiger.

Kappsägen machen durch den breiten Schlitz in der Auflage und dem Riesen Abstand (Lücke) des hinteren Anschlags immer nicht die schönsten Schnitte. Da mußt Du eine Auflage machen. Brett auf dem Tisch mit senkrechtem Teil hinten. Das verhindert auch daß kleine abgesägte Teile in den Schlitz rutschen oder nach hinten gehen. beides kann auch weniger nette Effekte erzeugen. Diese Auflage ist dann aber nur für eine Neigung verwendbar. Für jeden anderen Winkel braucht Du eine Neue oder mußt sie seitlich verschieben. Da gibt es jede Menge YT Videos darüber.

 

Geändert von kjs (14.01.2016 um 16:50 Uhr)
Das Problem wenn du hinten beginnst liegt wie Woody schon geschrieben hat an der Drehung des Sägeblattes. Allerdings sehe ich das Problem eher darin dass die Säge sich selbst nach vorne ziehen wird. Dabei entstehen ziemlich große Kräfte.
Ich habe schon mit einer reinen Zugsäge gearbeitet und da ist es einem des öfteren passiert das man die Holzleisten gehakt statt gesägt hat und man musste immer auf seine Finger achten.

 

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