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Kaminschachtöffnungen richtig schliessen

11.11.2013, 07:38
Hallo zusammen,

wir würden gerne in unserem Haus einen Kamin anschliessen. Als ich den Schornsteinfeger hab kommen lassen um zu schauen, sagt der mir folgendes:

Grundsätzlich ja aber:

als er mit der Kamera den Schacht begutachtet hat viel ihm auf das mehrere schon zugemauerte löcher vorhanden sind die aber nicht fachgerecht schliessen.

Meine frage wie bekommen wir diese Löcher zu? jetzt hab ich schon viel selber nachgelesen aber noch nicht das richtige gefunden.

Kalkstandstein einbauen?

danke

carmen
 
Kaminschacht, Schornstein Kaminschacht, Schornstein
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5 Antworten
Damit auch der Schornsteinfeger zufrieden ist, würde ich die Reststeine um das Loch bis zu den ganzen Steinen herausstemmen und mit Backsteinen und Zementmörtel oder Quellmörtel wieder sauber zumauern. Dabei die Wandstärke beachten, dass die Steine im Schornstein bündig abschliessen.
Je nachdem, wie viele "schlechte" Verschlüsse der Schornstein hat und wieviele Brennstellen betrieben werden, könnte auch ein Edelstahlrohr im Schornstein eingelassen werden (hat ein Kunde von mir machen lassen). Das ist aber eine recht teuere Angelegenheit.
Am besten wäre aber, den Schornsteinfeger direkt darauf anzusprechen, wie am sinnvollsten vorgegangen werden sollte. Er kann euch dann auch sicher einen qualifizierten Fachmann vermitteln.

 

Hallo Carmen,

ich habe bei mir die Löcher wie schon oben beschrieben mit Ziegelsteinen und Zement verschlossen. Am wichtigsten ist dabei das nichts in den Kamin übersteht.
Alternativ zum Edelstahlrohr kann man den Kamin auch mit Zement Ausschleudern lassen, da kommt es allerdings auf den Ø von deinem Kamin an, ich glaube min mindestens 18cm sind hierfür nötig und kann man selbst nicht machen.

Schöne Grüße
Straubi

 

Zitat von CarmenFrank
als er mit der Kamera den Schacht begutachtet hat viel ihm auf das mehrere schon zugemauerte löcher vorhanden sind die aber nicht fachgerecht schliessen.

Meine frage wie bekommen wir diese Löcher zu? jetzt hab ich schon viel selber nachgelesen aber noch nicht das richtige gefunden.
...da bleibt Dir wohl nichts anderes übrig, als an den bereits (unzureichend) verschlossenen Stellen die Wand nochmals zu öffnen und fachgerecht zu verschließen.

Wohnt ihr in einem Mehrfamilienhaus? Zur Miete? Dann ist es Sache der Gemeinschaft bzw. der jeweiligen Wohnungseigentümer.

Nachzufragen wäre noch die genauen Stellen, an denen nicht fachgerecht verschlossen wurde

Gruß Dieter

 

Ich habe vor 4 Wochen in meiner Werkstatt einen (ur-)alten Kamin wieder in Betrieb genommen und einen Werkstattofen installiert.

Der Schornsteinfeger machte zur Auflage:

* zwei runde Öffnungen zumauern (die waren noch mit Metallrosetten verschlossen)

* Den Rohr-/Ofenanschluss in meiner Werkstatt erneuern

* zwei (ur-)alte Reinigungs-/Revisionsklappen aus Metall durch Betonklappen (sind viel billiger als die Edelstahlklappen) ersetzen.

Der Schornsteinfeger meinte, dass ich keinen teuren Feuerzement/-mörtel benötige sondern einfacher, billiger Maurermörtel auch ausreicht.

Also bin ich in den Baumarkt gefahren, habe einen 5kg Sack Maurermörtel und zwei Betonklappen (Achtung, richtig herum einbauen!) gekauft (hat zusammen keine 30€ gekostet). Zwei Bims-VOLLSTEINE (24x12x12) habe ich mir schenken lassen.

Die beiden Bims-Vollsteine habe ich auf die Dicke des Mauerwerks gekürzt, Metallrosetten raus, loses Material aus der Öffnung entfernt, Mauerwerk angefeuchtet, Mörtelbett gelegt, Stein gesetzt, rundherum mit Mörtel ordentlich die kleinen Lücken aufgefüllt, fertig.

Das setzen der Betonklappen war letztlich ebenso einfach, allerdings waren die vorhandenen Metallklappen wesentlich kleiner als die neuen aus Beton und deshalb musste ich die Löcher mit einem Bohrhammer entsprechend vergrößern.



Was aus meiner Sicht wichtig ist:

1. zu wissen wo die unterste Revisions-/Reinigungsklappe ist und dort den ganzen Schutt, der beim ausstemmen in den Kamin fällt, u.U. immer wieder herausholen.
Eine Reinigung VOR dem Arbeitsanfang erscheint mir sinnvoll.

2. Die "Füllsteine" dürfen nicht IN DEN Kamin hineinragen um dessen Querschnitt nicht zu verringern

3. Den richtigen Mörtel/Zement verwenden (Mischungsverhältnis mit Wasser unbedingt einhalten und gut mischen) und das Mauerwerk vorher leicht anfeuchten.
A propos mischen. Ich habe irgendwo gelesen das man(n/frau) Mörtel auch "totmischen" kann, also immer genau die Anleitung zum gekauften Mörtel beachten.

4. Den Kamin erst in Betrieb nehmen, wenn der Mörtel gut abgebunden hat und durchgehärtet ist (mind. 24 Stunden, besser ein paar Tage warten).

Bei mir war das Thema in rund 2 Stunden erledigt und der Schornsteinfeger war (85 Euro später) zufrieden mit der Ausführung.

 

Geändert von Linus1962 (11.11.2013 um 09:16 Uhr)
Wichtig ist darauf zu achten, dass der verwendete Mörtel Gasdicht ist. Bei Zementmörtel also kein Problem. Absolut Tabu ist aber z.B. Gips, Putzgips oder Spachtelmasse usw.also alle saugfähigen Materialien. Das nimmt der Kaninfeger nicht ab!

Wer schnell arbeiten kann nimmt wie der Profi Rakofix Schnellzement, der ist geeignet für brandsicheren Betrieb, ist Wasser und Gasdicht.

 

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