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Indirekte Beleuchtung im Wohnzimmer - aber wie?

22.02.2014, 10:12
Geändert von andre133 (22.02.2014 um 10:17 Uhr)
Hallo liebe Forengemeinde,

ich plane derzeit ein Projekt wie dieses:
http://www.einrichtungsforum.de/userpix/11792_1_1.jpg

Nun habe ich mir alle Forenthemen hier zum Thema durchgelesen und gegoogelt, aber leider finde ich nicht die Antwort auf meine Frage.

Ich werde eine Rigips-Decke erstellen. Darauf müsste ja dann quasi nochmal eine kleine Rigips-Decke. Wie erstellt man diese in diesem Fall? Wenn ich es mit einer Holzunterkonstruktion mache wie auch die Hauptdecke, hätte ich die Befürchtung, dass man das Holz an der Decke von unten sehen könnte. Im Beispielbild kann man ja auch weit reinsehen.

Die nächste Frage die ich mir stelle ist, wie man die Höhe der Wand hinbekommt. Ich schätze im Bild ist die Vordecke ca. 10cm stark. Wie erreicht man diese Stärke? Eine Rigipsplatte hat ja nur 12,5mm.

Vielen Dank schon einmal für die Antworten. Ich hoffe Ihr könnt mir helfen, wie Ihr sowas realisieren würdet.
 
Indirekte Beleuchtung Indirekte Beleuchtung
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17 Antworten
Was stellst Du Dir denn vor?
Bisschen dürftig Deine Frage oder?

 

Zitat von thestader
Was stellst Du Dir denn vor?
Bisschen dürftig Deine Frage oder?
Sorry, hatte die Frage als Thema eingegeben und der Thread wurde direkt eröffnet.

 

Eine abgehängte Decke ist eigentlich recht einfach zu bauen.

Ich hab in ca. 2003 im Büro und etwa 2006 im Gang jeweils eine abgehängte Decke eingebaut.
Beide Deckenelemente sind geschwungen und der hochgezogene Rand im Büro ist sogar dreidimensional (zusätzlich nach außen gezogen).
Siehe angehängte Bilder.

Die Decke ist mit etwas handwerklichem Geschick schnell und günstig erstellbar.

Unterkonstruktion:
Einfache Stahllaschen (Deckenabhänger) direkt an der Decke befestigt (keine Leitungen anbohren) und daran Fichten-Kanthölzer befestigen. So lässt sich die Ebene exakt und schnell ausrichten.
Holz hat zwar den Nachteil einer höheren Dimensionsänderung wie Blech-UK, das hat aber bei kleinen Deckenelementen kaum Auswirkungen (zumindest nicht bei meinen).

Beplankung:
Auch hier hab ich günstige 12,5mm Rigipsplatten genommen (die Maße bitte bei der UK gleich berücksichtigen, damit sich die Platen auch entsprechend befestigen lassen).
Diese hab ich mit Bauschrauben ans Holz geschraubt und einfach verspachtelt (ohne Gewebeband).
Die Ränder hab ich mit Acryl ausgespritzt (kleinen Spalt für Bewegungen lassen, der mit Acryl ausgespritzt wird).
Bisher hatte ich keine Rissbildung.

Rand:
Das war schon etwas aufwendiger.
Einfach einen passenden Rigipsstreifen in der entsprechenden Breite zugeschnitten, auf der Innenseite die Papierschicht eng eingeritzt (bei Innenbiegungen und Außen (bei Außenbiegungen) und dann einfach in die Biegungen reingedrückt.
Das Ganze dann provisorisch mit Stahlstiften befestigt und mit Gips entsprehend modelliert (mehrere Zwischenschliffe).
Das war auch schon das aufwendigste.
Etwas höhere Anforderungen waren beim Gang wegen der Dreidimensionalität gegeben.
Da hatte ich vorher Pappschablonen angefertigt und der Rand ist oben an der UK angebunden.

Beleuchtung:
Auch nicht schwierig.
In die abgehängten Decken hab ich Halogen-Einbaustrahler verbaut (Heute würde ich LED nehmen).
Als indirekte Beleuchtung hab ich einfach einen Lichtschlauch verbaut.
Hier gibt es Sets, welche sich individuell in der Länge konfektionieren lassen.
Da sind dann auch Clips dabei, in die man diese dann einfach einclipsen kann.
Aber bitte aufpassen, das möglichst alle Anschlussstellen erreichbar sind, falls doch mal was ausgetauscht werden muss (z.B. über die Löcher der Einbaustrahler).


Deckbeschichtung:
Gut Spachteln, dann wird’s einfacher.
Aber auch bei mir sieht man ein bischen (bin kein guter Spachtler ;-))
Ich hab im Büro streichbare Rauhfaser für die Struktur genommen und ein Taubengrau genommen.
Im Gang ist es eine Goldorange Farbbeschichtung von Alpina, die im wilden Muster in zwei Arbeitsgängen mit einem Breitpinsel aufgebracht wird.

Hoffe ich konnte dir ein paar Anregungen geben.
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Geändert von Hermen (22.02.2014 um 11:50 Uhr)
@Hermen: Sehe ich das richtig das Du die Rigipsstreifen zum biegen nur eingeschnitten hast? Ich habe mal gelesen das man die Streifen, für solche Arbeiten, auch leicht anfeuchten könne um sie etwas biegsamer zu bekommen. Hast Du damit eventuell auch Erfahrungen gemacht?

 

Das ist kein grosses Problem.
Erst einmal würde ich dir von der Holzunterkonstruktion abraten und dir Trockenbauprofile aus Metall empfehlen (CD- und UD-Profile).
Die indirekte Beleuchtung befestigst Du dann ca. 30cm innerhalb der aufgesetzten indirekten Beleuchtung. Dazu gibt es verschiedene Möglichkeiten. Durch die Gipskartondecke in die alte Decke bohren und mit Ankerdübel und Gewindestangen den Leuchtkasten dann abhängen. Das hat den Vorteil, dass man weisse Kunststoffrohre über die Gewindestangen schieben kann und diese dann von unten fast unsichtbar wirken.
Eine andere Lösüng wäre ebenfalls ca. 30cm nach innen versetzt Kreuzschnellverbinder für CD-Profile auf die Gipskartondecke zu schrauben, wobei dann aber sicher sein muss, dass man in die Unterkonstruktion der GK-Decke schraubt. Man könnte aber auch in diesen Bereich vor dem montieren der GK-Decke entsprechende Hölzer von oben auf die GK-Decke schrauben.

In meinem Schlafzimmer habe ich mit Gewindestangen abgehängt, allerdins an eine Betondecke.
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Geändert von RedScorpion68 (22.02.2014 um 12:50 Uhr)
Zitat von Nekesama
@Hermen: Sehe ich das richtig das Du die Rigipsstreifen zum biegen nur eingeschnitten hast? Ich habe mal gelesen das man die Streifen, für solche Arbeiten, auch leicht anfeuchten könne um sie etwas biegsamer zu bekommen. Hast Du damit eventuell auch Erfahrungen gemacht?
Wenn man die "Anfeuchten-Methode" wählt, solle man vorher mit einer Igelwalze die Papierschicht perforieren. Diese Methode mag ich weniger. Entweder gleichmässiges einschneiden von einer Seite, oder mit dünnen GK-Platten diese Rundungen Biegen (6mm Platten)

 

Danke für die Antwort RedScorpion. Hat es einen bestimmten Grund weshalb Du die Anfeuchtenmethode eher ungern anwendest? Mal abgesehen von der Gefahr, zumindest stelle ich mir eine solche vor, dass man zuviel Wasser verwenden kann.

 

Zitat von Nekesama
Danke für die Antwort RedScorpion. Hat es einen bestimmten Grund weshalb Du die Anfeuchtenmethode eher ungern anwendest? Mal abgesehen von der Gefahr, zumindest stelle ich mir eine solche vor, dass man zuviel Wasser verwenden kann.
Dauert etwas länger und ist eine recht nasse Angelegenheit. Dauert auch etwas, bist das Wasser wieder ausgetrocknet ist.

 

Ah ok. Ich muss mir aber keine Gedanken machen das ich zuviel Wasser verwende und die Platten bzw. Streifen aufquellen?

Sorry wenn ich so naiv frage, aber ich überlege auch nach dem Umzug in die neue Wohnung so etwas zu gestalten und habe noch keine sonderlichen Erfahrungen mit Rigipsplatten gemacht. Ausser sie gerade an Wände und Decken zu montieren. :-)

 

Zitat von Nekesama
Ah ok. Ich muss mir aber keine Gedanken machen das ich zuviel Wasser verwende und die Platten bzw. Streifen aufquellen?
...
Diese Gefahr geht man damit ein. Auch deswegen mag ich persönlich diese Methode weniger.

 

Lese es erst jetzt, aber ich kann Redscorpion hier nur recht geben.
Vom anfeuchten wurde ich auch abraten.

Ob man nun eine Holz-UK oder eine reine Metall-Uk bei so kleinen Flächen wählt ist m.M.n. eher Geschmackssache.
Die Deke im Büro ist jetzt 11 Jahre und hat keinerlei Rissbildung.
Im Gang gab es zwar mal einen kleinen Riss, der war aber Randteil, weil ich einfach beim Biegen zu viel Spannung drin gelassen hab.
Auch hier ist das mit nachspachteln seit fast 8 Jahren kein Problem.

Bei größeren Flächen oder längeren Maßen würde ich auch auf jeden Fall zu Metall-UK raten.

 

das von Dir beigefügte Bild in der schlichten Form ( im Skript oben ) schaut sehr gut
aus....hier könnte die indirekte Beleuchtung auch beim rechten Segment an der Wand gemacht werden !
Habe Dir mal schnell eine Skizze gemacht, als moderne Variante, wobei die ( von unten )
anliegenden Deko-Segmente abnehmbar sein sollten ( 2x )!
der Aufbau sollte einen zu den Segmenten passenden Rand haben, der einen
Spalt von gut 6 cm umlfd. hat, für das dahinter (nicht direkt sichtbar ) montierte Licht !
Die beiden äusseren Segmente sind mit den Distanz-Leisten fest verbunden... d.h.
hier wird das grosse Teil nun mittels der zugänglichen Leisten an die Decke montiert ( Schrauben / Dübel ).... dann der E- Anschluss gemacht ..ausprobieren !! danach die beiden grossen Segmente jeweils 6x anschrauben !
FERTIG.... Gruss....
von Gips würde ich Dir abraten, es sei denn, Du willst da oben Stuck - Verzierungen anbringen !
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Vielen Dank für die Antworten bisher.
Irgendwie bin aber etwas durcheinandergekommen, weil noch ein zweites Thema aufgekommen ist. ;-) Aber so hat mein Thema auch anderen noch geholfen. :-)

@RedScorpion: Meine du eine Holzunterkonstruktion taugt generell nicht so gut für eine abgehangene Decke oder nicht für den Leuchtkasten?

Konkret wäre dann noch offen, wie ich den Leuchtkasten so hinbekomme wie in meinem Link. Also so, dass er etwa 8-10cm dick ist. Es soll auch keine Biegung drin sein. Nur ein 4-eck. Etwa 2x2m groß.

 

Seit es Trockenbauprofile nehme ich fast keine Holzunterkonstruktionen.
Für deinen Leuchtkasten kannst Du aber schon eine Lattenkonstruktion bauen.

Die Höhe von 8-10cm bekommt man damit hin, dass an den Rändern zusätzliche Profile oder Latten angeschraubt werden und darauf dann senkrecht ein Streifen Gipskarton.
Zum spachteln Spachteleckschienen benutzen und für den oberen Abschluss gibt es Einfassprofile aus Kunststoff.

 

Ich habe mir auch schon mal den Kopf darüber zermatert abe ich habe mir einen Leuchtkasten bestellt. http://kml-kramer.de/leuchtwerbung-produkte/lichtwerbung/leuchtkaesten/leuchtkaesten-mit-steckrahmen/. Ich würde es jederzeit wieder tun denn alles selbst zu machen die Materialen und meine Zeit wären teurer gewesen als das ich ihn bestelle. Es sieht wunderschön aus und ich würde es jederzeit wieder machen...

 

Geändert von Funny08 (23.01.2015 um 11:16 Uhr) , Grund: Hyperlink entfernt
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