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In der Ruhe liegt die Kraft. Aber wie dahin kommen? Auf der Suche nach dem Zen des Werkelns...

05.04.2013, 13:13
Hektik, schnell-schnell, Effizienzismus, Unruhe, Stress im Beruf und im Alltag.

Wahrscheinlich werkeln nicht wenige von uns um dazu einen Gegenpol zu schaffen. Mir gelingt das nicht immer. Da steht man - nach einer anstrengenden Woche - in der Werkstatt und will was bauen. Aber irgendwie kommt man nicht runter, findet nicht die Ruhe, ist Ungeduldig und nicht konzentriert.

Fehler schleichen sich ein und der Ausschuß erhöht sich. Doppelt und dreifach macht man einige Arbeitsschritte (was nur noch ungeduldiger macht). Die Qualität des Ergebnisses wird schlechter als man es eigentlich könnte. Und gefährlicher ist es auch...

Vielleicht geht das nur mir so. Dann bitte ich um Mitleid ;-)

Falls es auch euch so geht: Wie geht ihr damit um? Wie kommt ihr runter und welche Tricks und Kniffe wendet ihr an?
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23 Antworten
Runterzuschalten fällt mir oft nicht leicht, weil auch die Zeit zum Heimwerken limitiert ist, den die Kinder und auch die Frau haben ein Recht auf Aufmerksamkeit.

Wenn ich bemerke, das ich mit einer zu hohen Drehzahl an die Arbeit gegangen bin, dann ist es schon zu spät, dann ist was in die Hose gegangen (Bsp. volle Kanne mit der Lochsäge ein Kabel druchgesägt, wäre ich mit Ruhe dran. hätte ich erst mal den Leitungssucher verwendet)

Eigentlich sollte das Heimwerken u.A mein Ruhepol sein, aber das wird wohl erst wieder in ein oaar JAhren so sein, dann sind die Kinder weiter als jetzt.

 

Wenn es nicht geht, dann geht es nicht.
Manchmal hilft es, die Aufgaben einen Tag später zu machen und dann geht es wie geschmiert.

 

Zitat von WerkenStattReden
Falls es auch euch so geht: Wie geht ihr damit um? Wie kommt ihr runter und welche Tricks und Kniffe wendet ihr an?
ich lass dann die Finger vom Werkeln und mache etwas anderes

 

Ich habe keine Probleme damit, da ich selbst mein Ruhepol bin

 

jumanji  
Ich nehme mir erst mal Zeit mit meiner Tochter, dann läuft alles wie geschmiert. Wenn ich dann doch alleine bin,schaue ich meine Projekte an die vor lauter Eile entstanden sind ( total unbrauchbare Dinge ) und sehe dann je schneller du wirst desto schlechter das Ergebnis. Ok dann brauch ich halt meine 2-3 Tage oder länger, aber diese dinge sind dann vorzeigbar.

Also EILE MIT WEILE.

 

Munze1  
Um den Stress der Arbeit zu eliminieren, gehe ich meistens mit dem Fahrrad zur Arbeit.
Das sind immerhin 30 km und mindestens 50 min für Entspannung und Abstand gewinnen.

Bin ich dann in der Werkstatt geht es recht schnell um sich auf das wesentliche und wichtige zu konzentrieren. Vielleicht hilft auch, dass man regelmässig geht um immer "dran" zu bleiben.

 

Susanne  
Eine supergute Frage, WerkenstattReden!

Wenn ich gestresst bin, nehme ich mir Dinge vor, die ich gut kann und die schnell gehen. In der Praxis bedeutet das: Ich tapeziere oder ich streiche eine Wand. Oder ich lackiere mal eine Tür oder schleife den Gartentisch ab und öle ihn neu ein... Solche Dinge. Hauptsache großflächig, denn auffällige Veränderungen freuen mich immer am meisten. Und ich muss dabei noch nicht einmal immer heimwerken. Umdekorieren reicht oft auch: Einfach mal andere Gardinen aufhängen und ein paar Bilder umhängen...

Etwas geschafft zu haben - zumal etwas, das man deutlich sieht - freut mich dann so sehr, dass ich hochmotiviert auch an mühsamere oder undankbarere Aufgaben gehen kann, damit dann irgendwann "alles stimmt".

 

Das Werkstück bleibt Werkstück, das Werkzeug "fliegt in die Ecke" und raus, irgendwohin, wo ich das Elend nicht sehen muss. So richtig schön körperlich verausgaben durch grobe Gartenarbeit ist dann perfekt - umgraben oder Gräben ziehen. Lang verhasste Gewächse entfernen ist auch perfekt, gut geeignet ist da Kirschlorbeer.
Anschließend ein gepflegtes, am besten selbstgebrautes Bier und ausgepowert, aber zufrieden das Werk begutachten.

Mit der entsprechenden Wut im Bau gelingt mir auch ein handgekneteter Hefeteig besonders gut.

 

Zitat von Susanne
Eine supergute Frage, WerkenstattReden!

Wenn ich gestresst bin, nehme ich mir Dinge vor, die ich gut kann und die schnell gehen. In der Praxis bedeutet das: Ich tapeziere oder ich streiche eine Wand. Oder ich lackiere mal eine Tür oder schleife den Gartentisch ab und öle ihn neu ein
Da sieht man wie unterschiedlich die Ambitionen und Auffassungen sind.
Ich muß immer noch breit Grinsen
Wenn ich deine Arbeiten unter Stress oder so mache schmeißt mich meine Frau gleich raus.
Dann lieber nix machen

 

Zitat von Munze1
..., gehe ich meistens mit dem Fahrrad zur Arbeit.
...
schiebst Du Dein Rad zur Arbeit?
Nee, im Ernst, das mache ich genauso und es hilft ungemein.

Grüße kellerfloh

 

Mir fällt es auch nicht schwer in meiner Hobbyerkstatt runterzuschalten. Im Gegenteil... sobald ich den Raum betrete ereilt mich ein wohles und gutes Gefühl. Da sind die Gedanken an die Arbeit sofort weg

 

Zitat von Susanne
In der Praxis bedeutet das: Ich tapeziere oder ich streiche eine Wand.
ich hätte da demnächst diverse Quadratmeter für dich bei uns im Rohbau im Angebot, Material wird gestellt...

 

Auch ich genieße die Ruhe in meiner Werkstatt die lediglich von SWR3 gestört werden darf und auch das befriedigende Gefühl wenn etwas fertig geworden ist so wie es sein sollte (oder zumindest meinen Fähigkeiten entspricht).

Blöderweise bin ich allerdings meistens mit Projekten beschäftigt die nicht für mich sind und damit fällt leider ein wesentlicher Entspannungsfaktor weg denn auch am Ende des Tages bin ich oftmals mit den nächsten Arbeitsschritten beschäftigt.

Vor einigen Jahren hatte mein Arzt mich auf meinen Stresslevel, drohenden Burnout usw. angesprochen, mich eingehend "ins Gebet" genommen und mir zum Ausgleich entweder Bogenschießen oder Golfen empfohlen.

Ich habe mich für's Golfen entschieden und kann es auch nur jedem empfehlen (ist auch wesentlich günstiger als man glaubt).

Wenn ich vom Golfplatz komme bin ich völlig entschleunigt. Selbst wenn eine Runde schlecht gelaufen ist und ich diese weit unter meinen Möglichkeiten beendet habe, ist mir das egal und ich kann über den einen oder anderen völlig misslungenen Schlag lachen.

 

Gerade, weil im Betrieb immer mehr erwartet wird, bräuchte man eigentlich einen Ruhepol. Was früher 4 - 5 Leute gemacht haben, "schafft" heute Einer, und da reichen 120 % noch nicht...

Neueinstellungen, Azubis, Vertragsverlängerungen? Fehlanzeige! Darunter würde ja die Dividende leiden.

Wenn es mir gar zu bunt wird, nehme ich meine Frau unter´n Arm, ein paar Bier und wir setzen uns an die Bucht. Erstaunlich, wie beruhigend der Blick auf die Wellen wirken kann...

Besser, als Joga!!!

Geht aber leider erst nach Feierabend, und wenn hier nicht zu viele Nordrhein-Vandalen die Strände belagern...

 

Woody  
Ich hab GsD keinen extremen Stress mehr und wenns mir doch mal zu viel wird, leg ich mich auf 1Std nieder und schlaf eine Runde. Werkeln tu ich nur wenn ich absolut Lust dazu hab, den Terminplan mach ich mir ja selbst und ich bin flexibel im Verschieben

 

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