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Ich möchte eine Tischplatte selber bauen ... brauche Hilfe

12.02.2015, 14:12
Hallo Leute,
bevor ich von meinem Projekt erzähle muss ich zugeben das ich mit der Holzbearbeitung nicht viel am Hut habe. Mein Werkstoff ist ist Metal (bin KFZ-Meister) möchte es aber trotzdem versuchen da ich viel Spass am ausprobieren habe.

So nun zur Sache:

Ich habe mir Online, vor einiger Zeit, einen sehr günstigen Schreibtisch bestellt (Pressholz/Nussholzimitat).

Der Schreibtisch ist auch super für die paar € aber nun wird mir die Tischplatte mittlerweile zu klein. Also muss eine neue her.

Meine erste Frage währe was für ein Holz ihr mir empfehlen würdet. Es sollte schon eine schöne Maserung haben. Die Ecken möchte ich mit einer Stichsäge abrunden und die Kanten mit der Oberfräse bearbeiten. Aus diesem Grund fällt erneutes Pressholzimitat aus.

Dunkles Holz ist leider sehr teuer ... Was haltet ihr davon helles Holz zu verwenden und dieses zu beizen?

Die vorerst letzte Frage ist wie ich am Ende die Oberfläche versiegeln soll?

Öl, Lack oder was ganz anderes? Meine jetzige Platte ist schon ganz schon vergriffen und verschürft. Ich schreibe viel auf dem Tisch. Ab und zu steht auch mal eine heiße Tasse oder ein heißer Teller drauf. Meine Maus macht auch viele Kilometer auf dem Tisch.

Wie ihr seht brauche ich wirklich Hilfe. Ich danke euch aber schonmal für eure Mühe.
 
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22 Antworten
Hallo Trust,
du wirst sehen.... es wird dir Spaß machen.

Ich schlage für die eine Platte aus Buche vor. Die ist schön hart (robust) und ist in jedem Baumarkt zu bekommen.
Nach Zuschnitt und Randbearbeitung einfach mit dunkelbrauner Beize (ich verwende gerne Auqa Clou 168, gibt es als Flasche oder als Pulver (einfaches Anmischen und wesentlich günstiger!)).
Nach Trocknung Treppen und Parkettlack, einmal auftragen, mit ganz feinem Schleifpapier die aufgerichteten Fasern leicht mit der Hand abschleifen und dann ein zweites Mal streichen.

 

Kindergetuemmel hat's schon auf den Punkt gebracht. Stabile Massivholzplatte nach Wunsch beizen wird zu einem guten Ergebnis führen.

Ich würde die Ecken jedoch nicht mit der Stichsäge abrunden - das wird vermutlich zu 4 unterschiedlich "runden" Ecken führen. Wenn du eine Oberfräse hast, würde ich eher eine Schablone fertigen und die Ecken mittels Kopierhülse oder Bündigfräser abrunden.

 

Google bitte nach Gratleiste. Ohne wird sich Massivholz verziehen. Fräsen von hinten bis paar cm vor die vordere Kante, kannst dann die Leiste von hinten einschieben. Diese 2 cm kürzer, an hinterer Kante bündig. Aber nicht Leimen und nur eine Schraube hinten.
Auch bei Leimholz. Und Unterseite wie Oberseite behandeln, sonst wird Unterseite Feuchte aufnehmen um Platte wölbt sich. Soll ja lange halten.

 

froschn  
Schau mal hier....

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Tis...er-bauen/2193/

...das ist mein Tisch aus Multiplex Birke. Um ihn vor daneben gegangenes Essen meiner Kids und weiterem Unheil zu bewahren, hab ich vor ein paar Jahren so eine transparente biegsame 2mm dicke Kunststoffplatte gekauft und drauf gelegt.
Die war mit 30 Euro (gabs bei uns auf dem Markt als Meterware zu kaufen) nicht grade preiswert, aber jeden Cent wert.

Sie fällt kaum auf, ist sehr robust und sieht keinesfalls billig aus, so wie diese dünnen durchsichtigen Tischdecken, die es sonst so gibt. Davon abgesehen, dass sie ein super Schutz für den tollen Tisch ist, kann man sogar z. B. mit Servietten, die man zwischen Tisch und die durchsichtige Platte legt, sehr schön dekorieren.

 

Janinez  
@froschn - wie ist das mit dem Verkratzen dieser Platten ???...................................

 

Also, ich denke, wenn man Buche-Leimholz benutzt (also kein Massivholz im eigentlichen Sinne), kann man auf Gratleisten verzichten...

 

Eine andere Möglichkeit um die Platte zu versiegeln wäre Hartöl, richtig angewendet bekommt die Platte ein schönes Finish das auch gut abgewischt werden kann.

 

unglaublich wie viele kontruktive Antworten ich in so kurzer Zeite bekommen habe. Tausend Dank.

Ich bin sofort in der Mittagspause zum Baumarkt gefahren und habe mir Holz angeschaut.

Meine Wahl ist auf Leimholz Buche gefallen.

Der Mitarbeiter sagte mir das gleiche wie sugrobi das ich auf eine Gratleiste bei Leimholz verzichten kann.

Heute Nachmittag werde ich mich mal mit dem Thema Beizen und Versiegelung befassen und schauen was ich da verwende. Eine Kunststoffplatte wie von froschn vorgeschlagen werde ich denke ich mal nicht verwenden. Ich möchte das Holz auch "fühlen"

nochmal vielen Dank. Sollten weiter Fragen auftauchen melde ich mich wieder.

 

Leimholz wirft sich nicht so stark wie Massivholz, das ist schon richtig.
Die auftretenden Kräfte beim werfen sind geringer.
In der Breite arbeitet es aber gleich. Um die Art der Befestigung solltest du schon nachdenken. Eine Fest verschraubte Platte hat gute Chancen irgendwann zu reissen.
Eine Alternative zu den klassischen, gefrästen, Gratleisten wären geschraubte.
Einfach in der Herstellung, ob es zu deinem Tischgestell passt ist wieder eine andere Frage.

Zudem kommt eine andere Überlegung. Hartholz mit Spanplatte fest verbunden.
So als Faustregel gilt 1% schwinden/Quellen der Leimholzplatte.
Bei 80cm Tiefe wären das 8mm. 4mm hin, 4mm her, so im lauf der Jahreszeiten je nach Luftfeuchtigkeit. Die Platte wird vermutlich nicht reissen.
Aber die Verschraubung leiert recht flott aus und die Spanplatte gibt ihre brösel preis.

 

froschn  
Zitat von Janinez
@froschn - wie ist das mit dem Verkratzen dieser Platten ???...................................
Feine Kratzerchen bleiben bei 4 Jahren intensiven Gebrauch natürlich nicht aus, aber die Platte ist immernoch super in Schuss!

 

@Sugrobi & Hansemann: Was ist denn der Unterschied zwischen (einer Tischplatte aus) Leimholz und einer aus Massivholz?

 

Zitat von Olli_0815
@Sugrobi & Hansemann: Was ist denn der Unterschied zwischen (einer Tischplatte aus) Leimholz und einer aus Massivholz?
Leimholzplatten aus dem Baumarkt kennst du wahrscheinlich.
Meist Keilgezinkt, ich kenne jedenfalls keinen Baumarkt derLeimholz mit durchgehenden Lamellen hat. Wenn ich sowas haben will geh ich zum Spezialisten.
Die Lamellen sind meist 4-6 cm breit, und wenn nach verleimregeln verleimt wurde hebt sich das verwerfen gegenseitig ein wenig auf. Verwerfen wird sich aber eine solche Platte immer, wenn auch nur gering.
Unter Massivholz versteht man Platten die aus größeren Baumschnitten gefertigt sind.
Die Lammelenbreite varriert dann nach Gutdünken, übertreiben sollte man das aber auch nicht.

 

Hast Du im Baumarkt schon mal eine Platte gesehen, die nach den Verleimregeln verleimt wurde? Ich jedenfalls nicht. Das sind kurze Abfallstücke, die wie Formfleisch wieder zusammengestückelt werden. Da hat niemand Zeit nach den Verleimregeln zu schauen.
Also setzt sich Deine Massivholzplatte auch aus mehreren Lamellen zusammen, die miteinander verleimt werden. Ist das dann nicht auch Leimholz? Bin ich da vielleicht sogar im Vorteil, wenn ich auf die Verleimregeln achte?

 

Zitat von Olli_0815
Hast Du im Baumarkt schon mal eine Platte gesehen, die nach den Verleimregeln verleimt wurde? Ich jedenfalls nicht. [...]
Ich auch nicht, was aber daran liegt, daß ich sie nicht kenne.

Der Vergleich mit dem Formfleisch gefällt mir...

 

Janinez  
@froschn, danke, feine Kratzer das ist ok. dachte die wäre schon trüb...........

 

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