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Ich hätt so gern ein Hochbeet - aber ein afrikanisches

20.05.2012, 17:31
Beim Surfen im Netz bin ich auf eine schöne Abwandlung eines Hochbeets gestossen: der Keyhole-Garden http://www.google.de/search?q=keyhol...w=1366&bih=704

Übermotiviert wie ich nun mal bin, habe ich mir schon eine Stelle ausgeguckt und sogar schon den Kreis im Boden angeritzt. Der Sinn hinter diesem speziellen Hochbeet ist, daß in der Mitte eine Aussparung gelassen wird, in die man kompostierbare Abfälle, Restwasser, etc einfüllen kann und damit das Beet quasi optimal versorgt wird.

Leider Gottes haben wir aber eine Schule neben uns, und der Brauch Mamas geschmierte Butterbrote in die Tonne zu kloppen lässt hier die Rattenherzen höher schlagen...
Also wären ja Küchenabfälle sowieso schon mal keine Option für meinen Mini-Komposter. Und Rasenschnitt find ich auch nicht so prickelnd, weil wegen Hundis im Garten, da kann ja immer mal was daneben gehen. Tja, bleibt als kompostierbarer Abfall wohl nicht so viel übrig, oder? Und weiß jemand, ob Ratten auch an gepflanztes Gemüse rangehen? Ist vielleicht 'ne doofe Frage, aber dann sollte ich vielleicht doch über die Anschaffung eines Gewächshauses mit Selbstschussanlage nachdenken ;-)
 
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31 Antworten
Also Ratten sind Allesfresser und machen auch vor pflanzlicher Nahrung nicht halt. Zudem hausen Ratten sehr gerne in Spalten und "Höhlen".

Wenn das bei dir wegen dem Kindergarten ein Problem mit den Ratten ist, würde ich mir das reiflich überlegen... und Rattengift wirst du wohl auch nicht gerne auslegen, oder?

 

Rattengift ist schlecht wegen unserer Hunde... Die Nachbarn meinten schon, wir könnten die Stadt anrufen, die würden sich dann kümmern. Aber da meine Hundedame mir letzte Woche schon ihren ersten stolzen Rattenfang bewiesen hat, will ich das Risiko lieber nicht eingehen... Für die Hunde ist es unter unserem Gartenschuppen auch seeeehhr interessant, ich gehe mal davon aus, daß sich dort ein Tunnel-System befindet :-((

Naja, damit hat sich dann das Thema Hochbeet wohl wirklich erledigt, ob mit oder ohne Kompost. Doof!

 

Zu den Ratten:
wenn die Schule tatsächlich der (alleinige) Verursacher ist, muss sie das Problem z.Bsp. durch Mülltonnen mit Deckel beseitigen.
Wahrscheinlicher aber ist, dass Du in einem Rattenumfeld wohnst - ich hatte auch einmal dieses zweifelhafte Vergnügen: in einer feinen Wohngegend wurden Essensabfälle über die Kanalisation entfernt - das war für Ratten eine formelle Einladung.

Ratten sind Feinschmecker und bevorzugen kalorienreiche Kost. Sie gehen also nicht an Küchenabfälle (ich meine damit die Abfälle, die bei der Verarbeitung entstehen) oder Gemüsepflanzen, sondern eher an Viehfutter oder Essensreste (Imbissbuden und Restaurants locken Ratten fatalerweise systematisch an, wenn dort keine geeigneten Massnahmen ergriffen werden).

Wenn Du das Gift in Abwasserrohre (gibt´s im Baumarkt) legst, kommen die Hunde nicht ran.

Zu Keyhole:
dieses System ist für Leute gedacht, die keine Ahnung von Gartenbau haben. So soll mit einfachen Mitteln wenigstens ein bisschen Selbstversorgung realisiert werden.
Für uns hat das System nur Nachteile:
keine Thermokompostierung (Kohl, Kartoffellaub usw. darf also nicht kompostiert werden)
keine vernünftige Trennung zwischen stark und schwach zehrenden Gemüsen
schlechte Handhabung und unschöne Optik
Umschichten des Komposthaufens nicht möglich
das Säen in Furchen erleichtert die Unkrautbekämpfung - in einem Kreis ist das nur schwer möglich.
Nutzung des fertigen Kompostes nur unter großem Aufwand möglich
usw.

es gibt eine an die Zivilisation angepasste Variante mit einem Thermokomposter in der Mitte, aber warum macht man dann nicht gleich die klassische Trennung Kompost hier und Hochbeet da.

Ich finde, es gibt keinen Grund, auf ein Hochbeet zu verzichten.

 

Geändert von Heinz vom Haff (20.05.2012 um 23:35 Uhr)
Munze1  
Das ist eine tolle Alternative, finde ich Klasse das afrikanische Hochbeet. Um die Abfälle zu schützen, könntest du feinmaschigen Draht verwenden, Hasengitter etc. und dann oben einen Deckel zum verschliessen draufsetzen. Damit kommt dir keine Ratte an die Kompostabfälle. Den gesamten Boden würde ich ebenfalls mit Gitter schützen, dann buddelt sich nichts von unten nach oben durch.

 

Munze1  
Zitat von Heinz vom Haff
Zu den Ratten:
wenn die Schule tatsächlich der (alleinige) Verursacher ist, muss sie das Problem z.Bsp. durch Mülltonnen mit Deckel beseitigen.
Wahrscheinlicher aber ist, dass Du in einem Rattenumfeld wohnst - ich hatte auch einmal dieses zweifelhafte Vergnügen: in einer feinen Wohngegend wurden Essensabfälle über die Kanalisation entfernt - das war für Ratten eine formelle Einladung.

Ratten sind Feinschmecker und bevorzugen kalorienreiche Kost. Sie gehen also nicht an Küchenabfälle (ich meine damit die Abfälle, die bei der Verarbeitung entstehen) oder Gemüsepflanzen, sondern eher an Viehfutter oder Essensreste (Imbissbuden und Restaurants locken Ratten fatalerweise systematisch an, wenn dort keine geeigneten Massnahmen ergriffen werden).

Wenn Du das Gift in Abwasserrohre (gibt´s im Baumarkt) legst, kommen die Hunde nicht ran.

Zu Keyhole:
dieses System ist für Leute gedacht, die keine Ahnung von Gartenbau haben. So soll mit einfachen Mitteln wenigstens ein bisschen Selbstversorgung realisiert werden.
Für uns hat das System nur Nachteile:
keine Thermokompostierung (Kohl, Kartoffellaub usw. darf also nicht kompostiert werden)
keine vernünftige Trennung zwischen stark und schwach zehrenden Gemüsen
schlechte Handhabung und unschöne Optik
Umschichten des Komposthaufens nicht möglich
das Säen in Furchen erleichtert die Unkrautbekämpfung - in einem Kreis ist das nur schwer möglich.
Nutzung des fertigen Kompostes nur unter großem Aufwand möglich
usw.

es gibt eine an die Zivilisation angepasste Variante mit einem Thermokomposter in der Mitte, aber warum macht man dann nicht gleich die klassische Trennung Kompost hier und Hochbeet da.

Ich finde, es gibt keinen Grund, auf ein Hochbeet zu verzichten.
Hochbeet lässt sich leichter bearbeiten, kein bücken und Schmerzen im Rücken

 

Kathrin  
Hast du denn eine besondere Beziehung zur afrikanischen Kultur oder gefällt dir nur einfach die Bauart?

 

sonouno  
hmmm, find das ja toll.....aber bei uns is das nicht sooo wichtig...
kann man gleich normale Hochbeete bauen...
wir haben halt ausreichend Dünger zur Verfügung und Wasser sowieso...

diese Bauart ist speziell für heisse Länder gedacht mit Wasser und Düngermangel
und evtl auch für leicht verschmutztes Wasser. !!

grüssle, sonouno ;-)

 

Susanne  
Hallo Stoerenfrida,

herzlich willkommen auf 1-2-do.com!

Wie wäre es denn sonst mit einem "normalen" Hochbeet? Wir haben hier bereits einige schöne Hochbeet-Projekte. Vielleicht ist ja etwas für Dich dabei?

Auf der anderen Seite gefällt mir persönlich auch so ein Keyhole-Entwurf richtig gut. Sieht toll aus und erscheint mir auf den ersten Blick auch sehr praktisch, wenngleich mir die beschriebenen Kompost-Bedenken allerdings auch einleuchten.
Aber ich hatte soetwas vorher noch nicht gesehen - vielen Dank für's Zeigen!

Viel Erfolg bei Deiner Planung und schöne Grüße
Susanne

 

Ich fand die Idee einfach toll und natürlich, daß es mal was ganz anderes ist... Aber wie ich sehe, habe ich mich wohl nicht so wirklich mit der Thematik auseinandergesetzt (ich habe bis jetzt nur englische Artikel zu dem Thema gelesen und da ist das mit dem absoluten Verstänis zumindest bei mir immer so eine Sache ;-) Ansonsten habe ich nicht wirklich eine Affinität zu Afrika. Für mich war das einfach schlüssig, daß die Düngung quasi von alleine (über die Mitte) passiert und ich so nicht noch Dünger nachsetzen muß (und keine extra Kompost-Ecke im Garten habe).
Aber beruhigend zu hören, daß ich wenigstens das Hochbeet an sich nicht aufgeben muß (habe doch bei den Projekten auch schon fleissig gelauert...)

Das mit dem Rattenumfeld kann hinkommen... nicht nur rechts die Schule, ein Stück weiter die Straße runter noch eine Sportanlage mit riesigem Parkplatz und Kurzstellplatz für Wohnmobile (3 Tage).

Abwasserrohre sind mir persönlich zu gefährlich, da Lieblingsmann passionierter Teichbauer ist und hier ständig irgendwelche KG-Teile rumfliegen und von den beiden Rabauken als Spielzeug missbraucht werden...

Und wie erfolgt die Vergiftung?? Verziehen die Ratten sich irgendwohin? Oder taumeln dann hier unkontrolliert durch die Gegend, oder fallen gar auf der Stelle tot um? Haltet mich ruhig für ****, aber ich habe mich mit sowas noch nie auseinandergesetzt und eigentlich (als Tierliebhaber) widerstrebt es mir ja auch... Wobei es ist schon einige Zeit her, da habe ich einen Bericht gelesen, von einem Mann der sich bei der Gartenarbeit an seinen Rosen verletzt hat und sich darüber mit einer irgendeiner von Ratten übertragbaren Infektion infiziert hat (er hat dann wohl auch das zeitliche gesegnet...)

Den Keyhole-Garden hab ich mir erstmal aus dem Kopf geschlagen, DANKE für die Aufklärung!!

 

Wenn es den Ratten nicht gut geht, ziehen sich (wie Menschen) in ihren Bau zurück. Das Gift ist in der Regel ein Gerinnungshemmer.

Die Rohre kann man mit Steinen beschweren oder mit einem Draht befestigen und so vor den Hunden schützen oder umgekehrt. Du musst sowieso Köder, Gift oder so ähnlich auf das Rohr schreiben. Ratten können ja nicht lesen. Dein Lieblingsmann schon.

Den Übertragungsweg Ratte - Rosenstachel - Mensch halte ich für ähnlich glaubwürdig wie Kaffefahrtenlamarheumakrebsprophylaxedecken. Denkbar wäre eine Infektion über ***, Urin z.Bsp. in Brennholzlagern - aber unwahrscheinlich.

 

Susanne  
Hallo Stoerenfrida,

mit Rattengift habe ich (zum Glück!) keinerlei Erfahrung, aber hier gibt es bestimmt Kundige, die Dir mehr darüber berichten können.

Rattenbisse sind überraschender Weise übrigens nicht für die gefärlichsten Infektionen verantwortlich. Katzenbisse sind da deutlich problematischer, weil die langen aber dünnen Eckzähne tiefe Wunden hinterlassen können, die sich dank ihrer geringen Breite zu schnell wieder schließen. Und das allergrößte Infektionsrisiko besteht offenbar bei...... Menschenbissen! Und die sind zum Glück relativ selten..

Ich hoffe, Du kannst der Rattenplage irgendwie beikommen und bin sehr gespannt, welche Vorschläge Du noch erhältst...

Viele Grüße
Susanne

 

sonouno  
Zitat von Susanne
....Und das allergrößte Infektionsrisiko besteht offenbar bei...... Menschenbissen! Und die sind zum Glück relativ selten..
schlimmer is da nur noch der Komodo-Waran !

 

Janinez  
Zitat von sonouno
schlimmer is da nur noch der Komodo-Waran !
aber die Bisse von dem überlebst Du meist eh nicht

 

"Kaffefahrtenlamarheumakrebsprophylaxedecken" das muß ich mir merken!! Ich hab mir schon fast sowas gedacht... Aber das Fernsehen sagt doch immer die Wahrheit! *gacker*

Und was das Infektionsrisiko der Bisse angeht: Komodos laufen hier zum Leidwesen meines Mannes leider nicht rum ;-)
Bei der ganzen Aufzählung der Bisse habt ihr doch die Hunde vergessen, aber da kann ich euch beruhigen, die beissen nicht, die schlucken am Stück

Ne, aber um mal wieder ernst zu werden: ich werd das hier erstmal weiter beobachten und das Hochbeet (nein, kein afrikanisches) einfach in Angriff nehmen. Solange mir die Biester nicht über die Füsse laufen und keinen grossen Schaden anrichten... Und wer weiß, vielleicht kann ich die irgendwann mal auf die ca. 20-30 wildenTauben abrichten, die sich hier täglich einfinden... ;-)

 

Janinez  
Bist auch so eine Frühaufsteherin?? Normalerweise sind Ratten scheu und zeigen sich nicht. Gut ist, wenn Du mal über Dein Grundstück gehst und alles wegräumst, worunter sie sich im Dunkeln verstecken können. Sie lieben "Gerümpelecken"

 

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