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Hurra, das Niederschlagswasser wird nun getrennt in der Kanalgebühr verrechnet.

05.02.2012, 13:39
Geändert von Bastelfuchs (06.02.2012 um 01:35 Uhr)
Da meine Gemeinde ab letzter Jahreswende das Niederschlags Wasser getrennt in der Abwassergebühr berechnet, ergibt sich die Möglichkeit Kosten einzusparen, die Umwelt zu schonen, Grundwasser zu ergänzen und Hochwasserwellen zu mindern.

Erste Schritte habe ich bereits erledigt:
1. Die Hofeinfahrt mit Drainrinne abgegrenzt und in Wiese zur Versickerung eingeleitet.
2. Dachrinnenabgänge vorläufig in die Wiese zur Versickerung geleitet.

Das waren erstmal der Schnellschuss der die zur Berechnung angesetzte versiegelte
Fläche von 581m² auf 178m² gesenkt hat.
Das macht also bei den Kosten 0,44€/m² im Jahr anstelle von 255,64€ erstmal nur noch 78,32€ im Jahr für die Ableitung des Regenwassers in den Mischkanal.

Geplante Maßnahmen sind eine Zisterne zum Garten gießen mit Überlauf und versickerung in den Boden ohne Überlauf in den Mischkanal.

Dann hätte ich noch ganze 5m² a 0,44€ also 2,20€/Jahr von den beiden Kellerabgängen. (Nicht vertretbarer Aufwand dies zu ändern.)

Was habt Ihr für Vorschläge, Erfahrungen oder Absichten in dieser Richtung zur Umsetzung.

PS: Meist ist die lokale Gebührensatzung Online verfügbar.
Suchbegriffe in Google.de z.B.
Ortsname Niederschlag Abwasser Gebührensatzung
 
Dach, Gebühren, Hof, Kanal, Regenwasser, versiegelte Flächen, Wege Dach, Gebühren, Hof, Kanal, Regenwasser, versiegelte Flächen, Wege
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28 Antworten
Nun ich denke, dass mein Vermieter in dieser Richtung nichts machen wird. Die Nebenkosten muss ich bezahlen und somit ist es im wahrscheinlich egal.

Und ich weiß auch nicht, ob meine Gemeinde die Kosten in der Abwassergebühr verrechnet.

Da muss ich mal anfragen... wenn ich Geld sparen könnte werde ich da mal etwas hartnäckiger sein

 

Brutus  
Ja, das Laster mit den Vermietern, stelle ich auch immer wieder fest, denken meist nicht daran etwas einzusparen, wenn es doch eh der Mieter tragen muss. Da kann sich ein Hausbesitzer schon eher freuen wenn er etwas zur Kostenreduktion beitragen kann.

 

@Gschafft & @Brutus
Die Kosten treffen sicher Eigenbesitzer als auch indirekt die Mieter.
Es ist aber zweifelsfrei legitim die anfallenden Kosten auch auf die Nutzer umzulegen.

In Euren Fällen wäre es ratsam sich bei der Gemeinde kundig zu machen, Lösungen und Investitionsplan zu erarbeiten.
Damit auch Ihr nach der Amortisationszeit der Investition von der dann nicht mehr anfallenden Kosten verschont werdet.

Es ist nicht nur am Vermieter, auch Mieter können zur Kostenreduktion beitragen.

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 15:49 Uhr)
Bei uns läuft es ein wenig anders. Wir sind verpflichtet das Regenwasser selbst zu "entsorgen". Notfalls darf man halt nicht mehr Flächen auf seinem Grundstück versiegeln. Selbst ich darf auf meinem Grundstück (1/3 bebaut) nicht mal mehr eine Terrasse bauen (dürfte ).
Nur wer ein extram kleines Grundstück und wirklich keine Sickermöglichkeiten hat, kann den Antrag stellen, Regenwasser in den Regenwasserkanal zu leiten.

 

Brutus  
Zitat von Bastelfuchs
@Gschafft & @Brutus
Die Kosten treffen sicher Eigenbesitzer als auch indirekt die Mieter.
Es ist aber zweifelsfrei legitim die anfallenden Kosten auch auf die Nutzer umzulegen.

In Euren Fällen wäre es ratsam sich bei Gemeinde kundig zu machen, Lösungen und
Investitionsplan zu erarbeiten.
Damit auch Ihr nach der Amortisationszeit der Investition auch an den dann nicht mehr anfallenden Kosten geschont werdet.

Es ist nicht nur am Vermieter, auch Mieter können zur Kostenreduktion beitragen.
Gut zu wissen, betrifft mich aber erst wieder nach meinem Umzug, hier mache ich keinen Aufstand mehr, bin froh wenn ich raus bin ;O)

 

Zitat von Brutus
Gut zu wissen, betrifft mich aber erst wieder nach meinem Umzug, hier mache ich keinen Aufstand mehr, bin froh wenn ich raus bin ;O)
Am besten machtst Du es im selbstgenutztem Eigentum, denn dort machst Du es direkt für Dich und Deine Angehörigen.

Das macht denke ich am meisten Sinn.

 

Brutus  
Zitat von Bastelfuchs
Am besten machtst Du es im selbstgenutztem Eigentum, denn dort machst Du es direkt für Dich und Deine Angehörigen.
Das macht denke ich am meisten Sinn.
Macht bei Eigentum auch den meisten Sinn, ist klar ;O)

 

Gut zu wissen, dann werde ich mal meine Vermieter ansprechen und nachfragen wie das bei uns verrechnet wird.....

 

Zitat von heavysan
Gut zu wissen, dann werde ich mal meine Vermieter ansprechen und nachfragen wie das bei uns verrechnet wird.....
Für Hersbruck ist das für mich ja fast ein Heimspiel.
$12 & $13 der folgenden Satzung.

http://www.hersbruck.de/download/ort...ng/028.141.pdf

Bei lediglich 0,17€/m² versiegelter Fläche wird eine Rentabiliät in weiter Ferne sein.

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 17:13 Uhr)
Bei mir wird das Regenwasser für die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung benutzt. Waschmaschine muss noch ausprobiert werden, ob das funktioniert.

 

Zitat von Winnie
Bei mir wird das Regenwasser für die Toilettenspülung und die Gartenbewässerung benutzt. Waschmaschine muss noch ausprobiert werden, ob das funktioniert.
Hallo Winnie

In Köln geht´s ganz schön teuer zu. 1,30€/m² Versiegelungsfläche im Jahr.
Seite 16, Punk 1.2 wenn ich denn das richtige Dokument gefunden habe.
http://www.stadt-koeln.de/mediaasset...2011_12_05.pdf

Ich gehe mal von Zisterne aus.

Wäre nett wenn Du und Deinen Fall bisschen schildern könntest.
Zisterne mit Überauf ins Öffentliche Kanalnetz ?
Hast Du die Befreiung Reduzierung eintragen lassen und profitierst hierdurch?
Was hat Deine Anlage ca. gekostet mit Angabe der Größe dieser ?
Wenn ja, wann rechnet sich Deine Anlage in etwa ?
Hast Du die geforderte Wasseruhr für Niederschlagswasser über WC/Waschmaschine umgesetzt ?
Wie groß ist Deine einleitende Fläche in etwa ?

Danke im vorraus.

 

Geändert von Bastelfuchs (05.02.2012 um 19:55 Uhr)
Zitat von Bastelfuchs
Hallo Winnie
Hallo Bastelfuchs

In Köln geht´s ganz schön teuer zu. 1,30€/m² Versiegelungsfläche im Jahr.
Befestigte Fläche 1,30€/m²
Schmutzwasser 1,56€/m³
Frischwasser 1,50€/m³
D.h., 1 m³ Frischwasser wird mit 3,06 € abgerechnet.

Wäre nett wenn Du und Deinen Fall bisschen schildern könntest.
Mache ich.

Zisterne mit Überauf ins Öffentliche Kanalnetz ?
Keine Zisterne, aber Überlauf ins öffentliche Netz.

Hast Du die Befreiung Reduzierung eintragen lassen und profitierst hierdurch?
Nein, da ich den Überlauf wieder ins öffentliche Netz gebe, habe ich nichts beantragt.

Was hat Deine Anlage ca. gekostet mit Angabe der Größe dieser ?
Gesamte Materialkosten ca. 300-400 €. Das meiste habe ich selber gebaut, vieles konnte ich mir umsonst besorgen und ein alter 6.000 Liter Öltank war auch schon im Vorgarten vorhanden. Deshalb so geringe Kosten.

Wenn ja, wann rechnet sich Deine Anlage in etwa ?
Ich kann erst Ende des Jahres bei der Abrechnung sagen, wie meine Einsparung ist.

Hast Du die geforderte Wasseruhr für Niederschlagswasser über WC/Waschmaschine umgesetzt ?
Nein, ich sehe das so. Das Regenwasser was sonst direkt über das Fallrohr in die Kanalisation geht, macht jetzt halt nur einen Umweg über die Toilette. Also bleibt die Wassermenge gleich die in die Kanalisation geht. Es wird halt nicht mehr unnötig Frischwasser vergeudet.

Wie groß ist Deine einleitende Fläche in etwa ?
Ich schätze mal ca. 40 m² Dachfläche.

Danke im vorraus.
Wenn du noch nähere Infos haben möchtest, schreib mir eine PN. Dann versuche ich es anhand einer Skizze näher zu erläutern.

 

Zitat von Ricc
Bei uns läuft es ein wenig anders. Wir sind verpflichtet das Regenwasser selbst zu "entsorgen". Notfalls darf man halt nicht mehr Flächen auf seinem Grundstück versiegeln.
...ist bei mir genauso, sogar das vom Hof ablaufende Wasser darf eigentlich nicht in den Kanal eingeleitet werden sonder muss auf dem Grundstück versickern...

Bei mir geht alles durch die Zisterne in den Überlauf und von dort in die Versickerung.

mfg Dieter

 

Bei uns läuft alles in einen alten Oberwasserbrunne (ähnlich Sickerschacht). Dort kann es gut versickern und wir haben bei Bedarf auch Wasser zur Nutzung.

 

Bei getrennten Kanälen besteht zu meist ein Anschlusszwang, aber viele Kommunen gehen mittlerweile dazu über keine Regenwasserkanäle mehr anzulegen sondern in Wohngebiete zentrale Versickerungsbereiche (für die öffentlichen Flächen) anzulegen und Versickerungszonen - die man auch mit Nachbar gemeinsam anlegen kann für die Grundstücke vorzuschreiben (jedenfalls in unserer Region) Wenn man sich ansieht mit welchem Aufwand Kommunen Regenrückhaltebecken bereitstellen müssen - um die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten - ist die dezentrale Versickerung in den einzelen Wohngebieten eine lukrative Alternative für alle. Wer übrigens über die Höhe der Gebühren meckert sollte bedenken das es sich hierbei um eine zweckgebundene Abgabe (Sowohl Regenwasser wie auch Schmutzwasser)handelt die immer nur eine geringe Über- oder Unterdeckung aufweisen darf und im Haushaltsplan als Ein- und Ausgabeposten auftaucht der auf 3 bzw. 5 Jahre ausgeglichen sein muss. Im Übrigen gilt, je weniger Wasser verbraucht wird desto teurer wird die Entsorgung!

 

Geändert von DirkderBaumeister (09.02.2012 um 08:38 Uhr)
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