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Holzwand mit Rigips oder Farbe?

22.10.2010, 10:48
Hallo liebe Heimwerker Kollegen/innen!!

bei unserem "neuen" Heim (Haus aus dem Jahr1960 glaub ich) befinden sich im Gang überall Holz Nut und Feder Bretter.
Wir möchten gerne den Gang heller gestalten meine Frage ist nun sollte man eher Rigipsplatten auf die Holzbretter schrauben und dann verspachteln und malen oder sollte man abschleifen und drüber lackieren??

Leider kann ich nichts zur Unterkonstruktion sagen (ob Lattung drunter etc.).
Muss ich wenn ich Rigipsplatten drüber verlegen will auf etwas Bestimmtes achten (Feuchtigkeit, Dämmung)???

Hoffe Ihr Könnt mir ein paar Tipps geben!!

Danke im vorraus
 
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14 Antworten
Eigentlich würde ich erstmal sagen, nicht unbedingt noch eine Schicht aufbringen. Allerdings müsste dann aber erstmal kontrolliert werden, ob die Bretter noch arbeiten (falls Du Farbe aufbringen möchtest). Möchtest Du das Holz nur abschleifen und klar lackieren, dann wäre ich auf jeden Fall dafür. Eine natürlich Holzoptik ist immer was feines. Das kann sehr hell sein und strahlt trotzdem eine optische Wärme aus.

Noch was: Bei einem älteren Haus, würde ich doch lieber mal unter das Holz sehen. Nicht, dass Du irgendwann mal eine böse Überraschung erlebst.

 

Ich würde bei sowas sofort die panelen abreissen. Bin da bissle gebrandmarkt deswegen.
Überraschungen darunter kann es genügend geben deswegen weg mit und eventuell neue lattung anbringen für den Rigips. Lieber die arbeit neu machen und danach ruhe haben.
Rigips ist sehr einfach zu verarbeiten. Gescheit verspachteln und dann kann man einfach streichen oder tapezieren wie man möchte.

 

bueffel da hast Du eigentlich recht. Ich bin auch kein Freund von verkleideten Wänden und würde Außenwände generell nur verputzen. Bei Innenwänden müsste man sich die Wand darunter erstmal ansehen und wenn alles trocken ist, spricht nichts gegen diese Verkleidung.

 

sonouno  
sollte es bis jetz keine Feuchtigkeitsprobleme gegeben haben und die Bretter soweit in Ordnung sind würd ich einfach draufstreichen......
Objekt aus den 60 ern... wär ich vorsichtig mit runterreissen !! was da alles rauskommen kann grenzt evtl sogar an einer Komplettrenovierung (evtl noch Lösch als Dämmung etc)

 

Ekaat  
»Gang« hort sich nach Treppenhaus-ähnlichem an. Ich hatte ein Haus von 1890 - an einer stelle war Makulatur in Form von Zeitung geklebt. Fragmentarish konnte man da den Mord von Sarajewo lesen. Es war auch viel vertäfelt, aber es gab darin auch viele Spalten. Runter damit. Asseln, Spinnen und Reste eines Wespennestes gefunden. Meine Entscheidung wäre: Runter mit dem Holz und die bestimmt vorhandene Verlattung auf Feuchtigkeit und Fäule prüfen. Ist sie gut und eben, kann darauf Rigips oder besser Fermacell®. Darauf kannste Dich dann nach Lust und Laune austoben: Fliesen, Tapete, Farbe und was es sonst noch Schönes gibt. Damit hast Du dann die nächsten 60 Jahre Ruhe. Das »auf-die-Bretter-packen« hat noch einen Nachteil: Der Nächste macht es genauso usw... und irgenwann ist der Gang zu.

 

Wenn die Verkleidung an sich noch gut und fest ist, würde ich mir die Sache mit dem rausreißen überlegen und "nur" abschleifen und neu streichen. Wenn da bis jetzt nichts schimmelt etc., sollte das auch weiterhin so sein. Wenn allerdings Rigips o.ä. rauf soll, dann raus damit und komplett neu gemacht.

 

Geändert von robinson (22.10.2010 um 13:15 Uhr)
Ich denke mit einer schönen und hellen Farbe ist hier bestimmt schon viel zu machen. Wir hatten das Problem bei unserer Küchendecke und sind jetzt froh nur gestrichen zu haben. Alles andere wäre zu aufwändig geworden, von Schmutz mal abgesehen. Bei unseren Besuchern kommt die "neue" Küche übrigens super an.

 

Hatten das gleiche Problem mit unserer Decke in der Küche...
Haben die Vertäfelung abgerissen und auf die ehemalige unterkonstruktion Rigidur (quasi Fermacell von Rigips) geklattscht. Gespachtelt, Tapete und Farbe druff.
Bei Außenwänden haben wir im Keller als unterkonstruktion 22mm starke Latten genommen. In die Zwischenräume haben wir 20mm starkes Styropor geklemmt. Dampfbremsfolie zwischen Verlattung/ Styropor und Gipsfaserplatten. Danach verspachtelt und gestrichen! Sieht Klasse aus und geht echt schnell!

 

@benjyhh
Sehr gut gemacht und das ganze wird sicherlich auch seine Zeit lang halten.
Vorher informieren und eine ordentliche ausführung sind wohl das wichtigste.

 

hatte von der firma aus mal in einem gebäude zu tuhen da war der komplette keller mit so verlattungen vertäffelt das sah ich will mal nicht sagen schlecht aus aber durch den abriss des ganzen haben die bewohner damals sogar unter der treppe noch einen raum gefunden von dem sie nichts wusten

ganz geschweige das sie den keller vergrösert hatten dadurch das das holz weg war
ihrgendwie haben es ältere bauwerke wohl gern gehabt mit holzlatten verkleidet zu werden

vorschlag für dich
je nachdem wie es unter den latten aussieht würd ich vieleicht auch nur noch verspachteln und schleifen/malern etc. ohne regiebs draufzumachen hättest wieder raum gespart.
aber das must du dann sehen wenn du dich entscheidest es ab zu machen

mfg

 

du kannst natürlich auch rigips kleben... montageschaum raufhauen, 5 min warten und an die Wand drücken... ist leichter als mit ansetzbinder zu arbeiten! Hält genauso gut!

 

Ekaat  
Anmerkung am Rande: Gipskarton - welche Marke auch immer - ist in meinen Augen nur zweite Wahl an einer senkrechten Wand. Ich habe in solchen Fällen stets verputzt. Nur über Kopf (Decken) habe ich noch nicht raus, wie. Maurer setzen sowas mit Gips an, damit es schneller anzieht, aber dafür bin ich zu langsam: Das Zeug wird mir in dem Bottich schon hart.
Putz hat den Vorteil, daß er kaum kaputt geht, wenn einmal etwas Schweres dagegen fällt. Bei Gipskarton hat man dann ein Loch...

 

Danke!!!!

für die ganzen Tipps! Nächste Woche werde ich berichten wie ich es nun genau gemacht habe!!!

lg zlaner

 

Zitat von Ekaat
Meine Entscheidung wäre: Runter mit dem Holz und die bestimmt vorhandene Verlattung auf Feuchtigkeit und Fäule prüfen. Ist sie gut und eben, kann darauf Rigips oder besser Fermacell®. Darauf kannste Dich dann nach Lust und Laune austoben: Fliesen, Tapete, Farbe und was es sonst noch Schönes gibt. Damit hast Du dann die nächsten 60 Jahre Ruhe. Das »auf-die-Bretter-packen« hat noch einen Nachteil: Der Nächste macht es genauso usw... und irgenwann ist der Gang zu.



Ja, so wäre es am ratsamsten! Du freust Dich nachher über Deine Arbeit und die Ruhe die Du damit hast! Auf die Nächsten 60 Jahre!!

 

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