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Holzterrasse

18.11.2014, 10:44
Hallo,

nun beginnt die fleißige Planung für unsere Holzterrasse,

Aktuell wird es wohl Douglasie werden die dunkel geölt werden soll. Da mir der Farbton von Douglasie eigentlich nicht so gefällt... Aber IPE mir zu teuer wäre.

Die Terrasse soll 5 x 3,5m werden. Wobei die Längsseite am Haus entlang geht.

Jetzt überlege ich ob ich die Bretter parallel zum Haus lege oder in 90 Grad.

Im Fall von Parallel würde ich 300cm und 200cm im Wechsel legen.

Bei 90 Grad würde ich 400cm Bretter legen und kürzen. Was an sich für den Abfluss von Wasser besser wäre.

Zu was ratet ihr....
 
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18 Antworten

Die besten Antworten

Auch wenn ich nun einiges an Kritik ernten sollte, ich habe hier durchaus andere Meinungen ...

1. Ausrichtung. Hauptblickrichtung wird aus dem Haus heraus sein. Quer liegende Dielen verkürzen die Terasse optisch. Also Dielen alleine deshalb im rechten Winkel zum Haus leten. So wirkt sie größer.

2. Gefälle. Ich halte jegliches Gefälle für ziemlichen Unsinn, wobei 2 Prozent sicher hilfreich sind. Die Bretter werden feucht und saugen Feuchtigkeit auf. was zu viel ist, bleibt stehen und läuft relativ ab. Aber auf eine Länge von 3 m läuft ein Tropfen selbst bei 40 Prozent Gefälle auf dem Holz nicht ab, dazu ist es viel zu rauh. Fazit: Es wird in den Rillen immer Wasser stehen, so oder so. Kommt ein richtiger Guss, wird das Wasser nicht den Rillen entlang laufen, sondern über die gesamte Brettbreite laufen. Stehendes Wasser trocknet relativ rasch ab, da Luft daran kommt. Dazu noch. Die Rillen in den Brettern dienen eigentlich zu was anderem, als das Wasser abzuleiten: Das gerillte Brett verwindet sich nicht so stark und bei Nässe ist es besser zu begehen, Bretter ohne Rillen werden rasch rutschig. Dass die Rillen wir Dachrinnen wirken, ist ein Irrglaube. Wer so eine Terassendiele besitz, kann das gerne mal mit nem Glas Wasser ausprobieren. Wie viel Wasser braucht man, dass nach 3 Metern in der Rille abläuft und wie viel Wasser bleibt in den Rillen stehen?

3. Holzschutz. Konstruktiv ja. Auf jeden Fall auf Steine Dachpappe legen. Unterkomstruktionshölzer: Falls gestoßen werden muss, immer 2 cm Platz lassen nd ggf. Mit Edelstahlbamd verschrauben. Überall wo Holz an Holz stößt, kann nichts abtrocknen und es fault rasch. Terassendielen verschrauben mit einer witterungsbeständigen Unterlage. Auf keinen Fall direkt auf die Unterkomstruktionshölzer. Im Netz gibt es diverse Kunststoffunterlagen. Teilweise sehr teuer, einfach mal suchen, es gibt günstige Varianten.

4. Holzschutz. Streichen/ölen. Geschmackssache. Wenn man andere Farbe mag, ja. Wenn einen grau nicht stört, nicht behandeln. Douglasie hat hohen Harzanteil und ist dadurch relativ Witterungsbeständig. Ich sehe das so: Mein Terassenholz 5 x 3,50 m hat mich 300 Euro gekostet. Gutes Terassenöl kostet für einmaligen Auftrag rund 50 bis 70 Euro. Rechnen wir mal mit 60 Euro. Douglasie hält durchschnittlich max. 10 Jahre. kostet mich in dieser Zeit also 10 mal 60 Euro. Also 600 Euro. In der Zeit könnte ich die Terasse bereits zweimal - also alle 5 Jahre - neu belegen. Ölen kostet ebenfalls jeweils locker 1 Stunde, in 5 Jahren Terasse neu belegen, kostet mich max. 5 Stunden. Und ich habe unbehandeltes gutes Brennholz, das ich auch anderweitig z.B. für Komposter oder eine Gartenbank verwenden könnte. Warum also ölen, wenn es nur Geld und Arbeit kostet und langfristig auch nicht mehr bringt? Also Finger weg von Terassenöl, wenn man die Terasse nicht unbedingt dunkel haben will. Abgesehen davon, nimmt man das falsche Produkt, hat man nach paar Jahren das Problem, dass sich auf der Oberfläche eine Schicht bildet, die dann abblättert. Und das sieht dann richtig sch.... aus.
Soll die Terrasse um die Ecke verlegt werden?

Ich denke eine kleine Skizze wäre hilfreich

 

Vermutlich hast du recht... Es soll nur ein Rechteck werden...
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Name:	Terasse.jpg
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Größe:	15,1 KB
ID:	29813  

 

Für den Wasserablauf wird ein Gefälle von 2° benötigt.
Vom Haus weg.
Für mich erfüllt nur diese Anordnung den Wasserablauf effizient.
Bei um 90° gedrehten Bohlen verbleibt das Wasser zu lang auf diesen.
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Name:	terasse.jpg
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Größe:	21,3 KB
ID:	29814  

 

2% Gefälle sind nicht viel - ich würde da eher 3-4% empfehlen. Die Frage ist halt, wohin das Wasser abfließen soll. So wie auf der Zeichnung von Sappralott müsste die Terrasse nach rechts oder links abfallen. Wenn du die Dielen vom Haus weg legst, führst du auch das Wasser vom Haus weg, was ich persönlich geschickter finde.

Bei Douglasie ist das Thema Holzschutz nicht zu vernachlässigen, da das Holz im Vergleich zu vielen anderen Hölzern nur mäßig witterungsbeständig ist. Hier solltest du sowohl konstruktiv als auch chemisch (ich kann Osmo Douglasen-Öl empfehlen) vorsorgen. Aber du findest bei den Projekten zahlreiche Beiträge - da sind sicherlich interessante Anregungen bei.

 

hallo,
wenn du die bretter parallel verlegen willst, warum nimmst du dann nicht gleich Bretter mit 5 Metern Länge?
dann hast du zwischendrin keine Fugen, sondern ein durchgehende Brett. so habs ich gemacht.

 

Zitat von Mopsente
2% Gefälle sind nicht viel - ich würde da eher 3-4% empfehlen. Die Frage ist halt, wohin das Wasser abfließen soll. So wie auf der Zeichnung von Sappralott müsste die Terrasse nach rechts oder links abfallen. Wenn du die Dielen vom Haus weg legst, führst du auch das Wasser vom Haus weg, was ich persönlich geschickter finde.

Bei Douglasie ist das Thema Holzschutz nicht zu vernachlässigen, da das Holz im Vergleich zu vielen anderen Hölzern nur mäßig witterungsbeständig ist.

Hier solltest du sowohl konstruktiv als auch chemisch (ich kann Osmo Douglasen-Öl empfehlen) vorsorgen. Aber du findest bei den Projekten zahlreiche Beiträge - da sind sicherlich interessante Anregungen bei.
Bei Douglasie ist das Thema Holzschutz nicht zu vernachlässigen, da das Holz im Vergleich zu vielen anderen Hölzern nur mäßig witterungsbeständig ist

Ich denke mal..dass ich nicht der Einzige bin,der ANDERER Meinung ist

 

Zitat von greypuma
Bei Douglasie ist das Thema Holzschutz nicht zu vernachlässigen, da das Holz im Vergleich zu vielen anderen Hölzern nur mäßig witterungsbeständig ist

Ich denke mal..dass ich nicht der Einzige bin,der ANDERER Meinung ist
Ich will die Haltbarkeit von Douglasie überhaupt nicht in Abrede stellen. Auch ich habe meine aus Douglasie gebaut. Die Douglasie ein heimisches (europäisches) Gewächs mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Damit eine solche Terrasse dauerhaft schön bleibt, muss aber konstruktiv als auch chemisch gut gearbeitet werden, weil das Holz weniger Fehler verzeiht. Das heißt nicht, dass es nach 5 Jahren wegmodert, aber der Verfall geht schneller voran als bei Tropenhölzern.

Ich habe in einem Garten ein schönes Beispiel: die oben verlinkte Terrasse gegen ein einzelne unbehandelte Diele, die als Unterbau für mein Hauswasserwerk dient. Letztere ist vollständig vergraut und an den Schnittflächen deutlich verwittert (nach nur 2 Jahren). Die Terrasse sieht aus, wie am ersten Tag.

Die Holzbeständigkeit ist im übrigen genormt - wie fast alles bei uns Schau mal hier - im Vergleich zu den besagten Tropenhölzern wie Bongossi oder Bankirai schneidet Douglasie einfach schlechter ab. Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Holz ist!

 

Zitat von Mopsente
Ich will die Haltbarkeit von Douglasie überhaupt nicht in Abrede stellen. Auch ich habe meine aus Douglasie gebaut. Die Douglasie ein heimisches (europäisches) Gewächs mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis. Damit eine solche Terrasse dauerhaft schön bleibt, muss aber konstruktiv als auch chemisch gut gearbeitet werden, weil das Holz weniger Fehler verzeiht. Das heißt nicht, dass es nach 5 Jahren wegmodert, aber der Verfall geht schneller voran als bei Tropenhölzern.

Ich habe in einem Garten ein schönes Beispiel: die oben verlinkte Terrasse gegen ein einzelne unbehandelte Diele, die als Unterbau für mein Hauswasserwerk dient. Letztere ist vollständig vergraut und an den Schnittflächen deutlich verwittert (nach nur 2 Jahren). Die Terrasse sieht aus, wie am ersten Tag.

Die Holzbeständigkeit ist im übrigen genormt - wie fast alles bei uns Schau mal hier - im Vergleich zu den besagten Tropenhölzern wie Bongossi oder Bankirai schneidet Douglasie einfach schlechter ab. Das heißt nicht, dass es ein schlechtes Holz ist!
schau mal hier ..habe ich Nun muss man ja auch mal davon ausgehen,das Dauerhaft / haltbare Hölzer locker 3-6x so teuer sind! also auch eine Frage des Preises ..und wer Holz in seinem Garten/ Haus verarbeitet ,wird das eh von Hause aus ..behandeln..
Insofern "" Greife lieber zur Douglasie "" (angelehnt an die HB Werbung ) und Du kannst Dir noch vieles Zusätzlich leisten!

 

Zitat von Leondriver20
hallo,
wenn du die bretter parallel verlegen willst, warum nimmst du dann nicht gleich Bretter mit 5 Metern Länge?
dann hast du zwischendrin keine Fugen, sondern ein durchgehende Brett. so habs ich gemacht.

Weil hier bei uns fast alle nur bis 400cm haben

 

Ansonsten denke ich das es mit Douglasie ganz gut klappen wird, und es jährlich zu ölen plus ein gutes Unterkonstrukt ist der Plan.

Mich lässt halt grübeln wie ich die Dielen, also optisch anbringe

 

Für mich ist Duglasie das am besten für Terrassen geeignete Holz.
Zumindest das beste Heimische.
Ein Gefälle von 2% reicht völlig aus.
4% bei 3.5m Tiefe sind 14cm Höhenunterschied. Da fällt ja das Weissbierglas um

Eine eine Anordnung längs zur Haus-Front bleibt das Wasser relativ kurze auf dem Bohlen.
Es fließt durch die 2% Neigung ab.
Bei einer Anordnung Quer zur Front fließt es die Bohlen bis zum Ende entlang

 

Zitat von sappralott
Für mich ist Duglasie das am besten für Terrassen geeignete Holz.
Zumindest das beste Heimische.
Ein Gefälle von 2% reicht völlig aus.
4% bei 3.5m Tiefe sind 14cm Höhenunterschied. Da fällt ja das Weissbierglas um

Eine eine Anordnung längs zur Haus-Front bleibt das Wasser relativ kurze auf dem Bohlen.
Es fließt durch die 2% Neigung ab.
Bei einer Anordnung Quer zur Front fließt es die Bohlen bis zum Ende entlang
Wenn Weißbier drin ist, ist es nicht schade drum.

Grundsätzlich schliesse ich mich aber der Aussage bzgl. der Ausrichtung an. Weg von der Hauswand mit Gefälle und das Profil in eben diese Richtung ausgerichtet. So bleibt das Wasser nicht in den Rillen stehen.

Tu dir einen Gefallen und lege die Unterkonstruktion auf Steine, so dass kein Kontakt zum Erdreich besteht und dann dazwischen noch etwas Teerpappe.

 

Zitat von Nekesama
Wenn Weißbier drin ist, ist es nicht schade drum.

Grundsätzlich schliesse ich mich aber der Aussage bzgl. der Ausrichtung an. Weg von der Hauswand mit Gefälle und das Profil in eben diese Richtung ausgerichtet. So bleibt das Wasser nicht in den Rillen stehen.
Wegen dem Bier... Banausen gibts immer.

Du hast Recht. Quer zum Haus. Der Rillen wegen

 

Auch wenn ich nun einiges an Kritik ernten sollte, ich habe hier durchaus andere Meinungen ...

1. Ausrichtung. Hauptblickrichtung wird aus dem Haus heraus sein. Quer liegende Dielen verkürzen die Terasse optisch. Also Dielen alleine deshalb im rechten Winkel zum Haus leten. So wirkt sie größer.

2. Gefälle. Ich halte jegliches Gefälle für ziemlichen Unsinn, wobei 2 Prozent sicher hilfreich sind. Die Bretter werden feucht und saugen Feuchtigkeit auf. was zu viel ist, bleibt stehen und läuft relativ ab. Aber auf eine Länge von 3 m läuft ein Tropfen selbst bei 40 Prozent Gefälle auf dem Holz nicht ab, dazu ist es viel zu rauh. Fazit: Es wird in den Rillen immer Wasser stehen, so oder so. Kommt ein richtiger Guss, wird das Wasser nicht den Rillen entlang laufen, sondern über die gesamte Brettbreite laufen. Stehendes Wasser trocknet relativ rasch ab, da Luft daran kommt. Dazu noch. Die Rillen in den Brettern dienen eigentlich zu was anderem, als das Wasser abzuleiten: Das gerillte Brett verwindet sich nicht so stark und bei Nässe ist es besser zu begehen, Bretter ohne Rillen werden rasch rutschig. Dass die Rillen wir Dachrinnen wirken, ist ein Irrglaube. Wer so eine Terassendiele besitz, kann das gerne mal mit nem Glas Wasser ausprobieren. Wie viel Wasser braucht man, dass nach 3 Metern in der Rille abläuft und wie viel Wasser bleibt in den Rillen stehen?

3. Holzschutz. Konstruktiv ja. Auf jeden Fall auf Steine Dachpappe legen. Unterkomstruktionshölzer: Falls gestoßen werden muss, immer 2 cm Platz lassen nd ggf. Mit Edelstahlbamd verschrauben. Überall wo Holz an Holz stößt, kann nichts abtrocknen und es fault rasch. Terassendielen verschrauben mit einer witterungsbeständigen Unterlage. Auf keinen Fall direkt auf die Unterkomstruktionshölzer. Im Netz gibt es diverse Kunststoffunterlagen. Teilweise sehr teuer, einfach mal suchen, es gibt günstige Varianten.

4. Holzschutz. Streichen/ölen. Geschmackssache. Wenn man andere Farbe mag, ja. Wenn einen grau nicht stört, nicht behandeln. Douglasie hat hohen Harzanteil und ist dadurch relativ Witterungsbeständig. Ich sehe das so: Mein Terassenholz 5 x 3,50 m hat mich 300 Euro gekostet. Gutes Terassenöl kostet für einmaligen Auftrag rund 50 bis 70 Euro. Rechnen wir mal mit 60 Euro. Douglasie hält durchschnittlich max. 10 Jahre. kostet mich in dieser Zeit also 10 mal 60 Euro. Also 600 Euro. In der Zeit könnte ich die Terasse bereits zweimal - also alle 5 Jahre - neu belegen. Ölen kostet ebenfalls jeweils locker 1 Stunde, in 5 Jahren Terasse neu belegen, kostet mich max. 5 Stunden. Und ich habe unbehandeltes gutes Brennholz, das ich auch anderweitig z.B. für Komposter oder eine Gartenbank verwenden könnte. Warum also ölen, wenn es nur Geld und Arbeit kostet und langfristig auch nicht mehr bringt? Also Finger weg von Terassenöl, wenn man die Terasse nicht unbedingt dunkel haben will. Abgesehen davon, nimmt man das falsche Produkt, hat man nach paar Jahren das Problem, dass sich auf der Oberfläche eine Schicht bildet, die dann abblättert. Und das sieht dann richtig sch.... aus.

 

Das ist mal ne Ansage.
Danke

 

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