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Holzkonstruktion ohne Beton im Boden befestigen

14.03.2016, 20:54
Hallo!
ich bin gerade umgezogen und plane an einer überdachten Holz-Plattform, die ich im Garten bauen möchte.
Die Plattform sollte ca. 2mx2m groß und mindestens 80cm über dem Boden sein und das Dach dann etwa noch 1,70m höher (zur Not wäre auch niedriger ok). Dafür wollte ich 4 (oder 6?) lange Holzpfeiler (etwa 12cm Stärke) (im Boden befestigen und daran dann den Rest dranbauen.
Oder wäre es stabiler, auf die Holzpfeiler nur den Plattform-Boden zu befestigen und das Dach danach draufzubauen?

Was mich nun vor allem beschäftigt ist, wie ich die Pfeiler sicher verankere. Ich darf wegen den Vorschriften dort auf keinen Fall Beton verwenden und dachte nun an Bodenhülsen zum eindrehen oder einschlagen. Ist das dann stabil genug? Der Boden hier ist sehr lehmig und ziemlich feucht.
Hat jemand Erfahrungen mit den Bodenhülsen, wie sehr man sie belasten darf ...?
Oder gibt es noch andere betonfreie Befestigungs-Ideen?

Danke für eure Hilfe!
 
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16 Antworten
dafür kannst du ohne Problem Einschlag oder schraub hülsen nehmen das hält schon stand

 

Auf Dauer hält das nicht.
4-6 Einschlaghülsen sollen ein "Terasse" von 2x2m in 80cm Höhe halten.
Das klappt nicht. Es wird sich absenken, verziehen und ist nach kürzester Zeit schief.
Die Last die das ganze tragen soll, kommt ja auch noch dazu.

 

Thunderx021: Das kann ich leicht wiederlegen - lies bis zum zweiten Absatz.

Das Problem hierbei ist, dass gerade bei lehmigem Boden sich die Hülsen setzen werden. Der Lehm trocknet im Sommer aus, schwindet und die Hülse senkt sich. Im Winter quillt der Lehm wieder auf, aber hat nicht genug Ansetzfläche, um die Hülse anzuheben. Der Vorteil, alle Hülsen werden sich gleichmäßig senken. Aber sie werden sich absenken. Ich denke auch, dass die Konstruktion nicht so alleine stehen bleiben wird, sondern auch Gewicht aufnehmen wird. Ich verstehe zwar nicht, weshalb die Plattform auf 80 cm Höhe sein soll, aber denke bitte auf jeden Fall auch an Sturm und Starkregen.

Überlege mal: Du haust mit nem 10 Kilo-Hammer auf die Hülse und die senkt sich je Schlag 1 cm. Und nun hüpfen vier Kinder mit je 30 Kilo gemeinsam an jeder Ecke hoch. Was passiert nun? Oder Du stapelst 4 Raummeter Eichenholz mit 3,2 Tonnen hinein. Oder ein Orkan braust mit 120 Stundenkilometer ums Hauseck und drückt einseitig gegen das Dach und eine Seitenwand.

Mein Vorschlag wäre, um zumindest einigermaßen Ebenheit zu erzielen: An jede Stelle an die Du eine Bodenhülse setzen möchtest, zunächst eine Beton-Gehwegplatte legen. 50 x 50 cm und 4 bis 5 cm stark. In diese mit eine Bohrkrone ein Loch mittig einbohren. Die Hülse gut ausmessen. Diese ist unten in Kreuzform. Nun mit dem Winkelschleifer passend ein Kreuz herausschneiden, so dass die Kanten der Hülse in diese fassen. Aber auf jeden Fall das Kreuz 2 bis 3 cm breit, so dass Du die Platte beim Einklopfen nicht spaltest.Das Loch in der Mitte sollte deutlich kleiner als die quadratische Auflage sein. Nun die Hülse durch die Platte in den Boden klopfen. Hierzu Hülsen nehmen, die möglichst lang sind. Also ca. ein Meter. Hierdurch bekommst Du eine stabile Auflage, da die Hülse, deren quadratische Auflage auf der Platte aufliegt nun auch Querbelastungen durch Wind, Sturm durch die tiefe Spitze ausgleichen wird. Und das ganze ohne Betonfundament.

Die vier Platten sollten genügend Auflage haben um zu verhindern, dass die Hülsen nicht absinken können. Die Platten legst Du auf ein gestampftes Lehmbett, das Du mit etwas Splitt oder Sand nivellierst.

 

würde U Eisenschienen eingraben und unten was quer anschrauben (starke Gewindestange oder was ähnliches) oder anschweißen. Da kann man die Ständer gut anschrauben

 

Und bei Sturm kippt die Konstruktion.

Schreib doch mal was der Sinn des ganzen ist. Was kommt rein? Wie schwer wird das ganze?

 

Die Einschlaghülsen können erfahrungsgemäß nur wenig auf Zug beansprucht werden. Bei Sturm wird es dann problematisch, wenn eine Windböe unter das Dach schräg nach oben weht.
Abhilfe schafft, der Konstruktion mehr Eigengewicht zu verschaffen. Da Höhe offenbar nicht kritisch ist, könnte der Boden doppelt ausgeführt werden und Gehwegplatten als Balast eingebracht werden.

 

ich kann mir denken das sich das verbot nur auf sogenannten Ortbeton bezieht. Es gibt z.B. fertige betonteile die man im boden versenkt und auf die man dann die Pfosten befestigt. Die sind leicht zu händeln und bei bedarf auch wieder zu entfernen. Diese teile wurden in unserm verein genehmigt. mußte ich aber beim verkauf auf wunsch entfernen, der käufer hat aber gesagt ist ok so. also drinn geblieben.

 

Danke für eure Antworten! Es ist schonmal gut zu wissen, dass die Bodenhülsen alleine nicht ausreichen werden...
Die Konstruktion soll als Sommerschlafplatz dienen (wird aber im Herbst eventuell auch winterfest gemacht), wird also nicht mit Holz vollbepackt, sondern nur mit ein paar Decken und Matratzen. Sie sollte zumindest für drei Jahre (solange läuft der Mietvertrag) dort stehen bleiben und dann auch wieder relativ einfach entfernt werden können.
Die Idee mit den Betonplatten hört sich schonmal sehr gut an! So können die Pfosten auf jeden Fall nicht mehr so leicht einsinken. Und den Querbelastungen würden sie dann auch standhalten?
Gibt es sonst noch Ideen, wie ich die Pfosten an im Boden versenkten Betonblöcken befestigen könnte?

 

diese betonhülsen sind schon so vorbereitet das man anker oder dgl. daran befestigen kann

 

hab auf unserem Campingplatz schon einige Schutzdächer für Wohnwagen gebaut....
dafür nimmt man die langen Einschlaghülsen... und mit einem gut mtr Stück vom Balken senkrecht eine schlagen... aber nicht ganz bis unten, etwa 2-3 cm höher lassen .. weil hier erst mal nach Fertigstellung des Aufbaus, jeweils einen halben - 3/4 vollen Eimer mit Beton Drumherum gesetzt wird ( sollte eine leichte Mulde sein ) Jetzt kann sich das Plateau event. noch geringfügig senken .... diese senkrechten Pfeiler mind. 3 x mit Holzschutz einpinseln und die Länge für die Ges. Höhe vorsehen... also 80..? + 190 cm ( 170 ist zu nieder ) Zum Versteifen Kopfbänder nehmen ( 45° schräg ) und solide verz. Eisenwinkel !
Frage... wofür braucht Ihr da 80cm Bodenfreiheit... soll darunter der Rasenmäher hin.. oder ähnliches ?
Gruss....

 

Geändert von Hazett (15.03.2016 um 18:58 Uhr)
@ hazett wegen dem bestimmungen inder gartenalage darf er keinen ortbeton verwenden

 

Ich würde es folgendermaßen machen:
- Bodenhülse rein, Kantholz reinstecken und verschrauben
- zwischen den Bodenhülsen Gehwegplatten, oder Rabatten flach auf etwas Kies gelegt
- dann Dachpappe (Feuchtigkeitssperre) und einen Balken drauf
- den Balken mit dem Kantholz verschraubt
- restliche Konstruktion...
Jetzt hast Du als Auflagefläche den kompletten Rahmen.

 

Geändert von StepeWirschmann (18.03.2016 um 08:02 Uhr)
Meine Güte - bei der kleinen Fläche (nebst geplanten Aufbau) reichen billige Gehwegplatten als "Druckverteiler" völlig aus.
​Zur Sicherheit kann man ja lange Einschlaghülsen verwenden!

 

Geändert von Stepway_I (18.03.2016 um 19:08 Uhr)
Zitat von Stepway_I
Meine Güte - bei der kleinen Fläche (nebst geplanten Aufbau) reichen billige Gehwegplatten als "Druckverteiler" völlig aus.
​Zur Sicherheit kann man ja lange Einschlaghülsen verwenden!
++++
Theoretisch sehe ich das auch so.... nur bei der HOCH gezogenen Konstruktion (ca. 80 cm ) kommst ohne eine kl. Menge Beton um die Einschlaghülsen herum nicht aus.......
Gehweg-Platten sind auch aus Beton... ! und müssen um die Einschlaghülsen angepasst
werden....
Hab so was oft am Campingplatz gemacht... und wenn die Balken unten gut behandelt wurden, stehen diese noch 20 Jahre ( große Flächen.. mit entsprechender Schneelast !)
Gruss.....

 

der gartenvorstand wird dem nicolasophia so die hölle heiß machen wegen dem ortbeton,auch wenn es noch so wenig ist, das er das ganze wieder abreißen muß .....................................

 

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