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Holzimpregnierung

09.05.2016, 23:33
Hallo zusammen,

das Kiefernholz für ein Schaukelgestell würde ich gerne mit einer Holzimpregnierung haltbarer machen. Ich hatte mich eigentlich für das Produkt "OSMO Holz-Impregnierung WR" entschieden. Schaut man sich das Sicherheitsdatenblatt an wird einem aber anders.

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H304 Kann bei Verschlucken und Eindringenin die Atemwege tödlich sein.
H400 Sehr giftig für Wasserorganismen.
H410 Sehr giftig für Wasserorganismen mit langfristiger Wirkung.

PSA:
Handschuhmaterial: Empfohlene Materialstärke: ≥4 mm
Augenschutz: Dichtschließende Schutzbrille
Körperschutz: Arbeitsschutzkleidung
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Gibt es einen Holzschutz auch in "harmlos"? Was ist zu empfehlen?

Danke.

Gruß Michael
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7 Antworten
Hallo Michael,

im Grunde hängt die Beantwortung deiner Frage davon ab wie lange es halten soll. Als unsere vier in dem Alter waren hatten wir diverse Schaukel allerdings wachsen die Kinder ziemlich schnell aus dem Alter heraus und ehe man sich versieht stehen die Dinger ungenutzt da und faulen oder oxidieren langsam vor sich hin. Die Metallgestelle konnten wir ohne Probleme an andere abgeben die hölzernen dagegen wollte niemand haben und sie sind auf dem Müll gelandet.

Wie wäre es mit gar keine Behandlung? Das spart Geld, Zeit und Nerven und darüber hinaus schont es die Umwelt. Wenn also solche ein Gestell aus Holz ohne Behandlung 3 bis 5 Jahre hält reicht das vollkommen aus. Ein weiterer Vorteil das Holz unbehandelt zu lassen wäre, es darf dann auch sein Weg in einen Ofen finden was bei behandeltes Holz ja verboten ist.

 

Wenn du den Firstbalken so anbaust das er diagonal liegt wie ein Satteldach läuft das Wasser immer ab und der Balken trocknet schnell ab.
Es gibt einen ungiftigen Holzschutz ist aber von der Verarbeitung etwas langwierig.
Du nimmst Leinölfirnis den Estanstrich mit 50 % Verdünnung mit Terbentin/Terpentinersatz.
Den zweiten Anstrich verdünnen mit 25% und den dritten Anstrich unverdünnt.
Nur soviel auftragen das kein Terpentin stehen bleibt.
Du kannst das Leinöl mit einem Pinsel auftragen nur wenn du Stellen siehst wo es stehen bleibt mit einem Lappen rüberwischen.
Du hast dann einen Ökologischen Holzschutz der allerdings nicht vor dem vergrauen schützt.
Wenn du das Gestell mal wieder abbaust kannst du es auch unbedenklich im Ofen verfeuern.
Die mit Leinöl (ja verschrieben natürlich nicht Terpentin) verschmutzten Putzlappen nicht in oder an einem Brandgefährdeten Objekt lagern die können sich von selbst entzünden.

 

Geändert von Ruedi1952 (10.05.2016 um 12:55 Uhr)
Wobei die Gefahr der Selbstentzündung nicht vom Terpentin, sondern vom Leinöl ausgeht. Also auch die Lappen mit denen im letzten Schritt unverdünntes Leinöl aufgetragen wurde, sicher entsorgen:

Wahlweise
OFFEN liegen lassen, bis das Leinöl ausgehärtet ist, dann erst entsorgen
Sofort auswaschen, wenn Wiederverwendung angedacht ist
In luftdichtem nicht brennbaren Gefäß (z.B. leeres Marmeladenglas) aufbewahren zur kurzfristig weiteren Verwendung

Auf keinen Fall zusammengeknüllt irgendwo liegen lassen. Die beim Härtungsprozess entstehende Wärme muss frei abgeführt werden können.

 

Hallo MichaGue,
Ja, Holzimprägnierungen sind giftig. Diese sollen fressende Insekten und auch Pilze abhalten dort zu leben. Im Außenbereich ist das für Menschen hauptsächlich bei der Verarbeitung zubeachten. Das steht hier auch als Sicherheitshinweis auf dem Gebinde. Wenn es ausgetrocknet ist, gibt es da weniger Potenzial.

Natürlicher Holzschutz wie Leinöl schützt gegen Schädlinge eher nicht direkt, sondern nur gegen Wasser. Undcwenn das Holz trocken ist, ist es für viele Pilze und Holzschadinsekten unattraktiv, aber leider nicht für alle. Der typische Holzwurm liebt gerade trockenes Holz.

Fazit: Soll es viele Jahre halten, dann eine typische Imprägnierung richtig. Osmo WR musst Du aber auf jeden Fall noch zusätzlich überstreichen. Sonst ist es wirkungslos! Infos gibt es im Poduktdatenblatt. Landhausfarbe oder Holzlasuren ...

Der Aufwand zum oben angesprochenen Leinöl wäre etwa gleich.

 

Ich habe uralte Holz Gartenmöbel draußen stehen, ganzjährig und die sind nur mit Leinöl behandelt. Klar sie sehen dunkelgrau aus, das Holz ist knochentrocken inzwischen, da hat sich noch nichts eingenistet.
Mein Schwager hat sein Holzgestell nach 20 Jahren entsorgt und auch da keine Probleme.

 

Es gibt bei vielen Menschen ein Informationsdefizit in Bezug auf Holzschutz daher möchte ich hier folgenden Webadresse anbieten: www. wikidorf.de/reintechnisch/Inhalt/HolzAussen

Es ist zwar einiges was man dort zu lesen bekommt aber ich glaube es lohnt sich.

 

Schau Dich mal bei Holz-Lasuren.. Lacke mit dem blauen Engel um... und
nur im Bodenbereich mit Schutzmittel rangehen, oder die tragenden "verzinkten" Eisen
länger hochstehen lassen !... sogenannte 2 Komponenten-Lacke sind nach dem Aushärten und Abdünsten ( Geruch ) auch für Wohnraum-Möbel geeignet... Lacke gibt's auch für Kinderspielzeug... Bed-Anleitung genau anschauen wegen der UV-Beständigkeit !
Gruss....

 

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