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Holzfläche glatt hobeln

06.11.2015, 04:17
Hallo,

Ich bräuchte Tipps, Links zu Videos, etc... um eine Fläche bestehend aus mehreren Holzbrettern mit einem Hobel (z. B. Bosch PHO 1500/2000) glatt, bzw. auf einer Ebenen zu bekommen.


Viele Grüße
 
Hobel, Holzbrett Hobel, Holzbrett
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48 Antworten
Die Standardmethode (von Hand) wäre; eine Linie entlang einer Fläche an zu bringen und zwar in der Höhe wo du aufhören willst. Diese Linie wird dann sorgfältig um das Brett gezogen.

Hobel ansetzen und so lange bearbeiten bis die Linien umlaufend erreicht werden. Je näher du an der Linien kommst desto weniger material sollte entfernt werden.

Hobeln ist eine Kunst die man erlernen muss. Es bedarf viel Erfahrung bis es so klappt wie gewünscht. Wenn du keine oder nur wenig Erfahrung hast empfehle ich einige Übungen an Reststücke vor zu nehmen ehe du an dein eigentliches Werkstück herangehst.

 

Und das mitten in der Nacht? Um halb 5? Hattest Du deshalb eine schlaflose Nacht?

Schwierig. Es gibt seitlich abgerundete Hobelmesser, so bekommst Du keine Scharten ins Holz. Muss es ein Hobel sein? Ich würde einen Bandschleifer nehmen. Dauert etwas länger, aber die Gefahr ist geringer und Schleifen musst Du ohnehin weil Du immer Kanten hobeln wirst.

Bandschleifer zunächst Quer zu den Absätzen ziehen, dann mit feinerem Papier und zum Schluss in Faserrichtung um Wellen zu egalisieren. Dabei immer wieder mit nem Richtscheit die Fläche kontrollieren.

Überstände könntest Du auch mit Bleistift schraffieren oder kleb mit Kleister vorher Zeitungspapier flächig auf. Nach dem Trocknen so lange Schleifen, bis alles gerade weg ist. So siehst Du Wellen am einfachsten. Zum Schluss wässern, Restkleister abreiben, Trocknen lassen und die nun abstehenden Fasern von Hand abschleifen.

Über welche Höhe geht es übehaupt?

 

Munze1  
Sind ein paar Millimeter abzunehmen, könnte eine Vorrichtung mit Oberfräse nützlich sein.
Die Oberfräse fräst dann alles plan. Zumindest hast du dann eine einheitliche Dicke, die Qualität ist leider nicht so schön wie gehobelt, vorallem Handgehobelt.

 

Munze1  
Mit einem elektrischen Handhobel wirst du immer wieder Riefen reinhobeln. Bosch hatte mal Hobelmesser, die am Rande schräg ausliefen, damit keine harten Kanten sichtbar waren.

 

Nachtrag: Kleister - musst vorsichtig sein - nur wenig. Wie soll das Holz hinterher bearbeitet werden?

 

Vielleicht wäre ein Reformputzhobel u.a. kreisend handgeführt die bessere Alternative.

In diesem Video nutze ich einen solchen(zeigt zwar eine kleine Arbeitsfläche).
Der Vorteil ist, man kann diesen zB. 1/10 mm genau von Hand über die Stellschraube einstellen und beste Ergebnisse erziehlen.
Damit entwickelt man ein Gespür für die Holzeigenschaften wie man es mit einem Elektrohobel nicht hinkriegt.

 

Ich finde richtiges Hobeln unheimlich schwierig. Ich habe zur Zeit einen E-Hobel von Skil im "Leihgebrauch". Das Ding hat eine Stationäreinrichtung und ich nutze es um aus Alten Palettenholz brauchbare Holzstücke herzustellen. Es ist sehr schwierig diese ansich ja eher schmalen Teile auf eine einheitlich Stärke zu bringen. Bislang habe ich dabei mehr Ausschuss als brauchbare Ware produziert. Das Holz bekomme ich für lau, deshalb tuen die Verluste nicht so weh. Aber ärgerlich ist es schon...

 

@Reinerle: Ich hatte wieder einen Fall von, zu spät in die Werkstatt bis spät, dann zu hause und zu müde und faul, um ins Bett zu gehen, und die ganze Nacht nach Werkzeug googeln.
Einen Bandschleifer habe ich nicht, will ich jetzt auch nicht unbedingt. Es scheint mir damit ein Ding der Ewigkeit zu werden.

@ ForKids: Heiliger Strohsack! Was für eine Werkzeugkiste!!!
So ein Putzhobel ist mir in der Anschaffung leider etwas zu teuer. Und ich glaube ich bin da nicht so geduldig wie Du beim Hobeln.

@all: Ich hatte mir das einfacher vorgestellt: Einfach über die 2 Kanten von anliegenden Bretter, um sie bündig zu hobel, den Rest mit dem Exzenterschleifer ausgleichen. Letztendlich kann man doch weniger als halbe Millimeter einstellen.

@Munze1: Dafür ist die Fläche zu groß 46,5 x 120 cm und nicht unbedingt im Wasser.

 

kjs
also ich hab mir kürzlich im Baumarkt den PBS75A mitgenommen weil die den gerade für 90€ hatten. Der schleift mit 80er Bändern so schnell daß man aufpassen muß ist aber erstaunlicherweise mit 400er echt feinfühlig. Das Ding hätte ich schon lange kaufen sollen.
Hobeln ist bei mir auch eher Holzschändung........

 

Wenn ich nicht beides hätte und vor der Wahl stehen würde, würde ich mich definitiv für den Bandschleifer entscheiden. Fast alles, was ich hobeln sollte, könnte ich mit etwas mehr Zeitaufwand auch mit dem Bandschleifer machen. Was ich aber schleifen muss, kann ich nicht mit dem Hobel machen.

Insofern bleibe ich dabei, ich würde nicht hobeln sondern schleifen. Wenn man wie ich nicht der Hobelprofi ist, kommt man genauso mit dem Bandschleifer zum Ziel. Aber das Holz dann nicht total verhunzt.

 

Ich weiß das ist nicht populär, aber am einfachsten würde es tatsächlich mit einem Handhobel gehen. Die Dinger gibt es ab grob 15,-€ bei Ebay. Schärfen und einstellen wären da halt das Problem.

Mit dem richtigen Hobel geht das sehr viel schneller als man sich das vorstellt.

Ein Reformputzhobel wäre da allerdings nicht das Mittel der Wahl. Je nachdem wieviel Material runter muss würde ich mit einem Schrupp- oder Schlichthobel beginnen. Danach glätten mit einem Doppelhobel und zuletzt schleifen. Wenn das Teil groß ist eine Rauhbank nehmen.

Für jemandem der keinen Hobel besitzt würde ich empfehlen einen günstigen Doppelhobel bei Ebay zu kaufen, das Teil irgendwie zu schärfen (muss nicht rasiermesserscharf sein), den Spanbrecher so 2mm hinter die Schneide zu setzen und den Rotz soweit abzuhobeln bis man schleifen kann. Ist echt kein Hexenwerk.

 

Geändert von Kourosh (07.11.2015 um 03:18 Uhr)
Zitat von chief
Ich finde richtiges Hobeln unheimlich schwierig.
Nur etwas dazu. Richtiges Hobeln ist nicht schwierig. Das Problem besteht darin das es einem niemand zeigt. Man entwickelt ziemlich schnell ein Gefühl dafür worauf es ankommt.

Ein weitere Frage ist aber auch ob man wirklich alle Teile auf einer einheitlichen Stärke braucht. Maschinelle Einheitlichkeit wird da sehr überschätzt. Ich habe noch niemanden mit einem Messschieber die Materialstärken bei meinen Projekten prüfen sehen. Wenn doch würde er feststellen das einige Teile 1-2mm dünner sind als andere. Das tut weder der Qualität der Arbeit noch der Stabilität einen Abbruch.

 

Ich finde die Flex wird völlig unterschätz! So konnte ich die Ränder bündigen.
Ich traue mich keinen Hobbel zu kaufen, da ich befürchte, das ich ihn nicht oft benutzen werde.
Beim Bandschleife, befürchte ich, dass die Abtragleistung bei Flächen nicht so viel mehr als beim Schwingschleifer ist, so dass sich der Kauf lohnt.

 

kjs
Zitat von Der1ASchaffer
Beim Bandschleife, befürchte ich, dass die Abtragleistung bei Flächen nicht so viel mehr als beim Schwingschleifer ist, so dass sich der Kauf lohnt.
Das dachte ich auch bis ich einen hatte....... Nie wieder ohne! Bei dem Ding muß man echt aufpassen daß man nicht zu viel weg schleift weil es so schnell geht....

 

Kommt auch auf die Bänder an. Aber mit 40 oder 80 zieht es Holz ab wie nichts.
Ich würde locker schätzen: in gleicher Zeit: Schwingschleifer im Zehntelbereich wenn überhaupt, Bandschleifer im Millimeterbereich.

 

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