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Holzdübel richtig setzen

06.01.2016, 09:45
Maggy  
Seit ich meinen kleinen Rollcontainer gebaut habe, bin ich auf den Geschmack gekommen und möchte gerne noch mehr Möbel machen. Bisher habe ich einfach Kante auf Kante gesetzt. Verdübelt sähe das aber natürlich schöner aus. Jetzt habe ich mir bei g...verschiedene Videos über sauberes Dübeln angesehen und dort wird immer ein Hilfsmittel benutz, vom einfachen Tesaband bis zu Spezialmetallschienen.
Wie setzt Ihr Euere Dübel, sodaß sie schön mittig sind und passen, habt Ihr eigene Tricks oder verwendet Ihr auch diese Hilfsmittel oder habt Ihr Euch selbst ein Hilfsmittel gebaut?
Danke für euere Beratung.
 
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88 Antworten
Da gibt es von verschiedenen Anbietern verschiedene Varianten. Zum Beispiel den Wolfcraft Meisterdübler. Kostet glaube ich so um die 15 Euro.

 

Es gibt wie 3radfahrer geschrieben hat diverse Hilfsmittel und Werkzeuge für diese Aufgabe. Ich denke es hängt davon ab welchen Anspruch an der Verbindung man stellt und die Häufigkeit für was man sich entscheiden wird.
Ich verwende Dübel nicht allzu häufig und wenn dann bohre ich zuerst die Löcher in eines der Bretter und setze dann kleine Matallspitzen in die Bohrungen ein. Dann stelle ich das Brett auf das zu verbindende, richte es aus und drucke darauf. Die spitzen übertragen dadurch die Bohrpositionen für die weiteren Bohrungen. Es mag aus heutiger Sicht nicht die eleganteste Lösung sein aber für mein Bedarf hat es bislang immer gereicht.

Wenn du aber auf dem Geschmack gekommen bist wäre es vielleicht interessant auch andere Verbindungsarten an zu sehen und ggf. zu probieren.

 

Maggy  
Ja, bei google habe ich ein video über den Meisterdübler gesehen, auch in einem anderen video ein amerikanisches Modell. Daß es dieses Hilfen gibt, weiß ich. Mich würde mehr interessieren, mit was Ihr arbeitet. Ob Ihr sagt, brauche ich nicht, mache ich besser so.....oder ob Ihr sie nutzt.
@george
was nimmst Du da, für Deine kleinen Metallspitzen, abgesägte Nägel oder so etwas?

 

Ich denke, George meint sowas. Gibt es auch im BM, meist im Set mit ein paar passenden Dübeln.

 

Die Dinger heißen Dübelsetzer und ich war gerade überrascht zu sehen das es die sogar von Bosch bei Amazon gibt: http://www.amazon.de/s/?ie=UTF8&keyw...l_7s06gakz8x_b

 

...und wieder ein Thema von Maggy, welches mir aus der Seele spricht. Danke, Maggy!
Dübeln ist auch mit einer Dübelhilfe nicht trivial. Am Besten scheinen wohl die Lochschablonen zu funktionieren, aber unter 50 Euro bekommt man da nix. Man kann sich die wohl auch selber machen....
Am Ende ist das Dübeln wie Zapfenverbindungen: Viel Sorgfalt, Erfahrung und probieren, probieren, probieren....

 

Ich habe in meinen Anfangszeiten den Dübelking der Firma Neutechnik eingesetzt (einfach mal googeln). Die Präzision ist sehr gut und es ließen sich alle Dübelarbeiten zuverlässig erledigen.

 

Hallo Maggy wenn du dich mit dem Thema anfängst zu beschäftigen dann schau dir mal die Flachdübeltechnik an auch unter Lamello zu finden. Diese Dübel lassen sich wunderbar setzen und geben viel mehr Stabilität. Außerdem erlauben Sie noch leichte Korrekturen wenn die Löcher nicht 100%ig gesetzt sind. Das geht bei Runddübeln nicht. Allerdings benötigst du eine sogenannte Flachdübel- bzw. Lamellofräse. Auch die Dominos von Festool sind interessant und ähnlich in der Anwendung

 

Geändert von Cib1976 (06.01.2016 um 11:17 Uhr)
Und so beginnt es...

Soso erstes richtiges Projekt Möbelbau Projekt abgeschlossen und scharf auf unsichtbare Holzverbindungen geworden? Kommt mir irgendwie bekannt vor. Bei mir war es eine Verstaukiste aus 19mm Siebdruckplatten, Das Ding ist so schwer das man sich auch ohne Zuladung einen Bruch hebt. Erstes Projekt halt.

Dübel sind eine der solidesten und besten Holzverbindungen. Allerdings sind die schwer wirklich sauber hinzubekommen. Deswegen schwören einige auf Flachdübelfräsen, weswegen auch ich so ein Ding mein eigen nenne. Der Meisterdübler von Wolfcraft scheint ganz brauchbare Ergebnisse zu bringen. Von allen Dübelschablonen die es so gibt scheint er das beste Preisleistungsverhältnis zu haben.

Wenn es wirklich nur um Unsichtbarkeit geht würde ich empfehlen weiter mir Schrauben zu arbeiten, diese dann ordentlich zu versenken und dann das Loch mit einem Zapfen aus dem gleichen Holz zu verschliessen. Wenn man da ein wenig auf die Maserung achtet ist das praktisch unsichtbar.

Wenn man lackiert sind Holznägel natürlich auch immer eine Alternative. Ich habe im Prinzip alles ausser Dominos ausprobiert und verwende jetzt klassische Holzverbindungen. Die sieht man zwar, aber Laien denken dann ich wüßte was ich da tue. Mal sehen wo die Reise ab jetzt hingeht.

P.S.: Pocketholes sind natürlich auch eine alternative aber ich konnte mich nie wirklich mit diesen häßlichen Bohrungen anfreunden. Mit ist egal das die innen sind! Ich weiß das sie da sind!

 

Dog
Hab den Wolcraft Meisterdübler und Dübelsetzer, mal nehm ich das eine mal das andere.Vieles mach ich aber auch mit Lamellos, entgegen der hier oft vertretenen Meinung lassen sich auch mit günstigen Maschinen sehr gute Ergebnisse erzielen.

 

Zitat von Dog
Hab den Wolcraft Meisterdübler und Dübelsetzer, mal nehm ich das eine mal das andere.Vieles mach ich aber auch mit Lamellos, entgegen der hier oft vertretenen Meinung lassen sich auch mit günstigen Maschinen sehr gute Ergebnisse erzielen.
Ich habe mir vor Kurzem eine günstige Flachdübelfräse (zum Einstieg) gegönnt und bin mit den Ergebnissen recht zufrieden.
Bisher hatte ich nur Runddübel verwendet, wo -wie Cib schon schrieb - nachträglich nicht mehr viel zu korrigieren ist. Bei Flachdübeln hat man hier noch Spielraum.

 

kjs
Maggy, wenn Du noch nicht in eine volle Dübelhilfe investieren willst kann man das auch mal selbst machen. Ist zwar nicht so gut aber bisher bin ich damit durchgekommen.
Nimm eine ca. 25*25mm Hartholzleiste (z.B. Buche) und bohre auf der Ständerbohrmaschine mit dem geplanten Bohrer für die Dübel ein paar Löcher im geplanten Abstand rein. Das muß so senkrecht wie es geht gemacht werden. Die Bohrungen mußt Du so weit von einer Längskante der Leiste wegsetzten daß das ca. Die mitte Deines Brettes wird. An der Längsseite die Du vorher genommen hast leime ein Brettchen auf das oben und unten ca 1cm übersteht. Auf die Oberseite schreibst Du A auf die Unterseite B.
Auf dem Stirnbrett Seite A auflegen und durch die Löcher bohren. Dann Seite B auf das andere Brett auflegen und ebenfalls bohren. Natürlich mußt Du Dir auch noch eine Markierung machen für den Abstand zur Kante......
Hoffentlich hab ich das so beschrieben daß man es verstehen kann. Muß mal auf YT suchen, das haben Andere sicher auch schon so gemacht....

Funktioniert bei mir nun seit 20+ Jahren und da ich Dübel nur gelegentlich und fast immer in 18-21mm Material mache geht das gleiche Teil eigentlich immer. Wenn ich die Bohrungen zu sehr ausgeleiert habe gibt es eine neue Leiste.

Nachtrag:
Das ist die Primitivversion: https://www.youtube.com/watch?v=vrjLL51outY
Hochwertiger: https://www.youtube.com/watch?v=-wHk_Nf2C44 oder https://www.youtube.com/watch?v=_vF6PD6pRHs

 

Geändert von kjs (06.01.2016 um 12:13 Uhr)
Woody  
Ich verwende die Dübelspitzen zum Markieren der gegenüberliegenden Löcher. Da ich von Haus aus aber eher schusselig arbeite, ist die Treffgenauigkeit eher Zufall Mit nur zwei Händen größere Platten aufeinander korrekt auszurichten ist halt auch nicht so einfach.

Besitze zwar auch von Wolfcraft die Dübellehre, verwende sie aber eher selten (bin zu dämlich dafür)

 

Persönlich habe ich mittlerweile fast alle Verbindungen irgendwann schon mal verwendet. Meiner Ansicht nach ist der Meisterdübler im Preis/Leistungsverhältniss eine sehr gute Wahl. Auch Pocketholes sind hervorragend erfordern aber am Anfang etwas Geschick/Erfahrung.
Flachdübel kann ich erst ab einer gewissen Brettstärke und Material empfehlen- evt sieht man diese sonst nachher.
Dominos sind eine Klasse für sich. Aber sehr teuer!
Bei schweren/großen Konstruktion find ich Zapfen noch am besten-schaut gut aus, sehr verwindungsteif und stabil.

@Woody: Da hilft das Spannmobil von Wolfcraft ungemein! Sehr empfehlenswert!!!

Einzig und allein Finger/Schwalbenschwanzverbindungen habe ich mir bisher noch nicht zugetraut aber das wird sich jetzt ändern

 

Geändert von derMoeller (06.01.2016 um 12:39 Uhr)
Ich verwende auch schon seit Jahren die Markierspitzen für 6 und 8mm Holzdübel und komme damit auch ganz gut zurecht.
Ich wollte mir auch schon einmal eine Flachdübelfräse zulegen (aber dann liegt ja noch ein Gerät mehr herum), und so oft brauche ich das auch nicht.

 

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