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Holzdecke diagonal verlegen

17.08.2014, 12:10
Hallo Leute,

ich soll bei meinen Schwiegereltern eine diagonale Holzdecke verlegen kann mir aber nicht recht vorstellen wie es funktionier. Ist es gleich zusehen wie eine normale Holzdecke?

Wie läuft es hier mit der Unterkonstruktion und was muss ich sonst noch beachten?

Ich freue mich auf zahlreichte Tipps oder auch Videos das ich es mir auch vorstellen kann.

lg
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16 Antworten
Kannst ja Lattung und Konterlattung entsprechend ausrichten. Ist danach halt viel Sägearbeit bei den Paneelen. Aber wenn der Befehl so lautet...

 

JA so lautet der Befehl. Man will ja die Schwiegermutter net verärgern.

auf das sägen habe ich mich schon eingestellt bin aber bestens ausgestattet. Zug und Kappsäge und die Stichsäge mit Sägestation. Das müsste passen.

Die Konterlattung brauch ich immer oder? Das würde bedeuten ich setzte die Lattung und dann die Konterlattung so wie die Paneelen gelegt werden oder?

 

Sie nimmt halt Spannungen durch Bewegungen besser auf und sorgt für eine gute Hinterlüftung. Und sie schafft Platz, z. B. für Elektrokabel. Wäre ja auch eine Gelegenheit, mal über die Positionen der Lampen nachzudenken oder über Einbauspots.

Edit: Die Lattung direkt an der Decke würde ich in der gleichen Richtung anbringen, wie später die Paneele der Holzdecke laufen sollen. Darauf dann im rechten Winkel dazu die Konterlattung.

 

Geändert von Laie (17.08.2014 um 12:57 Uhr)
ja genau. Vielen Dank schonmal.

 

Aus was besteht denn die Decke bis jetzt? Beton?

Gruss,

der Jan

 

Ja genau, eine Betondecke,

Was für einen Lattung wäre angebracht? Also von der dicker Grundlattung + Konterlattung insgesamt 4 cm oder würde auch weniger gehen?

 

Zitat von Bikerbenni
Ja genau, eine Betondecke,

Was für einen Lattung wäre angebracht? Also von der dicker Grundlattung + Konterlattung insgesamt 4 cm oder würde auch weniger gehen?

Nimm techn. getrocknete! Sparschalung, die Abstände der Konter und Traglattung müssen dem Datenblatt der Paneele angepasst werden.

 

Je weniger breit du die Latten nimmst, desto exakter musst Du ausmessen. Sonst triffst Du mit den Krallen (haben ja auch eine gewisse Breite) bzw. der Befestigung (Stöße beachten) nicht vernünftig. Unterschätz das nicht. Unter 48x24 mm Latten würde ich nicht gehen.

 

Ich würde auch zu 48x24 raten, das schafft auch genug Raum für die Hinterlüftung und gut zu handhaben. Ich würde dann die Lattung in beiden Ebenen auch schräg in den Raum legen. Abstand stand bei uns im Beipackzettel der Decke, ich habe etwas weniger (IIRC 40 cm) genommen, weil es besser aufzuteilen war.

Achte auf die richtigen Dübel für die Befestigung der ersten Lage Lattung, nicht jeder Kunststoffdübel ist für senkrechten Einbau in Betondecken zugelassen.

Guck auch, dass Du in den Ecken in denen die kleinen Stücke sind auch mindestens zwei Klammern sind.

Gruss,

der Jan

 

Danke Jan,

das habe ich meiner Schwiegermutter jetzt auch verklickert.

Habe jetzt auch klar gestellt das es nach meiner Vorstellung gemacht wird.

 

debabba  
Zitat von Bikerbenni
Danke Jan,
das habe ich meiner Schwiegermutter jetzt auch verklickert.
Habe jetzt auch klar gestellt das es nach meiner Vorstellung gemacht wird.

so ists richtig, Schwiegermütter brauchen ne feste Hand!! he he

Zum Thema Decke wurden alle wichtigen tipps schon gegeben.
Eine Überlegung könntest du jedoch noch zum Thema Licht dir machen. Evtl. wäre eine indirekte Beleuchtung schön oder auch sinnvoll. Hier gibt es einige Möglichkeiten dies zu tun.
Manche hängen in der Mitte des Raumes die Decke nochmals etwas tiefer wie den Rest und verstecken da dann das Indirekte Licht.
Andere haben ringsum die Decke nochmals etwas tiefer abgehängt um so für indirekte Beleuchtung zu sorgen. Ich hoffe Du verstehst was ich meine....

 

Danke für die Tipps

jetzt fällt mir noch was zum Thema Dämmung!

Braucht man eine Dämmung drunter? Die Schwiegermutter wünscht eine. Um dem Geräuschpegel von oben zu reduzieren.

 

debabba  
hm, dann ist die Hinterlüftung weg. Ausserdem hat die Dämmung ja auch Gewicht, ob das von den Klammern gehalten wird?
Oder ihr nehmt Styroporplatten 3cm stark, bei 5cm Lattung hast wenigstens noch eine minimal Hinterlüftung, aber ob das der Weisheit letzter Schluß ist....?

 

Der Lärm ist schon im Raum, wenn er auf die Dämmung trifft. Wirklich wirksam ist so ein Schallschutz nur, wenn er auf der Seite angebracht wird, wo der Schall entsteht. Also auf der Decke, nicht darunter. Da hilft schon ein Teppich oder Läufer mehr als eine Dämmung.

 

Dämmung: wird nichts bringen. Schall wird durch Masse reduziert. Da ist Beton schon super. Die Holzdecke wird bereits noch einiges wegnehmen. Styropor oder Styrodur bringt rein gar nchts, Dämmwolle würde ich nur für hohe Frequenzen empfehlen, die kommen aber durch den Beton schon nicht mehr durch. Bringt also alles nichts. Es gibt besondere Akkustik-Schaumstoffe, die sind aber richtig teuer - ab 50 Euro der Quadratmeter - wird in Studios, Schulräumen und Hallen eingesetzt, um Echo zu verhindern oder in Großraumbüros um den Grundgeräuschpegel zu reduzieren. Aber durch Mobiliar und Holzdecke werdet ihr das Problem kaum haben.

Einbauleuchten: wenn, dann geh auf LEDs. Geringste Einbautiefe, kaum Stromverbrauch. Halogen ist zu stromfressend und in der Regel mit mind. 5 cm Einbautiefe evtl. bereits schon zu hoch.

Lattung: Als Konterlattung kannst Du auch ganz bequem Fichtenbretter nehmen, die man üblicherweise für Holztäfelungen nimmt. Kauf billigste Qualität. Vorteil: sind etwa 8 bis 10 cm breit. Viel Platz für die Klammern. Diese kannst Du mit nem Elektrotacker befestigen. Geht einfacher als nageln. Einfach Tackerklammern und Paneelklammern passend kaufen.

Rand: säge nur grob zu und besorg Dir ne Schattenfugensäge (als Leihgerät im Baumarkt) und säge zum Schluss die Schattenfuge an der Decke. Du wirst die Bretter an der Kappsäge nur mit gamz hohem Aufwand wirklich passend sägen können, da Du an vielen Brettern an beiden Enden den Winkel anpassen und sägen musst. 2 mm Abweichung wird man immer von unten sehen, zumindest dann, wenn man parallel zur Wand blickt. Also besser mit 2 bis 3 mm zur Wand verlegen und später alle Bretter an der Wand auf gewünschte Fuge sägen.

Wünsche Dir viel Erfolg!

 

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