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Holzbett knarrt und knackt

05.11.2012, 14:39
Hallo,

habe meiner Tochter ein Hochbett aus Holz gebaut. Hat soweit auch ganz gut geklappt. Etwas störend ist aber, dass es bei Belastung immer wieder mal knackt oder knarrt. Aufgebaut ist es aus Holzstützen 7x7 und seitlichen Wangen 19 x 2.6. Diese sind mit je zwei 10er Holzdübeln mit den Stützen verbunden. Zusätzlich sind alle Verbindungen mit den Hi.Force Schrauben von Spax gesichert. Stabil genug müsste es schon sein. Fester anziehen kann ich die Schrauben auch nicht, weil es sonst die Schraubenköpfe ins Holz "reinzieht".
Was könnte das Problem sein und wie schaut die Lösung aus??

Viele Grüße vom
kellerfloh
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17 Antworten
Ich denke, die ZU festen Verbindungen sind das Problem. Es ist keine gute Idee, ein Bett fest zu verschrauben.
verschiedene Bettverbinder findest Du z.Bsp. hier:

http://www.1-2-do.com/wissen/index.php/Bettverbindungen

In Deinem Fall sind vermutlich die Quermutterbolzen mit Schrauben (auch: Ikeaschrauben) die Lösung. Ist zwar nach Aufbau eine schöne Fummelei, aber ich sehe keinen anderen Weg.

Diese Betten knarren nicht:

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Hoc...nleitung/6409/

bin mal gespannt, ob jemand eine andere Lösung hat.

NAchtrag:
Hatte den Autoschlüssel schon in der Hand, da fiel mir noch wat ein.
Vermutlich hast Du die Schrauben ohne zusätzliche Querdübel in das Hirnholz gesetzt.
Das ist eine schlechte Idee. Früher oder später werden sie sich lösen.
Dann hört allerdings auch das Knarren auf.
;-)

 

Geändert von Heinz vom Haff (05.11.2012 um 14:56 Uhr)
Ist es eventuell das Lattenrost aus Holz welches ebenfalls auf Holz liegt? Hier helfen in der Regel Filzgleiter!

 

Ich vermute mal, das Du Spax mit glattschaft Gewinde verwendet hast.
Wenn nun trotzdem ein bisschen Bewegungsfriheit besteht (trockenschwund des Holzes), so hört man das Knarren des Holzes entlang des glatten Schaftes. (Knarzen wie bei nur genagelten Böden)

Ich hätte Schrauben mit durchgehendem Gewinde verwendet, da es dann keine freie
Bewegungsfreiheit mehr giebt.

Denn mal Konny vor:
http://www.youtube.com/watch?feature...&v=OCqDFN3vVBQ

Gruß Manfred

 

Geändert von Manfredh (05.11.2012 um 15:16 Uhr)
Nettes Video
Die " Bremsrippen " finde ich aber daneben, nutzt zum bremsen nur wenn das Drehmoment passend eingestellt ist.
Günstigere und gute Schrauben sind auch die Profix RF

 

Grundsätzlich gilt, nur was "nicht" fest verbunden ist, kann knacken, knarzen usw.....
deshalb sind Einhänge-Beschläge für die Seitenteile... leicht keilförmig !
......WENN ...also die Bettzarge jegliche Druck- und Querbewegung ohne Knartzen aushält,
dann kann es nur der Lattenrost sein !!!!
Vereinfacht ausgedrückt, hier gehört ein Lattenrost eine, wo die ( meist einstellbaren)
Leisten einzeln in Weichplastic-Haltern gelagert sind....ebenso macht man erst mal den
Versuch, ob es schon reicht, mehrfach auf der Länge mit Filz zu bedämpfen....
diesen bekommt man z.B. im Baumarkt in DIN A 4 Grösse ,3 mm dick ( Blister)
Also der Reihe nach ::::
erstmal den Bettkasten testen.....dann den Lattenrost eine und Durchwalken,
knackt und knartz dieser...weg damit...und was solides aus dem Bettenhaus hinein !
ist das Teil ok...? (im Bettenhaus probieren ), dann trotzdem Filz eine kleben, auch etwas hochziehen ( Lattenrosthöhe ) jetzt sollte eine Matratzenunterlage und dann die Matratze hinein !
JETZE kann nur noch die Matratze knartzen, bei einem Federkern z.B. aber nicht
bei Schaumstoff !!!
Gruss von Hazett

 

Danke für eure Tipps. Es liegt auf jeden Fall am Rahmen, der Lattenrost ist es nicht.
Vielleicht noch zur Erklärung, warum ich das so gemacht habe. Aussage eines Schreiners war: die Kraft wird durch die Holzdübel aufgenommen, die Schrauben dienen nur dazu, dass die Stütze und Seitenwange nicht wieder auseinander gehen. Die Sache mit den Quermutterbolzen gefällt mir jetzt doch besser, aber daran habe ich am Anfang nicht gedacht und jetzt müsste ich das Bett komplett demontieren, da das Teil an 3 Seiten von Wänden umschlossen ist, da komm ich nicht mehr ran.

Gruß kellerfloh

 

Wenn Du das ganze nicht verleimt hast, nimm das Bett nochmal auseinander und "schmier" mit Kerzenwachs die Berührungspunkte. Also einfach ne ganz normale weiße Kerze am Holz reiben. So macht man das im Treppenbau auch. Die Nuten in den Wangen, in die die Stufen kommen, werden mit alten Kerzenstummeln "ausgeschmiert". Ich hab das so bei einer Holztreppe bei meinen Schwiegereltern gemacht, da knarzt nach fast 20 Jahren noch keine einzige Sufe.

 

Zitat von kellerfloh
Aussage eines Schreiners war: die Kraft wird durch die Holzdübel aufgenommen, die Schrauben dienen nur dazu, dass die Stütze und Seitenwange nicht wieder auseinander gehen.
Ich glaube, der wollte dich ärgern.
;-)
Das stimmt zwar, aber nur halb. Richtig ist, dass die Dübel bei deiner Konstruktion das Geicht halten, falsch ist es aber, die Wangen so fest an die Pfosten zu ziehen, wie Schrauben das nun mal machen. (Eigentlich kann ich mir nicht vorstellen, dass der Schreiner wirklich SOLCHE Schrauben meinte. Denn die sitzen ja im Hirnholz (ohne Buchequerdübel) und die halten eben nicht.)
Vielleicht lässt sich Bonsaijogis Idee ja insofern abändern, dass du flüssiges Wachs irgendwie reinträufelst.

Meine Tochter steht gerade hinter mir: "wat dä selbs aufbaut, kanner auch selbs widder abbauen."
Iss also nit von mir, der Tipp.
;-)

 

Zitat von Heinz vom Haff
...
Vielleicht lässt sich Bonsaijogis Idee ja insofern abändern, dass du flüssiges Wachs irgendwie reinträufelst.
so was in der Art werde ich wohl versuchen ...

Zitat von Heinz vom Haff
...
Meine Tochter steht gerade hinter mir: "wat dä selbs aufbaut, kanner auch selbs widder abbauen."
Iss also nit von mir, der Tipp.
;-)
tjaaa, da hat Deine Tochter natürlich recht, nur Lust habe ich dazu keine mehr ;-)

 

Hallo,

also dass die Schrauben nur mit Querdübeln halten ist leicht übertrieben. Eine Schraube im Hirnholz hält zwar weniger, als in Längsholz, aber immer noch genug um die Teile sicher zu verbinden. Ich gehe mal davon aus, dass die Schrauben ausreichend dimensioniert sind und es keine Spielzeugschrauben sind.

Die Frage wäre aber noch, ob die Teile nur gedübelt und verschraubt sind, oder auch noch verleimt. Den wenn sie auch verleimt wären, sollte nicht mehr viel knarren. Wenn die Verbindungen nicht verleimt sind, solltest du das wenn möglich noch machen.

Was du auch versuchen könntest wären zusätzliche Schrauben im nicht sichtbaren Bereich mittels sog. Pocket Holes einzudrehen. Dazu gibt es z.B. von Wolfcraft das "Undercover Jig".

Gruß

Heiko

 

Zitat von holzbastler
Wenn die Verbindungen nicht verleimt sind, solltest du das wenn möglich noch machen.
die Herstellung von Betten, die nur mit einer Kettensäge demontierbar sind, geht gegen meine Hobbyfummelschreinerehre ...
;-))

 

Zitat von holzbastler
Hallo,

...
Die Frage wäre aber noch, ob die Teile nur gedübelt und verschraubt sind, oder auch noch verleimt. Den wenn sie auch verleimt wären, sollte nicht mehr viel knarren. Wenn die Verbindungen nicht verleimt sind, solltest du das wenn möglich noch machen.

Was du auch versuchen könntest wären zusätzliche Schrauben im nicht sichtbaren Bereich mittels sog. Pocket Holes einzudrehen. Dazu gibt es z.B. von Wolfcraft das "Undercover Jig".

Gruß

Heiko
Um eine spätere Demontage zu Erleichtern, habe ich die Teile nicht verleimt.
Muss jetzt mal in Ruhe überlegen, welchen der vielen Vorschläge ich weiter verfolgen werde (andere Schrauben, Wachs, Zusatzschrauben, Leim ...)

 

Hallo Heinz,
Zitat von Heinz vom Haff
die Herstellung von Betten, die nur mit einer Kettensäge demontierbar sind, geht gegen meine Hobbyfummelschreinerehre ...
;-))
Aus den bisherigen Postings ging nicht klar hervor, wie die genaue Konstruktion aussieht. Es müssen ja nicht alle Verbindungene Eines Bettes wieder zerlegbar sein um es transportieren zu können. Wenn man also einen Teil der Verbindungen noch nachtäglich leimt, kann man die (vom Bett selbst ausgehenden) Lärmquellen schon mal verringern.

Gruß

Heiko

 

Hallo Heiko,

Zitat von holzbastler
Hallo Heinz,

Aus den bisherigen Postings ging nicht klar hervor, wie die genaue Konstruktion aussieht. Es müssen ja nicht alle Verbindungene
Ooch Heiko, nehm mich doch nit sooo ernst.
:-)
Kopfteil, Fussteil: ein Teil. Kein Problem.

Ich hatte das so verstanden, dass die Wangen eines Hochbettes an die Pfosten geklebt werden sollen. Dann hätte er ein Garagentor. Zwei sogar.

Zum Hirnholz: bei Kinderbetten, insbesondere Hochbetten würde ich das nicht ohne Querholzdübel riskieren. Einmal "Fluch der Karibik" nachgespielt und es kracht.

Gruss
Heinz

 

Hallo Heinz,

ich nehme hier jeden ernst. Das gehört sich so.

Aber ohne die genaue Konstruktion zu kennen stochern wir doch hier im Dunkeln. Sei es bezüglich der Teile, die man verleimen könnte oder der Schrauben im Hirnholz. Fotos oder Skizzen wären sehr hilfreich.

Gruß

Heiko

 

Geändert von holzbastler (05.11.2012 um 22:24 Uhr)
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