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Holz für Möbelbau - Wer hat Erfahrung mit Paulowina?

01.01.2013, 15:47
Hallo zusammen!

in Kürze steht mal wieder ein Möbelbauprojekt an - der Bau einer Flurgarderobe. Ich bin noch unschlüssig über das Holz, dass ich verwenden werde. Bei meinen Streifzügen durchs Heimwerker-Schlaraffenland bin ich auf ein Holz namens Paulowina gestoßen. Hat das vielleicht schon mal jemand verarbeitet und kann mir dazu etwas sagen?

Es ist auffallend leicht, was für ein an der Wand hängendes Möbelstück sicherlich von Vorteil ist. Mich würden insbesondere eure Erfahrungen zur Verarbeitung (Sägen, Fräsen), Formstabilität und Oberfächenbehandlung interessieren. Dunkelt das Holz stark nach, wenn man es ölt (wie z. B. Eiche es tut)?

danke schon mal für Tipps und Feedback!
 
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10 Antworten
Hier wurde auch darüber Diskutiert. Am Ende Seite 1 stehen recht gute Eindrücke.
Klingt Interessant.

 

rogsch  
Hatte das Holz mal ausprobiert, um meinen Weinständer daraus zu fertigen.

Vorteil: ist extrem leicht (wie Balsa), lässt sich gut schleifen

Nachteil: nicht gerade stabil. Bricht sehr schnell....

 

Zitat von Mopsente
Hallo zusammen!

in Kürze steht mal wieder ein Möbelbauprojekt an - der Bau einer Flurgarderobe. Ich bin noch unschlüssig über das Holz, dass ich verwenden werde. Bei meinen Streifzügen durchs Heimwerker-Schlaraffenland bin ich auf ein Holz namens Paulowina gestoßen. Hat das vielleicht schon mal jemand verarbeitet und kann mir dazu etwas sagen?

Es ist auffallend leicht, was für ein an der Wand hängendes Möbelstück sicherlich von Vorteil ist. Mich würden insbesondere eure Erfahrungen zur Verarbeitung (Sägen, Fräsen), Formstabilität und Oberfächenbehandlung interessieren. Dunkelt das Holz stark nach, wenn man es ölt (wie z. B. Eiche es tut)?

danke schon mal für Tipps und Feedback!
Wo befindet sich denn dein Heimwerker Schlaraffenland? Dort will ich auch hin, bei uns haben wir leider keins! Ich glaub ich wohne im falschen Teil des Landes ;-)

 

rogsch  
@woodworker83: Paulownia gibt es beim OBI.......... Paulownia ist ein asiatischer Baum.......

 

Strucki  
Hab vor kurzem ein Projekt damit gemacht.

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Seg...nleitung/9413/

Sehr leicht sehr weich
Das es extrem dunkler geworden ist nach dem ölen würde ich jetzt nicht sagen.
Gut zu bearbeiten

 

Bei uns führt das Bauhaus das als Leimholzplatten. Die Oberfläche kommt mir sehr weich vor, konnte es relativ leicht eindrücken. Von der Maserung her auf jeden Fall sehr hübsch. Aber bearbeitet haben wir das noch nicht.

 

Unser Obi hat es nicht mehr. Ich hbae mir ein paar Latten aus der Restekiste geholt und einen kleinen Klappstuhl ohne Lehne daraus gemacht.
Es lässt sich leicht und problemlos bearbeiten. Der Vorteil ist, dass es halt gegenüber dem üblichen Bastlerholz keine Gallen und herausfallenden Äste hat. Sieht sehr wertig aus.
Die Behandlung mit Leinöl/Wachs/Orangenschalenöl hat die MAserungleicht verstärkt. Ob es nachdunkelt, kann ich nicht sagen (der Klappstuhl wohnt jetzt woanders).

Anders als Rogsch hatte ich den Eindruck, dass es elastischer ist als Kiefer. Wenn die Kieferlatte schon deutliche Geräusche macht, kann ich bei Paulowina noch weiterdrücken.

Es bringt auf jeden Fall keine Vorteile für meine Arbeiten. Den kleinen Klapphocker hätte ich auch aus einheimischer Birke oder Buche machen können.
Ich würde es nicht mehr kaufen, weil es um den halben Erdball transportiert wird ohne erkennbare Vorteile.
Das ist wie beim Pankratius oder wie der Fisch aus asiatischen Aquakulturen heisst. Zander aus dem Haff tut´s auch.
;-)

 

Super, das ist doch schon mal etwas. HansJoachims Link war auch sehr hilfreich. Grundsätzlich verwende ich auch lieber einheimische Hölzer. Aber das Gewicht ist hier natürlich ein wichtiger Faktor. Und das Holz passt farblich ganz gut. Ich glaube, ich starte mal einen Versuch. Die etwas weiche Oberfläche sollte man mit Hartwachsöl doch ein wenig robuster bekommen, oder?

 

Hier mal ein kurzer Zwischenbericht. Das Holz ist extrem leicht und die Oberfläche recht weich. So weich, dass ich die Zentrierspitze meines Fräszirkels mit der Hand ins Holz drücken konnte. Verarbeiten mit Säge und Oberfräse lässt es sich sehr gut. Insbesondere beim Fräsen von Nuten oder dem "Ausschneiden" mittels Kopierhülse ist viel Abtrag möglich ohne Fräse oder Maschine extrem zu belasten.

Was mir allerdings aufgefallen ist, ist dass gerade beim Fräsen sehr viel feiner Staub entsteht, der es durch den Zyklonabscheider bis in den Feinstaubfilter des Kärchers geschafft hat. Auch ist das Leimholz recht brüchig. Gerade kleinere Stücke neigen meines Erachtens sehr schnell zu Bruch.

Ich habe noch die Hoffnung, dass die Oberfläche durch das Hartwachsöl ein wenig an Härte gewinnt - sobald ich fertig bin stell ich's als Projekt ein.

Nachtrag: Projekt ist fertig!

 

Geändert von Mopsente (21.01.2013 um 00:00 Uhr) , Grund: Link zum Projekt eingefügt!
hi,

also wir (bzw. ich designt, mein Freund gefertigt) haben damit eine tolle TV-Bank gebaut und das mit dem schlechtesten Werkzeug (was wir gerade hatten - Handsäge...) und ist trotzdem super geworden.
Wir hatten zuerst auch Bedenken speziell weil man es ja mit den Fingernägeln leicht zerkratzen kann... Jetzt haben wir es mit Parkettlack behandelt und es ist sowas von Kratzfest!

Bezüglich Stabilität: Kommt halt drauf an wie man was befestigt und anfertigt - bei uns gibts da keine Bedenken - hält bombenfest

Bezüglich Farbe: etwas dünkler durch Parkettlack, aber immer noch sehr hell (ähnlich Ahorn) - bis jetzt (ca. 5 Monate alt) keine Veränderung!

PS: Ich mag dieses Holz einfach! - Leicht, günstig, schön!

 

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