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Holz beim Sägen vor Ausreißen schützen, aber wie?

15.02.2015, 00:37
Hallo zusammen,
was kennt ihr denn für Methoden um Holz beim Sägen mit der Kreissäge oder Kappsäge vor Ausreißen zu schützen, und was funktioniert am besten?
Ich habe beisher gehört:
- Kreppband über die Sägekante kleben, funktioniert nicht wirklich gut.
- Ein zweites Holzstück auf die Sägekante und beides Sägen, geht relativ gut.
- Mit nur 2mm Eintauchtiefe einmal falschrum durchsägen, dann richtigrum mit voller Tiefe. Habe ich noch nicht versuchl aber sehr gut funktionieren

Ich freue mich auf eure Vorschläge...

lg,
Dominik
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11 Antworten
Zitat von themrdomi
- Kreppband über die Sägekante kleben, funktioniert nicht wirklich gut.
- Ein zweites Holzstück auf die Sägekante und beides Sägen, geht relativ gut.
- Mit nur 2mm Eintauchtiefe einmal falschrum durchsägen, dann richtigrum mit voller Tiefe.
1. und 2. kenne ich. 3. verstehe ich nicht.

Bei meiner Kappsäge reisst das Holz immer an den Seiten aus, wo das Sägeblatt aus dem Holz austritt. Durch langsamen Vorschub kann ich den Ausriss aber minimieren.

Ich habe letztens mehrere Leisten auf gleiche Länge gesägt und habe die vor dem Sägen mit einer Schraubzwinge zusammengespannt und dann mit Kreppband zum Paket verklebt. Und danach das ganze Paket (ohne Schraubzwingen) gesägt. Der Ausriss an den innenliegenden Leisten war minimal.

 

Leisten mit Kreppband zusammenkleben funktionierte bei mir auch sehr gut...

 

Bei Kreissägen die Sägetiefe nicht zu groß einstellen. Denn je geringer die Sägetiefe desto flacher der Winkel mit dem die Zähne aus dem Material heraus kommen.
Bei Handkreissägen einfach eine Führungsschiene verwenden.

 

Ein scharfes hochwertiges Sägeblatt wirkt auch wunder.

 

Mi einem Cutter anritzen wäre auch ne möglich.

 

http://www.1-2-do.com/wissen/Tipps_u...ber_s.C3.A4gen

 

um wirklich sauber zu schneiden, bei einer Kappsäge z.B. ... brauchst ein Opferholz,
welches mit dem zu sägenden Teil fest auf den Untergrund gepresst wird.......!
wenn es um Stückzahlen geht, lohnt es sich hier eine Klemmvorrichtung mit Kniehebel zu bauen... wobei das Opferholz immer nachgeschoben werden sollte,... nicht in den vorhandenen Schnitt = Unterhalb eine Sägen, dann zupft der Rand wieder geringfügig aus !
Bei einer Kreissäge kann statt des Kniehebels eine breite oder auch 2 teilige Hartgummi-Rolle das zu sägende Teil und das Opferholz aufeinander Pressen.. direkt vor dem Kreis- Sägeblatt ... aber Schnittflächen sauber halten !
Gruss....

 

Zitat von renovier
Ein scharfes hochwertiges Sägeblatt wirkt auch wunder.
Das kann man so unterschreiben. Bei Querschnitten bewirken viel kleine scharfe Beisserchen wahre Wunder.

Micha hat in seinem Blog was Nettes in Bezug auf die Kappsäge geschrieben:
http://michael-hild.blogspot.de/2015/02/vorrichtung-zero-clearance-insert-fur.html

 

Vielen Dank für eure Antworten!
Zitat von kaosqlco
1. und 2. kenne ich. 3. verstehe ich nicht.
Naja, falls du mit einer Handkreissäge sägst, stellst du als erstes die Sägetiefe auf 2mm.
Dann fährst du einmal durch ds Holz, jedoch falschrum. (Also in die Entgegengesetzte Seite, wie das Sägeblatt dreht.)
Dann stellst du das Sägeblatt auf die benötigte Tiefe und fährst einmal richtigrum durch

Zitat von Hazett
um wirklich sauber zu schneiden, bei einer Kappsäge z.B. ... brauchst ein Opferholz
Wie meinst du das? Also zb. eine Sperrholzplatte oben drauf, in der Mitte das eigentliche Werkstück, und unten drunter auch noch ne Sperrholzplatte?
Wo reißt es denn eigentlich am meisten aus, oben oder unten?
Ich kann mir vorstellen, dass es zum Beispiel bei einer Handkreissäge hauptsächlich unten ausreißt oder, wobei man bei einer Tischkreissäge eher oben das Problem hat, oder?

lg

 

Ich empfehle erst einmal Ursachenforschung: Ist das Sägeblatt geeignet (Anzahl der Zähne, sind es Hartmetallzähne, Durchmesser und Drehgeschwindigkeit)? Ist das Blatt scharf? Das kann man fühlen (im Stillstand bitte) und/oder an einem Probestück testen (reicht wenig Druck oder fängt's schnell an zu kokeln?). Steht das Sägeblatt wirklich parallel zur Materialführung (Kreissäge)? Ist das Blatt richtig eingestellt (halber Zahn über Materialhöhe)? Wenn das alles in Ordnung ist, sollte die sichtbare Sägekante (Kreissäge schneidet hier IN das Holz) superglatt sein. Ist die Unterseite (Kreissäge schneidet AUS dem Holz) "ausgefranst", liegt es möglicherweise am Holz selber (schlechte Qualität oder empfindlich). Dann muss man diese Seite schützen, z.B. indem man Zeitung- oder dünnes Packpapier auftapeziert, trocknen lässt und nach dem Schnitt wieder wegschleift. Mit dem Anritzen habe ich auch gute Erfahrungen gemacht; allerdings nur bei kurzen Schnitten; denn man muss den Schnitt exakt treffen. Einmal ein Zehntel daneben und es franst aus. Opferholz geht auch, aber ist ziemlich umständlich zu verbinden, finde ich.

 

Wenn alle Stricke reißen mit Cutter oder Schnitzmesser anreißen.
Hilft bei Vollholz immer. Ein gut geschärftes Sägeblatt Voraussetzung.
Gustav

 

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