Werde Mitglied in der großen deutschen Heimwerker-Community!
Jetzt anmelden!
 

Hobeln mit Astlöchern

30.08.2013, 17:33
Hallo,
ich bin Hobby-Tischler (habe diesen Beruf nicht gelernt), der gerne den Hobel schwingt. Wenn ich nun eine Latte oder ein Brett glatt hobeln will, kann es bisweilen vorkommen, dass da ein Ast "im Weg" ist. Mittlerweile habe ich gelernt, dass das Hobeleisen sehr undankbar reagiert, wenn ich mit Gewalt über solche Stellen gehe.
Gibt es noch andere Möglichkeiten, außer den Ast großzügig aufzubohren und später mit einem Rundholz zu verschließen?
Gruß

EggMan
 
Ast, hobeln Ast, hobeln
Bewerten: Bewertung 1 Bewertung
33 Antworten
- scharfes Hobeleisen
- wirklich scharfes Hobeleisen
- ganz dünner Span
- Astloch in einer anderen Richtung hobeln
- anderen Hobel (Schneidwinkel) verwenden
- anderes Holz nehmen
- schleifen

 

Punkt 2,3,5 und 6 sind da meine Favoriten

 

Klar ein scharfes Eisen solltest du schon verwenden und über den Astlöchern keinen zu dicken Span abtragen.Wenn die Möglichkeit besteht anderes Holz nehmen oder eben schleifen

 

Hier geht's zwar anscheinend um Handhobel, aber von mir noch ein wichtiger Hinweis für Elektrohobel und Astlöcher:
Vorsicht und am besten Finger weg! Durch die Geschwindigkeit des Hobelmessers wird das Aststück zum Geschoss, ich habe so ein Ding bei meinem letzten Hobelprojekt abbekommen und hatte einen ordentlichen Schnitt im Gesicht!

 

Danke für die Antworten.
@Fussel: Du hast Recht, es geht um Handhobel.
Die Idee mit dem anderen Holz hatte ich auch, allerdings war das ein "Geschenk" eines Bauarbeiters von der Baustelle bei mir um die Ecke ("Wir schmeißen das eh weg, nimm dir mit, was du brauchst") - und da wollte ich nicht wählerisch sein...
Ich werde das mit den ganz dünnen Spänen morgen mal probieren.
Gruß

EggMan

 

Ekaat  
Christian Morgenstern: »Das ist der Ast, an dem der Hobel hängt und hängt...«
@EggMan: Deine Überlegung ist prinzipiell richtig, auszubohren und Rundholz einzuleimen. Es gibt keine Alternative. Es sei denn, Du möchtest aus optischen Gründen den Ast behalten. Dann hilft eigentlich nur Schleifen, am besten mit einem Bandschleifer. Aber nicht zu lange auf dem Ast, weil der dann heiß wird und dadurch natürlich dunkler bis schwarz.

 

@ EggMan,
"...Mittlerweile habe ich gelernt, dass das Hobeleisen sehr undankbar reagiert, wenn ich mit Gewalt über solche Stellen gehe...."

Selber habe ich bei Astbildungen gute Erfahrungen mit schonendem, langsamen Hobeln gemacht, mehr schabend als hobelnd.
Dazu den Hobel schräg(jedoch immer noch horizontal auf dem Brett) zur Hobelrichtung führend, ob schiebend oder ziehend.

Einfach ausprobieren.

 

Bei solchen Stellen nehme ich Schleifgeräte.

 

Ekaat  
Zitat von ForKids
@ EggMan,
"...Mittlerweile habe ich gelernt, dass das Hobeleisen sehr undankbar reagiert, wenn ich mit Gewalt über solche Stellen gehe...."

Selber habe ich bei Astbildungen gute Erfahrungen mit schonendem, langsamen Hobeln gemacht, mehr schabend als hobelnd.
Dazu den Hobel schräg(jedoch immer noch horizontal auf dem Brett) zur Hobelrichtung führend, ob schiebend oder ziehend.

Einfach ausprobieren.
Leider wechselt hinter ainem Ast auch die Richtung der Maserung. Und das sauber zu hobeln ist eine Kunst, die fast unmöglich ist. Jedenfalls mit einem Handhobel und obendrein vielleicht noch mit weichem Holz!! Geh' mir weg!.

 

Zitat von Ekaat
Leider wechselt hinter ainem Ast auch die Richtung der Maserung. Und das sauber zu hobeln ist eine Kunst, die fast unmöglich ist. Jedenfalls mit einem Handhobel und obendrein vielleicht noch mit weichem Holz!! Geh' mir weg!.

;o)
Ich erwähnte die Stichworte:
-langsam
-schabend
-schiebend oder ziehend(zwei unterschiedliche Richtungen)
-ausprobieren

 

Ekaat  
Zitat von ForKids
;o)
Ich erwähnte die Stichworte:
-langsam
-schabend
-schiebend oder ziehend(zwei unterschiedliche Richtungen)
-ausprobieren
Na ja, vielleicht kann ich nicht hobeln, aber lesen kann ich!

 

Hallo Eggman,

das Hobeln auch über Äste ist kein Problem. Der Hobel sollte wirklich scharf sein. Leider denken viele Leute, dass die Werkzeuge scharf sind, aber sie sind es nicht. Wichtig ist auch ein eng gestelltes Hobelmaul. Bei einem Hobel mit Fase unten sollte der Spanbrecher auch sehr knapp eingestellt sein. Bei einem Hobel mit Fase oben würde ich einen mittleren bis hohen Schnittwinkel von >45° wählen, also ein passend geschliffenes Hobeleisen einsetzen. Bei einem zu flachen Schnittwinkel neigen diese Hobel zu ausrissen.

Mit einem wirklich scharfen Hobel, der gut eingestellt ist, kann man auch einer popeligen Dachlatte voller Äste eine seidig glänzende Oberfläche entlocken.

Gruß

Heiko

 

Hallo Heiko,
danke für deine Tipps. Da ich bisher nur "Anfänger-Hobel" habe (Marke Baumarkt-Einfach), habe ich kaum Möglichkeiten, etwas einzustellen.
Ich werde in den nächsten Tagen mal ein wenig experimentieren.
Gruß

EggMan

 

Hallo,
Zitat von EggMan
Da ich bisher nur "Anfänger-Hobel" habe (Marke Baumarkt-Einfach), habe ich kaum Möglichkeiten, etwas einzustellen.
Das hört sich schon mal nicht gut an. Wie schärfst du das Hobeleisen?

Gruß

Heiko

 

Hi,
bisher habe ich es immer nur über einen Abziehstein gezogen; bisher hat das geholfen - zumindest wenn das Holz astfrei war...
Gruß

EggMan

 

Themen-Optionen Thema durchsuchen
Ansicht