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Hobel versus Eletrohobel

09.03.2016, 21:02
Nun mal eine etwas ungewöhnliche Frage:
Eine Hobel kenne ich von Kindestagen an von meinem Großvater.
Nun gibt es aber auch Elektrohobeln. Dazu folgende Frage. Ist eine Elktrohobel einfach die bequemere Ausführung der alt hergebrachten Hobel, sodass man ohne Kraftaufwand hobeln kann?
Oder hat die Elektrohobel außer, dass sie bequemer ist noch andere Vorteile gegenber der alten Hobel.
Oder sollte man sich, wenn man weder noch hat beides zulegen, weil jedes für sich eine eigene Berechtigung hat?
Ich freue mich schon auf eure Antworten, alles Liebe Samir
 
Elektrohobel, Hobel Elektrohobel, Hobel
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29 Antworten
kjs
Samir, da muß ich vorausschicken daß mein Bruder meine Künste mit dem Handhobel als Holzschändung bezeichnet......
Trotzdem würde ich sagen daß da schon Unterschiede in Bezug auf Qualität der Oberfläche entstehen weil der Handhobel einen langen Span abzieht/schneidet und damit (wenn man es kann!) eine ebene Oberfläche entsteht. Der Elektrohobel hat eine rotierende Walze wodurch mehr oder weniger eine wellige Oberfläche entsteht. Ich hatte einen Elektrohobel und werde mir in Kürze wieder einen zulegen.
Den werde ich dazu verwenden um sägerauhes Holz ziemlich plan/sauber zu hobeln. Für den Aufpreis den ich für gehobeltes Holz im Baumarkt zahlen muß hat sich der Hobel dann in längstens einem Jahr rentiert. Da ich dann eigentlich immer noch schleife spielt es keine Rolle daß die Elektrohobel-Oberfläche nicht super-perfekt ist. Das mit dem Handhobel zu machen wäre mir zu viel Arbeit und ein Abricht- und Dicktenhobel ist mir derzeit noch zu teuer (rechnet sich nicht).
Auch bei den Elektrohobeln muß man Übung haben und wissen wie man Dinge damit macht. Das ist manchmal genau anders als man das mit dem Handhobel machen würde. Und ja, ich wäre auch gerne besser mit meinem Stanley aber meine Elektrohobel Oberflächen sind eindeutig wesentlich besser.........

 

Maggy  
Schau mal in die Suche, es gibt schon über 10x diese Frage und ähnliches

http://www.1-2-do.com/forum/handhobe...hema-5396.html

vielleicht helfen dir die dortigen antworten.

Ich habe einen elektrohobel von Bosch immernoch von freunden leihweise. Das Hobeln damit ist schon trickreich, weil man bei Nichtaufpassen am Anfang leicht zu viel wegnimmt, ebenso am ende des Brettes.
Ich hatte auch schon mal dazu einen eigenen thread aufgemacht finde ihn aber nicht mehr.

 

Das Hobeln mit dem Handhobel ist höchste Handwerkskunst. Es gibt von Heiko Rech ein Video. Da zeigt er, wie der Profi ohne elektrisches Gerät aus einer primitiven Bohle ein wunderschönes Stück heraus hobelt. Ich habe sowas nicht gelernt und werde das auch nie können. Aber es beeindruckt - manchmal denke ich, dass man ein Stück weit für solche Arbeiten ein Holz "lesen" können muss, um zu wissen, wie man wo den Hobel ansetzt. Eigentlich finde ich den Gedanken löblich, dass man bestimmte Dinge erst in althergebrachter Art und Weise können sollte, bevor man es mit modernen Mitteln versucht. Simples Beispiel: Man sollte schon mit einer Laubsäge gearbeitet haben, bevor man sich eine Deku kauft. Diese heere Anspruchshaltung kann ich für mich selbst leider auch nur in selten Fällen aufrecht erhalten, leider.
Ich habe zeitweise einen E-Hobel im Einsatz gehabt, um Palettenholz in verwendbares Material zu wandeln, u.a. für meine Automodell Projekte. Mangels Kenntnisse und Erfahrung habe ich dabei erst viel Ausschuss produziert, aber zweitens auch ein wenig gelernt. Was übrig blieb, reichte für meine Zwecke. Ein Abricht- und Dickenhobel ist und bleibt ein Traum in allzuweiter Ferne. Für Dich musst Du entscheiden, was und womit Du denn überhaubt etwas machen willst. Dann erst kann die Frage beantwortet werden: E-Hobel ja oder nein. Für den Laien der sein Holz nur ein wenig "schänden" will reicht ein E-Hobel jedenfalls aus...

 

Diese Problematik hatte ich auch. Ich habe dann so viel hier gelesen, dass ich das Gefühl hatte, würde ich nur 50 € ausgeben für einen Handhobel, wäre es vergleichbar wie Blasphemie im 17.Jhd. Obendrauf wären 3 verschiedene Arten nötig, jede Art hat natürlich verschiedene Größen.
Die Herausforderung beim Elektrohobel ist anscheinend die Kuhle am ende des Werkstückes zu verhindern und Ast-Stücke nicht durch den Raum fliegen zu lassen (ist wie bei allem eine Übungssache).

Die Lösung dieser Problematik war für mich den Kauf eines profi Bandschleifers mit Rahmen. Kein Geld mehr für das Hobelzeug und "sanfter" für Oberflächen.
Später habe ich im Keller meiner Eltern einen Handhobel gefunden, aber das Holz hat risse und es muss geschärft werden. Habe ich wirklich Zeit für sowas? Nop!
Jetzt liegt er woanders rum.

 

Geändert von Der1ASchaffer (09.03.2016 um 22:22 Uhr)
kjs
Zitat von Maggy
Das Hobeln damit ist schon trickreich, weil man bei Nichtaufpassen am Anfang leicht zu viel wegnimmt, ebenso am ende des Brettes.
Ich hatte auch schon mal dazu einen eigenen thread aufgemacht finde ihn aber nicht mehr.
Maggy, das habe ich zu Anfang auch immer produziert bis ich gelernt hatte zu Anfang immer nur VORNE drauf zu drücken (an dem Knopf) und danach wenn die Sohle hinter dem Messer sauber aufsitzt nur noch hinten. Dann werden Anfang und Ende so wie sie sein sollen.
Aber ich gebe Dir Recht, aufpassen muß man da immer und die Dinger haben eine ganze Menge in der Trickkiste.

 

Ich denke das ein Hobbyhandwerker mit einem E-Hobel schneller zurechtkommen wird als mit einem herkömmlichen Hobel.

Alleine schon das Abtragen der Späne ist mit einem Elektrohobel millimeterweise einstellbar, hingegen bei einem Handhobel das Messer mechanisch, nach Erfahrungswerten und gelernten Wissen, einzustellen ist.

Beim E-Hobel habe ich kürzlich gelernt, dass E-Hobel mit einem Messer eine bessere Oberfläche ergeben, als E-Hobel mit zwei eingesetzten Messern.

Beim Abtragen des Spanes sollte man zu Beginn den Druck auf den E-Hobel im vorderen Bereich stärker ausüben und kurz am Ende hin den Druck auf den hinteren Bereich des E-Hobels verlagern.

 

Ups... da war kjs schneller als ich

Zitat von kjs
...
bis ich gelernt hatte zu Anfang immer nur VORNE drauf zu drücken (an dem Knopf) und danach wenn die Sohle hinter dem Messer sauber aufsitzt nur noch hinten...

 

kjs
Zitat von gschafft
Ups... da war kjs schneller als ich
doppelt genäht hält besser!

Bei den Ergebnissen: noch entscheidender als ein oder 2 Messer ist der Durchmesser der Schneidwalze. Leider haben alle der preiswerteren Maschinen ziemlich geringen Durchmesser und der wird in 99% der Fälle nicht einmal angegeben (Bosch ist da auch kein Vorbild). Liegt wahrscheinlich daran daß die alle um die Maschine klein und leicht zu machen die kleinstmögliche Walze rein machen.
Mit einem Messer wird es da besser weil weniger Einstiche/Einschnitte ins Holz erfolgen.

 

Ich habe vor paar Wochen das erste mal seit über 40 Jahren wieder mal gehobelt. Als Kind hat mein Opa mir versucht das beizugpbringen. Da fehlte es neben der Kraft an Armlänge und die Hobelbank war zu hoch.

Nun stand ich vor der bauchigen Baudiele und hatte die Wahl: Elektrohobel oder Handhobel. Ich davhte mir, kaputt machen kann ich nichts. Also Versuch macht kluch. Handhobel aus der hinterletzten Schublade geholt, eingestellt und mal drüber. Immer wieder mal nachgestellt und plötzlich habe ich 10 cm lange Locken. Wow! Habe ich mich gefreut! Und so nach 5 Minuten und gefühlten 100 Hobelzügen war die Diele oben relativ plan. Eine Aluschiene aufgelegt und noch etwas nachgearbeitet. Keine Ahnung, wie dick die Späne waren, aber unter dem Zehntelbereich.

Ich sage Euch, es hat mächtig Spaß gemacht. Möbeltüren will ich so nicht machen, das wäre noch nichts. Aber an der Diele hatte ich volle Freude.

 

Uff, erstmals dankeschön für die vielen guten Tipps.
Wenn ich es richtig verstehe und mal versuche zusammenzufassen:
1. Handhobel ist viel schwerer und die hohe Kust-aber für einen Anfänger wenn es ums grobe geht durchaus vernünftig
2. Elektrohobel ist für den weniger geübten leichter und vor allem für das Feine
3. Will ich einen gefundenen Ast aus dem Wald bearbeiten wäre es wahrscheinlich klug zuerst mit dem Handhobel, und danach mit dem E-Hobel zu arbeiten.
Liege ich bei meinen Punkten 1-3 richtig ?

 

kjs
Bei 2. würde ich das "für das Feine" rausnehmen. Die Elektrohobel können eigentlich alle 2,5 bis 3mm auf einen Satz abtragen und das würde ich auch als "für das Grobe" bezeichnen. So viel schaffst Du auf einen Rutsch mit einem Handhobel nicht.

Bei 1. ist das auch so eine Sache. Weniger frustrierend ist es für den Anfänger sicher aber man muß auch etwas üben und die Tricks kennen wenn man etwas anständiges erreichen will.

Bei 3. ist das eine Frage was Du als Ast bezeichnest. Wenn er einen einigermassen Durchmesser hat würde ich da mit dem Elektrohobel dran gehen weil der viel mehr abtragen kann. Allerdings mußt Du den gut festmachen damit er sich nicht dreht oder sich anderweitig selbständig macht.
Für dünne Äste ist wahrscheinlich beides schwierig aber der Handhobel weniger gefährlich........

 

Hallo zusammen

Ein Elektrohobel ist absolut nicht dazu geeigent eine plane Fläche zu erstellen. Man kann damit zwar eine glatte Fläche erstellen, nur wird die niemals plan werden, es sei den sie ist nicht breiter als der Hobel... Zum planhobeln und dickenhobeln einer Fläche verwendet man einen Handhobel und niemals einen Elektrohobel. Ich persönlich besitze drei Elektrobhobel, sind die allerseltenst eingestzten Geräte in meiner Werkstatt, für auf den Bau eine tolle, vielseite Maschinengattung, für diverse Anpassarbeiten das ideale Werkzeug, aber in einer Möbelwerkstatt so ziemlich die unnötigsten aller Maschinen.

Ich habe das aushobeln von Brettern mit dem Handhobel gelernt, und beherrsche das auch (glaub ich zumindest). Da ich eine 410mm breite Abricht-Dickenhobelmaschine habe muss ich das allerdings praktisch nie machen, meist brauch ich den Handhobel zum verputzen von Zinkenverbindungen, Schlitz-Zapfen oder Durchgestemmten Holzverbindungen, ferner auch zum Bündighobeln von Flickzapfen oder Harzgallenflicken. Deshalb genügen mir auch meine paar Hobel, das sind ein Schrupphobel, ein Doppel-Schlichthobel, ein Stanley-Putzhobel und eine Rali-Einhandhobel. Den Schrupp und den Schlichthobel kann man gut auch weglassen, als Grundausstattung reicht ein ganz normaler Putzhobel, allerdings muss man sich im klaren sein dass der halt ca. 100€ kostet, so ein 30€-Glump vom Wühltisch wird einem niemals glücklich machen.

Grundsätzlich sind Metallhobel in Stanley-Bauweise das Beste, allerdings ist gerade für den Heimwerker ohne Schärfmaschine ein Rali 220 Hobel mit HM Wendemessern besser geeignet. Diese bunten Hobel sind die Standardausrüstung in jeder Tischler, Zimmerer und Schreiner Werkzeugkiste, wahrscheinlich die Meistverkauften Hobel der Welt. Die Schnittiefe ist stufenlos mit einem Hebel verstellbar, die Rasiermesserscharfen Klingen sind innert 10s gewechselt, das Hobelergebnis ist ausgezeichnet (Um mit einem normalen Hobel ähnliche Ergebnisse zu erreichen bedarf es schon sehr viel Erfahrung). Ich hab Zuhause keinen grossen Ralihobel (nur einen kleinen Einhandhobel), aber in der Firma hab ich auch zwei der Ralihobel und setz die gerne und sehr viel ein. Es gibt verschiedene Klingen, HSS, Cromstahl oder HM, mit den HM kann man bedenkenlos auch Spanplatten und MDF hobeln, das ist sonst ein unmögliches unterfangen. Ein Rali 220 Evolution kostet so ca. 80-120€, je nach Ausführung und Anbieter. Die sind ihr Geld allerdings absolut wert, damit kann JEDER innert kürzester Zeit SEHR GUTE Hobelergebnisse erzielen, garantiert. Spandicken von 1/100el mm bis ca. 1mm sind stufenlos einstellbar. Die Sohle aus Stahlamellen hat normalerweise eine Planheit im 1/100el mm Bereich, der Hobel ist 100% made in Switzerland. https://www.samvaz.ch/jo25/de/produk...usfuhrung.html

Also Samir: Ein Elektrobel sieht toll aus, ist aber nichts zum Flächen planhobeln, meine Empfehlung, einen Rali 220 anschaffen, und du bist erstaml für eine Weile versorgt.

Und das aushobeln von Hand zu erlernen ist nicht so schwer wie alle sagen. Voraussetzung ist halt ein guter, brutal scharfer Hobel. Es muss pfeifen beim Hobeln, die Späne müssen über die ganze Brettlänge zusammenbleiben, und so dünn sein dass man hindurchschauen kann. Und nur so kann man beginnen zu hobeln. Mit einem nicht genügend scharfen Hobel bin auch ich nicht in der Lage ein Brett schön zu hobeln. Aber wenn alles passt behaupte ich mal, kann ich ein 500x500mm grosses Brett 100% planen, UND auf ca. 0,5mm Toleranz in der Dicke hobeln. Und mehr als einen Tag hab auch ich nicht geübt mit dem Hobel, und seit jenem einen Mal hab ich kein einziges Brett mehr gehobelt von Hand, trotzdem könnte ich es noch. Es ist klar, in 30min lernt man sowas nicht, aber Wochenlanges Schwitzen ist dafür nunmal wirklich nicht notwendig.

Mit einem Elektrohobel ist es allerdings auch nach 5 Tagen üben nicht möglich ein 500x500mm grosses Brett in der Dicke genauer als 1mm zu hobeln. Und das aushobeln des Holzes ist numal der Wichtigste Schritt in der ganzen Holzbearbeitung. ohne perfekt ausgehobeltes Holz kann man keine perfekten Arbeiten ausführen.

off-topic:

Mag sein dass die ganze Sache bezüglich der Präzision etwas übertrieben daher kommt, aber ich arbeite normalerweise beim Holz herrichten auf 1/10el mm, daher find ich das schon wichtig. Ist in der Heimwerkstatt schwer zu erreichen, aber keinesfalls unmöglich. Ich habs auch geschafft meine Felder-ADH so zu justieren dass die Abweichung beim Dickenhobeln über die gesamte Breite unter 1/10el mm liegt, und das bei einer 40 jährigen "halbprofessionellen" Maschine.

ende off-topic.


Gruss aus der Schweiz
David

 

Zitat von holwerker
Hallo zusammen

Ein Elektrohobel ist absolut nicht dazu geeigent eine plane Fläche zu erstellen. Man kann damit zwar eine glatte Fläche erstellen, nur wird die niemals plan werden, es sei den sie ist nicht breiter als der Hobel... Zum planhobeln und dickenhobeln einer Fläche verwendet man einen Handhobel und niemals einen Elektrohobel. Ich persönlich besitze drei Elektrobhobel, sind die allerseltenst eingestzten Geräte in meiner Werkstatt, für auf den Bau eine tolle, vielseite Maschinengattung, für diverse Anpassarbeiten das ideale Werkzeug, aber in einer Möbelwerkstatt so ziemlich die unnötigsten aller Maschinen.

Ich habe das aushobeln von Brettern mit dem Handhobel gelernt, und beherrsche das auch (glaub ich zumindest). Da ich eine 410mm breite Abricht-Dickenhobelmaschine habe muss ich das allerdings praktisch nie machen, meist brauch ich den Handhobel zum verputzen von Zinkenverbindungen, Schlitz-Zapfen oder Durchgestemmten Holzverbindungen, ferner auch zum Bündighobeln von Flickzapfen oder Harzgallenflicken. Deshalb genügen mir auch meine paar Hobel, das sind ein Schrupphobel, ein Doppel-Schlichthobel, ein Stanley-Putzhobel und eine Rali-Einhandhobel. Den Schrupp und den Schlichthobel kann man gut auch weglassen, als Grundausstattung reicht ein ganz normaler Putzhobel, allerdings muss man sich im klaren sein dass der halt ca. 100€ kostet, so ein 30€-Glump vom Wühltisch wird einem niemals glücklich machen.

Grundsätzlich sind Metallhobel in Stanley-Bauweise das Beste, allerdings ist gerade für den Heimwerker ohne Schärfmaschine ein Rali 220 Hobel mit HM Wendemessern besser geeignet. Diese bunten Hobel sind die Standardausrüstung in jeder Tischler, Zimmerer und Schreiner Werkzeugkiste, wahrscheinlich die Meistverkauften Hobel der Welt. Die Schnittiefe ist stufenlos mit einem Hebel verstellbar, die Rasiermesserscharfen Klingen sind innert 10s gewechselt, das Hobelergebnis ist ausgezeichnet (Um mit einem normalen Hobel ähnliche Ergebnisse zu erreichen bedarf es schon sehr viel Erfahrung). Ich hab Zuhause keinen grossen Ralihobel (nur einen kleinen Einhandhobel), aber in der Firma hab ich auch zwei der Ralihobel und setz die gerne und sehr viel ein. Es gibt verschiedene Klingen, HSS, Cromstahl oder HM, mit den HM kann man bedenkenlos auch Spanplatten und MDF hobeln, das ist sonst ein unmögliches unterfangen. Ein Rali 220 Evolution kostet so ca. 80-120€, je nach Ausführung und Anbieter. Die sind ihr Geld allerdings absolut wert, damit kann JEDER innert kürzester Zeit SEHR GUTE Hobelergebnisse erzielen, garantiert. Spandicken von 1/100el mm bis ca. 1mm sind stufenlos einstellbar. Die Sohle aus Stahlamellen hat normalerweise eine Planheit im 1/100el mm Bereich, der Hobel ist 100% made in Switzerland. https://www.samvaz.ch/jo25/de/produk...usfuhrung.html

Also Samir: Ein Elektrobel sieht toll aus, ist aber nichts zum Flächen planhobeln, meine Empfehlung, einen Rali 220 anschaffen, und du bist erstaml für eine Weile versorgt.

Und das aushobeln von Hand zu erlernen ist nicht so schwer wie alle sagen. Voraussetzung ist halt ein guter, brutal scharfer Hobel. Es muss pfeifen beim Hobeln, die Späne müssen über die ganze Brettlänge zusammenbleiben, und so dünn sein dass man hindurchschauen kann. Und nur so kann man beginnen zu hobeln. Mit einem nicht genügend scharfen Hobel bin auch ich nicht in der Lage ein Brett schön zu hobeln. Aber wenn alles passt behaupte ich mal, kann ich ein 500x500mm grosses Brett 100% planen, UND auf ca. 0,5mm Toleranz in der Dicke hobeln. Und mehr als einen Tag hab auch ich nicht geübt mit dem Hobel, und seit jenem einen Mal hab ich kein einziges Brett mehr gehobelt von Hand, trotzdem könnte ich es noch. Es ist klar, in 30min lernt man sowas nicht, aber Wochenlanges Schwitzen ist dafür nunmal wirklich nicht notwendig.

Mit einem Elektrohobel ist es allerdings auch nach 5 Tagen üben nicht möglich ein 500x500mm grosses Brett in der Dicke genauer als 1mm zu hobeln. Und das aushobeln des Holzes ist numal der Wichtigste Schritt in der ganzen Holzbearbeitung. ohne perfekt ausgehobeltes Holz kann man keine perfekten Arbeiten ausführen.

off-topic:

Mag sein dass die ganze Sache bezüglich der Präzision etwas übertrieben daher kommt, aber ich arbeite normalerweise beim Holz herrichten auf 1/10el mm, daher find ich das schon wichtig. Ist in der Heimwerkstatt schwer zu erreichen, aber keinesfalls unmöglich. Ich habs auch geschafft meine Felder-ADH so zu justieren dass die Abweichung beim Dickenhobeln über die gesamte Breite unter 1/10el mm liegt, und das bei einer 40 jährigen "halbprofessionellen" Maschine.

ende off-topic.


Gruss aus der Schweiz
David
Hallo Davis,

vielen vielen Dank für deine ausführliche Beschreibung.
Du hast dir wirklich sehr viel Mühe gegeben-ich muß dass alles mal verdauen und überschlafen.
Ich werde mir deinen Bericht noch einige Male durchlesen müssen.
Alles Liebe aus Österreich
Samir

 

Ach ja, und bezgl. der Vorgehensweise, ich erklär das jetz mol grob wie man mit der Handhobel vorgehen würde.

Brett festspannen, dann die höchsten Punkte suchen und markieren. Diese QUER zum Holz grob abtragen, sind die grössten Unebenheiten entfernt, langsam beginnen immer mehr ins Diagonale zu wechseln, hier dann immer wieder mittels Richtscheit die Planheit überprüfen, und gegebenenfalls korrigieren. Sehr wichtig, auch das Richscheit zwischendurch diagonal auflegen, nicht das das Brett windschief wird. Ist alles plan, die Fläche noch einmal mit feiner Spanabnahme in Längsrichtung (Hobel aber leicht schräg halten >> ziehender Schnitt) nachputzen. Dann mit einem Streichmass an der Kante rundherum die gewünschte Dicke anreissen und auch wieder Quer beginnen das gröbste runterzuhobeln, und dann auch wie bei abrichten je länger je mehr in die Längsrichtung wechseln, und immer fleissig kontrollieren mit dem Richtscheit.


Gruss David

 

Geändert von holwerker (10.03.2016 um 00:21 Uhr) , Grund: ....
kjs
Das ist die Methode wie man es offiziell macht aber bei mir geht das mit der Oberfräse so wie es auch hier gezeigt wird:

https://www.youtube.com/watch?v=qtkBZHLJyD0
https://www.youtube.com/watch?v=kGAwhKsTsjM

Wenn man da vorher noch die höchsten Stellen mit dem Elektrohobel runter macht geht das echt schnell.
Ansonsten würde ich einen ganzen Baum brauchen um ein 20mm Brett zu bekommen

 

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