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Hobel schärfen

28.01.2016, 21:25
Ich bevorzuge hobeln statt schleifen wo geht. Wenn mein Hobelmesser stumpf ist, schärfe ich es mit einem Kombiwasserstein 1000/600. Der Stein war beim Kauf des Hobels dabei. Da ich nun öfters hoble wird das Messer schneller stumpf und ich möchte wissen, wie Ihr Euere Hobel schärft, da ich da doch wenig Erfahrung habe.
 
Hobel, Hobelmesser schärfen Hobel, Hobelmesser schärfen
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13 Antworten
Ich benutze die Paul Sellers Methode, also Diamantschleifsteine (250, 600, 1200) und danach ein Leder mit Polierpaste zum abziehen. Die Ergebnisse reichen mir und ich bin zufrieden. Man kann sicher noch viel besser schärfen aber das erschien mir nicht ökonomisch.

Anfangs habe ich noch oft die Schärfhilfe von Veritas benutzt, schärfe aber mittlerweile meistens Freihand. Die Schärfhilfe ist wirklich gut und auch einfach zu benutzen.

Wenn es deine Steine noch tun, kannst du mit einem Leder und etwas Polierpaste die Quälität deiner Schneiden nochmal deutlich steigern.

 

Ich verwende für meine Hobeleisen eine Kombination aus einem 1000er Wasserstein zum Schärfen und einen 8000er zum Abziehen. Habe damit sehr gute Erfahrungen und die Standzeiten sind sehr hoch. Es kommt aber sicherlich auch größtenteils auf die verwendeten Hobeleisen an. Ein gutes Qualitätseisen wird um einiges länger scharf bleiben, als ein Eisen aus dem Billigsegment.

Eine gute Schleifanleitung mit Wassersteinen findest du bei Heiko Rech auf der Homepage unter Videos.

 

kjs
Bin gerade dabei mir dies zu bauen weil ich frei Hand einfach die Winkel nie so richtig hin bringe.
Nachdem ich immer wieder mal Steinebruch hatte und mir das zu teuer wurde habe ich nach diesem Video die Methode mit hochwertigem Nass-Schleifpapier versucht und bin darauf hängen geblieben. Wenn man das Papier vor dem Wasser aufbringen mit Klebefilm auf der Platte befestigt sind die Ergebnisse erstaunlich gut. Zumindest nicht schlechter als es mit den Steinen die ich hatte war. Statt Aufkleben geht sogar nur Wasser auf die "Fliese" dann hält es auch schon wenn man es drauflegt.

 

Zitat von kjs
Bin gerade dabei mir dies zu bauen weil ich frei Hand einfach die Winkel nie so richtig hin bringe.
Die John Heisz Schärfhilfe sieht nicht schlecht aus aber ich fände das Teil schwer so einzustellen dass man die Eisen auch vernünftig rechtwinklig schleift. Andererseits finde ich eine perfekte Rechtwinkligkeit der Eisen auch überschätzt.

 

kjs
Weiß noch nicht wie das gehen wird da ich erst ein paar Teile zugesägt habe und noch nichts montiert ist. Die Regierung hatte mal wieder ganz andere Pläne als "Maschinenbau". Was ich plane ist eine Anschlagleiste auf der Fläche im rechten Winkel aufzuleimen an der man dann die Klinge anlegen kann. Zur Not brauche ich dann eben eine Platte für Stechbeitel und eine für die Hobelklingen. Oder ich baue gleich noch eine Halterung.
Die Parallelführung passiert ja dadurch daß das Ding hinten ziemlich breit aufliegt.

 

Ich habe eine ganze Sammlung unterschiedliche Steine für unterschiedliche Aufgaben und Materialien (Stahlsorten).
Bei meine Hobel kommt meist mein Japanischer Wasserstein zum Einsatz. Da diese recht weich sind richte ich sie gelegentlich auf eine Marmorplatte und feiner Naßschleifpapier ab.
Auch mit einem Natur Arkansas habe ich sehr gute Erfahrungen gemacht allerdings ist diese extrem fein und daher braucht es viel Zeit bis die Schärfe erreicht ist.
Wenn ich es ganz genau nehmen möchte dann kommt das Leder mit Polierpulver zum Einsatz. Hier habe ich zwei Varianten. Eines ist flachliegend und das andere ist eine Walze mit Durchmesser ca. 35cm und 10cm Breite die ich in meiner Drechselbank laufen lasse. Das Polieren der Klingen kommt nicht sehr häufig zum Einsatz denn es ist nicht immer erforderlich.
Wenn ich es mal eilige habe dann nehmen ich eine ganz einfache Kombistein.
Wovon ich überhaupt kein Freund bin sind Diamantbestückte Schleifmittel. Diese nehmen für mein Geschmack zu viele Material ab aber es mag gut sein das andere damit gut zurecht kommen. Scharf werden die Klingen damit aber halt auf Kosten eines höheren Materialabtrags.
Ich habe noch nie eine Vorrichtung als Hilfe genutzt also kann zu diese Hilfsmittel nichts sagen da bei mir stets freihändig geschliffen wird. Mein Rat bezüglich solche Hilfsmittel wäre: Die Dinger sind nichts anderes als die "Stützräder" an einem Kinderfahrrad. Macht also so früh wie möglich diese ab, lernt es freihändig zu machen und dann habt ihr deutlich weniger Probleme.

 

Ich nutze, wie für alle Küchenmesser, Hobeleisen etc auch, eine Tormek T7. Geht schnell, präzise und effektiv.

 

kjs
Zitat von George1959
Ich habe noch nie eine Vorrichtung als Hilfe genutzt also kann zu diese Hilfsmittel nichts sagen da bei mir stets freihändig geschliffen wird. Mein Rat bezüglich solche Hilfsmittel wäre: Die Dinger sind nichts anderes als die "Stützräder" an einem Kinderfahrrad. Macht also so früh wie möglich diese ab, lernt es freihändig zu machen und dann habt ihr deutlich weniger Probleme.
Schon richtig aber wenn man so wie ich den Hobel nur verwendet wenn gar nichts anderes geht hat man es schon wieder verlernt wenn man mal wieder schleifen muß. Mein Stanley hat eine ziemlich gute Klinge die sehr selten ran muß und nach 6-8 Monaten bin ich dann immer wieder am neu Üben. Dann lieber mit Stützrädern als mehrere Fehlversuche.

 

Munze1  
Nutze auch seit einem Jahr eine Tormek. Sogar Maschinenhobelmesser lassen sich damit perfekt schleifen.
Die Schärfe hängt auch von der Qualität des Eisens ab, da gibt es grosse Unterschiede.

 

Also habe ich mit meinem wasserschleifstein bisher nichts verkehrt gemacht, sehr gut. Die anderen Schleifhilfen werde ich mir mal im Internet ansehen, danke.

 

Ich habe das Projekt "Schleifen der Hobeleise​" eingestellt. Vielleicht hilft dir das weiter.

 

https://www.dictum.com/de/schaerfen/...fKey=6l-1G8z8P

Ich benutze diese Diamantplatten gerne, ob für Werkzeugklingen oder Haushaltsmesser ...

https://www.dictum.com/de/schaerfen/...fKey=iKRy5Uz2V

Für eine exakte Winkeleinhaltung unverzichtbar ...

 

@ kjs,

du hast natürlich auch recht mit dem was du sagst. Dennoch würde ich dir hier gern meine Gedanken anbieten:
Werkzeuge schärfen zu können ist eine Grundlegende Angelegenheit und wenn du es einmal kannst dann ist es wie Fahrradfahren, das vergisst du nicht mehr. Es bezieht sich allerdings nicht nur auf die Klinge eines Hobels sondern auf alle Klingen die von Hand geschärft werden können. Es zu können bietet dir eine gute Portion Flexibilität und Unabhängigkeit. Wenn du erlaubst würde ich dir den Rat anbieten es doch zu erlernen.

Meine Stanley sind inzwischen Uralt und ja, die Klingen sind sehr gut. Allerdings sind sie nur so gut wie sie Scharf sind

 

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