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Hobel für ebene Kanten

24.04.2013, 11:07
Hallo,

ich habe immer noch die Problematik, dass ich nur eine Stichsäge besitze, um mir Bretter zuzusägen. Dabei werden die Kanten aber trotz Parallelanschlag nie wirklich gerade und meist auch nicht rechtwinklig zur Fläche - Dafür ist eine Stichsäge halt nicht gedacht.. Ich hatte jetzt mal eine Tischkreissäge da, die aber auch nicht wirklich überzeugend war. Außerdem nehmen Werkzeuge dieser Größenordnung bei mir einfach zu viel Platz weg.

Ach ja - Von Zuschnitten im Baumarkt bin ich auch desillusioniert. Ich wollte Teile mit einer Breite von 5 cm. Was bekomme ich? 5,7 cm.. Mir fehlt auch der Nerv, immer irgendwo hin zu fahren, um mir Holz zusägen zu lassen.

Jetzt habe ich überlegt, mir zum "Ebnen" von Kanten einen Elektrohobel zu holen - Auch, weil der ja auch für ander Anwendungsgebiete geeignet ist. Ist das empfehlenswert oder ist ein Bandschleifer oder ein Multitool besser dafür geeignet?
 
Hobel, Stichsägearbeit Hobel, Stichsägearbeit
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50 Antworten
Funny08  
Ich denke was du suchst ist eher sowas wie eine Abrichthobel . Mit einem Banschleifer oder Multitool sind wirklich ebene Flächen auch nicht hinzubekommen.

 

Mit einem Elektrohobel wirst Du das aus der Hand nicht hinbekommen. Eher mit einem guten geschärften Handhobel, Gedult und laufender Kontrolle und feinfühliger Arbeit. Und viel Übung.

Oder mit einem Abrichthobel. Der braucht aber ähnlich viel Platz wie die TKS.

Wenn es um Leisten und Latten geht dann könnte es mit einem Bandschleifer schon klappen (siehe aktuelle Testberichte) aber bei einer größeren Platte dürfte der Anschlag zu klein sein um die notwendige Stabilität beim Bearbeiten sicherzustellen.

 

Geändert von WerkenStattReden (24.04.2013 um 11:31 Uhr)
Oder du nimmst eine Oberfräse. Mit Führungsschiene oder Parallelanschlag lassen sich damit gute Ergebnisse erzielen. Außerdem kann mit der OF deutlich mehr anfangen, als mit einem Hobel und auch das Endergebnis ist viel ordentlicher.

Und ein Abricht- oder Dickenhobel braucht noch mehr Platz, als eine Tischkreissäge...

 

Der Abrichthobel macht ja anscheinend auch nichts anderes als ein normaler Hobel, nur umgedreht, oder?

Wenn der normale E-Hobel eine ausreichend lange Fläche hat, müsste das doch genau so gehen - Man müsste nur dafür sorgen, dass waagerecht benutzt wird.

 

Stimmt - An die Oberfräse habe ich noch gar nicht gedacht. Das könnte in der Tat was werden. Und eine OF habe ich schon :-)

 

Das abrichten der Kanten mit einer Oberfräse ist eher sehr aufwändig und mit vielen anderen Problematiken verbunden (Einrichten, Abnahme usw.).

Wenn ich sowieso eine Oberfräse bemühe, erscheint es mir i.d.F. fast sinnvoller, direkt mit der Oberfräse zu trennen als zuerst mit der Stichsäge (und dann noch die Kantenbearbeitung mit einer OF) ...

Das abrichten mit einem E-Hobel aus der Hand geht relativ gut, allerdings ist auch hier (wie so oft im Leben) Erfahrung und Geschick vonnöten. Aus meiner Sicht ist auch ein E-Hobel in dieser Hinsicht weniger anspruchsvoll als ein Handhobel der mit Muskelschmalz angetrieben wird ... ,)

 

Aber eine Leimholzplatte mit 18 mm per OF? Das dauert ja ganz schön..

 

Zitat von ichbinheimwerker
Aber eine Leimholzplatte mit 18 mm per OF? Das dauert ja ganz schön..
Wenn Deine Oberfräse stark genug ist und Du einen kleinen Nutfräser (3-5mm) verwendest, kann das in einem Rutsch gehen, allerdings läufst Du immer Gefahr das Holz zu verbrennen ...

... dann kannst Du anschließend die Kanten entweder mühsam schleifen oder mal schnell hobeln ...

 

Die angekokelte Fläche kann man ja zur Not mit einem Schwingschleifer abschleifen. Aber ich sehe da eher die Belastung, die auf die Fräse wirkt..

Mir ist gerade der Gedanke gekommen, eine kleinere Bandsäge dafür zu kaufen und damit zu sägen. Da ich eh i. d. R. nur kleinere Teile benötige, wäre das eine Option. Die nimmt dann zwar auch Platz weg, wäre aber noch flexibler als eine Kreissäge und Stichsäge verwendbar. Oder spricht etwas gegen diese Idee?

Oder ein Tellerschleifer, wie ich gerade gesehen habe..

 

Geändert von ichbinheimwerker (24.04.2013 um 12:44 Uhr)
Da müssten die Leute mit Bandsäge etwas zu beitragen können (ich habe keine) glaube aber gelesen zu haben, dass die billigen Bandsägen auch nicht der Knaller sind zumal die Auflagetische i.d.R. recht klein sind was bei etwas größeren Werkstücken (Regalböden o.ä.) auch schnell zu Problemen führen kann.

Wie groß sind denn die Werkstücke die Du "klein" schneidest?

 

Zitat von ichbinheimwerker
Die angekokelte Fläche kann man ja zur Not mit einem Schwingschleifer abschleifen.

... hast Du das schon mal gemacht?

 

Vielleicht hilft auch schon eine gute Stichsäge mit den richtigen Sägeblättern. Mit meiner habe ich erst Türblätter gekürzt und wirklich ordentliche und gerade Schnitte hingekommen.

 

Angekokelte Flächen? Nein, nur beschriftete und etwas lackierte.

Bei klein geht es um Stücke mit Kantenlängen von vielleicht 30 cm, die in kleinere Teile zersägt werden. Z. B. der Fuß oder der Holzständer meiner Stehlampe (http://www.ich-bin-heimwerker.de/wp-...terer-teil.jpg)

Für alles, was größer ist, muss dann halt doch Stichsäge oder Baumarkt herhalten..

 

Mit der Stichsäge an sich arbeitet es sich auch sehr gut - Nur am Ende eines Werkstücks wandert der Schnitt aus irgendeinem Grund vom Parallelanschlag weg und verlässt außerdem den rechten Winkel.

Ich habe vorhin allerdings gelesen, dass man wohl mit gaaaaanz wenig Druck sägen soll. Das werde ich nebenbei auch mal probieren, aber ich glaube nicht wirklich daran..

 

Zitat von ichbinheimwerker
Angekokelte Flächen? Nein, nur beschriftete und etwas lackierte.

Bei klein geht es um Stücke mit Kantenlängen von vielleicht 30 cm, die in kleinere Teile zersägt werden. Z. B. der Fuß oder der Holzständer meiner Stehlampe (http://www.ich-bin-heimwerker.de/wp-...terer-teil.jpg)

Für alles, was größer ist, muss dann halt doch Stichsäge oder Baumarkt herhalten..

... dann könnte DIE HIER vielleicht eine Lösung sein. Ich habe die Bladerunner selbst und bin damit sehr zufrieden und die Staubabsaugung ist wirklich perfekt ...

 

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