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Hinterlüftung einer Wandverkleidung mit Profilholz

07.12.2013, 17:48
Ich habe ein Wochenendhaus, welches Mai bis Oktober an Wochenenden benutzt und dabei das Wohnzimmer im Mai und im September und Oktober durch einen Einzelofen (mit Holz) beheizt wird.
Die Wände sind jetzt tapeziert (Tapete auf Gipsputz, Wand mit Hohlblock Bimssteinen). Ich will die Wände nun mit Profilholz verkleiden.
Hierbei soll zwischen die Latten (24 mm) der Unterkonstruktion eine Dämmung aus Mineralwolle (20 mm) eingebracht werden.
Zwischen Profilholz und Uko ist eine Folie als Dampfsperre vorgesehen.

Meine Frage ist nun: Hinterlüftung Ja oder Nein?

Meine bisherige Überlegung ist, dass eine Hinterlüftung (also ein Abstand zwischen Folie und Holz) nicht sinnvoll ist; ich erwarte, dass sich auf der Folie Kondenswasser und in der Folge Schimmel bildet. Denn während des Aufheizens des Raumes wird warme mäßig feuchte Luft auf die (noch) kalte Folie treffen. Da ständig Luft zirkuliert wird dabei auch ständig neue Feuchtigkeit herangeschafft. Wenn ich aber auf Hinterlüftung verzichte und die Profilbretter direkt auf die Folie anbringe wird es keinen ständigen Transport von Luft und damit Feuchtigkeit an die Folie geben. Geringe Feuchtigkeitsmengen an der Folie werden vom Profilholz aufgesogen.

Gibt es hierzu Meinungen und Erfahrungen?
 
Hinterlüftung, Wandverkleidung Hinterlüftung, Wandverkleidung
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12 Antworten
Moin.

Eine Hinterlüftung ist ein muss!

Anderere Frage:
Warum willst du 20mm dämmen?
Der Effekt wird wenig bis gar nicht spürbar sein.

 

Auch ich würde auf eine Hinterlüftung auf keinen Fall verzichten.
Ob es so sinvoll ist INNEN zu dämmen, kann ich nicht sagen??

 

Habe eine Wand mit Paneele verkleidet und hinter lüftet, und 30 mm Löcher mit Rosetten, die Sparschalung 5 cm große Schlitze in die Leisten gefräst. und oben geschickt versteckt die Löcher in den Deckleisten. Bis jetzt ist alles trocken.

 

Janinez  
selbst in alten Hütten (kleinen Häuschen aus Holz ) so um 1900 rum wurde immer Hinterlüftet, wenn innen Panele aufgebracht wurde

 

Hallo User kraemerk,
da Du Holz zum Vertäfeln nimmst, kannst gleich Styropor-Platten nehmen !...aber,
erst die Latten im 50er Raster, so dick und breit wie die Styro-Platten sind und Styropor zwischen klemmen...dann hast Du erst mal eine ebene Fläche ! Jetzt kommt hier eine gute Folie drauf, gibt es speziell für Dachboden-Isolierung,....
diese ÜBERLAPPEND auf die Lattenkonstruktion antackern ! JETZT erst kommt die
Lattung drauf, wo Du dann die Holz-Paneele mit verdeckten Klammern anbringst !
dann ist die Paneele hinterlüftet, und die Wand "etwas" isoliert !
In Steinwolle kommt schnell Feuchte zusammen.... deshalb würde ich Styropor oder PU- Schaum nehmen....die Alternative wäre noch mit Styropor- kaschierte Gips-Platten und einfache Unterlattung !
Gruss von Hazett

 

Geändert von Hazett (08.12.2013 um 15:41 Uhr)
Auf alle Fälle Hinterlüften!!

Die Luft muss zirkulieren können, also sollten die Profilbretter etwas Abstand zu Decke/Boden haben.

 

Zunächst vielen Dank an Alle, die geantwortet haben.

Styropor statt Steinwolle als Isolierung zu verwenden sehe ich ein, allerdings wollte ich ursprünglich lieber nicht brennbares Material verwenden.

Die Wandverkleidung mache ich aus optischen/kosmetischen Gründen, die Dämmung ist in Bezug auf Wärmedämmung nur ein Nebeneffekt, ich denke eher, dass aufgrund der Anhebung der Oberflächentemperatur auf eine Hinterlüftung verzichtet werden kann, denn diese hat meines Erachtens den schon beschriebenen negativen Effekt von Schimmelbildung, und kostet Raum (der im Wochenendhaus knapp ist).

Leider hat keiner von Euch, der für eine Hinterlüftung ist, dies (bauphysikalisch) begründet. Laut Fachliteratur ist nur bei Feuchträumen (Küche, Bad, Keller) eine Hinterlüftung des Profilholzes erforderlich.

 

Ohne Hinterlüftung kann die Feuchtigkeit nicht vernünftig abtransportiert werden.
Dieser Transport ist unverzichtbar, ansonsten sammelt sich zwischen Folie und Paneelen Wasser. Die Folgen kannst du dir ausmalen.

Eine Hinterlüftung wird bei nahezu allen vorgehängten Bauteilen eingebaut.
Ob bei GKB, GKF oder Paneelen. In allen Räumen.

Edit:
Ich durchsuche gerade mein Bautechnik Buch, bei Erfolg melde ich mich.

 

Geändert von Tackleberry (09.12.2013 um 21:30 Uhr)
Also ehrlich gesagt, würde ich nie von innen dämmen und bin auch absolut kein Freund von irgendwelchen Vorwänden. Schon gar nicht, wenn dahinter auch noch Gipsputz ist.

 

Ich habe weitere Hinweise zum Hinterlüften gefunden. Es scheint so zu sein, dass der Gipsputz auf der Innenseite der Mauer nicht zu trocken werden darf und atmen können muss. Eine Innendämmung würde die Atmung behindern und zum Austrocknen führen. Deshalb neige ich jetzt dazu, großzügig zu Hinterlüften und die Dämmung wegzulassen.

 

Wo hast Du diese Informationen gefunden?

  • Gipsputz darf nicht zu trocken werden??? Gut, wenn man auf nasse Wände steht.....
  • Wieso würde eine Dämmung die Atmung behindern? Auch eine Dämmung kann man hinterlüften und vergleiche mal die Wasserdampfdiffusionswiderstandszahl einiger Baustoffe. Da liegt Styropor etwa gleich mit Holz. Wobei ich aber generell nichts von Innendämmung halte.
  • Keine Atmung (ich würde lieber Lüftung sagen) führt zum austrocknen? Das ist ganz großer Unfug und erreicht eher das Gegenteil.
Mich würde auch mal interessieren, was viele unter dem Begriff "Atmung"verstehen.

Egal wie Du nun zu Deinem Entschluss gekommen bist, ich halte es für einen Schritt in die richtige Richtung. Wobei ich mir die Wandverkleidung nochmal überlegen würde.

 

Ich habe dieses Projekt jetzt abgeschlossen.
Eine Wand im Wohzimmer habe ich mit Paneelen verkleidet, denn an dieser Wand steht ein Bett. Jetzt wird die Wand als deutlich wärmer empfunden.
Die Paneele habe ich senkrecht angebracht, oben und unten sind 5cm Abstand zu Wand bzw. Decke.
Die UKO besteht aus quer an die Wand gedübelten Dachlatten, es wurden Durchsteck-Dübel 8 mm verwendet. Zwischen Latte und Wand kam bei jedem Dübel eine M12er Mutter (die sind billig) als Abstandshalter. Zwischen Latten und Wand ist jetzt (nahezu) überall ein Zwischenraum von ca. 10 mm, sodass die Luft (relativ) ungehindert senkrecht aufsteigen kann.

Die Dübellöcher (in Hohlblock) habe ich mit meiner GSB 21-2 RCT gebohrt. Die 8er Schauben drehte mein GSR 10,8-Li ein, zum Ablängen der Profilbretter benutzte ich meine GKS 10,8-Li, wobei ich sie an einem Anschlagwinkel entlang geführt habe.

 

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