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Hilfe bei Oberfräsen Auswahl: Parkside oder Ferm

29.01.2015, 10:58
Hallo,

ich bitte die Erfahrenen Fräser unter Euch mir eine Hilfestellung zu geben. Ich wollte mich einmal an der Oberfräse versuchen und habe 2 Stück zur Auswahl vor mir liegen:

LIDL Parkside POF 1200 A1 :

  • Nennaufnahme: 1200 Watt
  • Leerlaufdrehzahl: n0 11000–30000 min-¹
  • Fräskorbhub: 55 mm
  • 12er Zubehörset
  • Zur vielseitigen und präzisen Bearbeitung von Holz, Kunststoff, Leichtbaustoffen und Buntmetallen
  • Stufenlos einstellbarer Tiefenanschlag mit Feinjustierung
  • Einfacher Werkzeugwechsel durch integrierte Spindelarretierung
  • Passend für handelsübliche Fräser mit 6- oder 8-mm-Schaft
  • Frästiefen-Schnellauswahl mit 3-stufigem Revolveranschlag
  • Kopierhülse zur präzisen Reproduktion von Schnittformen
  • Zirkelspitze für Kreisschneidefunktion
  • Enthaltenes Zubehör: 12-teiliger Fräsersatz in Kassette, 1 Parallelanschlag, 1 Kopierhülse, 1 Zirkelspitze, 2 Spannzangen (6 und 8 mm), 1 Maulschlüssel, 1 Sechskantschlüssel, 1 Adapter zur externen Staubabsaugung inklusive Reduzierstück
FERM PRM1015:
- Ergonomische Handgriffe mit Softgrip für optimalen Arbeitskomfort
- Für Präzisionsarbeit: auf 0,1 mm genaue Tiefeneinstellung
- Variable Drehzahlregulierung
- Mit 2 LED-Lampen zur besseren Ausleuchtung Ihres Werkstücks
- Mit Anschluss für Staubabsaugung
- Extra langes Kabel, 3 Meter
- Max. Frästiefe60 mm
- Max. Fräserdurchmesser30 mm
- Spannzangendurchmesser6 + 8 mm
- Leistungsaufnahme1300 W
- Leerlaufdrehzahl9.000 - 30.000 /min
- Frequenz50 Hz
- Inklusive1 Parallelanschlag - 1 Kopierhülse - 6-tlg Bitsatz - Schlüssel - Sechskantschlüssel - Staubabsaugungsadapter

Vom Preis sind beide gleich (habe die Ferm günstiger bekommen).

Der Vorteil der Ferm ist, dass der Fräsbereich ausgeleuchtet ist, die Tauchrohre ummantelt sind und die Drehzahl am Handgriff eingestellt werden kann. Der EIN-Schalter kann auch arretiert werden.

Was ich bei der Parkside besser finde ist, dass sie VIEL leichter ist als die Ferm und sie ein größeres Zubehör hat. Auch wenn der Arbeitsbereich nicht ausgeleuchtet ist und die Drehzahl nicht am Griff eingestellt werden kann würde ich dennoch zu der Parkside tendieren. Auch wenn man den EIN-Schalter nicht arretieren kann.

Da ich absoluter Fräs-Anfänger bin, kommen vom Preis nur diese beiden in Betracht. Habe mir die Bosch und die Einhell angesehen. Dort kommt das Zubehör noch dazu und sprengt deshalb den Rahmen.

Welche Empfehlung gebt Ihr? Spielt das Gewicht eine Rolle???

Danke!
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25 Antworten

Die besten Antworten

Hallo,

mal ganz ehrlich, für das Geld bekommst Du nicht einmal vernünftige Fräser.

Ich würde die Finger von solchen Chinakrachern lassen, nicht auszudenken was passieren kann wenn es bei 30000 Umdrehungen einen Fräser zerlegt oder er aus der Spannzange rutscht.
Oh das ist schwer.
Meiner Meinung sollte sich der Schalter bei einer Handfräse nicht arretieren lassen. Wegen Arbeitsschutz. Sollte mal was sein und das Ding fällt aus der Hand läuft die Maschine weiter. Nicht so gut. Zubehör sollte schon reichlich dabei sein. Zu leicht sollte das Gerät auch nicht sein. Dann kippelt es schneller beim fräsen. Beleuchtung ist gut ist aber ein Gimmik. Auch ein stabiler Koffer ist nicht schlecht, nich Pappkarton. Die Führungsrohre ummantelt, na gut. Muß aber auch nicht unbedingt sein. Spannhülsen 6 + 8 mm ist wohl bei jeder Firma bei.
Ich habe seit ca. 8 Jahren eine Mannesmann. Und bin zufrieden.
Die Entscheidung kann dir sicher keiner so richtig abnehmen.

 

Hallo,

mal ganz ehrlich, für das Geld bekommst Du nicht einmal vernünftige Fräser.

Ich würde die Finger von solchen Chinakrachern lassen, nicht auszudenken was passieren kann wenn es bei 30000 Umdrehungen einen Fräser zerlegt oder er aus der Spannzange rutscht.

 

Zitat von Tscharlie
Hallo,

mal ganz ehrlich, für das Geld bekommst Du nicht einmal vernünftige Fräser.

Ich würde die Finger von solchen Chinakrachern lassen, nicht auszudenken was passieren kann wenn es bei 30000 Umdrehungen einen Fräser zerlegt oder er aus der Spannzange rutscht.
Das ist Richtig. Ich habe die Preise für Fräser gesehen. Die Maschine ist mehr zum Testen gedacht. Für 1-2 kleine Hängeschränke und vielleicht für eine gezinkte Schublande. Wenn alles klappt und mir das fräsen gefällt, steige ich natürlich eine Liga auf
Jedoch um zu testen, was eine Oberfräse überhaupt ist, sollte es etwas Einfaches sein.

 

Woody  
Ich kenne weder die eine noch die andere von dir priosierten Fräsen. Über welchen Preis reden wir hier eigentlich?

Für eine spätere Weiterverwendung als stationäre OF fix in einem Tisch verbaut würde ich allerdings die OF mit den ummantelten Führungsrohren und den fixierbaren Einschalter bevorzugen. Kann aber aus deiner Beschreibung nicht erkennen, auf welche OF das nun zutrifft.

Und sei versichert: du wirst Megaspaß mit der OF haben, wenn du mal die Anfängerschwierigkeiten überwunden hast.

 

Okay, vergleichen wir mal. Die Ferm kostet bei Amazon knapp 80 EUR und hat bei wenigen Kundenbewertungen gerade mal 3 Sterne im Schnitt. Die Parkside-Maschine kostet knapp über 40 EUR und hat auch noch Fräser mit dabei, die wie Tscharlie schon angedeutet hat, nicht mal halbwegs vernünftig sein dürften. Dummerweise haben die verwendeten Fräser ein besonders hohen Anteil an der Qualität der Fräsung. Und bei dem Preis kann ich mir nur schwer vorstellen, dass an der Maschine selbst nicht auch noch ordentlich gespart wurde.

Ich selbst habe die Einhell RT-RO 55, die mit 70 EUR zwar günstiger ist als die Ferm-Maschine, aber trotzdem eine ordentliche Maschine ist, was man bei den deutlich mehr Rezensionen und den 4,5 Sternen als Bewertung sehen kann. Da wurde das Geld lieber in das Gerät gesteckt als in die Beilage von irgendwelchen Hackmessern als Fräser. Einen günstigen Fräsersatz hatte ich mir damals auch zugelegt, musste aber schnell erkennen, das die Dinger nichts taugen. Daher habe ich mir später einen Satz ENT-Fräser besorgt, die ein gutes Preis-/Leistungsverhältnis haben und von der Qualität deutlich besser sind als der Ramsch, den ich vorher hatte und der vermutlich auch bei der Parkside-Maschine dabei ist.

Die Arretierung des Einschaltknopfes kriegt man übrigens auch problemlos mit einem Kabelbinder hin, wenn man die Fräse in einen Tisch einbauen möchte.

Wenn Du Dich hier im Forum umschaust, wirst Du auch viele Stimmen finden, die für die Bosch POF 1400 ACE sprechen, vermutlich auch nicht ohne Grund. Die Zeitschrift "selbst ist der Mann" hatte mal einen Oberfräsentest drin. Schau ihn Dir mal an, dann siehst Du auch, auf was man alles beim Kauf achten kann.

 

Da Du dich nur auf diese zwei Modelle festlegst würde ich dir zur Ferm raten.
Sie macht allein optisch schon einen hochwertigeren Eindruck.
Der Motor ist etwas kraftvoller als die Parkside.
Die ummantelten Tauchrohre, die integrierte Beleuchtung, und die Drehzahlregelung am Handgriff sind schon mal kleine Pluspunkte.
Die Arretierung des Netzschalters ist bei der Benutzung im Frästisch ein grosser Vorteil und wäre für mich ein weiterer Pluspunkt. Man sollte nur beim einstecken des Netzsteckers darauf achten, dass der Schalter nicht versehentlich arretiert ist.
Die Frästiefe ist zwar nur 5mm mehr als beim anderen Modell, aber lieber mehr als zu wenig.
Die niedrigste Drehzahl liegt bei der Ferm um 2.000 /min niedriger und kann ebenfalls irgendwann von Vorteil sein.

Als Einsteigermaschine wäre die Ferm für mich der Favorit.

 

Hm, echt schwer, so richtig setzt sich kein Bewerber ab. Ich würde Dir zur Parkside raten. Aus dem einfachen Grund, das ich bisher mit der Firma nur gute Erfahrungen gemacht habe (2 Akkuschrauber, einen Nass/Trockensauger, mehrer Bitsätze)

Zum probieren in Fichte/Tanne werden die Fräser auch reichen, aber ich würde Dir auch raten, schnellstens vernünftige Fräser zu besorgen. Dann macht auch das Arbeiten mehr spaß ;-)
(Die von Feine-Werkzeuge angebotenen Fräser sind von guter Qualität und relativ preiswert)

 

Man kann auch bei guten Maschinen auf die ******** fallen, jedoch wenn ich bedenke, dass mein letzter Fraeser teurer war, als die Parkside.....
Ich wuerde die Ferm nehmen
Habe ne Makita als handgefuehrte im Einsatz, aber das ist ne andere Liga, und ich bereue es, dass ich die Version ohne Beleuchtung genommen habe

 

Sehe es auch so wie RedScorpion und würde, wenn ich eine von den beiden nehmen müsste, die Ferm nehmen.

 

Ich kann Dir nur meine Erfahrung mitteilen, auch ich hatte mir anfangs eine billige OF der Marke Alphatools gekauft, damit war ein halbwegs genaues Arbeiten nicht möglich, der Revolveranschlag hatte Spiel, so das eine genaue Tiefefräsung nicht möglich war, der Fräser hatte zu allen Seiten unterschiedliche Abstände, die Fräse lies sich nur ruckartig nach unten bewegen, der Tiefenanschlag war nur im mm Bereich zu nutzen und sehr ungenau. Alles in allem war damit nicht ohne Frust zu arbeiten, so das die Maschine lange Zeit in der Versenkung verschwand und ich nichts mehr von OF wissen wollte. Nach langer Zeit habe ich mir dann vernünftige Fräsen (Dewalt DW622 und Triton TRA001) zugelegt, damit macht das Arbeiten spass, da die Ergebnisse sehr gut sind, die Triton ist im Frästich eingebaut und die Dewalt wird für alles andere genutzt.
Ich rate Dir lieber etwas zu sparen, und wenn Du wirklich keinen Spass am Fräsen findest, kannst Du die teurere Fräse viel besser weiter verkaufen, meine Alphatools Fräse wollte keiner mehr haben.

Die Fräser die bei den günstigen Fräsen dabei sind, sind meist auch nur für eine Fräsung zu gebrauchen. Besser Du kaufst Dir einen guten Frässatz oder die Fräser so wie Du sie benötigst aber dann von guter Qualität.

 

Achte auch beim Kauf darauf, das du Kopierhülsen in versch. Grössen für das ausgesuchte Modell bekommst.

 

Aus eigener Erfahrung ebenfalls:
ich habe als Anfänger im Bereich "Fräsen" mir im November letzten Jahres ebenfalls eine Einsteiger-Fräse gegönnt, eine Fux-Powertools aus der Bucht für schlappe 69 Euronen.

Zum üben. Die Maschine hat mich überrascht, nachdem ich soviele Horrorgeschichten im I-Net über die vermeintlichen Billiggeräte gelesen habe. Klein, kompakt, kraftvoll. Für Übungszwecke genau richtig. Ich gebe aber zu, dass ich die Maschine mit meinen popeligen Projekten bisher wahrscheinlich nicht ansatzweise an ihre Grenzen gebracht habe. Von daher höchstens was aus meiner (ebenfalls) Anfängersicht:

- die beigelegten Fräser sind zum Üben unter Beachtung gewisser Sicherheitsregeln nutzbar
- der beigefügte Paralellanschlag aus gebogenem Blech taugt nichts. Daher ist ein jetziges Projekt das Erstellen eines vernünftigen Anschlages, der Stabilität verspricht
- die Staubabsaugung aus Kunstoff verdeckt den Fräser und macht Freihandfräsen unmöglich
- zudem reicht bei angeschraubter Staubabsaugung die Frästiefe nicht aus, um einige Sachen umzusetzen
- der Revolveranschlag, sowie die Tiefeneinstellung und Feinjustierung an der Maschine ist grottig. Ein Nachbearbeiten der Vollplastelin-Stangen war notwendig
- der Fräserwechsel geht mit der Spindelarretierung relativ gut
- die beigefügte Kopierhülse mit 17mm Durchmesser erfüllt ihren Zweck, allerdings finde ich zur Zeit keine 30mm Hülse, da der Lochabstand in der Grundplatte zum Aufschrauben nicht unbedingt genormt ist

Alles in allem möchte ich sagen, dass trotz der Nachteile der Kauf nicht zwingend ein Fehler darstellt. Allerdings solltest Du Dir bewußt machen, dass Du zum Reiten lernen auf ein querlaufendes Pony ohne zukaufbaren Sattel steigst und nicht auf einem geschulten Zuchthengst sitzt, der weiß, wo es langgeht.

 

Geändert von ruesay (29.01.2015 um 17:09 Uhr)
By the way: ich würde auch eher die Ferm nehmen. Macht auf mich auch den "besseren" Eindruck der beiden Maschinen.

 

Danke für die vielen Empfehlungen. Ich bin wieder geneigt von der Parkside abzuweichen.
Bisher hatte ich eher gegen die Ferm tendiert. Grund war, dass sich die Parkside qualitativ hochwertiger anfasst. Sie gleicht einem Bosch Gerät, zumindest vom Plastik her. Bei der Ferm ist die Skala so "pappig" aufgeklebt, dass sie Wellen schlägt.

Ich dachte das hohe Gewicht der Ferm sei nachteilig. Scheint aber doch von Vorteil zu sein.
Ich muss in diesem Falle nur noch für ein Fräser-Set investieren, denn die mitgelieferten Fräser bei der Ferm sind sehr dürftig. Reichen würden sie für den Anfang, da ich Fichten oder Kiefernholz bearbeiten werde.

Preislich liegen die Maschinen für mich fast gleich,
Die Parkside habe ich für 41,- inkl. Versand gezahlt, für die Ferm 49,- Euro im Amazon Marketplace (Kundenrückläufer).

 

Zitat von RockShox
Das ist Richtig. Ich habe die Preise für Fräser gesehen. Die Maschine ist mehr zum Testen gedacht. Für 1-2 kleine Hängeschränke und vielleicht für eine gezinkte Schublande. Wenn alles klappt und mir das fräsen gefällt, steige ich natürlich eine Liga auf
Jedoch um zu testen, was eine Oberfräse überhaupt ist, sollte es etwas Einfaches sein.
Ganz ehrlich, wenn du mit der falschen Maschine Erfahrung sammelst, dann fräst du vielleicht nie wieder obwohl es mit der richtigen Maschine ganz viel Spaß gemacht hätte.

Ich hatte mal (vor vielen Jahren) eine Oberfräse, die ich eigentlich nie benutzt hatte. Hat mir schlichtweg nicht gefallen. Die Einstellmöglichkeiten waren hakelig und ungenau....

Ich entschied mich irgendwann das Ding zu entsorgen.

Jahre später brauchte ich was handliches und entschied mich für die GFK600. Der Spaß begann und nun gehört sie zu meinen häufigst genutzten Geräten. Eine Große Oberfräse kam dann irgendwann auch, aber eher für den Frästisch. Die GFK reicht für Gelegenheitsarbeiten allemal und ist dabei noch sehr handlich.

 

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