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Hilfe / Anregung für Dachausbau/Dämmung (Lagerraum, kein Wohnraum)

02.05.2015, 20:00
Hallo,
ich wollte mir auf diesem Wege einmal Anregungen und Tips von Heimwerker holen, die mehr Ahnung haben als ich. Ich bin Laie, habe bisher eine Terrassenüberdachung, ein Kinderholzhaus (nach Anleitung) und passende Spielmöbel selbst gebaut

Jetzt habe ich vor unseren Speicher als Abstellraum etwas umzubauen. Ich habe 3 Bilder hochgeladen zum besseren Verständnis. Dazu soll die Decke besser gedämmt werden und ein EINFACHER Bodenbelag drauf um nicht auf den Balken jonglieren zu müssen. Die Schrägwände sollten dann auch gedämmt werden. Es soll so einfach wie möglich werden.

So wie ich es bisher verstanden habe, habe ich ein sogenanntes Kaltdach. Ich habe in dem OG unter dem Speicher 2 Schlafzimmer und 1 Bad, also Feuchträume. Als Decke zum Speicher habe ich Rigipsplatten (???). Keine feste Betondecke, sondern leicht mit einem z.B. Holzbohrer ohne Druck zu durchbohren. Nimmt also gut Feuchtigkeit auf, leitet sie nach oben ab. Die Dämmung ist wohl Atmungsaktiv und leitet die Feuchtigkeit nach oben ab. Wir haben kein Problem mit Feuchtigkeit.

Ich hoffe ich habe das System richtig verstanden (bitte um Korrektur).

Mein Plan sieht aus:
Auf dem Speicher die Dämmung erhöhen, bis zu den Balken. Dann Schalbretter drauf, mit ca. 5mm Abstand. Damit Feuchtigkeit weiterhin nach oben abgeleitet werden kann. OSB Platten wollte ich keine Verwenden, da ich die Gefahr sehe, dass diese Feuchtigkeit nicht durchlassen und die Dämmung darunter schimmelt.
Ist es zu empfehlen die Dämmung mit den Balken gleichzuziehen und die Schalbretter direkt drüber? Oder sollte man eine Konterlattung wählen, damit die Belüftung besser ist? Ectl. könnten die 5mm zwischen den Brettern reichen?

Die Schräge wollte ich auch Dämmen und zu der Folie, bzw. den Ziegeln ca. 5cm Luft lassen, damit die Dämmung von aussen her belüftet wird. Eine Dampfsperrfolie wollte ich keine VOR die Dämmung (zum Raum hin) spannen, da ich befürchte die ursprüngliche Belüftung des Kaltdaches zu beeinträchtigen: Badfeuchte durch Decke durch Dämmung durch Schalbretter durch Dämmung durch Folie/Ziegel/ nach aussen.

Ein Nachbar in unserer Hausreihe hat die Variante: Dämmung auf Boden - OSB Platte - Dampfsperrfolie - Schrägdämmung - Folie/Ziegeln.
Ich denke mir, in dieser Variante fehlt die "Atmung"!?

Vielleicht kann mich ja jemand unterstützen???

Danke & Gruß
Karsten
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8 Antworten
Dog
Wenn das nur ne Rumpelkammer werden soll würde ich da garnichts dämmen, einfacher Bretterboden auf die Balken und gut.

 

Zitat von Nublon
Wenn das nur ne Rumpelkammer werden soll würde ich da garnichts dämmen, einfacher Bretterboden auf die Balken und gut.
Die Dämmung ist für das Wohlbefinden darunter
Im Sommer 29 Grad im Schlafzimmer sind ein paar Grad zuviel... Deshalb ist die Dämmuing Pflicht. Sollte noch 120mm drauf.

 

Dog
Dann sollte es genügen die Balken aufdoppeln und Klemmfilz einlegen, darauf Bretter.

 

Ich denke erstmal die Frage: Altbau oder Neubau? Wenn du schon was verbessern willst dann auch Dachdämmung. Die Stärke der Dämmung ist durch die Dachbalken vorgegeben. Steinwolle bietet sich da an, ob in Rollenware oder als Plattenware ist Ansichtssache. Wobei sich Plattenware besser verarbeiten lässt. Dann nochmal Dampfsperre drauf und mit Profilbretter verkleiden, oder auch mit OSB. Beim Fussboden das gleiche. Nochmal Steinwolle und dann OSB in einer angemessenen Stärke.
Es soll ja nichts durchbiegen und eine Last solle es ja auch aushalten. Auf keinen Fall Styrodur oder ähnliches, da sist was für Fassadendämmung. Frage: Wo kommt im Dachgeschoß Feuchtigkeit her ? Wenn im Geschoß darunter ein Bad ist und dieses hat keine separate Lüftung ist das sträflicher Leichtsinn.

 

Also, das Haus ist 14 Jahre alt.
Das Bad, sowie alle Zimmer im OG haben Fenster, sind also gut belüftet. Ich dachte nur, mit OSB riegele ich alles hermetisch ab, wodurch doch Schimmel leichter entstehen kann. Oder irre ich mich?

 

Na 14 Jahre ist ein Neubau. Ich hab deswegen gefragt weil früher die Decken ganz anders aufgebaut waren. Ich würde es dennoch so machen wie schon beschrieben. Auch die OSB sind Holzplatten und riegeln nichts hermetisch ab. Also nochmal Steinwolle bis auf Balkenstärke (Deckenbalken nicht Dachbalken !) und dann Dielung, vielleicht auch Rauspund.

 

Ich hab da mal tante google bemüht und was gefunden, man sollte schon einiges beachten:
http://www.klima-sucht-schutz.de/mod...mung-schimmel/

 

Kommt auf den OSB Typ an, es gibt OSB Platten (glaube Typ 5) die mit einem hohen Anteil von PU Kleber verleimt sind. Deren sd-Wert (Wasserdampfdurchlässigkeit) ist zwar rechenbar, geht aber richtung kein Durchgang.

Aber so wie redfox es sagt passt es doch gut.

Klemmfilz rein zwischen die Balken am Boden. Wenn du das nicht möchtest geht auch Polystyrol, passgenau zugeschnitten und eingelegt. Darüber Verlegeplatten einfach oder zweifach, auch abhängig welche Belastung du hast und wie dick die Platten sind. Persönlich tendiere ich zu zweifach im Kreutzgang verlegt.
Zusätzlich würde ich noch die Dachschräge dämmen und danach eine Dampfsperre/-bremse einziehen, somit verliert dein Haus nach oben kaum WÄrme und im Sommer bleibt es schön kühl darunter. Dampfbremse/-Sperre sollte aber so oder so noch kommen.

 

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