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Heizung und entlüften

02.10.2013, 22:04
Hallo Gemeinde,

Wir ihr ja wisst, wohne ich in einer Wohnung. Langsam bekomme ich aber die Kriese. Seit anfang an, weis ich, das ich in der 3 Etage der Letzte im Haus bin und das das mit der Heizung son problem sein könnte. Nun wohne ich in der Wohnung schon einige Jahre. Immer wieder im Herbst muss ich in den Heizungskeller und Wasser nachfüllen und bei mir in der Wohnung entlüften. Alles kein Problem. Ok manchmal musste ich in der kalten Jahreszeit auch das ganze ein zweites mal machen.

Wie jedes Jahr, es wird langsam kalt, ich muss in den Keller, Wasser nachfüllen und dann entlüften. Wie das geht, weis ich ja, ich habe ja auch schon einen Artikel (Heizkörper entlüften) darüber geschrieben.
Vor 3 Wochen war es nun so weit. Wasser rein, Luft raus. nach zwei Wochen durfte ich das ganze schon wieder machen. Und Heute, ihr dürft gerne raten, wass ich machen musste, bevor ich was zu essen von meiner Frau bekommen habe....
Langsam nert das. der Vermieter weis auch schon bescheid, aber der macht nicht wirklich was...
Ich möchte gerne den Vermieter Lösungen aufzeigen, wie man das Problem lösen kann.
Dazu brauche ich eure Hilfe. Habt ihr Ideen, Wie man das lösen kann?

Ich persönlich frage mich wo das ganze Wasser hin ist, das ich all die Jahre eingefüllt habe. Im Keller habe ich schon geschaut, ob die Heizungsrohre undicht sind. Es ist allerdings alles trocken. Die anderen Mieter haben auch keine undichte Stellen...

Nun seit Ihr an der Reihe

Anbei packe ich noch Bilder vom Druckmesser an der Heizung.
 
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Die besten Antworten

Moin,
wenn du auffüllst und dann entlüftest, je nachdem wieviel Luft im System ist fällt der Druck natürlich wieder und es muss wieder nachgefüllt werden.


Beim nachfüllen gibt es ein paar Regeln, auch wenn bestimmt bekannt, schreib ich sie hier mal hin, vllt. gibt es den ein oder anderen der es gebrauchen kann.

1. Alle Heizkörper auf 5 drehen.
2. Erst Wasserhahn vom Schlauch aufdrehen, dann das Ventil (langsam) von der Heizung.
3. Nach dem befüllen erst Ventil Heizung (langsam) zu dann Wasserhahn.
4. Heizung laufen lassen, dann entlüften
5. Je nachdem wie viel Luft drinne war nochmal nachfüllen.

Normaler Betriebsdruck für Viessmanngeräte (Gasbrennwertgeräte) sind ca. 2 bar, jedoch ausschlaggebend ist was in der Betriebsanleitung steht.

Luft im System sollte man nicht ignorieren, da Pumpe, Heizkörper und die Wärmeabgabe in mitleidenschaft gezogen werden können.

Ein normaler Heizkörper ist aus Stahl und von innen nicht lackiert, am besten ist wenn beim Entlüften aus dem HK schwarzes oder "geschwärztes" Wasser ( weis nicht wie ich es anders beschreiben soll ) raus kommt, das ist totes Wasser, also ohne Sauerstoff, kommt braunes raus rostet der HK oder was anderes im System.

Luft im HK bringt auch nur vorne am Thermostat wärme, am anderen Ende ist kalt, also heizt nicht vernünftig.

Abgesehen davon bietet sich diese Jahreszeit auch an mal zu überprüfen ob die Anlage auch gescheit eingestellt ist.

z.B., das hatten wir als wir neu eingezogen sind, HK oben warm und Rücklauf fast genauso warm, sprich der Vorlauf mit z.B. 70 Grad und der Rücklauf mit 65 Grad, das ist absolut ineffektiv und sollte korrigiert werden.
dausien  
Da auch ich in der obersten Wohnung unter dem Dach wohne haben wir exakt das gleiche Problem, Nach dem Sommer dümpelt der Druck auch so bei 1,5 bar herum und es muss Wasser nachgefüllt und entlüftet werden. Das ganze geschieht dann im Abstand von ein paar Tagen 2 -3 mal bis die Heizung zufriedenstellend läuft.
Das Prozedere nervt jedes Jahr, an einer Dauerhaften Lösung wäre ich auch interessiert.

 

eigentlich gibt es für den Vermieter nur die eine Lösung, mal einen Fachmann kommen zu lassen.
Aus meiner Heizerfahrung kann ich nur beisteuern:

defekte Gummiblase im Ausgleichbehälter
defekte Ventile
andere Undichtigkeiten
beim Befüllen sollten alle Ventile AUF sein und oben ein Belüftungsventil (darauf habe ich früher nicht geachtet - hier ist unser System ein wenig grösser und wegen dem Austausch einiger undichter Ventile hatten wir das Spiel leider mehrfach)

Dummerweise sieht man Undichtigkeiten nicht im Betrieb der Heizung. Das Wasser ist so heiss (63-90°C), dass es beim Austritt sofort verdampft bzw. verschwindet.
Aber egal.
Da muss ein Fachmann ran.
Die Frage lautet daher (leider) eher: wie gehe ich rechtlich sauber vor, damit mein Vermieter seinen Hintern bewegt.
:-)

 

Beobachte bitte mal, ob sich der Druck mit der Temperatur ändert. Wenn ja, funktioniert Dein Ausdehnungsgefäß nicht (kann unterschiedliche Ursachen haben)und es entsteht beim Heizen ein Überdruck, der abgebaut wird. Entweichender Wasserdampf muss nicht tropfen. Kühlt die Heizung wieder ab, entsteht so ein Unterdruck und Luft kann eingezogen werden. Dann wird die Heizung wieder heiß..... Ein Teufelskreis.

Mal etwas anderes, warum haust Du da so einen enormen Druck drauf?

 

Zitat von dausien
Nach dem Sommer dümpelt der Druck auch so bei 1,5 bar herum und es muss Wasser nachgefüllt und entlüftet werden.
Wer sagt das denn?
Im Moment ist unsere Heizung aus (logisch, friert ja noch nicht) und hat unter 1,5 bar. Im Betrieb steigt der Druck auf bis zu 2,5 bar. Meine Theorie ( :-) ) ist, dass höhere Drücke nur unnötigen Druch auf alle möglichen Ventile machen. Deshalb habe ich nicht den Ehrgeiz, die Heizung bis zum Maximaldruck aufzufüllen.

Und mich interessiert:
gibt es einen optimalen Druck? Warum reicht nicht 1,1 bar?

 

Woody  
Es könnte das Druckausdehnungsgefäß (ich hoffe man nennt das so) in der Therme selbst schuld sein. Sollte beim anklopfen hohl klingen. Normalerweise überprüft das der Installateur bei der Thermenwartung und füllt ggf. Gas (?) nach. Ist meist auch der teuerste Posten auf der Rechnung.

 

Zitat von Heinz vom Haff
Wer sagt das denn?
Im Moment ist unsere Heizung aus (logisch, friert ja noch nicht) und hat unter 1,5 bar. Im Betrieb steigt der Druck auf bis zu 2,5 bar. Meine Theorie ( :-) ) ist, dass höhere Drücke nur unnötigen Druch auf alle möglichen Ventile machen. Deshalb habe ich nicht den Ehrgeiz, die Heizung bis zum Maximaldruck aufzufüllen.

Und mich interessiert:
gibt es einen optimalen Druck? Warum reicht nicht 1,1 bar?

Optimal wäre 0,1bar mal Höhenmeter. Und eigentlich sollte der Druck im betrieb nicht steigen.

 

Zitat von Ricc
Optimal wäre 0,1bar mal Höhenmeter. Und eigentlich sollte der Druck im Betrieb nicht steigen.
Mein Heizungsbauer sagt, das wäre normal. Mmh. Was könnte denn da kaputt sein?
Wir haben einen Holzvergaser und hohe Temperaturen und angeblich (ich habe es nie ausgerechnet) 2.500l Wasser im System.

 

2500L sind ne ganze Menge. Im Betrieb von etwa 90° werden das etwa 75L mehr. Das muss mit dem Ausdehnungsgefäß aufgefangen werden. Gut, es ist nie der ganze Kreislauf so warm und so ein riesen Teil möchte auch keiner. Ist das Ausdehnungsgefäß aber kleiner, wird der Druck nicht mehr aufgefangen und er steigt natürlich. So lange aber der maximale Betriebsdruck nicht überschritten wird, hat Dein Heizungsbauer Recht und es ist nicht so schlimm. Bei der Wassermenge muss mal halt einen Kompromiss finden.

 

Im letzen Jahr hat der Heizungsmonteur gesagt, das ich die Anlage bis zu 3bar auffüllen. Ob das nun richtig ist keine Ahnung...
Am Druckmesser ist ein Sollwert von 2,5bar eingestellt (Roter Zeiger). Die pumpe ich dann auch rein.
Ich war nun auch mal im Keller, das Ausdehnungsgefäss hört sich hohl an.
Der Druck steht noch so wie heute Vormittag nach dem Befüllen. Aber es gluckert schon wieder in Heizkörpern....

 

Den Sollwert kannst Du manuell in der Mitte der Scheibe verstellen. Der dient nur der eigenen Hilfe beim Füllen und hat im Grunde nichts zu sagen.

Auch bei Dir dürfte die Wassermenge das Problem sein. Viele Liter dehnen sich ordentlich aus und wenn der kalte betriebsdruck schon 3bar hat, wo sollen die Liter alle noch hin? Da müsste ein riesen Ausdehnungsgefäß sein.

 

puwo67  
Zitat von Ricc
Optimal wäre 0,1bar mal Höhenmeter. Und eigentlich sollte der Druck im betrieb nicht steigen.
Das würde aber heissen, das am oberen Punkt der Anlage ein Druck von 0,0 bar anliegt. die 0,1 je Höhenmeter entstehen ja schon durch die Höhe der Wassersäule. Ein klein wenig mehr darfs schon sein. Und wenn die 2,5 bar vor dem Entlüften anliegen, halte ich es für ok, denn durch das Entlüften geht ja Druck wieder verloren. Wäre mal interessant zu sehen, wie hoch der Druck nach dem Entlüften noch ist.

Ich tippe hier auch auf ein defektes Ausdehnungsgefäß. Vielleicht muss das Ausdehnungsgefäß auch nur wieder aufgefüllt werden.

 

Geändert von puwo67 (02.10.2013 um 23:22 Uhr)
puwo67  
Zitat von Ricc
Viele Liter dehnen sich ordentlich aus und wenn der kalte betriebsdruck schon 3bar hat, wo sollen die Liter alle noch hin? Da müsste ein riesen Ausdehnungsgefäß sein.
Dafür gibt es ja das Überdruckventil. Allerdings fällt der Druck dann beim Abkühlen wieder.

 

Richtig puwo rein theoretisch wären es oben 0,0 bar. Rein theoretisch, muss eine Heizung aber auch nicht unter Druck stehen. Es reicht, wenn alles voller Wasser ist. Wenn man das so genau hinbekommen würde, wäre es optimal. Da das aber kaum machbar ist, wird natürlich etwas mehr befüllt.
Da die meisten Ausdehnungsgefäße auf 1,5bar ausgelegt sind, nehme ich das auch immer als Richtwert.

 

Zitat von puwo67
Dafür gibt es ja das Überdruckventil. Allerdings fällt der Druck dann beim Abkühlen wieder.
Und genau das (oder so in der Art) kann das Problem sein. Der Überdruck entweicht und beim Abkühlen entsteht ein Unterdruck.

 

Moin,
wenn du auffüllst und dann entlüftest, je nachdem wieviel Luft im System ist fällt der Druck natürlich wieder und es muss wieder nachgefüllt werden.


Beim nachfüllen gibt es ein paar Regeln, auch wenn bestimmt bekannt, schreib ich sie hier mal hin, vllt. gibt es den ein oder anderen der es gebrauchen kann.

1. Alle Heizkörper auf 5 drehen.
2. Erst Wasserhahn vom Schlauch aufdrehen, dann das Ventil (langsam) von der Heizung.
3. Nach dem befüllen erst Ventil Heizung (langsam) zu dann Wasserhahn.
4. Heizung laufen lassen, dann entlüften
5. Je nachdem wie viel Luft drinne war nochmal nachfüllen.

Normaler Betriebsdruck für Viessmanngeräte (Gasbrennwertgeräte) sind ca. 2 bar, jedoch ausschlaggebend ist was in der Betriebsanleitung steht.

Luft im System sollte man nicht ignorieren, da Pumpe, Heizkörper und die Wärmeabgabe in mitleidenschaft gezogen werden können.

Ein normaler Heizkörper ist aus Stahl und von innen nicht lackiert, am besten ist wenn beim Entlüften aus dem HK schwarzes oder "geschwärztes" Wasser ( weis nicht wie ich es anders beschreiben soll ) raus kommt, das ist totes Wasser, also ohne Sauerstoff, kommt braunes raus rostet der HK oder was anderes im System.

Luft im HK bringt auch nur vorne am Thermostat wärme, am anderen Ende ist kalt, also heizt nicht vernünftig.

Abgesehen davon bietet sich diese Jahreszeit auch an mal zu überprüfen ob die Anlage auch gescheit eingestellt ist.

z.B., das hatten wir als wir neu eingezogen sind, HK oben warm und Rücklauf fast genauso warm, sprich der Vorlauf mit z.B. 70 Grad und der Rücklauf mit 65 Grad, das ist absolut ineffektiv und sollte korrigiert werden.

 

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