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Heizung leeren

21.11.2014, 16:39
Was ist bei Leerung der Heizung zu beachten? In den Heizkörpern verbleibt bei der Leerung immer ein Rest Wasser. Kann bei Frost dort ein Schaden entstehen? Wie wirken die automatischen Entlüfter? Muss dort etwas getan werden, damit das Wasser mit Sicherheit abfließt? Wie stellt man sicher, dass das Wasser in der Heiztherme mit Sicherheit abfließt? Wo gibt es noch Frostgefahr?
 
Heizung, Wartung Heizung, Wartung
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7 Antworten
Ekaat  
Das bißchen Wasser, was in den Heizkörpern verbleibt, kann ruhig gefrieren. Es hat ja genug Platz zum Ausdehnen. Beim Entleeren zunächst den Druck ablassen und danach vom höchstgelegenen Punkt aus abwärts die Entlüftungsventile öffnen. Das gilt auch für selbsttätige Entlüfter (Schnüffelstücke )
Anders sieht es bei der Rücklaufleitung aus: Dort kann sich ein Wassersack bilden, der gefriert und das Rohr schlimmstenfalls zum Platzen bringt. Deswegen, wenn Du eine Heizung stillegen willst, löse die Verbindungen der Rückläufe.
Beachte auch, daß der Ablaß nicht immer der tiefst Punkt ist und somit im Heizkessel - und besonders im Flex (Ausdehnungsgefäß) - noch Wasser verbleibt, was aber durch einen Ablaß am Heizkessel entfernt werden kann.
Außerdem solltzest Du auch sämtliche Brauchwasser-Leitungen einschließlich der Toiletten-Spülkästen leeren. Zum Schluß am Ventil in der Nähe zum Hauseintritt die Entleerungsschraube öffnen.
Ich würde allerdings die Heizung in Betrieb lassen (Schneeflockensymbol an den Thermostaten), weil auch durchfeuchtete Bausubstanz Frost übelnimmt. Und wenn die Temperatur nahe +0°C bleibt, ist das auch nicht so teuer, zumal Du hinterher nicht das Theater mit dem Befüllen und Entlüften hast.

 

Also, ich mach das wie folgt, um ein Heizungs & Brauchwassersystem frostsicher zu entleeren.

Zuerst das jeweilige System normal entleeren und Hähne Entlüfterventile öffnen, damit auch
vermieden wird, das das Wasser noch in Rohren/ Heizkörpern hängt.

Nach dem Leerlaufen alle Hähne & Ventile schließen.
Entleerungsventil am untersten Punkt bleibt noch offen !

So, nun haben wir ja noch sogenannte Wassersäcke in waagerechten Rohren & z.B.
Fußbodenheizringen.

Diese entleere ich mittels Druckluft aus einem Kompressor.
z.B. beim letzten Heizkörper das Entlüfterventil urch einen Druckluftnippel 1/2" ersetzen
und mal mit max 4Bar von oben nach unten durch pusten.
Vor und Rücklauf getrennt (Heitkörperventil & Rücklaufverschraubung) wechselweise geschlossen halten und alle anderen Heizkörperventile zugedreht.
Kalt und Warmwasserrohre in gleicher Weise mit Kompressor.
Dann sollten die Rohrsysteme frostsicher sein.

Nicht vergessen das Kaltwasser vor der Wasseruhr mittels Straßenventil abzusperren.
Kontrollieren, das auch die Wasseruhr leer läuft.

Besonders darauf achten, das nach Entleerung Wasseruhr der Sperrhahn vor und hinter Wasseruhr geschlossen ist, nicht das ein Gemeindewitzbold aufreht und dank offener
Entleerungshähne der Keller geflutet wird !

Link Druckluftstecker 1/2" :
http://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=...F2%22&_sacat=0

 

Geändert von Manfredh (21.11.2014 um 20:10 Uhr)
Muss man nicht auch die Abwasserleitungen von, Spülen, Waschbecken, Duschen, Badewannen und Toiletten sowie die Wasserspeicher und Warmwasserbereiter entleeren? Wird eine Stelle mit Wasserinhalt vergessen, gibt es einen Schaden.
Das Weiterbetreiben einer Gasheizung hat bei mir schon mal zu einem Schaden geführt. Nach einer Abschaltung der Gasleitung für die ganze Straße durch den Versorger ging die Anlage in Störung und schaltete nicht wieder ein. Als ich nach 2 Monaten zurückkam, stand der Keller unter Wasser. Der Schaden blieb nur deshalb gering, weil ich die Wasserabsperrung in der Straße geschlossen hatte. Sicherer wären in dieser Beziehung wohl elektrisch betriebene und temperaturgesteuerte Hochtemperaturstrahler. Ich hab nur ein ungutes Gefühl, wenn diese unbeaufsichtigt laufen.
Gegen Feuchte setze ich den offenen Kühlschrank ein.

 

Stimmt, die Siphons müssen auch geleert werden. Alter Schwamm würde dienlich sein und anschließend mit geknüllter Folie/Schaumstoff/Papier gegen Kanalgerüche sichern.

Kühlschrankoffen laufen lassen dürfte nichts bringen, da das Wasser auf´m Verdampfer (innen) ja auf den Kondensator (außen) prompt wieder verdampft wird.
Stromheizen ohne reduzierung der Feuchtigkeit.

Da wäre ein
http://www.ebay.de/sch/i.html?_odkw=...r&_sacat=69197
mit direkter Ableitung in den Kanal ohne Siphon wohl die bessere Wahl.

PS:
Bei einer Brennwerttherme ist meist auch intern ein Siphon verbaut !

 

Geändert von Manfredh (21.11.2014 um 22:10 Uhr)
Siphon muss mann nicht entleeren das Eis kann sich ausdehnen nur beim Klo wüde ich die Spülung ziehen und ins Klo streusalz rein das klappt auch

 

Mein Kühlschrank ist schon etwas älter. Da ist ein Stopfen im Eisfach. Den herausgenommen und einen Eimer darunter kommt zunächst das geschmolzene Eis und danach die kondensierte Feuchtigkeit. Das Abschmelzen bringt natürlich eine große Menge Wasser, geht aber relativ schnell. Nach dem Leeren reicht der Eimer für längere Zeit. Eine Ablaufleitung musste ich bislang noch nicht legen. Bei Kühlschränken mit einer automatischen Abtauvorrichtung müsste man diese natürlich abschalten. Der Kühlschrank funktioniert dann als Wärmepumpe. So geht keine Kondensationsenergie an Fenstern oder ähnlich kalten Teilen teilweise verloren. Alles bleibt trocken.

 

Mit dem Siphon habe ich noch keine Erfahrung. Ich werde einen Versuch im Eisfach vornehmen. Mit Wasser gefüllte offene zylindrische Dosen im Garten waren im Frühjahr ganz schön ausgebeult. Der Abtauvorgang beginnt offenbar nicht an der Oberfläche. Nur bei sich nach oben wesentlich vergrößernden Querschnitten hätte ich keine Bedenken.

 

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