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Heizung entlüften

02.12.2011, 10:46
Alle Jahre wieder... weihnachtet es sehr. Und natürlich ist wieder "Heiz-Saison".
Einmal abgesehen von unnötigen Kosten, nicht entlüftete Heizkörper geben die Wärme schlechter ab, und manchmal machen sie auch Krach.

Das muß natürlich nicht sein - also gehe ich alle Jahre wieder zu Beginn der Heiz-Saison mit meinem kleinen Entlüftungsschlüssel und einem Lappen bewaffnet durch die Wohnung, und entlüfte meine Heizkörper manuell.

Wie man das anstellt, darüber gibt´s hier ein kleines Filmchen:
http://www.tippscout.de/heizung-heiz..._tipp_496.html

Wie sieht es bei Euch aus? Denkt Ihr auch mal an das Entlüften?

Sicherlich hat der Eine oder Andere auch schon umgerüstet auf automatische Entlüftungsventile. Wie sind da Eure Erfahrungen?
Angehängte Grafiken
 
 
entlüften, Heizung entlüften, Heizung
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23 Antworten
Also, ich entlüfte auch immer meine Heizungen. Allerdings nehm ich keinen Lappen sondern so eine Gipsschale aus gummi. Die kann passt überall dazwischen und nimmt mehr wasser auf als ein Lappen

Über automatische entlüfter habe ich auch schon nachgedacht, bin aber noch nicht dazu gekommen es umzusetzen

 

Wir haben günstige und nicht so günstige.

Bei den günstigen kommt es schon mal vor, dass man per Hand nachentlüften muss, außerdem haben die keine Nase für das austretende Wasser, so dass selbiges beim manuellen entlüften gerne in alle Richtungen spritzt. Lappen und "gewußt wie" ist also Pflicht.

Die teureren sind da problemlos(er). Allerdings halt auch teuer. Stellt sich schon die Frage, ob sich das für den einmaligen Aufwand pro Jahr (dauert ja auch nicht so lange...) rentiert.

Praktisch sind die automatischen Entlüftungsventile natürlich für die Heizkörper, die schwerer zugänglich sind. Vielleicht ist das der preiswerte Kompromiss ;-)

 

Zitat von abe12345
... Allerdings nehm ich keinen Lappen sondern so eine Gipsschale aus gummi. Die kann passt überall dazwischen und nimmt mehr wasser auf als ein Lappen
Das ist Korrekt! Hab ich glatt unterschlagen....

Aber da manche Ventile spritzen wie Hulle, ist der Lappen immer auch mit von der Partie...

 

Mach ich auch mit dem 4kant schlüssel und hinterher den Druck wieder nachkorrigieren,da man ja was ablässt.

 

Also wenn Ihr öfters entlüften müßt dann stimmt doch da was nicht Ich habe meine Heizkörper 2006 nach einbau der neuen Heizung das letzte mal entlüftet.

 

Zitat von Dieterbueermann
Also wenn Ihr öfters entlüften müßt dann stimmt doch da was nicht Ich habe meine Heizkörper 2006 nach einbau der neuen Heizung das letzte mal entlüftet.
Bei offenen Systemen geht über die Verdunstung ein bisschen Wasser verloren.
Bei meinen Eltern muss ca. alle 2Jahre bisschen nachgefüllt werden.
--------------

Bei geschlossenen Systemen sollte eigentlich nichts nachzufüllen sein.

AAAber wenn das Wasser noch nicht für min. 2h über 65°C erwärmt worden ist, sind noch Gase darin gelöst.
Diese sind auch nicht so gut wegen der drohenden Korrosion.

Wenn dann irgend wann mal die Temperatur hoch genommen wird, treten diese gelösten Gase im Wasser auch bei geschlossenem System aus.
Selbst nach Jahren.

Und voila es muss entlüftet werden.

Und daher sollte man nach Befüllung / Nachfüllung schon wegen der drohenden Korrosion den Heizkreis komplett durchzuheizen (2h über 65°C) und dann alle Heizkörper & Tanks (oben) zu entlüften.

Grüße vom Bastelfuchs

 

Zitat von Dieterbueermann
Also wenn Ihr öfters entlüften müßt dann stimmt doch da was nicht ...
Glückwunsch! 2006 war da ein "guter Jahrgang".

Meine Wohnung befindet sich allerdings in einem Block Baujahr 1949. Anfang der 80er wurde Heizung nachgerüstet, die Zentraleinheit vor wenigen Jahren komplett erneuert, aber die Verrohrung eben nicht.

Bei älteren Butzen ist eben nicht Alles perfekt - also gilt hier der Grundsatz: Mit der Lage leben! Und mal ehrlich: Ein soo großer Aufwand ist es doch auch nicht...

 

Geändert von Schupo01 (02.12.2011 um 15:38 Uhr) , Grund: nn
hab gerade mal die Temperaturen gesehen.....65°C, das ist ja Saunatemperatur !
meine laufen mit max 52°C...ich würde auch nicht auf die IDEE kommen,
zu dieser Jahreszeit mit nem T-Shirt herumzulaufen...bin deshalb auch
kein sehr guter Kunde beim EON !!
Hier geht's zwar nur um Entlüften der Heizkörper, dieses macht man spätestens dann,
wenn ein Heizkörper nur noch beim Ventil warm wird ! aber die 65°C..Temperatur
baut einen ziemlich hohen Systemdruck auf, was zu Lasten der Ausgleichmembran
geht ( sprich Lebensdauer !)
Bitte beachten:: bei 65°C am Heizkörper kann man sich schon verbrühen (Kl.Kinder z.B.)
war mal meine Meinung dazu....Gruss von Hazett

 

@Hazett

Hättest Du mal genau gelesen, dan hättest Du auch erkannt, das das Heizwasser
lediglich einmal für eine kurze Zeit auf 65°C erwärmt werden muss.
Von Dauerbetrieb keine Rede. Es geht nur darum die gelöste Luft zu eleminieren.

Und wenn sich Kinder nicht zurückhalten können, dann sollte man das halt zu einer Zeit machen, wenn Sie nicht da sind. Die zwie Stunden werden sich schon mal finden lassen.

Du darfst Deine Heizung gerne mit max. 52°C betreiben.
Die gelöste Luft wirst Du aber dadurch nicht beseitigen können.
Als kleinen Nebeneffekt wirst Du halt die Korrosion hinnehmen müssen.

Meine ist sogar auf 45°C begrenzt.
Ich will ja auch noch was mit Solar einspeisen können.
Und als ich Sie durch Solaranlage im Sommer auf über 65°C fuhr, haben sich im Pufferspeicher (800l) ca. 5-10l Luft angesammelt.
Im übrigen verhindert ja der Mischer nach Pufferspeicher Richtung die Speisung
der Heizkreise über 45°C.
Die 2h kommen einfach daher, das das gesamte Heizungswasser einmal auf über
65°C erhitzt sein muss. Auch das in den Heizkörpern.

Gas habe ich dafür auch nicht verbraten, sondern bestenfalls etwas Strom für die Pumpen. Die Energie lieferten die 21,4m² der Solarröhren im Sommer.

Grüße vom Bastelfuchs

 

Ich hab mal kurz bei Bossy reingeschaut.

http://www.bosy-online.de/Luft_in_der_Anlage.htm

http://www.bosy-online.de/Luft_in_de...uckhaltung.pdf

 

Hallo Bastelfuchs,...habe wohl das min. für 2 h auf 65°C, für eine Dauerlösung gehalten !
Das sich im Heizkreis Luft bildet, ist eine Tatsache...was mich nur wundert,
daß der Heizkreis auf 65°C oder mehr hochgefahren wird ??.....bei
Trinkwasser muss das so sein, um dasselbe keimfrei ( Legionellen 70°C ) zu halten,
aber im Heizsystem halte ich das für schädlich.....WEIL-- Kalk die Eigenschaft
hat, ab 60°C sich aus dem Wasser zu lösen ( fällt aus !) und lagert sich im System
und auch in den Ventilen ab !
Je nach dem, was so an Mineralien im Wasser vorhanden sind, können diese bei
höheren Temperaturen durchaus negative Wirkung haben ! (FE- Korossion usw.)
soviel für mein Sachverständnis...Gruss von Hazett

 

Zitat von Hazett
Hallo Bastelfuchs,...habe wohl das min. für 2 h auf 65°C, für eine Dauerlösung gehalten !
Das sich im Heizkreis Luft bildet, ist eine Tatsache...was mich nur wundert,
daß der Heizkreis auf 65°C oder mehr hochgefahren wird ??.....bei
Trinkwasser muss das so sein, um dasselbe keimfrei ( Legionellen 70°C ) zu halten,
aber im Heizsystem halte ich das für schädlich.....WEIL-- Kalk die Eigenschaft
hat, ab 60°C sich aus dem Wasser zu lösen ( fällt aus !) und lagert sich im System
und auch in den Ventilen ab !
Je nach dem, was so an Mineralien im Wasser vorhanden sind, können diese bei
höheren Temperaturen durchaus negative Wirkung haben ! (FE- Korossion usw.)
soviel für mein Sachverständnis...Gruss von Hazett
Also der Kalk fällt über 60°C einmal aus. Und das war es dann aber auch.
Und da wir nicht ständig nachfüllen oder ersetzen nacht das auch nichts.

Zitat aus: http://www.ikz.de/1996-2005/1999/18/9918052.php


Aus dem Diagramm lassen sich wichtige Erkenntnisse aus der Physik ableiten, nämlich die Druck- und Temperaturabhängigkeit der Luftsättigung im Wasser. Bei normalem Luftdruck (1 bar absolut) gilt z. B.:
  • bei 50 °C kann das Wasser weniger als 10 l Luft je m3 aufnehmen;
  • bei 10 °C kann das Wasser schon ca. 25 l Luft je m3 aufnehmen;
  • bei 50 °C und einem absoluten Druck von 4 bar kann das Wasser ca. 50 l Luft je m3 aufnehmen.
Zitat Ende:

Die Werte machen dann schon ein bisschen nachdenklich oder?

Ich habe gerade gelernt, diese Entgasung bei niedrigem Druck durchzuführen.

 

Geändert von Bastelfuchs (02.12.2011 um 18:44 Uhr)
Gut das ich einen Riesen Dänischen Holzofen habe,da brauche ich keine Ventile Drehem und habe immer gute 24 Grad im Hause,bei offenen oder geschlossenen Fenstern;-) Durchzug ist ja Wichtig ;-))) Ach ja und Die Luft ist nicht so trocken wie bei Heizkörpern;-)

 

Zitat von ralfilein
Gut das ich einen Riesen Dänischen Holzofen habe...
Hallo Ralfilein - das ist natürlich auch eine Lösung! Hauptsache, es wird ordentlich muckelig in der Bude - sonst friert der (die) Commander. Und das ist nicht gut!!!

 

Bei uns ist auch immer der Kaminofen der Angeht wenn es draussen kälter wird
Allerdings müssen wir dann irgendwann trozdem leider die Heizung dazu schalten (für diie anderen Etagen)

 

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