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Heizkurve bei Brennwerttherme richtig einstellen

19.09.2013, 20:39
Geändert von Mopsente (19.09.2013 um 20:41 Uhr)
Hallo zusammen!

jetzt, wo die Tage kürzer werden und die Temperaturen wieder deutlich nach untergehen, habe ich mir die Frage gestellt, ob unsere Heizung wohl optimal eingestellt ist.

Wir leben in einem sanierten Altbau (Bj. 1936, Dach & Fassade neu, Fenster ca. 10-15 Jahre alt) und haben eine Gas Brennwerttherme von Buderus mit Warmwasseraufbereitung und Solathermie (fürs Brauchwasser). Heizkörper sind neu und eine Fußbodenheizung ist in Teilen des Erdgeschosses (zusätzlich) verbaut.
Die Fragen, die ich mir gestellt habe sind
- wie hoch sollte die eingestellte Raumtemperatur (nicht der Vorlauf) sein und um wie viel Grad sollte sie nachts abgesenkt werden
- macht eine Tagabsenkung Sinn oder verbraucht das erneute Hochzeiten mehr Energie?

bin auf eure Antworten gespannt....


Nachtrag: Es sollte Heizkurve heißen...ein hoch auf die Rechtschreibkorrektur. Aber vielleicht liest den Beitrag ja jemand wegen der kreativen Wortfindung im Titel ;-)
 
Brennwerttherme, Heizkurve Brennwerttherme, Heizkurve
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21 Antworten
Die Raumtemperatur für die Aufenthaltsräume in denen man auch viel sitzt (z.B. Wohnzimmer) sollte bei 20 bis 21 Grad liegen. Hier entscheidet die persönliche Befindlichkeit. Nebenräume können auch kühler sein, aber bei offenen Türen gleicht sich das schnell wieder aus. Räume nicht unter 16 Grad abkühlen.

Dach und Fassade neu heisst neu gedeckt und angestrichen oder heisst es nach dem aktuellen Stand gedämmt? In einem ordentlich gedämmten Massivbau kannst du dir die Nachtabsenkung sparen.

 

Ich denke eine Nachtabsenkung um 5° reicht vollkommen aus. Ob sie sich lohnt.....? Bei uns ist die Heizung nachts ganz aus. Durch die gute Dämmung kühlt es aber auch nicht aus. Die 5° erreichen wir über Nacht nicht mal annähernd.

 

Für die Raumtemperaturen kann man keine pauschalempfehlungen geben.
Je nach Dämmsituation können nämlich 20 grad warm oder schon sehr kalt wirken. Kalt insbesondere vor schlecht gedämmten Glasflächen.
Bei der Nachtabsenkung würde ich nicht kälter als max. 5°C unter solltemperatur gehen, da ansonsten die Möbel auskühlen, alles fühlt sich hinterher kalt an und du heizt mehr um den Raum wieder auf angenehme Temperaturen zu brinen.

 

Dach und Fassade sind natürlich gedämmt. Die 5 Grad Absenkung sind ja schon mal ein guter Richtwert.

 

Zitat von Mopsente
Die 5 Grad Absenkung sind ja schon mal ein guter Richtwert.
Nein, das sind sie nicht

Du musst erst mal heraus finden wieviel Wärme dein Gebäude in der Nacht überhaupt verliert. Wenn dein Gebäude z.B. nur zwei Grad verliert, sparst du auch nur die Heizenergie von 2 Grad, selbst wenn du um 10 Grad absenkst. Dann musst du das was du abgesenkt hast am nächsten Morgen wieder aufholen und deine Einsparung wird teilweise wieder aufgefressen. Ob dann am Ende noch genug Einsparung über bleibt um sich den Stress mit dem Herumfummeln an der Anlage anzutun, kann sich jeder selbst überlegen.

Solltest du von 20 Grad Startwert tatsächlich auf 15 Grad fallen, läufst du so langsam in den Risikobereich für Kondenswasser rein. Die Kosten für die Schimmelbeseitigung sind hinterher oft höher als die Heizkostenersparnis.

Es gilt also wie immer: Es kommt drauf an ...

 

Geändert von Fernton (19.09.2013 um 21:51 Uhr)
Unser (Miet)Haus ist nicht gerade gut gedämmt... daher senke ich nachts und tagsüber, wenn wir in der Arbeit sind, die Temparatur nur um 3 Grad ab. Kostet dann zwar mehr Gasverbrauch, aber die Wände kühlen nicht so stark ab, was wiederum die Heizphase begünstigt

Teuer ist das Heizen mit Gas ohnehin... bin schon am Grübeln, ob ich nicht mal mit Infrarotheizung an der Wand nachhelfen soll

 

es kommt immer auf deine bedürfnise an Brennwertist immer an ob tag oder nacht wenn ihr alleine seit ohne kinder und arbeitet dann macht eine tag absenkung sin .
Kleine tip von mir ich habe in jedem raum digitale thermometer aufgestellt um zu sehen wie war es wirklich ist

 

Zitat von gschafft
Unser (Miet)Haus ist nicht gerade gut gedämmt... daher senke ich nachts und tagsüber, wenn wir in der Arbeit sind, die Temparatur nur um 3 Grad ab. Kostet dann zwar mehr Gasverbrauch, aber die Wände kühlen nicht so stark ab, was wiederum die Heizphase begünstigt

Teuer ist das Heizen mit Gas ohnehin... bin schon am Grübeln, ob ich nicht mal mit Infrarotheizung an der Wand nachhelfen soll
hallo gschafft ,besteht nicht die möglichkeit in der unteren etage einen kaminofen hinzustellen?? damit wurde meine ( jetzt nicht mehr) Grossbaustelle optimal geheizt
alle Heizkörper .bis im Badezimmer waren geschlossen .das Haus erstreckt sich über 3 Etagen (plus Keller! ) .die Wärme zieht durchs ganze Haus
Holzkosten letze Periode 2,5 Raummeter/Buche TROCKEN ..300 Kio Briketts
gesamtheizkosten für Wärme ohne Warmwasser Holz 220,- Briketts 90,- Gas ca 300,-
Fussboden /Elektroheizung im Bad für 3m² ca 120,- damit lässt sich leben für rund 105m² Wohnfläche..Ach Ja und das Haus ist NICHT gedämmt .nur neue Fenster und Eingangstürund Dachboden Teilweise vom Vorgänger 60 Jahre her und Teilweise (natürlich BESSER !!!von mir 1 Jahre her )

 

Geändert von greypuma (19.09.2013 um 23:10 Uhr)
Ich muss aber mal etwas Glugschittern:
Die Heizkurve ist etwas anderes, die hat nichts mit der Tag- und Nachtabsenkung zu tun.

Wollte ich nur mal gesagt haben.

 

Zitat von Ricc
Ich muss aber mal etwas Glugschittern:
Die Heizkurve ist etwas anderes, die hat nichts mit der Tag- und Nachtabsenkung zu tun.

Wollte ich nur mal gesagt haben.

OT:
...so ne Heizkurve haben wir bei uns auch... mein Schwager schafft sie mit 80, mit meinem großen Wagen fahr ich sie locker mit 100...
OT / off

...musste raus sorry...

 

Zitat von gschafft
Unser (Miet)Haus ist nicht gerade gut gedämmt... daher senke ich nachts und tagsüber, wenn wir in der Arbeit sind, die Temparatur nur um 3 Grad ab. Kostet dann zwar mehr Gasverbrauch, aber die Wände kühlen nicht so stark ab, was wiederum die Heizphase begünstigt

Teuer ist das Heizen mit Gas ohnehin... bin schon am Grübeln, ob ich nicht mal mit Infrarotheizung an der Wand nachhelfen soll
Ich wage sehr zu bezweifeln, dass du mit einer Elektroheizung im Vergleich zu einer Zentralheizung Geld sparst.

 

Zitat von Ricc
Ich muss aber mal etwas Glugschittern:
Die Heizkurve ist etwas anderes, die hat nichts mit der Tag- und Nachtabsenkung zu tun.
Ich schitter mal zurück: Bei Tag- und Nachabsenkung handelt es sich um eine zeitgesteuerte Parallelverschiebung der Heizkurve.

 

Zitat von Fernton
Die Raumtemperatur für die Aufenthaltsräume in denen man auch viel sitzt (z.B. Wohnzimmer) sollte bei 20 bis 21 Grad liegen.
Wenn ich das in unserem Wohnzimmer mache dann sitzt Frau im Pelzmantel vor dem Fernseher. Da sind ein paar Grad mehr auch auf Dauer günstiger (vor allem da ich dann ja nur preiswertere T-Shirts brauche)

Will sagen: Kommt halt auf die persönliche Wohlfühltemperatur an...

Wir haben die Heizung so eingestellt dass sie für den "wärmsten Raum" genug Leistung bringt. Nachtabsenkung um 2 Grad.

Ansonsten werden die Räume über das Thermostat geregelt.

Bei Räumen mit "periodischer" Nutzung übernimmt das eine elektronisches von Honeywell. Beispiel: Ankleidezimmer wird von sechs bis acht morgens und von 21 bis 22 Uhr abends geheizt. Büro von sieben bis fünf an den Tagen an denen ich üblicher Weise drin arbeite. Schlafzimmer von 21:30 bis 22:30. Jeweils mit unterschiedlicher Nutztemperatur und einer um zwei Grad niedrigeren Absenkung.

Das hat jetzt erst mal nichts mit der Heizkurve zu tun. Ausser vielleicht dass deren Optimierung IMHO nur dann Sinn macht wenn die gesamte Hausnutzung periodisch ist weil alle zur gleichen Zeit ausser Haus sind und die Räume planbar nutzen. Ist das nicht der Fall führen andere Maßnahmen zu mehr Energieeinsparung.

Bilde ich mir jedenfalls ein. Denn ich habe noch kein sinnvolles Vorgehen gefunden wie ich die Heizstrategie unter Ausschluß aller anderen Faktoren (z. B. Strenge und Dauer der Kaltperioden) auf ihre Effizienz untersuchen kann.

 

Zitat von Fernton
Ich schitter mal zurück: Bei Tag- und Nachabsenkung handelt es sich um eine zeitgesteuerte Parallelverschiebung der Heizkurve.


Der war gut.

 

Zitat von Fernton
Du musst erst mal heraus finden wieviel Wärme dein Gebäude in der Nacht überhaupt verliert. Wenn dein Gebäude z.B. nur zwei Grad verliert, sparst du auch nur die Heizenergie von 2 Grad, selbst wenn du um 10 Grad absenkst. Dann musst du das was du abgesenkt hast am nächsten Morgen wieder aufholen und deine Einsparung wird teilweise wieder aufgefressen.
Hab ich noch nicht verstanden.

Angenommen die Tagestemperatur liegt bei 22 Grad, Nachtabsenkung auf 15 Grad, Haus verliert über Nacht zwei Grad. Also hat es am Morgen noch 20 Grad. Dann muss ich ja auch nur die zwei Grad wieder aufholen (und nicht die sieben). Die Nachtabsenkung kühlt ja nicht weiter runter.

Würde das Haus aber 10 Grad abkühlen dann würde die Heizung anspringen die Temperatur auf der Nachtabsenkungstemperatur von 15 Grad halten (also den drüber hinausgehenden Verlust von drei Grad aufhalten).

Oder hab ich da einen Denkfehler?

 

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