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Heizkörper

23.04.2010, 18:54
Hallo, ich habe da ein(kleines) Problem. Der Badheizkörper (Sprossenkörper) wird nicht warm. Das Thermostat voll aufgedreht(5), am Endlüftungsventil liegt voller Druck an,(keine Luft) aber am Rücklaufstutzen kommt kein Wasser an und der Heizkörper bleibt kalt. Irgendwo ist der Kreislauf unterbrochen. Gibt es noch irgendwo ein Absperrventil, von dem ich nichts weiß?
 
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19 Antworten
Susanne  
Hallo Wichtel,

ist dieser Heizkörper der einzige bei Dir im Haus, der kalt bleibt? Musst Du vielleicht in der Heizung Wasser nachgießen?

Wir haben uns auf 1-2-do.com hier neulich mal ausgiebig über Heizungsdinge ausgetauscht – vielleicht ist eine brauchbare Anregung für Dich dabei?
Ansonsten bin ich sicher, dass die Community noch weitere Tipps für Dich hat! ;-)

Viele Grüße
Susanne

 

in der Wohnung ist das die einzige,die kalt bleibt. Und Waserstand ist hoch genug.

 

Brutus  
Kommt denn ein wenig Wärme am aufsteigendem Rohr, welches vermutlich aus dem Boden kommt, an oder ist komplett ab Boden kalt ? Kommt absolut nichts an, könnte tatsächlich eine Verstopfung vorliegen. Sicher meldet sich noch ein GWS-Fachman zu Wort.

 

Wenn das Ventil hakt kann das beste Thermostat nichts ausrichten. Ich hab im Obergeschoss noch Heizkörper und Ventile von 1970-1980 (schätzungsweise).
Da haben neue Themostate nichts gebracht. Wenn ich zur Heizperiode die Thermostate aufdrehe tut sich nichts. Erst wenn ich mit dem kleinen Hämmerchen gegen die Ventile schlage sieht man, wie der Stift langsam rauskommt und das Ventil öffnet. Wenn ich diesen Stift dann mehrmals mit der Zange reindrücke une rauszhiehe geht's wieder bis zum nächsten Winter.

Evtl. liegts bei dir ja auch am Ventil ?

 

Bei älteren Ventilen, oder verkalktem Wasser kann es vorkommen, dass das Ventil klemmt. Wie von Michael beschrieben, kann man es für diese Heizperiode mit "sanften" Schlägen in Gang bringen. Über kurz oder lang ist ein Neues aber sinnvoll.

Es kann aber auch am Rücklauf liegen. Auch diesen kann man auf und zu drehen. Aber Vorsicht, ich kennen einen Fall, da wurde so weit aufgedreht, dass die Schraube abgefallen ist. In so einer Heizungsanlage kann viel Wasser sein . Wir hatten damals lange was von...

 

Eben drum, michael690 und kindergetuemmel haben recht. Alle Thermostate von vor 1990 haben das Problem (wobei ich mich da nicht festlegen will).
Nimm am besten die Kappe vom Thermostat ab, drunter zu Vorschein kommt ein Federstift, diesen mit leichten Schlägen oder mit einer Zange rausziehen. Sollte das vorübergehend nicht klappen ein Neues einsetzen und dann taucht das Problem erst mal nicht mehr auf.
Pir

 

!!!VORSICHT!!!

Beim ziehen an dem kleinen Stift bitte mit Gefühl ziehen, nicht mehr als 3 - 4mm!

Bei manchen Ventilen ist dieser Stift mit einer kleinen Scheibe innen gesichert. Beim ziehen kann es vorkommen, dass diese Scheibe sich vom Stift löst und der dann nicht mehr drinnen bleibt!

Also lieber vorsichtig mit einer Zange anpacken und mit drehenden Bewegungen versuchen ihn gängig zu machen.

Im Sanitärfachhandel gibt es sogenanntes "Armaturenfett", mit diesem den Stift ein wenig fetten und versuchen gängig zu machen, eventuell vorher ein bischen mit einem Messer oder feinem Schmirgelpapier den Stift von Ablagerungen befreien.

 

hallo,
schau doch mal am rücklauf ventil nach ober er geschlossen ist .

 

Ekaat  
Zitat von michael690
Wenn das Ventil hakt kann das beste Thermostat nichts ausrichten. Ich hab im Obergeschoss noch Heizkörper und Ventile von 1970-1980 (schätzungsweise).
Da haben neue Themostate nichts gebracht. Wenn ich zur Heizperiode die Thermostate aufdrehe tut sich nichts. Erst wenn ich mit dem kleinen Hämmerchen gegen die Ventile schlage sieht man, wie der Stift langsam rauskommt und das Ventil öffnet. Wenn ich diesen Stift dann mehrmals mit der Zange reindrücke une rauszhiehe geht's wieder bis zum nächsten Winter.

Evtl. liegts bei dir ja auch am Ventil ?
Das wäre auch mein Tipp gewesen, habe das gleiche Problem bei einem Heizkörper, der fast ständig auf »*« steht. Dreht man dann den Thermostaten auf, passsiert nix. Dort mit Zange zu arbeiten, ist - wie bonsai sagt - gefährlich, wenn man nicht ohnehin vorhat, heiß zu duschen. Mit einem Hammer (50-150g) leicht gegen das Ventil (nicht gegen das Gewinde!) klopfen, Geduld haben und warten, bis der Stift herausspringt. Mit einem geeigneten Gegenstand (breiter Schraubenzieher z. B.) den Stift mehrmals hereindrücken und wieder - notfalls mittels Hammer - herauskommen lassen. Einfetten, vorher evtl. Kalkrückstände mit handelsüblichem Sanitär-Kalkentferner oder Essigessenz entfernen. Zum besseren Gleiten kann auch MoS2 (Molybdändisulfid, Caramba®) genommen werden.Das Hahnfett (Sanitärfett) eignet sich mehr zum Abdichten des Ventils innen und dies Problem besteht ja definitiv nicht.

 

Hi Zusammen,

meine Freundin hat ein ähnliches Problem mit ihrer Heizung, die, obwohl voll aufgedreht, nicht richtig warm wird. Könnte mal jemand ein Beispiel Bild einstellen wo man diesen verantwortlichen Stift sehen kann? So richtig traue ich mich noch nicht da ran...

Hast Du es schon ausprobiert, wichtel?

 

Ekaat  
So, hier das Bild; der Stift ist der blanke silbrig glänzense Stift in der Mitte des Ventils. Mit dem Hammer leichte Schläge an der gezeigten Stelle. Bei Schwieirgkeiten evtl. auch von unten an gleicher Stelle schlagen.
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Name:	Heizkörperventil.jpg
Hits:	27
Größe:	60,0 KB
ID:	1390  

 

Ah, wunderbar Ekaat,

vielen Dank! Ich werde es versuchen.

 

Bei Freunden von mir gibt es den umgekehrten Fall. Da lässt sich der HK in der Küche nicht abdrehen. Das könnte dann genauso am Ventil liegen - oder? Ich werde mal den Tipp weiterleiten.

 

Ekaat  
Zitat von igorle
Bei Freunden von mir gibt es den umgekehrten Fall. Da lässt sich der HK in der Küche nicht abdrehen. Das könnte dann genauso am Ventil liegen - oder? Ich werde mal den Tipp weiterleiten.
Das kann andere Ursachen haben: Die Platte, die vom Thermostatkopf auf den gezeigten Stift drückt, ist gebrochen. Dies kann natürlich davon kommen, daß der Stift festsitzt und sich nicht bewegen läßt. Mit einem breiten Schraubenzieher, Teelöffel ö.ä. versuchen, hineinzudrücken. Ist sehr stark gefedert, d. h. auch in intaktem Zustand muß einige Kraft aufgewendet werden, um das Ding zu bewegen. Läßt er sich bewegen, anderen Thermostatkopf nehmen von einem Heizkörper, der sich abdrehen läßt, und versuchen. Spendet er dann immer noch wohlige Wärme, liegt's an der Gummidichtung im Innenleben. Da hilft nur noch Austausch des Ventils mit Heizung ablassen und dem ganzen Spaß
Nach dem Befüllen des Heizsystems muß ggf. die Umwälzpumpe entlüftet werden. Die Pumpe hat an einem Ende der Achse eine (meist verchromte) Schraube mit breitem Schlitz (für eine Münze). Nachdem alle Heizkörper entlüftet wurden, die Pumpe auf volle Puille stellen (meist 3 Stellungen) und die Schraube vorsichtig lockern. Meist kommt gleich Wasser, dann wieder zudrehen, sonst abwarten, bis das Zischen verschwindet und nur noch Wasser austritt.
Habe vor, in den nächsten Tagen einen Wissens-Artikel »Rohrverschraubungen abdichten« einzustellen.

 

*edit:

Antwort steht für igorles Frage, Ekaat hat dazwischengefunkt

Ja, das gibts auch ... selten aber kommt vor.

Der Rohrdurchmesser ist am Ventil am engsten, da kann sich auch mal was ablagern, Der Heizkreislauf ist nämlich ein geschlossenes System. Nach dem befüllen der Heizung, "stirbt" das Wasser nach etwa 3 - 4 Wochen ab und die gebundenen Bestandteile fallen aus. Wer mal einen Heizkörper abmontieren muß, wird erleben was da für eine stinkende schwarze Brühe rauskommt

Manche dieser Schwebeteile setzen sich am Ventil ab sorgen dafür, dass dies dann "verhängt".
Manchmal ist auch ein zu niedrieger Druck im System schuld daran, dass die Heizkörper nicht richtig warm werden, weil die Ventile nicht richtig öffnen oder der Druck nicht für eine Zirkulation im System ausreicht.
Ausserdem darauf achten, dass alle Heizkörper richtig entlüftet sind

Noch was:

Heizkörper sollten nie im Wasser hängen! (Also exakt waagerecht )
Die Seite mit dem Entlüftungsventil sollte bei einem 1m Heizkörper etwa 5mm höher hängen als die Seite mit dem Thermostatventil. So geht man sicher, dass die aus dem Wasser gelößte Luft sich auch da sammelt, wo man entlüftet.

 

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