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Heizen im Altbau

30.01.2012, 13:30
Hallo.

Wir überlegen gerade, uns ein kleines Haus zuzulegen, Bj ca. 1920. Die Wände (Sandstein) sind nciht gedämmt, links und rechts ist angebaut, ca. 120m² auf 3 Etagen. Es sit eine Ölheizung drin. Kann jemand so grob schätzen, was das an Heizkosten ergeben könnte, bzw., wo kann ich das ermitteln? Stimmt es, dass der Verkäufer einen Energiepass bereitstellen muss?

Meine Frau hatte die Idee, einen Kaminofen im Hauptwohnraum (EG) einzubauen um Heizksoten zu sparen. Würde ich auch gerne tun, was muss man denn dabei beachten? Wie stark sollte so ein Gerät ausgelegt sein, wenn es im Winter gut warm machen soll in der Bude? Ist alles offen, so dass ziemlich viel nach oben in die Schlafräume hochziehen dürfte.

Habe schon die Anleitung hier gefunden, mit dem 8KW Kamin hier auf der Seite, sowas in der Größenordnung ist mir letztens auch im Praktiker-Prospekt aufgefallen.. Wie weit kommt man damit?

Und wie macht ihr eure Kamine kleinkindsicher?

Fragen über Fragen..
 
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40 Antworten
Zitat von Zotteltier
Stimmt es, dass der Verkäufer einen Energiepass bereitstellen muss?
Guckst Du hier:
http://www.avexis.de/der-energieausweis-energiepass-in-der-bundesrepublik-deutschland-131.html
...dort ist eigentlich alles erklärt...

Ich würde jedoch über eine Außendämmung nachdenken - rentiert sich auf jeden Fall!

Zitat von Zotteltier
Meine Frau hatte die Idee, einen Kaminofen im Hauptwohnraum (EG) einzubauen um Heizksoten zu sparen. Würde ich auch gerne tun, was muss man denn dabei beachten? Wie stark sollte so ein Gerät ausgelegt sein, wenn es im Winter gut warm machen soll in der Bude? Ist alles offen, so dass ziemlich viel nach oben in die Schlafräume hochziehen dürfte.

Habe schon die Anleitung hier gefunden, mit dem 8KW Kamin hier auf der Seite, sowas in der Größenordnung ist mir letztens auch im Praktiker-Prospekt aufgefallen.. Wie weit kommt man damit?
Gute Idee! Haben auch einen Kaminofen im Wohnzimmer stehen, hat 8,5kW und reicht aus.

Da bei Euch, wie geschrieben alles offen ist, würde ich überlegen, eine Zwischentüre einzubauen.

Fraglich ist der Nutzen, wenn das Haus außen unisoliert bleibt...
Die Holzkosten rechnen sich dann nicht...

Zitat von Zotteltier
Und wie macht ihr eure Kamine kleinkindsicher?

Fragen über Fragen..
Unserer ist nicht Kleinkindersicher, hier obliegt es uns, darauf aufzupassen, dass die Kleine nicht hinkrabbelt, klappt einwandfrei da eh immer einer in der Nähe sein muss zum aufpassen und der Große (knapp 6) hats kapiert, dass er dort nicht hin darf...

Ansonsten gibt es noch Absperrgitter, welche um den Ofen (steht ja meist im Eck) gestellt werden...

mfg Dieter

 

Ich würde auch über Dämmung Nachdenken,ungedämmt kostet Geld,egal ob mit Holz Öl oder Gas geheizt wird.
Aufpassen solte man bei alten Häusern ob da irgendwelche Denkmalschutzauflagen bestehen,könnte Probleme bei Aussendämmung geben.
Es ist nicht einfach so pauschal tips zu geben,Fotos sind da ganz Hilfreich.

 

Danke schonmal.

Hab zwar Fotos, aber noch gehört uns die Bude ja nicht, dann kann ich die auch nicht hochladen..

Nachdämmen wollen wir eigentlich nicht, ist bestimmt auch teuer, oder? Wir werden vielleicht 5-10 Jahre da leben, deshalb wollen wir keine großen Arbeiten dran machen (zu tun gibts immer noch genug).

Heizholz zum Zuheizen ist aber immer noch günstiger als nur mit Öl zu heißen oder? Mal abgesehen davon, dass es einfach schön ist..

 

Schau mal gerade hier nei....
Bevor Du Dir ein altes Haus zulegst...solltest Du mehrere Dinge beachten :
1.) ist das Mauerwerk feucht im unteren Bereich ? (Keller ?)..dh. in einigen Ecken
den Putz abklopfen..sind die Fugen schwarz...dann lass die Finger davon !!!
2.) Fenster...wenn keine ISO-Fenster vorhanden sind, wird das Nachrüsten sehr teuer !
3.) Heizung...die vorhandene Ölheizung sollte einen eigenen Kamin behalten..
wie ist der Zustand desselben ? stark versottet (brüchig ?)
4.) Kachelofen im Gutherrenstil..mit Kuschelecke für den Kater....eigentlich für Kl.Kinder ungefährlich, da die Ofentüren meist recht hoch angebracht sind..und
die Aschekasten-Türe knebelartig verriegeln (extra Anfertigung )
Das wichtigste dazu...ohne den Schornsteinfeger zu kontakttieren, brauchst da
nichts anzufangen !
5.) Wie sind die Geschossdecken....genau hinschauen....können recht deutlich durchhängen...und Knarzen bei etwas kräftig gebauten Mitmenschen !
6.) Wie ist der Baustil des Hauses ?..alte Häuser haben meist einen eigenen
Charakter...oder läßt sich da "Außen" eine Dämmung draufsetzen ?
7.) Dachstuhl...Balken ohne Schädlingsbefall..oder grüne Stockflächen, bzw.
feuchte Stellen ??
Trifft einer der Punkte zu... dann brauchst zur Einsichtnahme einen Fachmann,
der kostet ein Bruchteil dessen, was die Dachsanierung kostet !!!
8.) Wasser und Sanitäranlagen...altes Rohrsystem z.B. teilweise noch Bleirohre ? und
Abwasserrohre....brüchig ? müssen Wände aufgestemmt werden, für WC-Abflüsse ?
Also die Details ernst nehmen, sonst gibt es sehr bald ein böses Erwachen !
Gruss von Hazett........wohne selbst in einem sehr alten Haus !!

 

Geändert von Hazett (30.01.2012 um 14:28 Uhr)
Da ihr nur 5-10 Jahre da leben wollt würde ich mir Überlegen das ein Haus ohne Dämmung in 5-10 Jahren wenn überhaupt nur über den Preis zu verkaufen sein wird.
Es müsste jetzt sehr billig sein um das auszugleichen.

 

Öhm... also mir stellen sich hier gleich mehrere Fragen... Aber vorweg - warum kauft man ein Haus, wenn man nur fünf bis zehn Jahre darin wohnen will. Ist die Hütte so günstig, dass man sie in der Zeit abbezahlt hat? Den bisherigen Ausführungen nach vermute ich mal nicht, dass Geld keine Rolle spielt.


Also, dämmen ist bei einem Altbau immer eine gute Idee. Fassade und Dach sind hier primär anzugehen - Fenster sind meist gar nicht das große Problem. Zumal rechnet sich deren Sanierung in der Regeln nicht (Stichwort: Amortisation).


Ich kenne das Haus und die Gegebenheiten nicht. Beim Dach kannst du mal 30.000 Euro, bei der Fassade 25.000 Euro als grober Richtwert nehmen. Bei der Frage nach der Heizung und den damit entstehenden Kosten stellt sich vorab die (viel wichtigere) Frage: Was für eine Heizung ist es und wie alt ist sie (Brennwert: ja/nein)


Ich denke, eine wirkliche Entscheidungshilfe wirst du hier nicht im Forum finden - dafür gibt es Energieberater und/oder Bausachverständige vor Ort, die dir sagen, was ein Objekt konkret wert ist und welche Modernisierungsmaßnahmen zu ergreifen sind.


Gerade die von Hazett angebrachten Punkte zum Thema "Altbau-Probleme" sind zu berücksichtigen. Das kann schnell zum Groschengrab werden. Und ein unsanierter Altbau unterliegt mit Sicherheit keiner Wertsteigerung. Das sollte man bedenken, wenn man alsbald wieder verkaufen will/muss.


Viel Erfolg!

 

Naja, unsere Motivation ist die, das wir was eigenes mit eigenem Garten wollen, zur Miete hier kaum zu kriegen. Außerdem ist Miete eben komplett weg, und auch wenn wir das Häuschen günstiger wieder abgeben als wirs kaufen, rechent sich das schnell trotzdem, wenn mans mit den Mietkosten vergleicht. Es sei denn, wir würden dann bei den Heizkosten massiv draufzahlen.. Im Großen und Ganzen ist es gut in Schuss. Die Gelegenheit ist wohl sehr günstig für den Zustand, wir gucken auch schon länger. Die Raten würden in dem Bereich liegen, den wir jetzt für Miete zahlen, etwas drüber, aber auch viel mehr Platz..
Nachher sehe ich mir das Ganze mal mit nem Architekten zusammen an, mal sehen, was der meint. Die Liste von Hazett nehm ich auch mit :-)
Und dann kann ich hoffentlich auch mit genauereren Informationen aufwarten..

Letzten Endes eghts mit ja aber ncith um ne Entscheidungshilfe für/wider den Hauskauf, sondern darum, wie ich in dem Fall am sinnvollsten Heuikosten sparen kann. Es muss sich eben in dem angegebenen Zeitraum lohnen. Ich hoffe ich krieg nachher bei dem termin mal aktuelle Zahlen.

 

Geändert von Zotteltier (30.01.2012 um 15:53 Uhr)
Nun, wir sind gespannt. Der Architekt an der Hand ist sicherlich schonmal ein guter Schritt in die richtige Richtung.


Was das Heizen mit Holz betrifft, so lohnt sich das meist nur, wenn das Holz nichts kostet. Und wenn du Holz kaufen musst, wird sich das wohl nicht rechnen. 


Hinzu kommt, dass Ofen nicht gleich Ofen ist. Billigöfen aus dem Baumarkt (du hast hier Praktiker angeführt), haben oft Schwächen - sei es in Punkto Sicherheit oder Energienutzung (s. auch Stiftung Warentest 10/2011). Wenn ausreichend Holz vorhanden ist, dann ist es auch sinnvoll einen "ordentlichen" Ofen mit Heizungsunterstützung zu beschaffen. Da kommt dann aber auch wieder das Thema Heizungssanierung ins Spiel...

 

Zitat von Mopsente
Nun, wir sind gespannt. Der Architekt an der Hand ist sicherlich schonmal ein guter Schritt in die richtige Richtung.


Was das Heizen mit Holz betrifft, so lohnt sich das meist nur, wenn das Holz nichts kostet. Und wenn du Holz kaufen musst, wird sich das wohl nicht rechnen.


Hinzu kommt, dass Ofen nicht gleich Ofen ist. Billigöfen aus dem Baumarkt (du hast hier Praktiker angeführt), haben oft Schwächen - sei es in Punkto Sicherheit oder Energienutzung (s. auch Stiftung Warentest 10/2011). Wenn ausreichend Holz vorhanden ist, dann ist es auch sinnvoll einen "ordentlichen" Ofen mit Heizungsunterstützung zu beschaffen. Da kommt dann aber auch wieder das Thema Heizungssanierung ins Spiel...
Wenn Du bei einem Altbau einmal anfängst .................................. Prost Mahlzeit. Das nimmt fast kein Ende. Hast Du eine Baustelle fertig, warten bereits fünf andere.

 

Zitat von TischlerMS
Wenn Du bei einem Altbau einmal anfängst .................................. Prost Mahlzeit. Das nimmt fast kein Ende. Hast Du eine Baustelle fertig, warten bereits fünf andere.
Ich weiß, hab doch kürzlich selbst erst einen gekauft und renoviere/saniere seitdem ;-) (aber bei mir wird auch neu gedämmt und die Heizung erneuert)

 

In unserem Altbau Baujahr 1917 heizen wir zur Zeit nur mit Öl. Da das Haus nur zwei Kamine hat, müssten wir zuerst eine neue Küche einbauen, damit der Kaminanschluss nutzbar ist. Außenwände und Dach sind isoliert und neue Fenster und Haustüre sind auch vorhanden. So viel Heizöl benötigen wir auch nicht, wegen der Dämmung.

Gruß Stefan

 

Ich gebe mal einen Tipp ab:
Ihr wollt 5-10 Jahre dort wohnen? Wenn Ihr nicht nach dem Kauf irgendwelche groben Mängel findet, werdet Ihr ewig da wohnen bleiben. Man gewöhnt sich so an die Arbeiten, ist stolz auf geschaftes und will das meist nicht wieder abgeben.

 

Ein Haus ist ein Hobby,wenn man hinten fertig ist gibts vorne garantiert die nächste Baustelle.

 

Ja, an einem Haus gibt es immer was zu tun, da wird einem auch nie langweilig

Gruß Stefan

 

Zitat von Zotteltier
...Die Gelegenheit ist wohl sehr günstig für den Zustand, wir gucken auch schon länger. Die Raten würden in dem Bereich liegen, den wir jetzt für Miete zahlen, etwas drüber, aber auch viel mehr Platz...



Schau auch die Nebenkosten, die sind nicht unerheblich. Da kommt doch der eine oder andere Hunderter zusammen. Grundsteuer, Abwasser, Strom, Heizung, Müll, Schornsteinfeger, Wartungskosten für die Heizung und Versicherungen (min. Wohngebäudeversicherung) sollte man von Anfang an mit auf dem Schirm haben. 


Ansonsten hat Hazett schon eine sehr gute Liste zusammengestellt.

 

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