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Heimwerken mit Kindern [== UserTalk ==]

16.03.2017, 17:45


In meiner Kindheit hat mein Vater mit mir einen Drachen gebaut. Daran kann ich mich noch sehr gut erinnern, weil ich die Schnur, nach dem Absturz in einen Baum, wieder entwirren musste.

Man sagt ja, wenn sich das Kind für das Heimwerken interessiert, sollte man es ruhig mit einbeziehen und die Arbeitsweisen sowie die Werkzeuge erklären. Je nach Alter des Kindes versteht sich. Neben Holz bieten sich eine Vielzahl von Materialien zum Basteln an: Eicheln- und Kastanien für Figuren und Tiere, Steine zum Bemalen und Dekorieren, Eier zum Färben und Bemalen vor allem zu Ostern und natürlich Papier für Flieger und Falttechniken.

Basteln und Heimwerken soll ja in erster Linie Spaß machen. Das Ergebnis steht da eigentlich im Hintergrund. Aus der Sicht der Erziehung bringt das für die Knirpse: Schulung der Feinmotorik, Förderung der Konzentration und der Ausdauer.

Was denkt ihr, ab wann sollte man die Kinder mit in die Werkstatt nehmen?
Habt ihr Ideen bzw. kleine Projekte, was man mit Kindern alles basteln könnte? Was sind Grundtechniken, die man zu Beginn erlernen sollte?
Wie führt man Kinder am sichersten ans Basteln oder Werkeln?
Welche Rolle spielt der Kindergarten, Hort, die Vorschule oder der Werkenunterricht?

Habt ihr Projekte eurer Kinder und Enkel, die ihr uns zeigen wollt?

Den passenden Projekt-Wettbewerb zum Thema findet ihr hier Wettbewerb.
 
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81 Antworten

Die besten Antworten

froschn  
Meine Kids sind hier im Forum auch beim Werkeln zu sehen. Damit habe ich auch kein Problem. Aber ich würde die drei beispielsweise niemals im Internet mit Badehose vor dem neuen Swimmingpool posieren lassen.

Ich denke, bei diesem Thema sollten alle das tun, was sie als Eltern für richtig halten. Jeder reagiert da halt anders, und das ist auch ok so. Und meiner Meinung nach sollte auch jeder die Entscheidung seiner Mitmenschen respektieren.
Mein Enkel ist jetzt 10 Jahre und unser letztes gemeinsames Projekt war eine Streitaxt aus Holz.

Da hat er, unter meiner Führung, das erste mal mit der Dekupiersäge ein paar Schnitte gemacht. Er war stolz wie Bolle und ich auch, denn er zeigte schon sehr viel Gefühl dafür.

Nach einer Stunde war aber die Konzentration futsch und er hat nur rumgealbert aber die Werkstatt ist jetzt gefegt

 

Ich finde die Idee mit dem Wettbewerb klasse
Ich habe vor kurzem mit meinem Neffen(12) 2 Blumenkästen gebaut -> wird noch als Projekt eingestellt-> mein Neffe mag die Sägen leider nicht-er hat hauptsächlich geschraubt und das benötigte Material vorbereitet.

 

Ich denke man sollte die Kinder auf jeden Fall fördern, wenn Sie Interesse haben. mein Neffe hat mir bei meiner Windmühle sehr viel geholfen, die Schindeln annageln und schrauben etc.,mit der Wasserwaage arbeiten .Als er kleiner(7 Jahre) war, habe ich Ihm Nägel ,kleinen Hammer und ein Brett gegeben und er hatte aus Spaß die Nägel da reingehauen. Mittlerweile macht er auch Schleifarbeiten mit dem Dremel und kann schon recht gut mit dem Akkubohrer umgehen.

 

Brutus  
Kann mich nicht erinnern, dass mein Vater viel mit mir gewerkelt hat. Ja, da war mal eine Miniatureisenbahn, da haben wir beide Tunnel gebastelt, aus Drahtgestell und Leinentüchern aber am meisten war mein Vater in seinem Garten, da hatte ich nie Lust drauf. Papierflieger und Papiermützen haben wir aber schon mal gemacht ;o)

 

Glaube das war in unsere Kindheit nicht so " In ". Zu Weihnachten die Carerabahn mal aufbauen helfen, aber so richtig bastelen, so wie viele andere und ich hier mit ihren Kindern oder Enkeln...

Sterne basteln, Ostereier ausblasen und bemalen, dass schon eher mit Mama , aber dazu hatte ich nie so einen Draht.

Wie war das in eurer Kindheit?

 

Maggy  
Mein Vater kam immer spät abends erst nach Hause . Wenn er Zeit hatte, dann haben wir mehr Brett-oder Kartenspiele gemacht. Mein Opa war Ber ein Erfinder, der auch viele Patente hatte. Er hatte eine riesige Werkstatt und dort mit mir von klein an gebastelt, gesägt, geschraubt. Leider ist er viel zu früh gestorben. Als ich Interesse am "richtigen" Heimwerken" hatte, war er schon tot und konnte mir nichts mehr zeigen. Aber immer wieder erinnere ich mich dann doch an Details, wie er irgendetwas gemacht hat oder etwas zum Vorgehen gesagt hat, auch wenn ich damals noch klein war.
Mit meiner Mutter habe ich viel gezeichnet, Strohsterne und Weihnachtsdeko gebastelt und gesteickt und gehäkelt für meine Puppen, eben typische Frauensachen.

 

Mein Vater hat mich diesbzgl. leider nicht gefördert, auch nicht mein Opa der immerhin Werkzeugmeister war.
Mein Interesse am werken entstand spontan vor ca. 2-3 Jahren
Meinen Sohn versuche ich schon immer wieder diesbzgl. zu fördern.
Ich habe auch schon das eine oder andere Projekt, welches er geschaffen hat hier publiziert.
Man kann nie früh genug damit beginnen.

 

Janinez  
Mein Opa hat viel selbst gemacht und da durfte ich oft helfen. Mit meinem Sohn habe ich auch viel gebastelt........................

 

Mein größtes Problem, wenn ich mit den Enkeln bastel ist, ich darf nicht zuviel voraussetzten und vor allen Dingen, ich muss einfach mehr Geduld zeigen.

Es ist schwierig, dem Kind das was er da gerade bastelt, nicht aus den Händen zu nehmen, wenn man selber sieht, dass das so nichts wird. Ihr versteht was ich meine?

Kinder sollen ja gerade selber die Erfahrung machen und selber sehen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Ich muss da sehr viel an mir selber arbeiten, dass sehe ich ein.

 

Ich habe viel mit meinen Söhnen gebastelt. Unser größtes Projekt war ein kleines Schwimmbecken auszuheben und zu mauern. Dann hatte ich mit meinen Enkeln auch viel handwerklich gemacht. Aber seit ich nicht mehr gesund bin, kann ich leider nicht mehr, obwohl ich so gerne das machen würde und die Enkel auch öfters nachfragen.

 

@Alpenjodel, so geht es mir auch immer, die Konzentration und die Lust nimmt bei den Kindern halt sehr schnell ab, mein Neffe ist ja größer als ich und da vergesse ich manchmal einfach das er noch ein Kind ist. Ich versuche auch immer zu erklären warum man was macht (z.B. vorbohren,senken), aber das ist gar nicht so einfach,mittlerweile fragt aber er aber auch mal was.

 

Janinez  
ja, die Sachen meines Sohnes waren auch oft sehr daneben, aber er war stolz und das war wichtig..............................

 

Ich möchte hier als Papa der leider zu wenig Zeit hat mehr mit seinen Kindern zu basteln auch meine Meinung äußern.

Die Aussage von Alpenjodel:
Zitat von Alpenjodel
Mein größtes Problem, wenn ich mit den Enkeln bastel ist, ich darf nicht zuviel voraussetzten und vor allen Dingen, ich muss einfach mehr Geduld zeigen.

Es ist schwierig, dem Kind das was er da gerade bastelt, nicht aus den Händen zu nehmen, wenn man selber sieht, dass das so nichts wird. Ihr versteht was ich meine?

Kinder sollen ja gerade selber die Erfahrung machen und selber sehen, dass sie etwas falsch gemacht haben. Ich muss da sehr viel an mir selber arbeiten, dass sehe ich ein.
kenne ich aus eigener Erfahrung und kann dies komplett nachvollziehen.
Inzwischen habe ich ein gutes Gespühr dafür ob es sinnvoller ist einen Arbeitsgang selbst zu erledigen - da dieser auf keine Gegenliebe beim Kind stößt - oder ob das Projekt vorerst "ruhen" soll - bis man mit neuem Elan weitermacht. (Zur Not wird auch das ganze Projekt von Papa zu Ende gebracht.)

Allgemein kann ich folgendes Empfehlen: Fragt die Kids was geschehen soll. z.B. Magst Du das später weiter machen? (Oder soll ich Dir dabei helfen?)
Das funktioniert bei meinen Kids recht gut - aber da Kinder auch nur Menschen sind ist das sicherlich unterschiedlich.

Ein Wort zu den Werkzeugen die eingesetzt werden ist mir noch wichtig. In "Altersklassen denken" finde ich eher überholt. Meist sagen meine Kids selbst - was Sie basteln/werkeln möchten bzw. mit welchem Werkzeug. Hier ist es finde ich Ermessenssache welche Werkzeuge die Kinder in die Hand bekommen bzw. bedienen dürfen. Mein Bandschleifer z.B. hat eine magische Anziehungskraft auf meinen Junior (derzeit 7) Dies allerdings schon seid gut drei Jahren. Dieses Werkzeug Ihm in die Hand zu geben wäre aus meiner Sicht schlicht grob fahrlässig - um es mal milde auszudrücken.

Seine Vorliebe für das Bohren (mit kleinem Akku-Schrauber und Tischbohrmaschine) konnte jedoch erfüllt werden. Ich musste natürlich das ganze Kindgerecht vorbereiten und unter Aufsicht durchführen. (Bitte auch hier mit Vernunft überlegen ob das Kind eine Chance hat das Vorhaben auch umzusetzen)
Gerne halte ich es so wie man Fahrradfahren lernt. Erst hält der Papa/dieMama einen ganz fest dann noch sicher und dann wird die Hilfe immer weniger...

Ein Tipp noch: Terminierte Projekte mit Ziel kommen meist sehr gut an - und werden dann auch mit Motivation der kleinen Umgesetzt. (Was basteln wir denn der Mama dieses Jahr zum Muttertag/Geburtstag....)

Grüße aus dem Bastelkeller von
Jochen

 

Janinez  
Jochen, da kann ich dir nur beipflichten und so erreicht man auch bei den Kindern, dass sie weiterhin Spaß haben........................

 

Jochen, das kling alles so simpel. Du hast mir sehr gute Ansätze aufgezählt, die ich bestimmt beherzigen werde. Klar, durch das Fragen kann man schon sehr viel heraushören und dann ggf. die ganze Sache in die richtige Richtung zu lenken. Alles ein wenig diplomatisch angehen, da hast du vollkommen Recht. Danke.

 

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