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Heckenschere . welche ist die Richtige

22.03.2015, 14:19
Hallo,
ich bin vor Kurzem umgezogen und dadurch das erste Mal mit dem Thema Hecke schneiden konfrontiert. Es handelt sich um eine 220 cm hohe ca. 60 cm starke Buchenhecke. Kann mir jemand sagen welche Elektro-Heckenschere dafür am besten geeignet ist und wann ist der beste Zeitpunkt zum schneiden einer Hecke ist?

Danke und Grüße Eisenmann
 
Heckenschere Heckenschere
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20 Antworten
Woody  
Buchen- oder Hainbuchen? Wie auch immer, mit einer normalen elektrischen Heckenschere wirst kaum eine Freude haben, da die Äste meistens mind. kleinfingerdick sind. Da sind die meisten Heckenscheren überfordert und du reißt eher als du schneidest.

Normalerweise werden solche Gehölzhecken per Hand geschnitten (Handschere, Astschere).

 

Hör auf Woody ! Unsere Fachfrau in solchen Sachen. Buchenhecke ? Buche ist doch Hartholz also wird warsch. die beste Heckenschere überfordert sein. Mit Hand schneiden ist sicher mühsam, aber mit einer ordentlichen Astschere mit übersetzung und langen Armen geht es sicher gut.

 

Also da muss ich Einspruch einlegen. Buchenhecken sind hier in Baden ziemlich verbreitet und werden auch mit der Heckenschere geschnitten. Klar ist das Holz im Kern der Hecke ziemlich dick, wenn die Hecke groß ist. Aber das schneidet man ja eh nicht. An den Seiten sind manche Äste auch etwas dicker, aber maximal 15 mm. Was müsste ich da für eine Heckenschere nehmen. Schafft das eine Elektrische Heckenschere? Gruß Eisenmann

 

Im BM oder im Fachhandel erkundigen. Wenn die Hecken bei euch sooo verbreitet sind dann frag doch einfach mal jemanden der so eine Hecke hat.

 

Woody  
Baden bei Wien?

Wenn du immer nur die Neutriebe des laufenden Jahres kürzen willst, reicht eine normale handelsübliche Heckenschere aus. Empfehle dir aber, dir eine mit maximal langem Messerbalken (glaublich bei 60-70cm?) zu kaufen. Je länger das Messer, umso leichter und schöner kann man eine gerade Flucht schneiden.

Wie lang ist denn die Hecke? Vielleicht würde sich auch eine akkubetriebene Heckenschere anbieten, so ein Stromkabel immer hinter sich herzuschleppen, ist auf Dauer öde.

Oder mich kontaktieren

 

Ok, ich dachte, es gibt es hier im Forum vielleicht jemand, der selber so eine Hecke hat. Das wäre der bequemste Weg gewesen an die Info zu kommen :-).

 

Woody  
Ahja, Schnittzeitpunkt: am besten der erste Schnitt im Februar (Schnee-und frostfrei), der 2. dann im Frühsommer. Beachte auch, ob nicht Vögel drinnen nisten, dann ist ein Schnitt sowieso tabu.

 

Woody  
Zitat von Eisenmann
Ok, ich dachte, es gibt es hier im Forum vielleicht jemand, der selber so eine Hecke hat. Das wäre der bequemste Weg gewesen an die Info zu kommen :-).
Hecke ist nicht gleich Hecke Bei dem einen ist sie schön dicht, wächst aufgrund optimaler Pflege schnell und muss dementsprechend auch mehr beschnitten werden. Ein anderer läßt sie einfach wachsen,kümmert sich nicht drum und dementsprechend verholzt ist sie dann. Sowas kann man nicht pauschal beantworten.

Um dir seriöse Beratung zukommen zu lassen, wäre halt eine Beantwortung der dir gestellten Fragen gut und optimal noch ein Foto.

 

Danke Woody, nein Baden in Baden-Württemberg, genauer gesagt, Freiburg im Breisgau. Die Hecke ist gute 10 - 12 m lang und ca. 2,20 m hoch.

 

Woody  
Naja, das geht ja noch. Also die Länge und Höhe der Hecke. Achso D - dachte Ö. Dann musst sowieso die Schneidezeiten beachten, welche per Gesetz bei euch geregelt sind. Die weiß ich aber nicht.

 

Zitat von Woody
Ahja, Schnittzeitpunkt: am besten der erste Schnitt im Februar (Schnee-und frostfrei), der 2. dann im Frühsommer. Beachte auch, ob nicht Vögel drinnen nisten, dann ist ein Schnitt sowieso tabu.
An die Vögel habe ich gar nicht gedacht. Ist es da ab März nicht sowieso verboten Bäume und Hecken zu beschneiden? Ich werde mich mal bei der Stadt erkundigen.
Herzlichen Dank für die guten Tipps und die schnelle Hilfe.
Grüße Eisenmann

 

Es sind nur Radikalschnitte verboten, Formschnitte kannst Du das ganze Jahr über machen.

 

Ich habe mir die AHS 52 Li ( Link = Bedienungsanleitung) gekauft und bin sehr zufrieden.

Sie schneidet kräftig und ist sehr laufruhig (wenig Vibrationen) und leicht. Die Akkulaufzeit langt für meine 400 cm lange, 1,80 cm hohe und etwa 50 cm dicke Liguster-Hecke...

Mit einer Buchenhecke habe ich keine Erfahrung, wenn du aber schon mal eine Liguster-Hecke gesehen hast oder jemanden kennst, der eine hat, dann kannst du dir von der Dicke der Äste ungefähr einen Vergleich ziehen...

Nachtrag...
Ich schneide meine Hecke immer nach dem Frühjahr (wenn die Brutzeit der Vögel vorbei ist) und ein zweites mal im Herbst (September /Oktober)

 

Geändert von gschafft (22.03.2015 um 19:32 Uhr)
Hallo Eisenmann. Ich wohne in der Nähe von Stuttgart, habe eine Hainbuchenhecke. Diese ist etwa 40 Meter und eine Ligusterhecke mit etwa 15 m Länge. Höhe zwischen 1,40 und 2 Meter. Ich schneide immer mit der Heckenschere. Manchmal kürze ich massive Stammäste in der Mitte der oberen Hecke mit einer Astschere.

Empfehlung: keine Akkuschere. Diese sind einfach nicht durchzugsstark genug. Da man durchaus auch mal gleichzeitig mehrere 1 cm-Äste schneidet, sollte die Heckenschere genug Power haben. Der Hinweis auf ein möglichst langes Schwert halte ich für fraglich. Je länger, desto mehr Äste. Da handelsübliche Heckenscheren im Heimgärtnerbereich mittlerweile Kunststoffritzel verbaut haben gehen diese auch rasch kaputt. Das gilt auch für Bosch! Während der Garantiezeit. Habe "nur" Eibe geschnitten, ein stärkerer Ast und wumm war die Maschine kaputt. Habe kostenlos Ersatz bekommen. Ich achte jetzt aber auch darauf, dass ich nicht zu viele Äste zugleich abschneide. Und für die Eibe verwende ich nur noch meine 25 Jahre alte Bosch-Heckenschere. Diese rupft zwar ein bisschen, aber in dieser ist noch alles am Antrieb aus Metall.

Du gibst Heckenbreite von 60 cm an. Du musst eh beide Seiten schneiden. Da genügt eine kürzere Heckenschere mit 50 cm. Ist handlicher als eine lange mit 60 cm und auch leichter.

Achte auch auf den Messerabstand. Das spiegelt sich bei Bosch im Produktnamen wieder. AHS 50-26 heißt 50 cm Schnittlänge, Messerabstand 26 mm. Ich würde zu dieser raten. Größerer Messerabstand als die 16er. Gut motorisiert. Bedenke, die mit 60 cm Länge haben den gleichen Motor, müssen aber mehr Äste zugleich kappen. Die 10 cm weniger merkst Du beim Schneiden beim Schneidfortschritt/der Strecke eher nicht aber bei der Schneidgeschwindigkeit mit der Du bei jedem Schnitt über die Hecke ziehst.

Zur Schnittzeit. Ich werde in den nächsten Tagen schneiden. Die aktuell 20 bis 30 cm langen Austriebe - vorwiegend oben schneide ich weg und lasse die auch auf der Hecke meist liegen. In einigen Wochen steht die Hecke im Laub und da freut man sich, dass man nicht schneiden muss. Sodann schneide ich in den Sommermonaten etwa August. Da habe ich dann aber auch mächtig was zu tun. Wenn man zu früh schneidet, treibt die Hecke innerhalb weniger Wochen das weggeschnittene wieder aus. Also doppelte Arbeit. Wie gesagt, die Astschere habe ich immer zur Hand und schneide oben die Haupttriebe immer wieder aus. So verhindere ich die 1 m langen Austriebe die dort herauskommen.

Den Heckenschnitt stopfe ich übrigens unter die Hecke. Das Insektenreich und der Igel freuen sich. Und ich muss nicht häckseln oder wegfahren. Binnen Jahresfrist ist das meiste davon verkompostiert.

 

Zu gschafft: Liguster ist kein Vergleich zu Hainbuche. Liguster sauge ich nach dem Schnitt mit dem Laubsauger vom Boden auf. Durch die Laubhäckselfunktion kommt das Häcksel dann in den Kompost. Bei Hainbuche habe ich richtiges Astholz nicht das grüne Austriebsmaterial vom Liguster. Und das ist richtig fest.

 

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