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Hausabriss, was ist zu beachten ?

14.01.2013, 08:36
Moin Moin,

da unsere Nachbarhütte zur Zwangsversteigerung steht und wir das Grundstück gerne hätten spielen wir mit dem Gedanken da mitzubieten.

Das Haus ist ein Fachwerkhaus und in desolatem Zustand. Letztendlich Abriss, ein Neuaufbau ist unsinn...

Die "Hütte" hat ca. 80qm Wohnfläche, also nicht besonders groß.

Wir möchten am liebsten den Abriss komplett selbst erledigen ( Bis auf Strom / Wasser / Tel. Anschlüsse, die müssen von Eon und co. zurückgebaut werden ).

Meine Frage halt ob sich wer mit soetwas auskennt, anmerkungen, ideen etc. hätte. Bzw. selbst schon ein Haus abgerissen hat.

Greetz

Patric
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26 Antworten
Funny08  
Da wäre ich sehr vorsichtig und würde mich im Vorfeld darüber informieren, ob das Haus nicht evtl unter Denkmalschutz steht. Denkmalgeschützte Häuser dürfen je nachdem nur dann abgerissen werden, wenn die Sanierungskosten höher sind als durch eine Nutzung erwitschaftet werden kann.

Weitere Infos gibt es auch hier: Link

 

ergänzend zu Funnys Kommentar... ist "Abriss" in D ein recht komplizierter Akt (wie sollte es anders sein). Es ist einer Baugenehmigung nicht unähnlich. Es ist beispielsweise vor dem Abriss zu prüfen, ob, welche und in welchem Umfang Schadstoffe verbaut wurden.
Je nach Ergebnis darfst du den Abriss nicht selbst durchführen.
Von haftungsrechtlichen Konsequenzen mal abgesehen.
Dazu kommen Unterschiede von Fürstentum zu Fürstentum und Gemeinde zu Gemeinde.
Ich würde mich mal mit dem Bauamt in Verbindung setzen und auf keinen Fall glauben, was im Exposee der Versteigerung steht.

 

Steht nicht unter Denkmalschutz, da habe ich mich schon schlau gemacht. Sonst würde ich auch nicht mit dem Gedanken spielen es zu kaufen, es soll ja weg damit wir mehr Grundstück haben bzw. auch für Carport.

 

In Erfahrung zu bringen wäre auch, ob sich irgendwelche "Altlasten" im oder am Haus befinden... (Asbest usw.)

 

Die Frage ist ob deine geplante Nutzung des Grundstücks mit dem Bebauungsplan übereinstimmt. Unter Umständen kann es sein, dass da wieder was gebaut werden muss

 

Ich würde das Haus von oben nach unten zurückbauen. Da hat man das geringste Risiko, dass irgendwas anderes in der nähe ( z.B. eigenes Haus) beschädigt wird. Evt. würde ich sogar ein Gerüst um das Gebäude stellen, wenn man es zurück Bauen möchte.
Desweitern sollte man von Anfang an alle Material Sortenrein trennen, dann wird es nicht so teuer bei der Entsorgung.
Das Metall und die Kupferkabel wurde ich sogar selber auf den Schrottplatz bringen, dann kannste vllt sogar ein Teil deiner Kosten damit wieder herreinholen.

 

Ich würd es auch so machen wie Matzz es geschrieben hat alles möglichst trennen. Wenn du für das alte Holz vom Fachwerk keine verwendung hast, einfach eine Anzeige in die Zeitung oder Internet und dann wirst du es bestimmt schnell los. Hier bei uns in der Gegend sind die so scharf auf Brennholz das die eigentlich alles mitnehmen.

 

Mal abgesehen von Bebauungsplan und sonstigen Widrigkeiten der Obrigkeiten ...

So ein Abriss ist nicht zu unterschätzen! Da steckt ne Unmenge an körperlicher Arbeit drinn, die nicht zu verachten ist. Je weniger Maschinenhilfe, desto mehr Muskeleinsatz. Ich würde mich da auf jeden Fall mal bei mehreren Baufirmen umhören, was die denn so für Pauschalabriss-Angebote machen.

Wenn Du das selber stemmst, brauchst Du mehrere Schutt-Kontainer für Holz, Bauschutt und sonstiges. Das kostet Miete und auch Entsorgungskosten. Ne Baufirma reißt ab und fährt gleich alles ab.

Ich persönlich würde mir und meinem Kreuz diese Schinderei nicht antun und würde das machen lassen auch wenn es ein paar €uros kostet (ich schätz jetzt mal so zwischen 25.000 bis 40.000 € / je nach Material, Aufbau und Aufwand)

 

Hallo,
ich denke "Heinz vom Haff" hat hier schon den richtigen Hinweis gegeben.
Du solltest auf jeden Fall beim Bauamt wegen einer Abrissgenehmigung nachfragen.
Des Weiteren ist der Hinweis auf den Bebauungsplan durchaus interessant.
Da in Deutschland alles reguliert ist sind hier bestimmt noch die ein oder anderen Hürden zu überspringen.

 

ein Abriss ist ein Kunst für sich....wenn marode! decke mal ein Haus ab...Dachlatten und Sparren sind fast nicht begehbar. Das ist das erste Problem.....Lebensgefährlich....Dann Fachwerk, ein Balken hält den Nächsten.....sägst du an der falschen Stelle fällt alles zusammen..oder dir auf die Füße. Habe mal einen Abriss beigewohnt. War interessant welche Schwierigkeiten es da gab. Allerdings standen und blieben die Nachbarhäuser ganz. Es musste jeder Balken einzeln entfernt werden.

 

Ich würde Aufwand und Kosten mal überschlagen und gegenrechnen ob es sich nicht lohnt, einen Profi ran zu lassen. Kein Risiko, keine Rennerei und keine gefahr für Leib und Landschaft.

 

Moin,

es ist ja auch noch nichts gekauft, angeleihert oder sonstiges es sind jetzt nur so meine Gadankengänge. Das ich beim Bauamt vorstellig werde ist klar, Stadtwerke die Wasser und Abwasser zurückbauen hatte ich auch schon mal kontaktiert.

Ich sehe es so wie Matzz. Von oben nach unten bzw. erst ein mal komplett von Innen. Alles was sich zu Geld machen lässt werde ich verhökern, die Dachziegel auf der einen Dachseite sind noch sehr gut, diese würde ich für mein Schweinestalldach nehmen, der Rest der Betonziegel landet als Straßenbelag aufem Feldweg, sowas wird hier gerne dafür genommen.

Balken lassen sich auch verkaufen, sofern sie natürlich noch i.O. sind. Das Dach ist gut zu erreichen da der kleine Boden ausgebaut ist, dort kommt man mit der Leiter bis an die Firstziegel, ein Gerüst sowie Bauzaun sind natürlich nötig.

Versteigerung ist eh erst im April, bis dahin hat man ja noch Zeit informationen einzuholen.

 

M.E. spielt der Bebauungsplan keine Rolle. Dieser schreibt vor welcher Bereich bebaut werden darf und welcher nicht. Mir wäre neu, dass bestimmte Bereiche bebaut sein müssen.

Den Abriss würde ich eine Firma machen lassen (kümmert sich auch um die Meldung) . Bei unserem Lehmhaus (Sondermüll, da kein Bauschutt) hat es gerade mal 6000€ gekostet. Das Dach und den Dachstuhl haben wir allerdings selber entsorgt. Die Dachbleche haben wir aufgehoben (fast neu) und beim Dachstuhl hat ein Kollege geholfen. Dafür hat er sich das ganze Holz zum verfeuern mitgenommen.

Wenn ich die ganzen Container Kontainer zusammenrechne, wären wir in Eigenleistung sicher nicht günstiger gekommen.

Hier findest Du Bilder dazu:
http://www.hausbau-isorast.de/hausba...i=vorbereitung



 

Weist du ob das Haus unter Denkmalschutz steht weil wenn das der Fall ist weck keine schlafende Hund, weil dann ist es am besten ein großer Bagger und alles platt machen und vielleicht dann eine Strafe zahlen..... ist manchmal am besser bevor man so eine Bude erhalten muss.
Hat bei uns in der Gegend auch einer gemacht, war auch die beste Lösung :-)

 

@ Ricc:

Ja die Bilder / Website kenne ich, habe Euer Projekt immer verfolgt weil ich es sehr Interessant finde. Also bei 6000,- € würde ich auch nur das Nötigste selber machen, billiger geht es wirklich nicht.

Dachstuhl bzw. unbehandeltes Holz bzw. Balken die zum Verkauf nicht mehr taugen würde ich mir auch kleinschnibbeln und durch den Ofen schieben.

Wie viel qm³ war Euer altes Haus den groß ? Also ich denke das einzigste was in dem Haus wirklich Sondermüll sein könnte sind die Honeckerplatten und die Nachtspeicheröfen.

Wenn würde ich natürlich auch mehrere Firmen fragen und was machbar, natürlich in Eigenleistung erledigen. Was benötigt man denn da genau für eine Firma ? Extra Abbruchfirmen ? Mir hat mal jemand erzählt das manche Firmen für z.B. Dachabbau ne Sondergenehmigung haben müsten etc. pp

Wie lange hat bei Euch der Abriss gedauert ? Weil soooo eilig habe ich es mit dem Abriss auch wieder nicht, würde es jetzt noch zwei jahre stehen wäre es auch nicht weiter schlimm. Ich habe da halt Zeit für eingeplant und unterstützung habe ich auch von mehreren im Dorf.

Es ist halt absolutes Neuland, auch dieses Zwangsversteigern, dachte da geht man hin, gibt sein Gebot ab und zum 1... zum 2... zum 3ten...., aber so einfach ist das auch nicht....

 

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