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Handwerkerrechnung - Ist sowas normal?

03.07.2013, 08:21
Gestern traf bei mir eine Handwerkerrechnung ein bei welcher ich nicht genau weiss wie ich damit verfsahren soll. Eventuell hat der ein oder andere ja nen Tipp oder kommt aus dem Handwerk und kann mir sagen das das normal ist.

Im Zuge unserer Aussendämmung musste der Heizöleinfüllstutzen um rund 15 Zentimeter verlängert werden. Also habe ich ein lokales Gas Wasser Unternehmen telefonisch damit beauftragt.
Am bnächsten Tag kamen zwei Monteure, guckten sich die Sache 2 Minuten an uns sagten sie müssen Teile kaufen. Rund 30 Minuten später waren die beiden wieder da und machten sich mit den frisch gekauften Teilen ans Werk. 5 Minuten später war alles verschraubt und die Jungs rückten ab. Einer der Monteure hat alles verschraubt und der zweite war interessierter Zuschauer.

Gestern kam dann die Rechnung in welcher mir zwei Monteure zum vollen Stundensatz von jeweils einer Stunder in Rechnung gestellt wurden.

Meine Frage ist nun ob das so normal ist? Die wussten was sie zu tun haben, kommen ohne Material und ich soll die nun fürs einkaufen bezahlen? Die kannten den Auftrag, kommen zu zweit und ich soll einen fürs zuschauen bezahlen? Obwohl die arbeit (inklusive einkaufen fahren) nur etwas mehr als eine halbe gedauert hat soll ich zwei volle Stunden bezahlen?

Ist das wirklich normal so?
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42 Antworten
Hast du den "Arbeitsnachweis" abgezeichnet?

 

Woody  
Warum wendest du dich nicht an den Betrieb und ersuchst um Aufklärung? Eventuell sind bei den 2 Std. auch die Anfahrtszeiten inkludiert?

 

Janinez  
Also ich würde das so nicht hinnehmen und denen das mitteilen. Ich hab das bis jetzt immer so gemacht (falls sie mir keinen Wisch unterschreiben haben lassen, wo die Zeit und die Arbeit aufgelistet war) und bis jetzt haben Zähneknirschend die lieben Handwerker mir eben eine neue richtige Rechnung geschrieben. Im Notfall an einen Anwalt oder die Innung wenden

 

Zitat von Fernton
Hast du den "Arbeitsnachweis" abgezeichnet?
Gute Frage, da bin ich mir nicht wirklich sicher, ich meine aber nicht.

 

Zitat von Woodworkerin
Warum wendest du dich nicht an den Betrieb und ersuchst um Aufklärung?
Das habe ich geplant, da ich von Handwerkern und deren Rechnungen nicht wirklich Ahnung habe frage ich hier vorher mal nach.
Zitat von Woodworkerin
Eventuell sind bei den 2 Std. auch die Anfahrtszeiten inkludiert?
Das wären dann drei Minuten, die würde ich denen sogar schenken ;-)

 

Also wenn einer nur rumgestanden hat, würde ich ihn dafür nicht bezahlen. Wenn die Material vergessen haben und noch einkaufen müssen, ist das KEINE Arbeitszeit und es darf auch nicht 2x Anfahrt berechnet werden. Da gibts sogar Gerichtsurteile drüber. Wenn du denen natürlich 2 Arbeitsstunden abgezeichnet hast, sieht das etwas anders aus...

 

Zuerst einmal die Firma kontaktieren und die Einwände äussern.
Sollte der Betrieb keine Einsicht zeigen, schriftlich der Rechnung widersprechen, mit der Bitte um Rechnungskorrektur.
Sollte auch dieser Versuch erfolglos bleiben sollte ein Anruf bei der Handwerkskammer weiterhelfen.
Ganz wichtig dabei ist, eine neue bzw. korrigierte Rechnung zu verlangen, egal ob Du telefonisch oder schriftlich deine Einwände vorbringst.
Zeiten für Materialbesorgungen dürfen nicht berechnet werden.

 

Das der Handwerker sich vor Ort ein Bild machen muss ist normal. Stichwort Material in Vorrat halten. Die Zeit für die Materialbeschaffung ist sehr umstritten - siehe Thorsten2501. Das ein Unternehmen 2 Monteure los schickt ist ebenso umstritten. Über die Berechnung von pauschal jeweils einer Stunde kommt es auf die AGB des Unternehmers an. Hier kann er festlegen, dass z.B. jede angefangene Stunde ganz berechnet wird, und dann jede weitere Zeit gestaffelt berechnet wird - der Unternehmer hat hier etwas Gestaltungsspielraum.
Formal musst du Widerspruch gegen die Rechnung einlegen, vorab würde ich aber erstmal persönlich bei der Firma vorsprechen und mich über die AGB`s aufklären lassen. Natürlich ist es ratsam, sich erst mal mit Argumenten bei Google auszurüsten. Stellen die sich stur, muss wie erwähnt der Formweg begangen werden. Der Gang zur Handwerkskammer ist dann auch fällig - habe aber hier keine zu hohen Erwartungen. In der Regel sollte aber ein klärendes und vor allem sachlich und höflich geführtes Gespräch erfolgreich sein.

 

Ich habe auch leider die Erfahrung gemacht, daß einige Handwerksbetriebe immer noch versuchen Frauen aus zu nehmen. Manche Betriebe behaupten: "... die Auftraggeberin hat so wage Angaben gemacht, daß wir erstmal die Sachlage besichtigen mussten... usw". Das Frauen keine Ahnung von Technik haben, stimmt schon lange nicht mehr. Ich habe z.B. Maschinenbau studiert. Trotzdem auch bei mir, wenn ich als Frau anrufe und "nur" die Sache schildere, z.B.: "Balkontür klemmt", kommen 2. Wenn ich die Fachausdrücke wähle am Telefon kommt Einer und hat den ganzen Wagen mit Ersatzteilen dabei. Halt, nein, als die Heizung tropfte kammen 2 und der Auszubildende wurde in den nächsten Baumarkt geschickt. Also ists bei Gas, Wasser, Heizung üblich das 2 Fachleute kommen, weil schwere Arbeit oder besondere Umstände eintreten können. Im Fallbeispiel z.B. die Bauweise des Einfüllstutzens, Hersteller und Bauweise des Hauses (Kellers). Man kann leider in keinster Weise davon ausgehen, daß es "billiger" wird, wenn der Fachhandwerksbetrieb in der Nähe ist oder man selbst spekuliert "der macht mir einen Sonderpreis, weil in der Nachbarschaft und kennt das Haus". Da sollte man sich besser einen Kostevoranschlag schriftlich geben lassen. Ich habe sogar eine Reparatur schon mal abgebrochen. Der Handwerker schaute sich den Schaden an und sagte, was er machen will (in dem Fall hatte der das entsprechende Ersatzteil schon dabei!) und dann fragte ich: was wirds denn kosten?. Das war mir entschieden zu teuer und ich brach ab. Bei Reparaturen wird in vielen Fällen nicht repariert, sondern perse ohne Fehlerdiagnose, ausgetauscht.

 

Das hatte ich am Auto meiner Frau,der war ganz normal gelaufen,nach der Inspektion war der Benzinverbrauch fast doppelt so hoch und das Auto lief nur auf 3 von 4 Zylindern.
Nachdem der Meister sagte :das liegt an der Fahrweise,bin ich trotz Gipsbein selbst hin.
Das Auto wurde in die Werkstatt geholt,und nach 5 Min. lief er wieder Rund.Es wäre ein Zündkabel defekt gewesen,das macht 89 Euro.Nachdem ich im Beisein des Meisters die Haube öffnete und kein neues Zündkabel fand,nur die Alten wars dann genug,Schiedsstelle von der Handwerkskammer und ein Rechtsanwalt haben den Rest übernommen.
Da ich selbst mal KFZ Mechaniker gelernt habe nehm ich solche Betrugsversuche Persöhnlich,
Das geht gegen meine Berufsehre.

 

Zitat von HOPPEL321
Da ich selbst mal KFZ Mechaniker gelernt habe nehm ich solche Betrugsversuche Persöhnlich,
Das geht gegen meine Berufsehre.


...kann ich so unterschreiben!

Bin ja mal gespannt, was bei der Rechnung von HdH rauskommt.

 

Würde das ganze auch bei denen direkt zur Sprache bringen. Gib denen die Chance sich zu verbessern ansonsten ab zur Handwerkskammer.

 

Leider würde ich jetzt sagen, dass ist normal!

Bei unserem Installateur im Ort (500 Meter Luftlinie) wird immer eine Anfahrt von 15 Minuten pauschal berechnet. Ebenso weitere 15 Minuten für das Beladen des Fahrzeuges. Trotzdem kann es vorkommen, dass man ein notwendiges Werkzeug nicht dabei hat (weil unvorhergesehene Umstände) und man noch mal losfährt dieses zu besorgen. Diese Zeit zahle ich immer mit.

Entweder wurde ich rechtlich schlecht beraten (Anwalt meinte, dass ist so rechtens) oder der Handwerker darf dass wirklich so handhaben.

Aber gegen den zweiten Mann kann man hoffentlich was machen!

 

Telefonische Auftragvergabe ist halt so eine Sache. Hast Du der Firma bei der Auftragserteilung gleich gesagt, was sie genau mitbringen sollen?

Exakte Länge der Verlängerung?
verzinktes oder schwarzes Stahlrohr oder Kunstoffrohr?
Größe 1 1/2" oder 2" oder 2 1/2"?

Normal hättest Du da anrufen, das Problem beschreiben und eine Kostenvoranschlag machen lassen sollen. Dann wäre der vorbei gekommen hätte das kurz in Augenschein genommen und Dir gleich vor Ort wahrscheinlich sagen können was das etwa kostet.

Ich hätte mit dem gleich an Ort und Stelle eine pauschale vereinbart.
Gut, hilft Dir jetzt alles nix, aber das nächste Mal bist du schlauer.

Im jetzigen Fall würd ich einfach mal bei dem anrufen und freundlich anfragen ob da nicht ein Irrtum vorliegt was den 2. Monteur und die Gesamtzeit betrifft. Wenn Du dabei warst, kannst Du dem ja genau sagen, wie lange die tatsächlich da waren.

 

Susanne  
Ich würde auch freundlich anfragen. Das ist immer noch die einfachste Möglichkeit, um solche Dinge gütlich abzuschließen. Viele Betriebe wissen vielleicht gar nicht, was die Monteure vor Ort wirklich machen, und es dürfte im Interesse des Chefs liegen, so etwas kundenfreundlich zu regeln.

Ich hatte neulich eine aufwändigere aber leider sehr eilige Reparatur an der Gasleitung zu erledigen, und die hat mich wider Erwarten ein kleines Vermögen gekostet. Da war keine Zeit für einen Voranschlag, und auf die Frage, was das kosten würde, erhielt ich die Antwort "Ach, das wird schon nicht die Welt kosten." "Die Welt" bedeutete für den Meister offenbar etwas ganz anderes, als für mich.
Aber na gut, aus Schaden wird man klug. Ich würde daher heute ohne Kostenvoranschlag überhaupt nichts mehr machen lassen.

 

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