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Häuser und ihre Bauvarianten

25.10.2011, 20:46



  • Massivbauweise (Ziegel, Betonteile, Poroton...)
  • Ständerbauweise
  • Fertighaus
  • Styropor-/Neoporsteine
  • Blockhaus
  • ........



Es gibt viele Arten ein Haus zu bauen. Einige stehen auf die reine ökologische Art, anderen kann es nicht schnell genug oder es wird großen Wert auf ein Passivhaus gelegt. Dabei hat jede Bauart ihre Vor- und Nachteile.


Welche Erfahrungen habt Ihr bei Eurem Hausbau gesammelt? Würdet Ihr noch einmal so bauen? Wenn Ihr noch kein Haus gebaut habt, wo seht Ihr die größten Vorteile und wie würdet Ihr bauen?


Sicher kann es keine Einigung geben welches Haus das beste ist, aber gerade wer den Hausbau vor sich hat, hat auch die Qual der Wahl. Da ist nichts hilfreicher, als die Erfahrungen anderer.
 
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32 Antworten
Massivbauweise mit dem Stein hier gebaut.
Ich finde die Massivbauweise mit am besten. Bin eher so ein skeptiker was die Fertigbauweise angeht.
Ein weiterer Vorteil bei einer Bauweise bei der das Haus nicht mehr nachträglich eingedämmt wird ist für mich auch das der Stein und das Haus weiterhin atmen kann trotz hohem Dämmwert.

Ich hatte das Glück einen Archtikten als Freund zu haben und wir hatten viele Gespräche grade auch über dieses Thema.

 

ich bin auch für masivbau nur bei der Übertriebenen Dämmung mach ich abstriche. Kann sein das man so ein paar Liter Öl mehr braucht aber Schimmel und co sind kein Thema.

 

Auf das nachträgliche Dämmen wollte ich auch verzichten und habe mich für Styroporsteine entschieden. Anders als viele denken, ich Styropor ebenso "Atmungsaktiv" wie Holz. Hat aber den Vorteil so gut wie kein Wasser aufzunehmen.

Die Fertighäuser mag ich auch nicht so. Das gleiche gilt für Ständerbauweise. Holz ist sicher ein guter Baustoff, an den Punkten ist es mir einfach zu gefährlich. Ein Rohrbruch und man steht vor riesen Problemen.

 

Zitat von gnagflow
ich bin auch für masivbau nur bei der Übertriebenen Dämmung mach ich abstriche. Kann sein das man so ein paar Liter Öl mehr braucht aber Schimmel und co sind kein Thema.
Schimmel entsteht bei Baufehlern und falscher Isolierung. Das liegt dann aber nicht an der Isolierung selber. Isolierung sorgt eher für trockene Wände, da hier der Taupunkt nach außen verlegt wird und das gesammte Mauerwerk warm bleibt.

 

Da ich ja Maurer bin oder war bin ich auch für Massivbauweise.
habe schon sehr viele Häuser gebaut, das letzte war vor 13 Jahren,unser eigenes heim was ich so gut wie ganz allein gebaut habe. Habe auch schon viele Keller gebaut für fertig-Häuser die ich mir dann angesehen habe. Nix für mich, die meisten haben Probleme mit den Fliesen, die reisen überall da ja Holz arbeitet.
Ich selbst habe im Keller 36 Mauerwerk Betonsteine und die anderen Stockwerke 30er Poroton
Ich würde genau so wieder bauen, nur würde ich keine Polläden mehr daranmachen.
Da wir am Feldrand wohnen klappern die bei Wind gewaltig und durch die Rollladen kästen geht jede menge wärme verloren.

 

Funny08  
Ich bin auch ganz klar für die Massivbauweise, ich habe zwar kein Haus selbst gebaut, war aber oft noch vor den Maurern auf den Baustellen, da die guten ja Strom brauchten und meistens sind die Elektriker auch die letzten die eine Baustelle wieder verlassen.
Es geht nichts über ein Massivhaus von der Installationsseite her gesehen. Nirgendwo find ich bekommt man Leitungen, Schalterdosen, Verteilungen usw einfacher und besser verlegt und installiert, und nichts ist dauerhafter von der Grundsubstanz.

Allerdings jedes Bauvorhaben steht und fällt mit dem Architekten und dem Bauleiter, hier sollte man keinesfalls sparen und sich erfahrene Leute mit gutem Leumund aussuchen, das erspart auf lange Sicht gesehen viel Ärger und oft auch viel Geld.

 

Servus!

Wir haben auch in Ziegel massiv gebaut (36er Außenwände mit Isolierputz)

Würde immer wieder so bauen!

Die Ständerbauweise wird nicht umsonst "Ein-Generationen-Haus" genannt (intern), habe mich mal mit ein paar Arbeitern einer entsprechenden Firma unterhalten, danach war ich überzeugt niemals solch ein Haus zu bauen...

Zitat von Ricc220773
Anders als viele denken, ich Styropor ebenso "Atmungsaktiv" wie Holz. Hat aber den Vorteil so gut wie kein Wasser aufzunehmen
Ähm, Ricc, die Wände sollten aber Feuchtigkeit aufnehmen und diese regulieren...

Nicht umsonst ist der optimale "Innenputz" der Lehmputz!

mfg Dieter

 

Das Styropor wird aber noch verputzt. Mittlerweile gibt es aber auch ein Lehm Element, dass anstatt des Styropors verwendet wird.

 

Das einziege Haus was ich habe ist mein Kartenhaus !!!!!!!!!

 

ich brech mal die Lanze....ich hab ein Fertighaus. Stand in einem Tag. OK der Innenausbau hat 1,5 Jahre gedauert, dafür aber größtenteils allein gemacht. Wenn die Firma es direkt macht dauert es ca. 3 Monate.
Massiv hat sicherlich Vorteile, aber ich bin mit unserem haus sehr zufrieden. Vorteil bei mir: Nur eine tragende Innenwand, den rest kann ich beliebig umbauen.
@funny: ich glaub einfacher wie bei mir kannst du keine Leitungen verlegen. Wir haben eine Holzständerbauweise. Ich brauch keine Schlitze kolpfen etc.

 

Zitat von Thorsten2501
@funny: ich glaub einfacher wie bei mir kannst du keine Leitungen verlegen. Wir haben eine Holzständerbauweise. Ich brauch keine Schlitze kolpfen etc.
...ich denke es geht hier ums Kabeleinziehen, das ist bei fest verlegten Leerrohren wesetlich einfacher als bei der Ständerbauweise...

 

das verstehe ich nicht gan??? Ich hab ja auch überall Leerrohre verwendet

 

Unser neues Haus entsteht in massiver Bauweise aus Unipor mit vorgehängter Fassade aus Douglasienholz. Eigentlich sollte es ein Holzhaus in Brettstapelbauweise werden, da hat der Statiker nicht mitspielen wollen, oder Kosten wären exorbitant gestiegen. Als Dämmung nutzen wir im Dach (35cm) Isofloc und in der Fassade (25cm) Isofloc welche von Außen jeweils mit einer Holzfaserplatte (6cm) abgedeckt werden. Diese Bauweise sieht man recht häufig in Österreich und der Schweiz. Die gesamte Außenhülle ist diffusionsoffen und die Bauweise mit einem massiven Kern führt zu gutem sommerlichem Hitzeschutz (Phasenverschiebung ca. 25h)
Zu viel dämmen kann man übrigens nicht, da die Heizkosten weiter steigen werden, ist weniger in diesem Bereich eben nicht mehr. Der Lufttausch wird bei uns über eine Lüftungsanlage gewährleistet, damit sichert man eine gute Luftwechselrate.
Einige Bilder findet ihr bei Flickr.

 

Also bei mir in der Nähe wurde ein neues Gebäude mit 17,5cm Kalksandsteinen und 10cm Styropor Außendämmung errichtet. Was mich verwunderte war, das das Styropor lediglich WLG040 entsprach. Aber die Bauherren haben sich das sicherlich gut durchgerechnet. Dieses neue Gebäude habe ich nur erwähnt, um auf zu zeigen,
das sich moderne Baumethoden nicht sonderlich von Modernisierungen unterscheiden
müssen.

Ich habe mein Haus BJ1963 mit 30cm Hohlochziegel gerade noch im Umbau.
Die Fenster wurden gegen neue Uw0,9 ersetzt und gleich weiter nach außen eingebaut. Sprich es gibt keine Faschen/Mauerlaibung mehr außen.
Außenrahmen schließt mit mit Putzoberfläche gleich ab.
Im Anschluß habe ich die Außenrollos (Keine Wärmebrücke) angebaut.
Dann noch 20cm Styropor WLG032 drauf und neu verputzt.

Somit habe ich also 27cm Fensterbank innen und ca.21cm Isolationsstärke außerhalb
des Fensters.
Dieser Dämmungsaufbau hat im letzten sehr strengen Winter bereits Erfolg gezeigt.
Drei der vier Wohnungen waren nicht beheizt worden und fielen auch nicht unter 8°C.
Der eingestellte Frostschutz hat nicht angesprochen.

Zu den Styroporsteinen bin ich der Meinung, das das Styropor außen OK ist.
Innen möchte ich selbiges nicht haben. Auch wenn noch ein bisschen Putz drüber
kommt. Das Joghurt Becher Klima mag ich nicht so sonderlich.

Ach so an Ricc die Frage nach der Dampfdurchlässigkeit des zu betonierenden
Lehrraumes bei den Isorast Steinen. Bist ja ein bisschen vorbelastet.
Kann der Beton mit der Klimaregulierenden Funktion von Ziegelsteinen mithaten ?
Ich denke das Stahlbeton eher nicht so Athmungsaktiv ist.

Grüße aus Oberfranken

 

Zitat von Kneippianer
Servus!

Wir haben auch in Ziegel massiv gebaut (36er Außenwände mit Isolierputz)

Würde immer wieder so bauen!

Die Ständerbauweise wird nicht umsonst "Ein-Generationen-Haus" genannt (intern), habe mich mal mit ein paar Arbeitern einer entsprechenden Firma unterhalten, danach war ich überzeugt niemals solch ein Haus zu bauen...



Ähm, Ricc, die Wände sollten aber Feuchtigkeit aufnehmen und diese regulieren...

Nicht umsonst ist der optimale "Innenputz" der Lehmputz!

mfg Dieter
Jedes Haus sollte gehegt und gepflegt werden, dann überdauert auch das Haus in Holzständerbauweise mehrere Generationen.
Nahezu alle Häuser aus den 60er, 70er und 80er Jahren sind heute Sanierungsfälle und selbst nicht alle aus den 90ern sind davor sicher. Mit fortschreitender Technik werden unsere Häuser immer besser, aber auch die sollte man "up to date" halten.

 

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