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Habt ihr einen Kamin?

24.04.2015, 13:10
Hallo

Ich überlege ob ich mir einen Kamin zulegen soll. Habt ihr einen und was für einen Typ habt ihr zu Hause. Da gibt es ja auch gefüllte 1.000 Arten von. Was könnt ihr empfehlen und was sollte man auf keinen Fall kaufen? Und aus heutiger Sicht: würdet ihr nochmal kaufen, und wenn "ja/nein" warum? Im Bekanntenkreis gibt es nur einen der einen Kamin sein Eigen nennt, aber der sagt er würde ihn kaum noch nutzen, weil es ihn zu Umständlich sein. Irgendwie hoffe ich immer, dass er in der Minderheit ist. Wie sieht das bei euch. Die ganz eigenen Gemütlichkeit ist aus meiner Sicht schon sehr verlockend. Auf der anderen Seite bin ich auch schon mal ein Faultier. Gerade Zuhause. Wenn es dann zu umständlich ist.....
 
Kamin Kamin
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24 Antworten
Funny08  
Also wir waren am überlegen einen Wasserführenden Pelletofen als Kamin zu kaufen welcher auch die Heizung noch ersetzen sollte, als ich aber gelesen hatte, was das für nen Akt ist, um das Teil sauber zu halten, haben wir im Endeffekt darauf verzichtet.

Als Kamin zum Wohlfühlen und zum Heizen in der Übergangszeit hat mein Schwager einen kleinen Pelletofen - der war nicht sehr teuer - ist einigermaßen Pflegeleicht und macht echt ne gemütliche Wärme.

Marken kann ich dir aber leider keine nennen. Aber als Tipp - rede am besten zuerst mal mit dem Schornsteinfeger - was er dir so empfiehlt und was bei euch überhaupt machbar ist.

 

Ich selber habe -noch- keinen Kamin, beschäftige mich aber seit einiger Zeit mit diesem Thema für unser EFH. Es gibt einige große Marktführer, bei denen man recht gutes Infomaterial bekommt; dort gibt es häufig auch Ausstellungen, um die Produkte auch "begreifen" zu können. Wie auch schon von "Funny08" angesprochen, würde ich zunächst den bei "Euch" zuständigen Schornsteinfeger befragen. Man erhält dort wertvolle Tips und Anregungen und hat dann normalerweise auch weniger Probleme bei der späteren Abnahme.

 

Ich selbst habe ein paar Kamin ebei meinen Eltern im Haus sowie bei Freunden/Verwandten kommen und gehen sehen - als Fazit muss ich sagen: Ich werde mir in mein späteres Eigenheim auf jeden Fall auch einen einbauen.

Dabei belaufen sich meine Erfahrungen auf (Scheit-)Holz gefütterte Kamine.

Erste Einschränkung: lohnt sich nur, wenn man selbst die Möglichkeit hat, Holz zu schlagen (bzw. sich vorgeschlagen anliefern zu lassen) und die restliche Aufarbeitung (in passende Stücke sägen, spalten, stapeln) selbst durchführt, also auch den Platz zum Lagern und Trocknen (in der Regel - abhängig vom Holz - werden 3 Jahre Liegezeit bis zum Verfeuern empfohlen). Reiner Zukauf wird unglaublich teuer.

Nach einigen Kaminöfen mit Manueller Primär- und Sekundärluftzufuhr-Regelung tendieren die Kaminofenbesitzer in meinem Umfeld ab dem zweiten, spätestens dem dritten Kaminofen zu einem Modell mit einer Regelautomatik - mit einem solchen Modell reduziert sich der Heizaufwand auf "Nachlegen" und "Saubermachen".

Direkte Hersteller kann ich jetzt nicht empfehlen - das kommt auf die preiskategorie und die individuellen Ansprüche an Formen, Farben, etc. an. Achte nur möglichst auf einen großen Feuerraum, sodass auch mal etwas größere Holzstücke verfeuert werden können...

Abseits meiner Erfahrung denke ich, dass man für Pelletöfen irgendwo Platz im Keller braucht (Dosiervorrichtung, Lagerkapazitäten für die Pelletsäcke, etc.) - außerdem übertrifft nichts den Flair, dem Holz im Kamin beim Verbrennen zuzuschauen - macht auch eine ganz andere Wärme als Heizkörper jedweder Art liefern.

 

Wir haben einen Kinofen und nutzen ihn häufig/gerne. Bevor Du aber losgehst, sprich mit Schornsteinfegermeister. Es gibt große Qualitätsunterschiede und bauliche Anforderungen. Aktuell würden - so sagte meiner - die meisten aktuellen Baumarktmodelle in BW bald wieder ausgebaut werden, da sie die Rauchgaswerte nicht einhalten. Insofern lieber vorher genau Fragen.

 

Habe mir 2 Schornsteine damals eingebaut einer für Gas und einer für einen Kamin.
Der steht jetzt schon 20 Jahre aber einen Ofen habe ich noch nicht, der kommt erst wenn es ein neues Wohnzimmer gibt, den jetzt ist ein Schrank vor dem Schornstein;-)

 

Kann da Rainerle nur zustimmen. Lass dich von einem Schornsteinfeger beraten. Ich habe meinen letztes Jahr installiert mit Aussenschornstein. Ich mag gar nicht dran denken was ich hätte falsch machen können hätte er mich nicht beraten. Der Ofen selbst braucht ein bestimmtes Volumen an Raum also Zimmer dass er überhaupt betrieben werden darf dann die Abstände zu brennbaren Materialien und und und.

 

Also, wir selbst haben leider keinen Kamin (noch nicht ). Meine Mum hat seit gut 6 Jahren ihren und in ihrer kleinen Wohnung reicht der fast das ganze Jahr über aus, um alles zu beheizen. Nach einem billigen für nur zwei/drei hundert Euro, hat sie sich jetzt letzten Herbst einen besseren (dauerbrannt-geeignet) vom Bieber-Baumarkt geholt. Mit dem ist sie noch zufriedener als vorher. Der Kamin ist (bei entsprechender Außentemperatur) jeden Tag an.

Es ist definitiv so, dass es kaum eine angenehmere Art von Wärme gibt, als die Wärme eines Holzfeuers - auch wenn es aufwändiger ist als nur den Regler hoch zu drehen. So ein Holzfeuer brennt aber halt eben auch, wenn mal der Strom ausfällt, bietet also auch noch eine kleinen Sicherheitsgewinn.

Den Tipp mit dem Kaminkehrer/Schornsteinfeger hast du ja schon bekommen. Die Frage ist dann halt auch, ob dein Schornstein dafür geeignet ist oder ob ein Zusatzschornstein angebaut werden muss. Dann musst du dir noch überlegen, welches Material verfeuert werden soll. Also, Scheitholz, Pellets (gibt's ja auch als Sackware), Holzbriketts, Kohlebriketts (bei meiner Mum kommen im Winter abends zwei Kohlebriketts in den Kamin. Die halten die Glut bis morgens, so dass sie am nächsten Tag nur einfach ein Stück Holz nachlegen muss und der Kamin brennt sofort wieder). Der Kamin muss eben auf die Branntart (Dauerbrannt oder nicht) ausgelegt sein. Wenn er nicht Dauerbrannt-geeignet ist, muss man ihn eigentlich immer ausgehen lassen, bevor man wieder Holz nachlegt. Dann gibt es noch Brennräume, die nur auf 25cm Scheit-Größe ausgelegt sind, usw.. Die nächste Frage ist, woher bekommst du dein Brennmaterial. Gibt es eigenen Wald, wenn nicht, kann man als "Selbstwerber" aktiv werden oder muss man alles zukaufen. Auch die Holzpreise selbst sind je nach Region sehr unterschiedlich.

Es gibt viel zu überlegen und viel zu planen, aber meiner Meinung nach, lohnt es sich definitiv.

 

Janinez  
Ich habe einige Heizkamine mal mit mal ohne Marmorumrandung. Ich kann sie wie einen offenen Kamin benutzen (dann einfach Scheibe nach oben fahren) oder eben als Heizkamin Scheibe unten). Ich finde es gemütlich und so 1x die Woche muß ich halt die Asche rausräumen - je nachdem, wieviel man damit verfeuert. Aber ich möchte sie nicht missen. Auch im neuen Haus bei meinem Sohn haben wir einen eingebaut und auch bei Mietern habe ich welche. Aber wie schon oben erwähnt unbedingt den Kaminkehrer fragen wg. der zu erfüllenden Abgaswerte

 

Als erstes ist zu prüfen (Schornsteinfeger) ob dein bestehender Schornstein ein oder zweizugig ist. Ist er nur einzugig und deine normale Heizung ist hier angeschlossen gibts 2 Möglichkeiten. Entweder einen 2ten einzuziehen wenn genug Platz ist oder einen Edelstahlaussenschornstein anzubauen. Du solltest auch die Stelle anschauen wo der Wanddurchbruch hinkommt bezüglich brennbarer Materialien wie Isolierung, Rigips etc.

 

Wir haben seit 9 Jahren einen Grundofen mit ca. 900Kg Speichermasse, der Ofen wird einmal am Tag mit 8-10Kg Scheitholz befeuert und hält den ganzen Tag die Raumtemp. auf 22°. Im Winter wird nur das Bad noch zu geheizt. Ich möchte den Ofen nicht mehr missen. Der Ofen ist von einem Ofenbauer auf unser Haus geplant und gebaut worden, war nicht ganz billig aber das lohnt sich.

 

froschn  
Wir hätten auch sehr gerne einen Kamin, aber laut Aussage unseres Schornsteinfegers ist es relativ aufwändig und teuer, in unserem Haus die Voraussetzungen dafür zu schaffen.

Schade, es ist soooo gemütlich! Und so furchtbar viel Arbeit ist es nicht, finde ich.

 

Nein es ist nicht viel arbeit. Ausser du machst das Brennholz selbst. Ich tue es aber ich mache es sehr gern mit meinem Vater zusammen. Es hat etwas uriges. Es macht einfach Spaß :-)

 

Brutus  
Kamin im Zimmer muss etwas Wunderbares sein, leider wurde in unserem Mehrfamilienhaus durch die alten Kaminabzüge Kabel verlegt, somit sind diese nicht mehr nutzbar ;o(

 

Woody  
Hachseufz, einen Kamin oder noch besser Kachelofen mit Bettfläche oben hätt ich auch gerne.

Wir hatten früher einen Meller-Kamin, hpts.mit Kohle beheizt. Die Wärme und das Raumklima sind schon viel angenehmer als die Zentralheizung. Aber man kann nicht alles haben und vor allem, man wird nicht jünger und irgendwann kann man eben nimma das Holz oder die Kohlen aus dem Keller hochschleppen.

 

Bedenke auch das Thema Brennstoff. Wenn Du Holz machen musst:
  • Du brauchst eine Kettensäge mit mehreren Ketten, die man auch schleifen (lassen) muss. Kosten rund 300 bis 500 Euro Anschaffung.
  • Du solltest über ein Spaltgerät nachdenken. Ab 400 Euro bekommst Du etwas brauchbares.
  • Du solltest einen Hänger und Anhängekupplung haben - nochmal 1000 Euro.
  • Du brauchst persönliche Schutzausrüstung. Schnittschutzstiefel, Hose, Jacke, Helm mit Visier und Gehörschutz - auch 150 bis 200 Euro
  • Sägebock - 100 Euro
  • Kettensägeführerschein - nochmal 100 Euro
  • Ganz viel Zeit zum Holz machen, transportieren, klein machen
  • Platz um das Holz drei Jahre zu lagern
  • ...
Alternativ Du kaufst das Holz fertig. Bei mir Raummeter 80 Euro ofenfertig angeliefert. Wir brauchen im Winter etwa 3 Raummeter. Das reicht für Oktober bis Dezember und März/April. Die kalte Winterzeit wird mit Gasheizung warm gemacht. Wenn ich die Zeit zum Holz machen rechne - brauche rund 4 Samstage zum selbst machen, ist mir der Aufwand zu hoch und die Arbeit zu viel. Da lasse ich lieber anliefern. Dazu kommt hier und da ein Baum von Nachbarn oder vom eigenen Grundstück und Werkstattabfälle.

Holzheizen ist entweder ein schweißtreibendes Hobby, kann aber auch zumindest am Anfang ein teures sein. Und wenn der Schornsteinfeger will, ein ganz kurzes, wenn die Abgaswerte nicht anzupassen sind. So schön ein Feuerchen im Wohnzimmer ist, so aufwändig kann es aber auch sein. Bei uns sagt man "Holz macht zweimal warm!" Einmal beim Machen und einmal bei verheizen.

 

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