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GST 160 CE- ein kleiner Testbericht

16.12.2013, 21:18
Hallo zusammen

Mir ist soeben aufgefallen das hier ja noch gar niemand was zur neuen GST 160 CE geschrieben hat, deshalb mache ich das jetzt mal .

Ich bin seit knapp einem Monat stolzer Besitzer einer GST, und zwar hab ich das BSS-Sonderset mit 31 Sägeblättern extrem günstig erstanden.




Im Lieferumfang ist folgendes enthalten:

-Spanreissschutz
-drehbarer Absaugadapter
-T144DP, T244D, T308BO
-25 Blätter T144D
-3 Blätter für Sandwichmatierial (T718BF)
-ein Dreiteiliges Progressor-Sägeblattset


Interessanterweise ist beim BSS-Set der drehbare Absaugadapter dabei, was beim normalen Lieferumfang nicht der Fall ist. Dort ist der starre Adapter dabei, eigentlich ein Witz, denn das ist ein Schritt zurück, bei der GST 140 war nämlich der drehbare Adapter Standard.


Der erste Eindruck/Einlage

Als ich die L-Boxx geöffnet habe hab ich natürlich als erstes die Einlage befingert, diese ist soweit stabil gebaut, deutlich besser als teils andere Einlagen. Zudem ist eine Aussparung für den Parallelanschlag vorgesehen. Für Sägeblätter hats überall Platz, links können die normalen 5er Packungen verstaut werden, unten hat es ein extra langes Fach für die Blätter der Serien 3..., 7..., und sogar die übergrossen 10.. Blätter haben Platz, hier hat Bosch studiert. Im Kleinen Fach mit dem Deckel dann man dann noch lose Blätter deponieren ohne dass sie im Koffer herumfliegen. Einzig die schöne Illustration der GST 140 im Deckel fehlt bei der neuen Stichsäge, was eigentlich schade ist, und so bleibt der eigentlich für Informationszwecke prädestinierte Deckel leer. Schade.

Ansonsten hat die Säge aber wirklich einen sehr tollen Eindruck geliefert. Auch wenn man sie in der Hand hat passt sie sehr gut. Der Schalter geht nun auch leichter als bei der 140er, man kann die Säge jetzt auch mit Handschuhen relativ gut bedienen. Ansonsten ist sie äusserlich ähnlich wie die 140er. Dass das AHA beim ersten einstecken: das weisse LED Licht der GST 140 wurde durch ein sehr viel angenehmeres warmweisses Licht ausgetauscht. Der Lichtschalter geht meines Erachtens auch besser als bei der 140er, wo man ihn doch sehr stark reindrücken musste.

Ebenfalls geändert wurde der Sägeblatt Auswurf, denn das Blatt fliegt nicht mehr im hohen Bogen davon, sondern man muss es herausziehen. Ich persönlich finde das herausspringen besser, denn so musste man ein heisses Blatt nie anfassen. Logischerweise ist es **** wenn man nicht darauf gefasst war und das Blatt davonflog, aber grundsätzlich weiss man das ja nach dem ersten Mal.

Ein weiteres Problem der 140er wurde behoben: Bei der rastete die Grundplatte beim Nullgradwinkel nie sauber ein, und man konnte sie im Rastpunkt hin und her bewegen, so dass ein 0° einstellen ohne Winkel nicht ganz leicht war. Die GST 160 rastet fest ein, man kann die Grundplatte im Rastpunkt nicht gross bewegen.

Ansonsten ist wie gesagt, nichts gross anders als bei der GST 140, was durchaus nicht schlecht ist, so wurde zum Beispiel das 4m lange Gummikabel und die versenkte Drehzahlverstellung beibehalten, beides tolle Sachen.

Ach ja, die GST ist übrigens Made in Switzerland, wird leider das letzte Modell mit dieser Aufschrift sein

Erste Einsätze

Die GST wurde natürlich vom ersten Tag an voll eingesetzt, da kenn ich keine Gnade, sonst müsst ich ja keine Profimaschine kaufen wenn ich Angst um sie hätte. Und so wurde die Säge gleich zuerst schon mal für diverse Schnitte in 60x60er Kanthölzern benutzt. Auch bei relativ engen Radien hat sie den Winkel voll gehalten, es kam das T344DP zum Einsatz.

Anschliessend hab ich sie schon mal richtig grob behandelt, ich hab mit der nagelneuen Stichsäge relativ viel Fermacell gesägt ( Schande über mich ). Die Säge hat dann gleich mal die Farbe gewechselt auf schneeweiss, aber nach ein bisschen abblasen ist sie wieder blau geworden .

Ausserdem hab ich noch ca. 30 Schnitte in 4mm Dicken Stahl-Winkelprofilen ausgeführt, mit dem T123X, hach wie wäre da die Metallgleitplatte toll gewesen, die Orginale hat jetzt nämlich Kratzer, aber eben, bis es dieses doch so tolle Zubehör gibt gibt's die 160er gar nicht mehr ...

Auch noch ca. 50 Schnitte in 18er OSB hab ich mit der Säge ausgeführt, mit dem Extra-Clean Blatt war der Ausriss gleich null.

Nebst diesen Arbeiten hab ich natürlich die Säge schon zig mal eingesetzt, und bis jetzt verrichtet sie ihren Dienst einwandfrei (Was ja auch zu hoffen ist).

Negatives?

Negatives?, da fällt mir eigentlich nix ein, ausser eben das Systemzubehör dass nie verfügbar ist, aber das ist ja ein altbekanntes Problem.

Fazit
Die GST 160CE ist für mich zweifellos die beste Stichsäge der Welt, diesen Rang teil sie zwar noch mit der Trion, aber glaubt mir ich habe mit allen Flaggschiffen der Profihersteller inner der letzten drei Monate gearbeitet, (DeWalt, Makita, Mafell, Hitachi, Metabo, usw) und die GST hat mich einfach überzeugt. Zwar ist bei der GST das Systemzubehör eine Katastrophe, aber die Säge ist fehlerfrei, und das ist wichtiger, denn wofür bracht man einen Parallelanschlag, die säge verläuft sowieso, usw. Bei allen anderen ist etwas kleines an der Säge nicht gut (DeWalt zu schwer, Mafell hat kein Licht und verliert das Blatt manchmal, Metabo läuft viel zu unruhig), natürlich es sind alles kleine Macken, alle genannten Stichsägen sind super, nur hat die GST einfach dieses winzig kleine Etwas das mich für sie stimmen lässt, und das ist nicht weil sie blau ist.

Aber eben, das ist meine Meinung, jeder kann sich seine eigene bilden wenn er möchte

Ich hoffe mein Testbericht hat euch geholfen, ich werde vielleicht auch noch ein Video machen, da schau ich noch ob ich Zeit dazu finde.


In dem Sinne
Viele Grüsse
David

 
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hmm.

Es wäre für so ein Gerät auch wenig representativ wenn die gestellten Anforderungen nicht erfüllt worden wären....
Fermacell, 6er KVH oder OSB sollte mit jeder (Profi-)Stichsäge kein Problem darstellen.
Das Stahlprofil ebenso wenig.

Ich muss zugeben, dass ich die 160er noch nicht benutzt habe.
Aber die Aussage: Beste Stichsäge der Welt, finde ich ein bisschen weit hergeholt.

Eine LED als Ausschlusskriterium? Ich dachte es geht um die Säge und deren Leistung.
P1cc, die PS 420 oder auch die Trion (JSP 120) sind sehr gute Sägen. Das ist keine Frage.
Du sagst du hast zugriff auf nahezu alle Fabrikate, dann wäre es doch ein leichtes mal einen Vergleichstest zu machen, so objektiv wie möglich.

Was macht eigentlich die Lehre?

 

klar ist die aussage etwas gewagt, aber die auswahl beiden profistichsägen ist nicht so gross, und wie gesagt teilt sie den platz 1 mit festool/protool . logischerweise sind die sägen alle sehr nahe zusammen . alle haben kleine macken, die gst eindeutig beim zubehör, aber das ist meiner meinung nach zweitrangig. leistungsmässig wird man zwischen den maschinen wohl keinen wirklichen unterschied feststellen können, alle sind sehr leistungsfähig. vergleichstest kann ich machen, wobei dieser grössteteils auf den arbeitserfahrungen mit den geräten basiert, weil es recht schwer ist alle sägen auszuleihen.

 

Toller Bericht. Danke.
Schade, dass Bosch die Profis in Bezug auf Zubehör ähnlich hängen lässt wie die Heimwerker. Ich mache auch immer wieder diese Erfahrung.

 

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