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Gießharz als Bodenbelag verwenden

07.01.2013, 10:02
Hallo zusammen,

evtl. gibt es zu folgendem Thema schon einen Forumsbeitrag, leider habe ich hier nichts gefunden.

Ich plane bei uns im Keller (Neubau) die Böden mit Kunststoff/Harz auszugießen. Hat hier jemand schon Erfahrungen damit gesammelt? Wie verhält sich das Harz beim Vergießen? Ist das wie Wasser, oder eher wie ein zähflüssiges Öl? Wie müssen die Ecken "abgedichtet" werden, sodass mir die Masse nicht unter den Estrich fließt?

Hat jemand schon Langzeiterfahrung? Von einem Fachhändler für Bodenbeläge wurde mir dazu abgeraten, da der Boden sich mit der Zeit heben kann. Meiner Meinung nach klingt die Antwort nicht ganz ausgereift, da in den mir bekannten Industriehallen überall dieser Boden eingesetzt wird.

Ich habe hier auch schon mal im Wissensspeicher nachgelesen. Hier waren die Details noch nicht zu finden. (http://www.1-2-do.com/wissen/index.p...-_Beschichtung)

Danke
Gruß
Peter
 
Bodenbelag, Fußboden, Gießharz, Keller Bodenbelag, Fußboden, Gießharz, Keller
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9 Antworten
Kunstharz ist zähflüssig......am rand befindet sich doch ein Randstreifen aus "Schaumstoff" der nur bündig abgeschnitten wird.
Ich musste das Zeug mal verarbeiten ..es bestand aus zwei komponenten die verrührt wurden....zügig aufgetragen (mit Besen breit gekehrt) Quarzsand darauf gestreut, am nächsten Tag losen Sand abgefegt..fertig. Immer nur ein Eimer anrühren und kleine Flächen bearbeiten, um den Sand überall hin zu treffen. Kannst, darfst die behandelte Fläche nicht betreten. Wurde von einen Fachmann unterwiesen.

 

Was soll das ausgiessen mit Flüssigharz in deinem Keller für Vorteile bringen...bzw. warum soll es ausgerechnet so gemacht werden?

 

Das ist ein sehr schwerer Werkstoff, wenn es um das Verarbeiten geht.
Ich kenne Personen, die das gemacht haben und danach habe Sie die komplette Maße wieder rausgemacht, weil man die Übergänge gesehen hat und weil es einen Farbunterschied gab.
Der Fußboden ist danach dann halt sehr pflegeleicht.

 

sonouno  
Gießharz bitte nicht mit Anstrichsystemen auf 2 K. Epoxid- oder PU-Harzbasis verwechseln.
Die Harze für Anstrichsysteme sind zwar auch auf der gleichen Basis aufgebaut aber ganz anders eingestellt als Harze die zum Vergiessen von z.B. elektrischen Systemen verwendet werden.

http://de.wikipedia.org/wiki/Gie%C3%9Fharz

Bei Neubauten die meisst ja nicht ganz ausgetrocknet sind würde ich ein Anstrichsystem auf 1 K. PU-Basis verwenden da dieses zur Durchhärtung mit Feuchtigkeit reagieren muss und somit eine Restfeuchte des Untergrunds keine negative Auswirkung hat.
Auch kann man bei diese Anstrichsystem Zuschlagstoffe wie Fein-Quarz oder rutschhemende Farbchips mitverwenden.... die Verarbeitung an für sich ist einfach... allerdings sollte man flott arbeiten um Ansätze und Überlappungen zu vermeiden.

grüssle, sonouno

edit:
meintest du sowas mit deiner Frage ?

http://www.1-2-do.com/de/projekt/Gar...nleitung/5274/

 

Vielen Dank für die Antworten.

@RedScorpion68: Der Boden ist dann wie in den Industriehallen strapazierfähig und pflegeleicht (hoffentlich). Wenn da mal was runterfällt, bei Kindern im Haus ist das ja schnell mal der Fall, geht nicht gleich 'ne Fliese kaputt. PVC währe auch möglich, müsste aber auch angeklebt werden, ansonsten rutscht das auch auf dem Betonboden rum und wirft Wellen. Beim nackten Betonboden schleppt man doch mal Dreck mit nach oben. Das war dann für mich die nächste Lösung.

@sonouno: Ich habe im Internet gestöbert und bin auf 2K-Epoxidharz Fußbodenfarbe gestoßen. Das was ich da gefunden habe, ist sogar auf Wasserbasis. Wobei ich nicht ganz verstehe, wie sich Wasser mit Epoxidharz vertragen kann. Aber wenn das funktioniert, dann ist das sogar gut. Dann kann ich die Gerätschaften mit Wasser ausspülen. Man sollte auch an die Natur denken. Dein Projekt beschreibt ja dieses Verfahren. So was in der Art habe ich gesucht. Vielen Dank. Wie wird das am Rand gemacht? Gibt es da spezielle Abschlußleisten für die Wand, damit man beim späteren Wischen die Wand nicht einsaut?

Danke
Gruß
Peter

 

Ich habe gewissen Bedenken, weil Gießharz ziemlich zäher Stoff ist, wo man zielgenau arbeiten müsste. Lieber von einem Fachexperten dich beraten lassen, bevor du den Boden komplett ruinierst.

 

Zitat von PeterA77
Vielen Dank für die Antworten.

@RedScorpion68: Der Boden ist dann wie in den Industriehallen strapazierfähig und pflegeleicht (hoffentlich). Wenn da mal was runterfällt, bei Kindern im Haus ist das ja schnell mal der Fall, geht nicht gleich 'ne Fliese kaputt. PVC währe auch möglich, müsste aber auch angeklebt werden, ansonsten rutscht das auch auf dem Betonboden rum und wirft Wellen. Beim nackten Betonboden schleppt man doch mal Dreck mit nach oben. Das war dann für mich die nächste Lösung...
Also wenn du im Keller nicht gerade mit dem Gabelstapler spazieren fährst oder den Boden anders stark beanspruchst, dann empfehle ich dir eine Beschichtung mit Methacryl-Siegel.
Diese Beschichtung ist günstiger und einfacher zu verarbeiten als dein Vorhaben mit "Gießharz".
Und wenn der Farbton irgendwann nicht mehr gefällt, dann ist schnell ein neuer aufgetragen.

 

Geändert von RedScorpion68 (08.01.2013 um 11:19 Uhr)
sonouno  
Hallo Peter,
jupp, sowas gibts auch auf Wasserbasis... z.B. Disbon 400

is aber in der Qualität lange nicht so gut wie die Lösungsmittelbasis

aber sicher für Keller ausreichend... sollte aber gut trocken sein vor dem Anstrich und
beim ersten Anstrich unbedingt verdünnen und gut in den Untergrund einarbeiten !
(siehe Verarbeitungshinweise)

Wandanschluß:
5 cm hoch an der Wand abkleben und einfach Boden und Wandstreifen mit dem selben Material streichen.... nachher die Fuge mit Silicon in passender Farbe abspritzen...


grüssle, sonouno

 

Zitat von Hexperte
Ich habe gewissen Bedenken, weil Gießharz ziemlich zäher Stoff ist, wo man zielgenau arbeiten müsste. Lieber von einem Fachexperten dich beraten lassen, bevor du den Boden komplett ruinierst.
Da geb ich dir recht.
Solche Boden aber auch vom Fachmann ausführen lassen.
Der hat die Gerätschaften und die Erfahrung.
Die Entlüftung beim beschichten dieser Böden mit einer Entlüftungswalze ist ebenfalls wichtig.

 

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