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Gewindestangen aus V2A-Stahl zersägen

07.05.2014, 22:32
Hallo,

ich möchte mir ein offenes TV-Hifi-Regal bauen. Das Regal soll aus drei Massivholzplatten und M16-Gewindestangen aus rostfreiem Edelstahl gebaut werden.

Die Stangen werden in einer Länge von 100 cm angeboten, doch ich muss sie auf ca. 55 - 60 cm kürzen. Kann ich die Edelstahlstangen mit einer normalen Eisensäge sägen?

Ich musste mal vor Jahren in eine Edelstahlplatte ein vorgebohrtes Loch breiter aufbohren. Ich habe mich damals ziemlich herumgeplagt und der Bohrer war hinterher ruiniert.

Viele Grüße

Kampinello
 
Edelstahl, Eisensäge, Gewindestangen Edelstahl, Eisensäge, Gewindestangen
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13 Antworten
Brutus  
Sägeblätter für eine Handbügelsäge sind nicht soooo teuer und ich habe sie immer für sämtliche Metalle benutzt, die halten schon was aus. Alternativ könntest du die Stangen auch mit einem Winkelschleifer kürzen, vorab aber eine Mutter drauf drehen und kurz darüber trennen. Wenn du die Mutter dann von der Stange drehst, sollte das Gewinde noch intakt sein, ansonsten evt. mit einem Außengewindeschneider nachschneiden.

 

Die Platte war sicher ein gewalztes Blech. Diese Härte kannst du nicht mit einer Gewindestange vergleichen.

Brutus hat es schon angesprochen. Dreh zwei Muttern auf die Gewindestange, und säge diese zwischen den beiden Muttern durch. Das Gewinde anschließend etwas abschrägen, und dann die Muttern herunterdrehen. Sie entfernen den Grat, und danach ist das Gewinde spitzenmäßig.

 

...man sollte auch darauf achten, dass mit dem Sägeblatt noch kein "Schwarz-Stahl" / gewöhnlicher Stahl gesägt wurde...

Molekulare Anhaftungen am Sägeblatt können den VA-Stahl angreifen und ebenso für Rost angreifbar machen !!!

Wir hatten früher in der Werkstatt immer mehrere Handsägen für unterschiedliche Materialien...

 

Geändert von Brunello (08.05.2014 um 06:40 Uhr)
Wie Brutus schon geschrieben hat, ist das Einfachste. Mache ich auch so

 

Handsäge und Schneidöl und langsam sägen.

 

Ekaat  
Schneidöl ist nicht erforderlich, weil bei der Handsäge kaum Wärme entwickelt wird, die abgeführt werden müßte.
Da Niro sehr zur Kaltverfestigung beim Zerspanen neigt, ist aber darauf zu achten, daß die Säge beim Zurückführen (Leerhub) nicht auf dem Material gleitet.
@Elektrodummy: Den Grund, warum er nicht gut durchkam sehe ich darin, daß das vorhandene Loch möglicherweise von einem stumpfen Bohrer gefertigt wurde. Kaltverfestigung siehe oben.
Übrigens unterscheidet sich das Herstellungsverfahren zwischen kaltgewalztem Blech und einer mit Gewinderollen hergestellten Gewindestange kaum hinsichtlich Kaltverfestigung durch Verformung.

 

Du kannst zwar eine Handsäge nehmen, aber da wirst Du dich auch sehr plagen müssen. Einfacher wird es mit einem Winkelschleifer gehen. Muttern würde ich nicht darauf drehen um dazwischen zu sägen, denn selbst wenn du die Muttern abdrehst wird noch ein Grat dasein, den du sowieso noch abschleien musst. Entweder diesen an einem Schleifbock entfernen oder alternativ kannst du auch den Winkelschleifer nehmen und vorsichtig damit den Grat entfernen.

 

Zitat von drehmeissel
[...] selbst wenn du die Muttern abdrehst wird noch ein Grat dasein, den du sowieso noch abschleien musst.
Ich drehe beim Trennen von Gewindestangen (Winkelschleifer) immer Muttern auf, trenne zwischen den beiden, schleife den Grat mit einer Feile ab und drehe dann erst die Muttern runter.

 

Ich persönlich fase sie immer an soll heissen je nachdem was für ein gewinde es ist 1x45 Grad, 2x45Grad usw. So bin ich auf der sicheren seite das ich nichts übersehe und mir im nach hinein doch noch die Finger aufschneide

 

Ekaat  
Zitat von drehmeissel
Ich persönlich fase sie immer an soll heissen je nachdem was für ein gewinde es ist 1x45 Grad, 2x45Grad usw. So bin ich auf der sicheren seite das ich nichts übersehe und mir im nach hinein doch noch die Finger aufschneide

 

Und was die Edelstahlplatte angeht. Hast du sie mit einer Handbohrmaschine gebohrt? Womöglich mit der höchsten Drehzahl? Und orfentlich Druck ausgeübt? Das werden wohl die Fehler gewesen sein.Wenn es auch V2A war wird der Bohrer bei zu hoher Drehzahl sehr schnell stumpf bzw. glüht aus. Da kannst Du den Bohrer gleich wegwerfen.
Bei Edelstahl gilt eine nicht zu hohe Drehzahl wählen und nicht zuviel Druck ausüben, dann klappt das auch.Und auch die Kühlung des Bohrers nicht vergessen. Ab besten ist ein Gemisch aus Wasser und Öl (umgangssprachlich Bohrmilch genannt).
KLar zuhause als Laie hat man sowas zwar nicht aber wenigstens sollte da mit Wasser gekühlt werden.

 

Ekaat  
Zitat von drehmeissel
Und was die Edelstahlplatte angeht. Hast du sie mit einer Handbohrmaschine gebohrt? Womöglich mit der höchsten Drehzahl? Und orfentlich Druck ausgeübt? Das werden wohl die Fehler gewesen sein.Wenn es auch V2A war wird der Bohrer bei zu hoher Drehzahl sehr schnell stumpf bzw. glüht aus. Da kannst Du den Bohrer gleich wegwerfen.
Bei Edelstahl gilt eine nicht zu hohe Drehzahl wählen und nicht zuviel Druck ausüben, dann klappt das auch.Und auch die Kühlung des Bohrers nicht vergessen. Ab besten ist ein Gemisch aus Wasser und Öl (umgangssprachlich Bohrmilch genannt).
KLar zuhause als Laie hat man sowas zwar nicht aber wenigstens sollte da mit Wasser gekühlt werden.

Allerdings das Kühlen ist nicht so sehr wichtig, aber die Drehzahl entscheidet besonders das Ergebnis. Allerdings kann man hier keine allgemeine Regel abgeben, da es von Materialstärke, Werkstoff und Verfestigungsgrad abhängt.

 

Zitat von Ekaat

Allerdings das Kühlen ist nicht so sehr wichtig, aber die Drehzahl entscheidet besonders das Ergebnis. Allerdings kann man hier keine allgemeine Regel abgeben, da es von Materialstärke, Werkstoff und Verfestigungsgrad abhängt.

Ja ekaat da hast du schon ganz recht. Aber im grossen und ganzen ist es schon entscheident, wie lange der Bohrer hält, wenn man eine angemessene Drehzahl wählt.

 

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