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Geschwindigkeit Mauerfräse

22.10.2010, 08:15
Hallo Zusammen, ich melde mich mal nach langer Zeit wieder, da unser nächstes großes Projekt vor der Türe steht. Wir wollen unseren Dachboden begehbar machen und ausbauen.
Nun habe ich eine Frage zu einer Mauerfräse. Wir wollen einen Kabelkanal vom Keller bis zum Dachgeschoß ziehen und haben auch noch keine Maschine, überlegen auch ggf. eine auszuleihen/ mieten für diese Aktion.
Wie viel Zeit muß ich ca. für sowas einplanen. Es sind insgesamt 15 m Nut zu fräsen.
Klar, hängt von der Maschine u. vom Mauerwerk ab, ist wohl eine Steinmauer und die Maschine haben wir auch noch nicht, wollte nur mal ungefähr einige Angaben haben und vielleicht auch Tipps ;-)))

GLG
Anja
 
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17 Antworten
Hallo Anja,

ich hab so eine Fräse von Ferm (bitte nicht petzen ;-) ).
Sind die zwei parallel laufenden Diamantscheiben. Für einen Meter brauche ich so zwischen ein und zwei MInuten zum schneiden.
Mit dem Boschhammer ist es auch ruckzuck herausgebrochen.
Staubabsaugung unbedingt anschließen.

Ich hab mir die Maschine gekauft - hat ca. 60 € gekostet und wurde mittlerweile mehrmals benötigt. Läuft noch mit den ersten Scheiben problemlos.

Gruß
Gismo

 

Geändert von Gismo (22.10.2010 um 09:40 Uhr) , Grund: Ergänzung
Ekaat  
Wenn Du eine Flex hast, solltest Du Dir überlegen, wie oft Du später noch eine Mauerfräse benötigst. Elektrokabel werden i. d. R. nur unter Putz, und nicht ins Mauerwerk gelegt. Da reicht ein Maurerhammer, um die Begrenzung anzuzeichnen und dann den Putz mir einem Meißel (Bohrhammer oder Hand) wegschlagen. Ins Mauerwerk müssen nur Versorgungsleitungen gelegt werden, wie Wasserrohre oder Abwasserleitungen. Gasleitungen dürfen nicht verdeckt verlegt werden. Für Strom nimmt man Impu-Stegleitung; diese muß aber überall tatsächlich unter Putz liegen, weil an der Luft die Isolation brüchig wird.

 

Hallo,

falls es noch aktuell ist versuche ich such noch ein paar Infos zu geben.
Eine Mauerfräse gibt es in jedem Baumarkt als Leihgerät für 10 - 20 € am Tag und ist wirklich zu empfehlen. Mit einer einfachen Flex kann man sehr schnell zu tief in die Wand einschneiden und unter umständen die Statik gefährden.
Wichtig ist es auch keine Kaminmauer anzuschneiden, da dadurch der Kamin undicht werden kann.
Die Schlitze sollten mit einem Abstand von 30cm zur Decke oder Wandecke gezogen werden.



@Ekaat: ich dachte "im Putz" Leitung sind flach und "unter Putz" Leitung rund und werden wirklich in der Wand verlegt.

Gruß

 

Ekaat  
Zitat von user0815
@Ekaat: ich dachte "im Putz" Leitung sind flach und "unter Putz" Leitung rund und werden wirklich in der Wand verlegt.

Gruß
Da gehen die Meinungen auseinander. Sicher ist eine »leichte Schlauchleitung« nur in Kanälen in Mauerwerk zu verlegen, weil sie zu dick ist, im Putz verlegt zu werden (dies empfielhlt sich dann, wenn die Leitung irgendwo mal aus dem Putz kommen soll, denn dafür sind Impu-Stegleitungen verboten). Komischerweise heißen die Leitungen »Impu-Stegleitungen«, die Nägel dafür werden aber vielfach als »Upu-Nägel« gehandelt. Hat man die Stegleitung auf die nackte Wand genagelt und dann verputzt, sind sie im Putz oder auch unter Putz (verschwunden). Auslegungssache!
Gruß
Ekaat+++

 

Ich lege immer Leerrohre. Bin dann flexibler, falls mir doch später mal wieder was anderes einfällt. Bis zum nächsten "Renoviertermin" wird die Leitung halt so unauffällig wie möglich auf Putz gelegt, aber dann vernünftig unter Putz und Leitungen einziehen.
Mit meiner Fräse bin ich sehr zufrieden, auch die Absaugung funktioniert sehr gut - ganz klar, Staub gibts immer bei so einer Arbeit, allerdings sicher viel weniger als mit der Flex.

 

Hallo,

erst mal Danke für die Antworten, wir sind inzwischen auch ein bischen weiter. Haben einen Mix aus Flexen, mit Hammer und Meißel herausschlagen und mit dem Multifunktionsgerät mit Steinblatt probiert. Die Wand ist ziemlich hart und eigentlich wollten wir auch ein Leerrohr ziehen, aber wir haben bisher lediglich Platz für zwei Kabel geschaffen. Nun wird es ein Stromkabel und ein Netzwerkkabel geben und wohl kein Kabelkanal.
Dafür hatten wir mit anderen "Problemen" zu kämpfen. Das komplette Obergeschoss ist nur durch eine Sicherung abgesichert und nicht jeder Raum einzeln. Und siehe da, welches Kabel haben wir beim aufstemmen getroffen..... das Hauptkabel. Haben das schöne lange Wochenende also mit arbeiten verbracht.

Viele grüße aus Wesel

 

passiert schonmal beim arbeiten....

Zum Thema, dass nur eine Sicherung nach oben geht. Da sollte man sich mal erkundigen, ob man das nicht unten umklemmen kann auf eine größere Sicherung und oben eine Unterverteilung einrichtet. Damit hätte man zumindest die Zimmer einzeln abgesichert...

 

Zitat von cksit1
passiert schonmal beim arbeiten....

Zum Thema, dass nur eine Sicherung nach oben geht. Da sollte man sich mal erkundigen, ob man das nicht unten umklemmen kann auf eine größere Sicherung und oben eine Unterverteilung einrichtet. Damit hätte man zumindest die Zimmer einzeln abgesichert...

Hallo cksit1,
ja, das werden wir auch machen. Unser Flur sieht im Moment eh zerstückelt und nach Rohbau aus, da wollen wir es direkt ordentlich machen. So ist das leider,wenn man sich ein gebrauchtes Haus kauft.

Viele Grüße

 

das geht noch... Bei meinem Bruder haben wir die komplette Elektrik vom Keller bis zum Dach neu gemacht. Das WAR Rohbau.

Aber stimmt schon mit einem alten Haus hat man immer was zu tun.

 

Eigentlich wollten wir "nur" eine Treppe zum Spitzboden machen und das zieht solche Arbeiten mit sich.........

 

Zitat von Gartenfreund
...... Nun wird es ein Stromkabel und ein Netzwerkkabel geben und wohl kein Kabelkanal. ....

Legt Ihr beides nebeneinander? Netzwerkkabel ist zwar (je nach Ausführung) recht gut abgeschirmt, ich würde es aber vermeiden dieses direkt neben einer Stromleitung zu legen.

 

Zitat von Ricc220773
Legt Ihr beides nebeneinander? Netzwerkkabel ist zwar (je nach Ausführung) recht gut abgeschirmt, ich würde es aber vermeiden dieses direkt neben einer Stromleitung zu legen.

Hallo Ricc,

ja, eigentlich wollten wir die Kabel direkt nebeneinander legen, warum geht das denn nicht ? Was könnte es für Probleme geben ?

 

Soweit ich weiß, könnte die Frequenz des Stromnetzes Störungen verursachen. Inwieweit das bei den neueren (besser abgeschirmten) noch relevant ist, weiß ich nicht. Ich habs in meinem Haus generell vermieden.

 

joa wenn man neu baut sollte man es vermeiden. Wenn es sich aber um ein Cat7 Kabel handelt (gehe ich jetzt einfach mal von aus, was anderes würde ich heute nciht mehr verbauen), dann sollte das keine Probleme geben.
Ich würde deswegen zumindest nicht einen weiteren Schlitz setzen. Wenn es sich machen lässt, dann kann man ja einen leichten Spalt zwischen den beiden Kabeln lassen...

 

Durch Induktion (magnetisches Feld, erzeugt durch Stromfluß) kann es auch mit einem Cat7 Kabel bei dieser Länge zu massiven Störungen kommen. Erst Recht, wenn Verbraucher eingeschaltet werden, die einiges an Strom "ziehen".
Die Folge ist, dass Datenpakete mit zunehmender Fehlerquote versendet werden, oder Datenpakete zerstückelt ankommen. Merken tut man das dann, wenn man den Eindruck hat, die Netzwerkverbindung wäre unheimlich langsam. Im Exremfall kann es auch zu Netzwerkaussetzern kommen.
Ich würde, wenn Du dir die Arbeit mit einem breiteren Schlitz sparen willst, bei einem Elektriker nach einem geschirmten Stromkabel fragen, die haben als Schirmung um die drei innenliegenden Kabel einen Bleimantel. Zudem würde ich gleich zu einem 2,5²mm Kabel greifen, da bei dem die Induktion geringer ist.

 

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