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Gerissene Holzscheibe

05.05.2014, 12:23
Einem Holzfäller habe ich im vorigen Jahr eine Baumscheibe, ca. 10 cm dick, abgeschwatzt. Habe sie liegenlassen und wollte in diesem jahr eigentlich ein Dekostück für den Garten fertigen. Leider ist sie so stark gerissen, dass ich sie dafür nicht mehr verwenden kann.
Wie kann man das Reissen verhindern oder zumindest verringern? Ein kleiner Riss hätte nicht geschadet, aber es fehlen nur noch wenige Zentimeter, dann ist die Scheibe mittig durchgebrochen.
 
Gerissen, Holzscheibe Gerissen, Holzscheibe
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24 Antworten
Sofern die Baumscheibe vom "nassen" Baum abgetrennt wurde um dann zu trocknen, ist das Reißen vorprogrammiert und nicht zu verhindern. Ich gehe mal in diesem Fall davon aus, dass es so war. Die Kräfte die sich beim Trocknen des Holzes entwickeln lassen das Holz innerhalb kürzester Zeit reißen. Möglichkeit wäre gewesen die Baumscheibe erst nach dem Trocknen des Baumstammes abzuschneiden. Aber auch da kann es dir passieren, dass die Scheibe aufgrund klimatischer Veränderungen im Wohnbereich im Laufe der Zeit noch Risse bekommt. Nur mal so als Anhaltspunkt: Holz für die Möbelherstellung sollte eine Restfeuchte von max. ca 8% haben.

 

Zur Trocknung hat nirosta schon das wesentliche gesagt. Du kannst versuchen die Scheibe mit großzügig dimensionierten Schwalbenschwanzverbindern zusammen halten. Sinnvoll wäre aber gewesen damit schon früher zu beginnen damit die Scheibe gar nicht erst so weit reißt.

 

Den Holzfäller habe ich getroffen, als ich beim Nordic-Walking war. Der Baum war frisch gefällt und somit war noch sehr viel Restfeuchte vorhanden. (Der Weg zurück zum Auto mit der schweren Scheibe war übrigens sehr mühsam. Das nur am Rande.)
Der Mann hatte mich vorgewarnt, dass die Scheibe reissen würde, aber ich habe an einen kleinen Riss gedacht und nicht an Totalschaden. Na, ja, jetzt bin ich schlauer.
Vielleicht kann ich mein Projekt mit den beiden Hälften doch noch verwirklichen.

 

Ekaat  
Ich habe vor drei Jahren eine Eiche von ca. 15cm Ø gefällt und den Stamm trocknen lassen. Auch das 2m-Stüch zeigt heute an beiden Schnittstellen Risse. Schade, auch ich hatte damit was vor - nun wird daraus nichts.

 

Ja, Ekaat, ist schon schade, wenn man Pläne über den Haufen schmeissen muss. Aber verheizen kann man das Holz ja immer noch.

 

Ekaat  
Guter Tipp! Muß jetzt bloß zusehen, wie ich das Gewächs in den Öltank bekomme

 

Zitat von Ekaat
Guter Tipp! Muß jetzt bloß zusehen, wie ich das Gewächs in den Öltank bekomme
Frag doch mal bei einem von denen nach ob sie Dir helfen

 

Zitat von Ekaat
Guter Tipp! Muß jetzt bloß zusehen, wie ich das Gewächs in den Öltank bekomme
Das hängt natürlich nicht unwesentlich von deinem Zeithorizont ab. Wenn die übrigen Rahmenbediungungen stimmen, könnte es schon in gut 100.000.000 Jahren so weit sein.

 

Hatte es schon in einem anderen Thread geschrieben..Stammware reisst fast immer, ausser es handelt sich um Pappel oder Birke..dort besteht die Gefahr nicht...Ist ein Stück Stamm, in dem Fall als Scheibe geschnitten, wird es imer schneller und stärker reissen, als am Stück ..

Durch die Luftfeuchtigkeit, äusserer Einfluss ergibt sich das selbst bei trockenem Holz...Wobei der Begriff Trocken es bei Holz nicht gibt...
Man kann versuchen, den Prozess des reissens, der Spannung im Holz etwas vorbeugen...entweder in einen Sack mit Späne legen, diesen aber oben offen lassen, oder mit Wachs und Zeitung den Trocknungsprozess verlangsamen....

Bei Holzscheiben wende ich folgende Methode an....Stammscheibe mit warmen Knochenleim bestreichen und auf diese dann Zeitung legen...das ganze nochmal von aussen bestreichen...Somit kann man geregelter die Restfeuchte entziehen...Klappt nicht immer, aber in den meisten Fällen...

Bei Ast oder kleinen Stämmen, verwende ich heisses Kerzenwachs...dies erhitze ich in einem Topf oder Behälter und tauch dann das Holz bis zum Rand ein, auf beiden Hirnholzseiten....Man kann es auch mit einem Pinsel bestreichen..

Somit ist die Gefahr etwas gebannt, dass das Holz an der Stirnseite reisst....Selbst Kammergetrocknetes Holz von meinem Händler ist mir schon gerissen....
Kommt immer auf die Luftfeuchte an,.....
Gibt eben für fast alles Halter, aber keine Holzhalter ...

 

Nachtrag:

Man kann auch die Scheibe aufschneiden und Gegenverleimen...wichtig ist das du die Spannung raus nimmst und versuchst diese zu mindern...Was auch geht, allerdings seine Zeit braucht, aber auch schon selbst für Jagdscheiben gemacht habe, du kannst es wäsern,,,sprich legst es in Tonne mit Wasser, somit zerstörst du die Kapillare...allerdings das braucht länger wie alles andere...
Grundsätzlich empfehle ich den Stamm, das Stück Stamm, jeh nach Durchmesser zwischen 4-6 Jahre abzulagern...aber selbst dann bist du vor Rissen nicht geschützt...Habe Eiche in meiner Werkstatt verarbeitet, hatte ca 9 % Restfeuchte, selbst diese reisst in Wohnzimmer, da dort die Luftfeuchte noch niedriger durch die Heizung ist...

 

also kann ich meine baumscheibe ,durchmesser 50cm ,gleich kleinehacken!
nach euren aufmunterungen .bringt das ja eh nix

 

Wenn die Stücke nicht zu groß sind, nach ein paar Tagen grob schleifen und gleich mit Öl behandeln.
Hab ich mit Stücken von ca. 12 cm Durchmesser gemacht, sind ganz geblieben.

 

Woody  
Auch eine gerissene Baumscheibe hat einen Flair. Ich hab auch so ein Prachtstück einfach so im Garten rumliegen - hat was

 

@ Ekaat - du kannst es ja mal mit einem Holzvergaser probieren.
hab da was bei youtube von den Amis gesehn (find es nur gerade nicht), die haben Öl und Gas gewonnen.

 

@habanera: Stell doch mal ein Bild hier ein, dann können wir dir vielleicht Ideen liefern, was du mit der Scheibe machen könntest.

 

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