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Geodätische Kuppeln - Hat wer Erfahrung?

06.06.2016, 15:10
Bei mir ist in letzter Zeit wieder der Wunsch aufgekommen (im Idealfall möglichst günstig) eine geodätische Kuppel zu bauen.

Als Knoten denke ich an irgedneine Form von Zylinderknoten, das ird selbst vermutlich am einfachsten herstellbar sein.

Ich habe mich jetzt durch viele Webseiten gekämpft, und die Informationsmenge ist schwer überschaubar, aber ich tue mir auch schwer die für mich nötigen Infos so wirklich zusammenzubekommen.

Hat von Euch schon wer eine gebaut?

Hat jemand statisch Erfahrung? kann man für mehr Höhe auch über die Hälfte der Kugel bauen? (also quasi eingezogene Grundfläche, dafür mehr Höhe)

Kann man sie auch so als Wintergarten ans Haus bauen, daß eine Seite angeschnitten ist? sozusagen wie ein Wespennest das an der Wand klebt? Oder geht dann der selbststützende Effekt verloren? Falls es geht, wie konstruiert man den geraden Abschluß?

Bin für alle Infos, auch über das gefragte hinaus, dankbar und freue mich über hoffentlich regen Gedankenaustausch!
 
DIY, Geodätische Kuppel DIY, Geodätische Kuppel
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15 Antworten
um das Teil zu bauen, wäre meines Erachtens mindestens ein Bauplan.. oder
Bausatz nötig.. auch wenn der halbiert wird ......!
Zu beachten sind dabei viele Dinge... so schön wie die Optik sein kann,
die Sommerzeit wird immer wärmer.. und unter einer Kuppel heizt sich das sehr stark auf !
ein Sonnensegel von Aussen wäre nützlich, aber macht die Optik zunichte....
Irgendwas an Metall brauchst auch noch... sonst ist das kein " Faradayscher -Käfig " ....
dann sitzt bei Blitz und Donner auf dem Präsentierteller !
Gruss.......

 

Ich weiss nicht, ob Dir das weiterhilft, aber M.Wandel hat nach dem gleichen Prinzip mal einen Fussball geschreinert. Vielleicht kannst Du etwas davon adaptieren?

 

Meine Frage wäre:
Wo soll das Teil stehen und zu welchem Zweck?

Ich meine, als Sandkastendach sind sicher andere Dinge zu beachten wie bei einer Nutzung als Wintergarten o.ä.

Gruß Thomas

 

Vielen Dank schonmal Euch beiden!

Nachdem ich bei der Suche im Forum nichts gefunden habe hatte ich schon befürchtet, daß es schwierig wird.


@Hazett
Bausatz würde ich lieber keinen nehmen, da bin ich dann zwischen 800 und 2000 € los- Das Ergebnis ist sicher super, aber da würde ich lieber drunter bleiben.


Ein Bauplan muss aber sicherlich her, um es ohne zu machen hab ich in Mathematik zu wenig aufgepasst

An den Faradayschen Käfig hatte ich vorher nicht gedacht, aber sitze ich da gefährdeter als im Freien? Weil ich eben doch eine Erhöhung über mir habe? Das wäre echt schade, hätte mich lieber an eine Holzkonstruktion gehalten Normalerwesie hätte ich gesagt es schlägt ja eh kaum mal ein Blitz ein, aber was seit 1-2 Wochen mit Gewittern so los ist lehr einen das fürchten

Ich kann leider die Aufheizung nicht abschätzen, aber ich wollte es an die Ostseite packen, dann würde es vor allem vormittags Sonne abbekommen. Und ein paar der Dreiecke würde ich gerne fensterartig gestalten, also zum öffnen... würde am liebsten gleich loslegen...

@chief der Ball ist ja der Hammer, grad das Problem mit den Knotenpunkten hat er bei dem kleinen flächig geleimten Teil aber nicht.... wobei.... hmmm...... bei näherer Betrachtung müsste man auch mal überdenken ob man nicht wirklich lauter vollständige Dreiecke (hohl natürlich, sonst wirds dunkel) baut und die dann verschraubt.

Ja nun! Vielleicht gibts ja bald mal ein Projekt von mir

 

Sorry Toby da hab ich Dich übersehen weil sichs zeitlich überschnitten hat.

Soll im Idealfall an einer Hausseite anschließen und als Wintergarten fungieren, es geht also schon um ein größeres Objekt mit... ich weiß es noch nicht... ich sag mal aus dem Bauch heraus min. 3 Meter Radius

 

kjs
Bei 3m Radius wird das Glas auch nicht gerade billig. Das sind dann ja ~25m². Könnte sein daß dann ein Bausatz gar nicht mehr so teuer erscheint und Du sparst Dir einiges an präzisen Gehrungsschnitten.

 

Zitat von Stelzengeher
Sorry Toby da hab ich Dich übersehen weil sichs zeitlich überschnitten hat.
Und das bei der Masse


Zitat von Stelzengeher
Soll im Idealfall an einer Hausseite anschließen und als Wintergarten fungieren, es geht also schon um ein größeres Objekt mit... ich weiß es noch nicht... ich sag mal aus dem Bauch heraus min. 3 Meter Radius
Ostseite ..... ich habe im letzten Jahr ein Wintergarten mit Ziegeldach gebaut. Südseite. Temperatur in den letzten Tagen, trotz geöffneter Oberlichter ca.40°. Erst wenn ich alles öffne "normalisiert" sich die Temperatur. Liegt aber immer noch ca. 2°-3° höher als draußen.
Ich gebe folgendes zu bedenken:
Taupunkt / Schwitzwasser
Isolierung Fussboden
Anschluss ans Haus
bei der Größe und einem Anschluss ans Haus - Baugenehmigung?
Glas??

Willst du die Felder mit Glas bestücken? Falls ja wird ein einfaches Glas nicht reichen.

Sollte es ein Bausatz geben, der für 800 - 2000€ zu haben ist, bin ich mir sicher das du beim Selbstbau mehr zahlen würdest. Arbeitszeit mal nicht gerechnet. Je nach Ausführung.

Wie gesagt, wir wollten eigentlich nur die Terrasse überdachen, weil aber immer etwas Wind anliegt sollte noch ein Windschutz an eine Seite. Kosten, nur das Material: Holz und Ziegel für das Dach, ca.2500€, Windschutz Edelstahl mit Glas ca. 2000€.
Zum Schluß wurde es dann wie gesagt ein Wintergarten.

Gruß Thomas

 

Ich merke schon, ich bin da etwas blauäugig an die Sache herangegangen.

Die Optik toll finden, und im Kopf hin und herwälzen wie man die verschiedenen Probleme angehen würde reicht bei der Größenordnung halt doch nicht so wirklich.

Glas wollte ich nicht machen, ich wollte, zumindest im oberen Bereich durch den man nicht geradeaus durchblickt, eher zu dünnen Kammerplatten greifen, aber die kosten ja auch nicht grad nichts. Die Bausätze waren häufig nur das Gerüst, Folie/Glas/etc ist da oft nicht dabei, aber möglicherweise muss ich darauf einfach zurückgreifen damit was ordentliches dabei rauskommt, das beginne ich gerade so langsam einzusehen.

Daß man dafür eine Baugenehmigung braucht hatte ich nicht erwartet, ist aber offenbar richtig, gut, daß das hier zur Sprache kam!

So wie es aussieht werde ich jetzt zu allererst mal ein 3D Modell bauen und mit den Größen experimentieren, und dann mal weiterschauen mit was es sich am besten umsetzen ließe.

Vielleicht letztendlich dann auch nicht am Haus und etwas kleiner, nicht vergessen, der 3 Meter Radius war auf die Kugel/Kuppel gemünzt, wenn ein großer Teil davon nicht gebaut würde weil sie mit dem Haus verschmilzt.

Nachdem ich so angeschnittene Kuppeln aber bisher nicht finden konnte habe ich immer noch meine Zweifel ob das statisch wirklich gut geht.

Werd Euch auf jeden Fall auch bei der weiteren Planung auf dem Laufenden halten, möglicherweise interessierts den einen oder anderen

 

Was mir bei meiner Planung geholfen hat, auch um ein Gefühl für die Größe zu bekommen, waren einige alte Dachlatten die ich auf die Schnelle zusammen geschraubt habe.
Mir und meinen Haushaltsvorstand hat das sehr geholfen und unsere Planung in konkrete Bahnen gelenkt.

Gruß Thomas

 

kann man für mehr Höhe auch über die Hälfte der Kugel bauen? (also quasi eingezogene Grundfläche, dafür mehr Höhe)
Unter Google>Bilder sehe ich viele die über die Hälfte der Kugel gebaut sind.

Ich denke du musst einfach die Punkte, die das untere Dreieck stützen würde
durch einer Befestigung am Haus ersetzen.
z.B. mit einem Rundbogen alle verlorenen Punkte aufnehmen..

Mit alten Dachlatten fange ich bei solchen Sachen auch meistens erst mal an.

@ Würde mal über den englische Begriff "geodesic dome" weitersuchen;
da findet sich einiges mehr. z.B. http://www.desertdomes.com

 

Geändert von StepeWirschmann (07.06.2016 um 12:49 Uhr)
Ich muss gestehen, dass ich den Begriff" Geodätische Kuppel" noch nie gehört habe, und das als Geodät. Nachdem ich mich vorhin ein bisschen kundig gemacht habe, sind bei mir die Schweißperlen ganz schnell verschwunden hat mit Geodäsie so garnichts zu tun

Gott sei Dank- ich dachte schon mein Studium wäre umsonst gewesen....

 

MANN könnte schon mit vielen begradigten Facetten arbeiten.. und an der Hauswand
( wo das halbe Teil ja angelehnt ist ) mit einen schönen Bogen... die Kuppel andeuten !
Solch eine Kuppel ist aber nicht das, was Du hier als " Geodätische " angedacht hast...
denn Du sprichst von irgendwelchen Tafeln, welche in die abgedichteten Füllungen
eingesetzt werden ( egal ob künstliche Dachschiefer oder ähnliches ) und das im Skript genannte Objekt hat rundum Glas.... also zu jeder Tageszeit Licht... rundum !
...............
ZUM Blitzschutz.... selbst wenn nur einige Metall-Schienen von oben bis in den Boden reichen, bist relativ SICHER... schlägt der Blitz ins ( Oberflächen-nasse ) Holz ein,
wird das Holz schlagartig aufreißen ( regelrecht explodieren ) Bäume werden durch die beim Einschlag entstehende Hitze ( Dampf ) gespalten !
Gruss....

 

@Toby das mit den Dachlatten werde ich definitiv auch machen, der Tip ist gut, und mir schweben schon wieder ein paar neue Ideen zur Umsetzung im Kopf herum.
Was für mcih aber leider immer noch eine Große Hürde für den kompletten Eigenbau bleibt ist die Berechnung der Dreiecke

Aber ich werde jetzt ein paar Konzepte als Modelle probieren, vielleicht dann noch etwas mittelgroßes als "proof of concept" was dann als kleines Gewächshaus nutzbar ist, dann kann ich kommenden Winter möglicherweise zum ersten mal ein paar Bananenstauden im Garten lassen und muss sie nicht ins Haus tragen

@StepeWirschmann Da hast Du recht, man sieht einige über die Hälfte, aber auch wenn sich in einer Kugel die Kräfte gleichmäßig verteilen müssten, so nehme ich an, daß, wenn sich die Bodenfläche wieder einzieht jede Bauungenauigkeit stärker auf die Statik auswirkt als beim senkrechten Abschluß. Vielleicht täusch ich mich auch, ist ja alles nur gefühlt.

Das mit dem Rundbogen und dem Verlorene Punkte aufnehmen denke ich auch, ansich müsse es gehen, und nachdem keiner rumklettern soll wird es wohl auch halten. Dennoch bin ich mir nicht sicher ob es statisch das selbe ist, da die Kräfte ja nicht im Bogen weitergeleitet werden können, ich wünschte ich hätte ein Computerprogramm wo man die Belastung der Streben eingefärbt sehen kann.

Werd mich demnächst dann mit dem englischen Suchbegriff erneut mit dem Thema befassen

@derMoeller Das ist nun schon eine große Enttäuschung für mich, daß Du bei der Berufsbezeichung nicht mein Fachmann für solche Kuppelbauten ist, hast im 1. Semester nicht ordentlich aufgepasst?

Als ich ein Kind war gabs ein paarmal Berichte über solche Biospären-Projekte, bei denen Persoenen über einen längeren Zeitraum in einem geschlossenen Ökosystem untergebracht waren, optisch gesehen waren das auch solche Kuppeln, seither fasziniert mich das ein wenig

Aber wenn Du es nicht kanntest bist Du ja besonders unvoreingenommen.... und was sagst Du? Schön? Eigenartig? Zu abgehoben? Spannend? Schmarrn?

@Hazett Das mit dem Blitzschutz leuchtet mir ein, und danke, wieder was gelernt: Jetzt verstehe ich endlich warum es Bäume dermaßen zerreißt wenn der Blitz einschlägt, das ist was was ich mich früher öfters gefragt habe!

Das Anlehnen ans Haus wäre auch mehr als um platz zu sparen, wirklich glücklich wäre ich damit nicht. Ich muss mal nochmal ausloten wo ich eine Komplettkuppel hinstellen könnte ohne geschimpft zu bekommen

Und dann ist halt noch die Erlaubnis zu klären, die Stadt München ist da gerne recht heikel was geht und ws nicht

 

Hab´ich wohl das gesamte Studium geschlafen

Also ich finde die schon ziemlich geil. Allerdings wirken die glaube ich auch nur auf einem relativ großen Grundstück. Mitten in der Siedlung würde ich es nicht bauen.
Ich persönlich würde das Ding auch nicht dicht machen, sondern als eine Art "Pergola" nutzen.
Immer die Frage stellen, wie groß ist das Ding! Ab einer gewissen Größe(In Niedersachsen im Außenbereich 20m³) brauchst du ne Baugenehmigung. Und das ist dann praktisch schon erreicht bei einer Grundfläche von ca. 8m². Wenn du das allerdings ohne geschlossenes Dach machst, brauchst du keine Genehmigung

 

kjs
Die Kuppeln sehen interessant aus aber wie derMoeller glaube ich auch daß sie eigentlich nur dann voll zur Wirkung kommen wenn sie etwas frei stehen.

Baugenehmigungen sind örtlich total verschieden und oft kommt auch noch der Bebauungsplan ins Spiel der da noch "Änderungen" bewirken kann. Meist zum Schlechteren...... So darf ich bis zu 50m² und max 2,50m Höhe einfach so bauen außer es ist Grenzbebauung dann braucht es eine Kurzgenehmigung vom Verwaltungsbezirk. Gar nicht weit weg in einem Baugebiet (gleicher Verwaltungsbezirk!) darf man nicht einmal eine größere Gartenhütte oder Pergola ohne Genehmigung bauen.

Ehe ich da Energie in den Entwurf stecken würde würde ich erst mal abklären was man da bauen darf ohne mit Architektenplan, Statik und Unterschrift aller Nachbarn aufzuwarten

 

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